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Full text of "Repertorium Der Griechischen Kopisten 800 - 1600"

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ÖSTERREICHISCHE AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN 





VERÖFFENTLICHUNGEN DER KOMMISSION FÜR 


BYZANTINISTIK 


HERAUSGEGEBEN VON 
HERBERT HUNGER 


BAND IIl/2 B 





VERLAG DER ÖSTERREICHISCHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN 
WIEN 1989 





eg ner ee 


ÖSTERREICHISCHE AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN 





VERÖFFENTLICHUNGEN DER KOMMISSION FÜR BYZANTINISTIK 
BAND III/2 B 


REPERTORIUM 
DER GRIECHISCHEN KOPISTEN 
800 — 1600 


2. TEIL 


HANDSCHRIFTEN 
AUS BIBLIOTHEKEN FRANKREICHS 


UND NACHTRÄGE ZU DEN BIBLIOTHEKEN GROSSBRITANNIENS 


B. 
PALÄOGRAPHISCHE CHARAKTERISTIKA 


Erstellt von 


HERBERT HUNGER 








VERLAG DER ÖSTERREICHISCHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN 
WIEN 1989 


TTT 


Vorgelegt von w. M. HERBERT HunGer in der Sitzung am 4. März 1987 


Gedruckt mit Unterstützung durch den 
Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung 


Alle Rechte vorbehalten 
—ISBN 3 7001 1557 1 Gesamtwerk 
Copyright © 1989 by 
Österreichische Akademie der Wissenschaften 
Wien 


Druck: Ernst Becvar, A-1150 Wien 








re ih Es e ra en re TE ne nr 


VORWORT 


Wie der gesamte Teil 2 des Repertoriums sind auch die Bände B und C grundsätzlich 
ebenso konzipiert wie jene in Teil 1. Für den Benützer mögen deshalb wenige Bemerkun- 
gen genügen. 

Kopisten, die bereits in Teil 1 enthalten sind, werden nicht behandelt. Eine Ausnahme 
bildet Zacharias Kallierges (Nr. 156) im Hinblick auf dessen Digraphie. Einige Auto- 
graphe bekannter Autorenpersönlichkeiten wurden deshalb nicht aufgenommen, weil die 
Frage der Zuweisung und Echtheit in der Literatur bis heute umstritten ist; dies betrifft 
u.a: Eustathios von Thessalonike, Georgios Pachymeres, Nektarios von Kasule, Pietro 
Bembo. 

Bei zu geringem Textumfang wurde aus begreiflichen Gründen auf eine paläographi- 
sche Analyse verzichtet. | 

Zur Qualität der Photos kann nur das in Teil 1 Gesagte wiederholt werden. Oft mußten 
wir damit zufrieden sein, Reproduktionen, wenn auch mit großen Verspätungen, über- 
haupt zu erhalten. Die Frage der Originalgröße der Schriftproben in Band C hat uns schon 
in Teil 1 Sorgen bereitet. Daß wir damals, wenngleich contre cœur, noch rund 130 
Vergrößerungen bzw. Verkleinerungen tolerierten, wurde von J. ĪRIGOIN in seiner sehr 
freundlichen und wohlwollenden Besprechung (Scriptorium 37 [1983] 147) mit Recht 
beanstandet. Es ist uns diesmal gelungen, diese störenden Änderungen des Formats 
restlos zu vermeiden. Für die ermüdende rechnerische Arbeit, die dabei zu leisten war, sei 
Herrn Dr. E. GAMILLSCHEG an dieser Stelle der Dank ausgesprochen. 

Ein weiterer herzlicher Dank gilt Frau Dr. GErRDA WOLFRAM, Lektor für byzantinische 
Musikgeschichte an der Universität Wien, welche die Nachzeichnungen der Buchstaben- 
und Ligaturen-Formen auf Folie mit liebevoller Genauigkeit und völlig uneigennützig 
durchgeführt hat. 

Den Direktoren bzw. den Verantwortlichen folgender Bibliotheken sei für die Übersen- 
dung von Tafelvorlagen und für die Reproduktionserlaubnis der Dank ausgesprochen: 
Deutsche Staatsbibliothek, Berlin; Selly Oak College, Birmingham; Bibliotheque Munici- 
pale, Carpentras; Biblioteca Laurenziana, Florenz; Biblioteca de El Escorial; Bibliothek 
des Patriarchats, Jerusalem; British Library, London; Biblioteca Ambrosiana, Mailand; 
Bibliothèque Universitaire, Montpellier, Historisches Museum, Moskau; Bayerische 
Staatsbibliothek, München; Biblioteca Nazionale, Neapel; Bodleian Library, Oxford; 
University College, Oxford; Bibliothèque Mazarine, Paris; Bibliothèque Nationale, Paris; 
Biblioteca Angelica, Rom; Bibliotheque Universitaire, Straßburg; Biblioteca Nazionale, 
Turin; Biblioteca Apostolica Vaticana; Biblioteca Marciana, Venedig; Österreichische 
Nationalbibliothek, Wien. 


Wien, im Februar 1987 Herbert Hunger 


PALÄOGRAPHISCHE CHARAKTERISTIKA 





a EN i 





basch 1. bilt, ee 


1 


Appdpıog 
Par. 1089, f. 130° (Taf. 1) a. 989/90 
1 Leicht rechtsgeneigte kalligraphische Minuskel mit überdurchschnittlichem Stilisie- 
rungsniveau: Perlschrift. Kräftig entwickelte Oberlängen (Minuskel-Delta, Minuskel- 
Eta, Majuskel- und Minuskel-Kappa, Ligatur Epsilon— Xi, Psi). Keulenförmige Ver- 
stärkung vieler Vertikalen. Inhaltsverzeichnis und Überschriften in alexandrinischer 
Auszeichnungsmajuskel. 
2 Beta A 5. Z. v. u. Zeta 9 2.6 Theta A. 3.2: em 
Ny N letzte Z. Xi CA 2.9 
3  Epsilon—Xi 2.4 
4 Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. eckig. Akute vielfach flach liegend. Winzige 
Zirkumflexe. Bescheidene »v-Kürzungsbogen. Selten Trema über Iota. Iota adserip- 
tum. 
5 
"Adavacıog Kußovpıdpıog 
Par. 2593 A, f. 11" (Taf. 2) 14. Jh. 3.V. 
1 Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, übersichtliche Gebrauchsschrift einer geüb- 
ten Hand mit reduzierten Unterlängen und maßvollen Oberlängen (hochgezogenes 
Gamma und Tau) sowie Worttrennung. 
2 Gamma Ak 23 Epsilon € 2.5 Eta n zi 
Theta % 7. Z. v.u. Theta a 4. Z. v.u. Tau 7 3.Z.v.u. 
Ypsilon (mit Akut) Ka 2.6 Psi } 2.1 
Im Zi zw Epsilon—Rho $ 2.7 
\ 
Epsilon—Rho Sp 21 sl S Z6 
xal T a 2.5 Doppel-Sigma OJ letzte Z. 
Tau N 6.2. v. u. 
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Buchsta- 


ben und Spiritus mit Akzenten. Lange av-Kürzungsstriche. Kleine Zirkumflexe. 
Häufig Trema über Iota und Ypsilon. 


10 


6 
Adavdarog Zrrovöläng 
Par. 2884, f. 20° (Taf. 1) a. 1301 
1 Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Oberlän- 


gen (hochgezogenes Gamma und Tau, Ligatur Phi-—Rho) und eher reduzierten Un- 
terlängen. Ins Auge springt der Gegensatz aufgeblähter Kleinbuchstaben (Alpha, 
Delta, Omikron, Ypsilon, Phi, Omega) und verschiedener Kiümmerbuchstaben (Ma- 
juskel-Eta, Minuskel-Theta, Kappa, Lambda, Ny, Rho): Fettaugenmode. Unregel- 
mäßige Grundzeile. Scholien von anderer Hand. 


2 Gamma f 2.5 Delta A Z. 11 (Zählung ohne Interlinearzeilen) 
Zeta t 5. Z. v. u. Eta » vorletzte Z. Theta + HÄ eu. 
X E "Zen Schlußsigma Q 3. Z: u: 
Tan T Z.1 Ypsilon O Z. 2 Psi 4 8.Z.v.u. 

3 Delta—Iota 4 3.Z. v.u. Epsilon—Iota a letzte Z. 
Epsilon—Lambda A 5.Z.v.u. Epsilon—Ny ` o 2.2 
Epsilon—Rho E 2.8 Epsilon—Rho Cd vorletzte Z. 
Epsilon-Tu $ Zu Epsilon—Ypsilon Ar 2.2 
Epsion—Phi Cé 3.Z2vu. wi 29 
Rho—Iota d. 2.3 Tau-Rho 7  Z.4 oo fO 2.7 
ppo d. 2.12 

4 Akzente und Spiritus weitgehend abgesetzt, aber auch Verbindung von Buchstaben 
und Spiritus mit Akzenten. Spiritus lenis häufig mit der Öffnung nach unten, Spiritus 
asper analog nach oben gedreht. Kleine, teils kuppenförmige Zirkumflexe. Trema 
über Iota und Ypsilon. 

7 
Adavdorog KaAxeornouAog 
Par. Suppl. 1325, f. 141° (Taf. 3) a. 1479 


1 


Rechtsgeneigte, gedrängte Gebrauchsschrift mit weitem Zeilenabstand sowie ausge- 
prägten Ober- und Unterlängen. Eindruck einer eiligen Schrift. Worttrennung. Ohne 
ästhetischen Anspruch. Nähe zur Druckminuskel. 


EEE in Een EE EE deent, EE Ee cn 





Beete ele 


3  Gamma—-Iota Ke 2.3 


Beta Ê Z. 4 Gamma P 2.7 Zeta l Z.I 
Theta & Z. 4 Theta 7 2.5 Schlußsigma g Z.1 
Tu f z.ı 


w MW 2.3 

Epsilon—Xi dë 
< 

pev j Z.4 usv Ak 2.8 


Akzente, Spiritus und Kürzungsstriche teils abgesetzt, teils mit Buchstaben verbun- 
den. Tildenförmige Zirkumflexe. wv-Kürzungsstriche von Akuten durchquert. Supra- 
positionen. Trema oder einfacher Punkt über Iota. Iota subscriptum. 


Epsilon—Lambda 8 2.2 
D 


12. XS ep xal KI 2.3 


8 
Adavdaoog 


Mosqu. Synod. 117, f. 460° (Taf.4) a. 880 


Senkrechte, lockere Minuskel mit Vorliebe für eckige Formen und mit Haken an den 
Unterlängen mehrerer Buchstaben: eckige Hakenschrift. Frei von Majuskeln. Über- 
schriften in konstantinopolitanischer Auszeichnungsmajuskel. 


Eta h 2.4 


Ny $ Z2 


Beta W Z. 1 (Zählung von Beginn der Minuskel) 


Kappa [e 2.3 My ge 3.2 v.u. 
Rho p vorletzte Z. Tu P Zi 


dev IS 2.7 


Epsilon—Gamma de 2.1 Epsilon—Iota a Z. 1 
S N 
Eta—Ny huo 25 er d E Pi—Tau et 21 


Kräftige Akute und Graves, sehr kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Spiritus über- 
wiegend in halbierter Eta-Form, aber auch bereits (nur) eckig. Wiederholt Trema 
über Iota und Ypsilon. 


9 
Adavacıog 


Par: 857,£.5* (Taf, 5) a. 1261 


Richtungslose, weitzeilige Gebrauchsschrift in Fetiaugenmode mit starkem Gegensatz 
von Klein- und Großbuchstaben. ` 


Par. 2654. f. 50° (Taf. 6) 


l 


Gamma $" Z. 14 Epsilon Le? 2.9 


Ny mx 6. Z. v. u. 


Phi d 2.4 Omega CLJ letzte Z. 


Alpha—Rho á Z. 13 Epsilon— Iota Ey letzte Z. 
Epsilon—lota ó Epsilon—Kappa T letzte Z. 
èni 55 vorletzte Z. 


Epsilon—Xi SE 2.6 ' 
> 


Epsilon— Tau N vorletzte Z. xal á l letzte Z. 
Lal 
Rho—Omikron € Kë A THOS 3 vu 


2.6 Tau—Omikron Ts 4. H eu 


Beta UD 2.6 
Kappa KL 2.4 


Rho e 4Z2.v.u. 


Lambda A 2.1 


vorletzte Z. 


Tau—Omikron 7O 


Kat Sch 2.1 


Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Buchsta- 
ben und Spiritus mit Akzenten. Kleine Zirkumflexe. Spiritus asper oft um 90 gedreht 
und nach oben offen. Suprapositionen und Involvierungen (Ny in Omikron; Sigma in 
Omega). Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscriptum. 


10 


’Ayavdoıog 
a. 1273 


Richtungslose Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Oberlängen und reduzierten Un- 
terlängen in Digraphie (zum Teil sehr dicht und engzeilig, zum Teil lockerer und mehr 
zu Fettaugen neigend): wechselnd stark ausgebildete Fettaugenmode. Vgl. Beta, 
Gamma, Omikron, Ypsilon, Omega. Ausfahrende Längen (Akzente, Ober- bzw. Un- 
terlängen) an den Rändern des Schriftspiegels. Verlust der Grundzeile. 


Beta IA Gamma C 7.2.v.u. 


ô. Z. vu 


Kappa K vorletzte Z. Tau Ei letzte Z. Tan F 5Zvu 
Ypsiloù © 12. Z. v. u. Phi & 11. Z. v.u. Psi d 5. Z. v. u. 
Omega co 9.2.v.u. 

Epsilon—lota a letzte Z. Epsilon—Xi ®% 14. Z. v. u. 
Epsilon—Rho $p 3.2Z.v.u. Epsilon— Ypsilon A S.S eg 


sch 
uey aq SS eg, TLXOV T letzte Z. 


a a na 


WE 


| 





13 


4 Häufige Verbindung von Akzenten mit Spiritus und Buchstaben. Zirkumflexe klein; 
gelegentlich größere wv-Kürzungsbogen. Involvierungen (manchmal exzedierend mit 
Silben und ganzen Wörtern innerhalb eines aufgeblähten Beta: auf anderen Blättern). 
Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscriptum. 


EI 
"A äoudouoe 


Par. 2788, f. 104° (Datz 15. Jh. M. 


1  Senkrechte, Rundungen bevorzugende Gebrauchsschrift mit kräftigen, oft fast senk- 
rechten Akuten und Graves sowie Worttrennung. 


2 Beta E Z. 10 (mit Zählung der Interlinearzeilen) Delta © 2.4 
Epsilon € 2.6 Ypsilon vo Z.6 
Delta—Iota N Z. 16 
Epsilon—Lambda KM 10. Z. v. u. 
Epsilon—Xi di 2.1 

My—Omikron us SS, IS 

Tau—Alpha a 

Doppel-Tau Ei 2.8 


3  Gamma-—-Omikron y Z. 16 
Epsilon— Iota Z Zo 10 
Epsilon—Ny ` "oi letzte Z. 
Epsilon— Ypsilon Bu letzte Z. 
Doppel-Sigma Si 0 Z 14 10. Z.v.u. 
Tau—Iota "D 2.17 

4  Zumeist abgesetzte Akzente; gelegentlich Verbindung von Buchstaben mit Akzenten. 


Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. 


12 
Adavdorog 
Par. 366, TL" (Taf. 8) a. 1458 


1 Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere Minuskel mit kräftigen Oberlängen 
(hochgezogenes Gamma und Tau sowie Delta, Zeta, Iota, Phi) und teilweise stark 
reduzierten Unterlängen. Betonung der Diagonalen durch Majuskel-Alpha, Majuskel- 
Delta und Majuskel-Lambda bzw. durch Zeta, Minuskel-Lambda und Chi. Erinnert 
im Gesamteindruck an den Hodegon-Stil. 


2 Aipha N 2.2 Beta & 2.4 Delta Wi ZT 
Zeta x 8. Z. v. u. Theta 6 6. Z. v.u. Xi 3 2.2 


3 Epsilon—Xi s3 RR ur AN 23 
uev u 2.5 nep ao vorletzte Z. 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Verbindung von Kürzungsstrichen mit Akzenten. 
Helmförmige Zirkumflexe. Suprapositionen. Trema über Iota und Ypsilon. 


14 
AA éE LoG 
Par. Suppl. 1272, f. 268‘ (Taf. 9) a. 1458 


1 Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere Gebrauchsschrift mit kräftigen Ober- 
und meist reduzierten Unterlängen, Vergrößerung einzelner Buchstaben und ausge- 
wogenen Diagonalen: Hodegon-Stil. 

Delta A Zei 


Theta 9 Z.8 


2 Alpha à 2.7 Gamma y Z. 1 
Epsilon GC 
Lambda X letzte Z. 


Psi ~} 2.6 


D c 
3 Epsilon—Pi a 5. Z: v. u. ini w 2.2 


9. Z: v. u. Zeta l 2.2 


Xi Es 


Omega m 2.2 


Schlußsigma ( letzte Z. 


Sa Kei 2.8 


w Q 22 Homem Pane IE Bi 


Ka 


Ki? I "Sen 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Kürzungsstrichen mit 
Akzenten. Kleine Zirkumflexe. Spiritus asper oft um 90° gedreht und nach oben offen. 
Bisweilen Trema über Iota. 


Ypsilon—lota q letzte Z. 


15 
AAEE LoG 
Par. 2412, f. 71" (Taf. 10) a. 1540 


1 Richtungslose, enggedrängte, weitzeilige, unansehnliche Gebrauchsschrift ohne jeden 
ästhetischen Anspruch. Überschriften in degenerierter epigraphischer Auszeichnungs- 
majuskel (nicht auf der Tafel). 


Gamma d Z.1 Gamma E 2.6 


Kappa k 2.2 


Tau d 2.2 Omega W 2.2 


2 Alpha KA 2.8 
Delta A 2.3 Theta P 2.2 


Pi T Z. 8 Rho J 2.2 











Epsilon— Kappa ek Z. 11 
xat D 2.2 uev m) Z. 4 


mpo Z.5 Phi—Rho d Z.4 


Epsilon—Iota H 2.2 


Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils miteinander oder mit Buchstaben verbun- 
den; dabei auch Verbindung des Akzents mit dem aufden Vokal folgenden Konsonan- 
ten. Verbindung von Kürzungsstrichen mit Akzenten. wv-Kürzungsstrich von Aku- 
ten durchquert. Mehrfach Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscriptum. 


18 
Außpöocuog 


Par. 872, f. 8" (Taf. 1) a. 1558 


1 


Rechtsgeneigte, großformatige, lockere, exzedierende Gebrauchsschrift. Die übermä- 
Bigen Größenunterschiede zwischen den Buchstaben und die zahlreichen Überschrei- 
tungen des Schriftspiegels vermitteln ein äußerst unruhiges Bild. Der Kopist steht 
zwischen archaisierenden Händen der Palaiologenzeit mit starkem Fettaugeneinfluß 
und den affektgeladenen Schriften des Barock. Manche besonders exzessive Formen 
gehen auf die Urkundenschrift der byzantinischen Kaiserkanzlei zurück (z.B. das 
hochgezogene Alpha). Das eckige Omega stammt aus der epigraphischen Auszeich- 


nungsmajuskel. 
Alpha Ba 1.15 Beta W 10.Z.v.u. 


Alpha Ki 2.3 
Zeta It 10. Z. v. u. 


Die Zë 3. Z. v, u. Epsion € 2.2 
Eta N 2.6 Eta X letzte Z. Theta d 2.8 
Theta O) HS eo Iota CG 5.Z.v.u. Lambda Ki 2.2 


BEAT 2.5 Xi 4 2.5 Schlußsigma € 2.9 


Schlußsigma C} Z. 14 Pai EE Sr Ypsilon °y Z.4 
Phi a 2.3 Psi Gë Z. 14 Omega Gë 2.9 
Omega C_9 letzte Z. 

Alpha—Theta aF 6.2.v.u. Epsilon—Iota m 2.6 


Epsilon—Xi ZA 8 eg mp © 2.13 


Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt. Gelegentlich Verbindung von Kürzungs- 
strichen mit Akzenten. Sehr kleine Zirkumflexe. Trema über Iota und Ypsilon. 


19 


’Avaoräcıog 


Par. 1470, f. 214" (Taf. 12) a. 890 


1 


Par. 2982, f. D“ (Taf. 9) 


1 


Senkrechte bis leicht linksgeneigte, plump wirkende Minuskel auf einer Vorstufe des 
Kirchenlehrerstils (minuscule bouletée). Auffallend großer „Mittelbau“ der Schrift im 
Verhältnis zum Zeilenabstand (1: 1,3). Mehrere besonders schmal stilisierte Buchsta- 
ben (Beta, Kappa, My, Ny, Pi, Ypsilon, Omega) erwecken den Eindruck einer dichten 
Schrift. Divergierende Diagonalen (vor allem Lambda, Chi und Oberlängen des 
Epsilon) sorgen für ein unruhiges Schriftbild. Überschriften in konstantinopolitani- 


scher Auszeichnungsmajuskel. 
Lambda A a,2.1 


Zeta dës 
My p b21 Xi 3 24 
Chi K az Omega ® b,Z.1 
Epsilon—Xi Sei a, Z. 2 Eta—Ny hw b, 2.2 
t 
x S b, Z. 16 Ypsilon—Ny Wy b,Z.4 


Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. eckig. Winzige Zirkumflexe. Kürzungsstriche 
mit Zierelementen (a, 14. Z. v. ul 


b, 2.15 Eta Lait 


Ny H b, 2. 1 


D mg a25 


20 
’Avdpeag ’Apvns 
16. Jh. 1. V. 


Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, lockere Gebrauchsschrift mit proportionier- 
ten Ober- und Unterlängen sowie großem Zeilenabstand. Überwiegend hochgezogenes 
Gamma und Tau. Worttrennung. Bereich der Druckminuskel. 


Gamma € 2.1 Gamma 2 ze Delta FE 2.2 


Tau 2 21 Tau d 2.4 Chi X Zi 
Alpha— Rho H letzte Z. Epsilon-—Iota y 2.4 
Epsilon—Rho p Z.I usv ` zur 3 2.v.u. 

ue my vorletzte Z. uot Al 2.3 

Tau— lota 0 3.2.v.u. Tau-Omikron Í 4.Z.v.u. 


Akzente und Spiritus abgesetzt. Suprapositionen. Punkt oder Trema über Iota. 





Laur. Plut. 70.9, f. 203" (Taf. 13) 


1 


Vat. Urb. 117, f. 234" (Taf. 14) 


1 


23 
Avõpéas Acavınvög 
a. 1399 


Leicht rechtsgeneigte, zierliche und disziplinierte Gebrauchsschrift einer geübten 
Hand mit maßvollen Ober- und Unterlängen, großem Zeilenabstand und weitgehen- 
der Wort- und Buchstabentrennung. Bemerkenswertes Gleichmaß der Buchstaben- 
größe. 


Epsilon & 2.) Theta H Z.4 
Tau T Z. 23 


Xi £ Z. 19 


Epsilon—Iota d 2.10 


Epsilon—lota & 2.5 
Epsilon—Rho De Z. 10 Epsilon—Rho € 11. Z. v. u. 
` 


Epsilon—Omega ka Z. 10 wa Ca 2.14 
uetà RN Z.1 
Akzente und Spiritus mehrheitlich abgesetzt; Verbindung von Spiritus und Buchsta- 


ben mit Akzenten nicht selten. In der Regel einfache Punkte, selten Trema über Iota 
und Ypsilon. 


24 
"Avdpeag 
a. 1464 


Rechtsgeneigte, kleinformatige Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit reduzierten 
Ober- und Unterlängen bei großem Zeilenabstand. Wort- und mehrfach Buchstaben- 
trennung. Kräftige Akute und Graves. 


Beta B Z.7 Epsilon e 2.3 Eta a Zi Eta & 21 
Xi » 3Zvu Xi f vorletzte Z. Pi e Zi 

Phi $ 27 Phi Ø 4 Z v.u. 

Alpha—Rho ap Zu Alpha—Rho ĝ letzte Z. 


vorletzte Z. 


Set dg 


Rho—Alpha es 2.2 


Epsilon— Tau & 3. Z. v.u. 


Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt, aber Verbindung von Kürzungszeichen 
mit Akzenten. Kuppenförmige Zirkumflexe. Verschiedentlich Trema über Iota. 


Par. 448, f. 1” (Taf. 15) 


J 


Par. 1233, f. 173" (Taf. 16) 


1 


26 
Avdpövıxog Aenevrpnvög 
a. 1299 


Senkrechte bis richtungslose, lockere, weitzeilige Gebrauchsschrift mit stark reduzier- 
ten Unterlängen, vergrößerten runden Buchstaben (Alpha, Omikron, Sigma, Omega) 
und starkem Gegensatz zu Kümmerbuchstaben: Fettaugenmode. 


Gamma C Z2 Delta & 2.1 Epsilon E "3 
Eta k Z1 My JA 24 vu Ç vonz 

Pi m 1.2 Schlußsigma C 2.1 Tau T Z1 

Psi ab 25 


Epsilon—Xi 9% 2.2 Epsilon—Pi VI Dieu 
èm (mit eingeschriebenem Spiritus) It 2.13 Epsilon—Rho Ge Zi 


sai Ei 2.2 uev sr 2.3 röv Sa 3. 2, eg 


Häufige Verbindung von Spiritus und Buchstaben mit Akzenten, aber auch viele 
Akzente abgesetzt. Doppelakzente (u2v-32). Suprapositionen. Involvierungen. Trema 
über Iota und Ypsilon. Gelegentlich Iota subscriptum. 


28 
"Av$ınog Nouixónrovňog 
13. Jh. Ende/14. Jh. Anf. 


Richtungslose, gedrängte Gebrauchsschrift mit auffälligen Größenunterschieden der 
Buchstaben und nur seltenen Vertikalen: Fettaugenmode. Aufgeblasene Rundungen 
von Delta, Omikron, Omega, Epsilon—Iota und hochgezogenem Gamma. Neigung 
zur Überschreitung des Schriftspiegels. 


Gamma $ vorletzte Z. Delta N 4. Z. v.u. 


Ypsilon $ 9. Z. v. u. Omega Q»D 8.Z. v.u 
Epsilon—Iota oO. letzte Z. Epsilon—Xi Ka letzte Z. 
uev Gaus letzte Z. uev Sr letzte Z. 


Akzente und Spiritus teils abgesetzt, daneben auch Verbindung von Spiritus, Vokalen 
und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Zahlreiche Involvierungen und Suprapositio- 
nen. Wiederholt Trema über Iota und Ypsilon. 





29 
Avrwvıog ’Adnvalog 


Laur. Plut. 69.9, f. 295" (Taf. 17) a. 1435 


1 


Par. 1062 A, f. 3” (Taf. 18) 


Richtungslose, zwar lockere, aber engzeilige Gebrauchsschrift mit reduzierten Ober- 
und Unterlängen sowie Wort- und Buchstabentrennung. Neigung zu runden, unter- 
setzten Formen. 


Beta g 2.10 
Ny y 21 Ny y Z.I 
Omega W 2.12 

Epsilon—Ny w Zit uèv N 2.5 
Akzente und Spiritus abgesetzt. Trema über Jota. 


34 
Avrwvıog 


Delta A Z.ı Theta BD 2.3 
Xi Z 2.6 Tu T Z.2 


10. Jh. E. 


Leicht rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel von durċhschnittlichem Stili- 
sierungsniveau. Ausgeprägte Ober- und Unterlängen, großer Zeilenabstand. Mehr- 
fach Majuskeln (Eta, Theta, Kappa, Lambda, Sigma). Überschriften in alexandrini- 
scher Auszeichnungsmajuskel. 


2 Zeta 9 2.9 Theta 9 Z.1 Kappa x Z.1 
Kappa le 33 Lambda "3 2.1 Xi 3 2.2 
Xi zZ 10.Zvu. Rho e 2.3 Phi 3 Z. 10 

3  Alpha—Phi ab 9. Z. v. u. de 4. Z. v. u. 

Epsilon—Xi 3 7.8 Epsilon—Chi & 8.Z.v.u. 
Eta—Ny bw vorletzte Z. Omikron— Sigma ( Z. 6 (Zeilenende) 
Ypsilon— Sigma we vorletzte Z. 

4 Spiritus in halbierter Eta-Form oder eckig. Graves bisweilen um einen Buchstaben 
nach rechts verschoben. Manchmal winzige, kuppenförmige Zirkumflexe. Kürzungs- 
striche vom Akut gekreuzt. Gelegentlich Trema über Iota am Wortanfang. 

35 
Avrwvıog 
Par. 637, f. 178° (Taf. 19) a. 1057 


1 


Senkrechte, kalligraphische Minuskel mäßigen Stilisierungsniveaus: Perlschrift. Weit- 
gehende Worttrennung. Großer Zeilenabstand, kleiner „Mittelbau“. Gelegentlich 
Überschreitung des Schriftspiegels. Dreierförmiges Zeta. 


20 


2 Zeta 3 a, 6. Z. v. u. Omega [9 b, 2.5 


Epsilon—Chi Ze b, 2.3 


Doppel-Lambda Zë  3,3:Zvu. 


3 Gamma—-Alpha Le b, letzte Z. 


N 
xal É b, Z. 1 


4 Runde bis eckige Spiritus. Winzige Zirkumflexe. Ny-Kürzungsstrich am Zeilenende. 
Involvierungen. Selten Iota adscriptum. 


36 
’Avtwvıog 
Par. 1457, f. 56" (Taf. 20) 11. Jh. E. 


1  Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel mit gutem 
Stilisierungsniveau aus dem Bereich der Perlschrift. Unter- und Oberlängen propor- 
tioniert. Mäßige Zeilenabstände. NW-SO-Diagonale durch Oberlänge des Minuskel- 
Delta, durch Lambda und Chi, NO-SW-Diagonale durch Oberlänge des Minuskel- 
Epsilon und die Ligaturen Gamma —Omikron sowie Rho—Omikron (bzw. Omega) 
markiert. Tau selten hochgezogen. Im ganzen eine gewisse Nähe zum Stil von Reggio. 
— Überschriften und Inhaltsverzeichnis in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. 


2 Alpha o a,Z.1 Alpha A b,5.Z.v.u. Zeta ? b, Z. 3 


Theta © b,2.2 Kappa IC b,2.3 
Psi £ a, 8. Z, v. u 
3 Alpha—Chi E b, Z. 14 Gamma—Omikron |? b,2.10 


Delta—Iota > b, Z. 13 Delta—Omikron I b, letzte Z. 


Delta—Omega ER a,2.5 Theta—Eta eil, a, 32 eu. 
er Ay b, 5. Z. v.u. 
Tev KS b, Z. 15 


Rho—Omega e”» b, Z. 20 


ins is a, 4. Z. v- u. 


Ypsilon—Tau J b, 2.4 


Xi 3 b, Z. 16 


Rho e å, 2.2 


\ 
xal E b, 6. Z. v: u. 


uev piu b, Z. 16 
Rho—Omikron A a, Z. 16 
Sigma—Alpha og nicht auf der Tafel 


Ypsilon— Sigma Lë a, Z. 2 


4 Akzente und Spiritus weit abgesetzt, Akute oft ziemlich flach. Spiritus in allen 
Formen, zumeist rund. Sehr kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Doppelakzente. 
Ny-Kürzungsstrich am Zeilenende. Wiederholt Iota adseriptum. 





37 


’Avrwvıog 


Ambros. F 77 sup., £. 48" (Taf. 17) 18. Jh. 8: V. 


1 


Senkrechte bis richtungslose Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Ober- und reduzier- 
ten Unterlängen sowie Vorliebe für runde Formen. 


2 Gamma P Z. 11 Theta A Z. Il Xi £ 2.1 
Pi m 2.9 fi e Sa Tu { zo 
Ypsilon ch) Z.2 Phi o 2.9 Omega w 2.2 
3 Alpha—Zeta af Zu Alpha—Theta à  Z.1 
ya í 2.9 Delta—Omikron do SU 
Epsilon—Rho P 2.1 Pi—Omikron me 2.8 
Rho—lota 9 2.1 Tau—Lambda MA 217 
4 Abgesetzte Akzente und Spiritus, manchmal aber auch Verbindung von Buchstaben 
mit Akzenten. Kleine Zirkumflexe. Einfache Punkte über Iota und Ypsilon. 
40 
’Apoevıog 
Par. 891, f. 3" (Taf. 21) a. 1136 
1  Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel in der Tradition der Perlschrift, aber mit 
Merkmalen des Kanonverfalls. Gegensatz von Groß- und Kleinbuchstaben, reduzierte 
Unterlängen, Betonung der Diagonalen (Lambda, Chi, Majuskel-Kappa). Überschrif- 
ten in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. Frühstufe der Gruppe „2400“, 
2 Beta & b, 2.4 Epsilon €&€ a, Z. 13 Zeta ® b, Z. 14 
Eta x b, letzte Z. Theta 8 b,Z.4 Kappa K b, Z.5 
Kappa Ù. b, 9. Z. v.u. Rho e az) Psi ~y b, 2.6 
3 aya A~ b, 14. Z. v. u. Delta—lota [DÅ b, letzte Z. 
Epsilon— Xi gé b,2.5 Epsilon—Ypsiion KL 3,14.Z.v.u. 
Pi—Lambda "o, b,2Z 11 Rho—Omikron Ca a, Z. 4 
Ypsilon—My Ye b,Z.2 Ypsilon—Pi a~ z7 auf anderen Folien 
4 Meist große, flache Zirkumflexe; ebensolche wv-Kürzungsbogen; bescheidene Akute 


und Graves; runde Spiritus. Tildenförmige Zeichen für Personennamen und nomina 
sacra. Selten Involvierungen. Trema über Iota und Ypsilon in wechselnder Dichte. 
Iota adscriptum wiederholt absinkend. 


Héi 
to 


Par. 69, f. 394” (Taf. 22) 


1 


Par. 2317, f. 79% (Taf. 22) 


il 


41 
’Apo&vıog 
16. Jh. E. 


Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift einer wenig geübten Hand ohne ästhetischen 
Anspruch. Breites Chi fällt auf. Unsichere Grundzeile. 


Beta 8 letzte Z. Gamma FT 2.3 Epsilon & Z.3 
Chi A VA 
Pi—Rho TP 3.Z,v.u. 


Sigma—Pi OG vorletzte Z. otp GI 2.5 


Eta x Si Ny N 23 


Epsilon—Ny (4 vorletzte Z. 


Akzente und Spiritus abgesetzt. 


42 
A poéviog 
16. Jh. E. 


Senkrechte, eigenwillige Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Ober- und Unterlängen 
und großem Zeilenabstand. Die oft weit nach SW ausschwingenden Unterlängen von 
Iota, Lambda, Rho, Phi in Verbindung mit eng zusammengedrückten Buchstaben- 
gruppen und den einfachen Punkten über Iota lassen an arabische Schriftbilder 
denken. Überwiegend kräftige, fast senkrechte Akute und Graves. 


2 Beta È Z9 Gamma / Z1 Zeta L 25 
Theta # Z.5 Kappa Ko 3Zvu Pi a 28 
Tau pi Z. 4 Phi d letzte Z. Chi X vorletzte Z. 
Omega © Z.4 

3 aM M 2.7 Ye Ñ 2.2 Epsilon—lota 3 Zi 
Epsilon—Xi A 2.7 xal & 2.3 xat 3 2.5 
rap = 3.2.v.u. Kä A letzte Z. 

4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils Verbindungen von Buchstaben und Spiri- 
tus mit Akzenten. Suprapositionen. Einfache Punkte über Iota. Punktförmiges Iota 
subscriptum. 

44 
Bacchius Barbadorius 
Par. 1750, f. 1" (Taf. 23) a. 1560 


1 


Stark rechtsgeneigte, lockere Gebrauchsschrift eines schriftgewandten Nicht-Grie- 
chen. Ohne ästhetischen Anspruch. Wort- und Buchstabentrennung. Überschriften in 
moderner Auszeichnungsmajuskel. 





Léi 
os 


2 Beta ZG Z. 1 (gezählt ohne Überschrift) Eta 4 2) 
Theta 9 2.3 Kappa E letzte Z. Xi £ vorletzte Z. 
Pi = vorletzte Z. Rho e vorletzte Z. Tau 7 vorletzte Z. 
Chi + 2.6 Omega Ø 2.1 
3 Gamma—Omikron 29 2.1 Za 9. Z. v. u. 
Epsilon—Iota f Z. 5 xal z Z. 4 uev mA Eë 
Omikron— Ypsilon g Z.3 oug 7 2.7 Tau—Rho $ 2.3 
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt, aber auch Verbindung von Akzenten mit 
Spiritus bzw. Buchstaben (dabei & wie ó geschrieben, z. B. Z. 7; 3. Z. v. u.). Gelegent- 
lich Involvierungen. Trema über Iota und Ypsilon. Punktförmiges Iota subscriptum. 
46 
Bartholomaeus Comparinus 
Par. 1773, f. 66" (Taf. 23) a. 1493 
1 Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, unscheinbare, weitzeilige Gebrauchsschrift 
mit reduzierten Unterlängen und weitgehender Wort- und Buchstabentrennung. 
Nähe zur Druckminuskel. 
2 Beta 6 Z1 Beta £ 2.6 Gamma + Zä 
Epsilon « Z.1 Theta Ø Z.4 Xi % Z1 
Schlußsigma s Z.3 Tau 7 Z.1 Phi g 23 
Chi A ZU 
3 Epsilon—Rho $ Z.2 wi SE ` Si ae a% Z2 
Sigma—Tau 5 Z.1l Tau—-Rho % 2.3 
4 Akzente und Spiritus abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Buchstaben mit Akzen- 


Oxon. Roe 3, f. 139—140' (Taf. 24) 


1 


ten (Omega und Zirkumflex). Zum Teil tildenförmige Zirkumflexe. Trema über Iota 
und Ypsilon. Iota subscriptum. 


48 
Bapváßas 
13. Jh. Ende 


Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, schwungvolle Gebrauchsschrift mit ausge- 
prägten Ober- und Unterlängen, sowie beachtlichen Unterschieden zwischen Groß- 
und Kleinbuchstaben. An den Rändern Neigung zu ausfahrenden Längen und aufge- 
bauschten Formen. 


Gamma F a, Z. 9 


Zeta A a, 2.6 


Theta & a,Z.3 Kappa x a,2.1 


Pi J 48 Rho e a,2.2 


Delta—lIota Y a,Z2.1 


Beta 6 a, vorletzte Z. 


Epsilon @ a, vorletzte Z. 


Zeta 4 a, Z.6 
Xi € a, Z.3 


3 Delta—Epsilon N$ a,2.2 
Epsilon—Rho A a, Z. 1 Epsilon—Ypsilon {y a, 2.8 
Epsilon—Ypsilon &\_, a, Z. 9 der Fr b, 2.8 
un Cen 321 DEER a,2.3 
uev Zare a,2.4 is LS b, 2.2 
Tau—Omikron F b,2.1 Tau—Omikron Ke a, letzte Z. 
éi Ab a2.5 
4 Akzente und Spiritus zumeist abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Buchstaben 
und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Suprapositionen und zahlreiche Involvierun- 
gen. Trema über Iota und Ypsilon. 
49 
BaoıAdaung 
Par. 708, f. 150" (Taf. 25) a. 1296 
1 Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, kräftige, gedrängte Gebrauchsschrift ohne 
ästhetischen Anspruch. Geringer Zeilenabstand. Akute und Graves zumeist stark 
geneigt. 
2 Beta Q a,Z. 6 (Zählung ohne Überschrift) Epsilon € 4,2.7 
Epsilon «© b,6.Z. v.u. Theta 9% a, letzte Z. Kappa K b, 2.1 
3 Alpha—Xi ah b, 8. Z. v. u. Doppel-Gamma q” b, 15. Z. v. u. 
yap P a, 5. Z. v. u. Epsilon—Iota (mit Zirkumflex) J` b, Z. 10 
Epsilon—Xi D b, 16. Z. v. u. Epsilon—Omega E atA rw 
Theta—Alpha Ja b, 11. Z. v. u. Sigma— Phi o9 a, Z. 6 
4 Kräftige, zumeist abgesetzte Akzente; Verbindung von Spiritus mit Akzenten. Kleine 


Zirkumflexe. 





LG 
Ka 


51 
Boaoiäeuoe Iepõepiðs 


Par. 723, f. 82” (Taf. 26) a. 1368 


l 


". 1116, £. 130" (Taf.27) 


Richtungslose, quallige Gebrauchsschrift, welche die Geraden meidet. Kräftige Ober- 
längen des Delta, insbesondere windverwehtes Lambda und Beta bestimmen das 
Schriftbild. Überlange, ziemlich flach liegende Akute: „chypriote bouclée“ (CANART, 
Pal. Gr. Byz. 314, Nr. 15). 


Beta P 2.15 Delta KN 2.2 Epsilon & 2.) 
Eta n Z.2 Lambda Be Z. 15 My J 2.4 
Ny AM Zi P op: 2.1 Tau T 2.6 


Psi + 2.6 


Tau ) 6. Z: v. u. Chi X 2.3 


def > vorletzte Z. 


Epsilon—Ny & 2.8 

10. Z. v.u Epsilon—Ypsilon de 2.1 
pev pay 2.2 ie wa Z. 13 ros SP) Zu 
Sigma—Theta oft: 2.3 zat E 5. Z. v. u. 


Akzente und Spiritus abgesetzt. Mäßige Zirkumflexe. Trema über Iota. 


Alpha—Iota be Z. 11 


Epsilon— Iota f 2.3 


Epsilon—Xi 2 


52 


Baoideıog Zxadtöng 
a. 1123/24 


Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, weitzeilige Minuskel aus der Zeit der Auflö- 
sung des Kanons, mit ausgeprägten Ober- und Unterlängen und relativ kleinem 
„Mittelbau“. Hochgezogenes Tau, Majuskel-Kappa und Phi, auch Iota, bestimmen 
das Schriftbild. Tendenz zu Wort- und Buchstabentrennung. 


Zeta d 2.2 Zeta & 20 Tau ] Z6 Phi d 2.4 
wm 25 Doppel-Gamma 4 2.6 Epsilon—Iota d Kä 
Za Ay vorletzte Z. Epsilon— Tau X 2.1 xal © Z.1 


uev E 2.9 uev u 2.9 uev 5 2,12 


Rho—Omikron ei SZ eu oe 0 2.3 


Doppel-Tau T 2.5 


26 
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Doppelakzente (èv). Große wv-Kürzungsbogen. 


Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. 


53 
BaoiAeıog 
Par. 63, f. 14° (Taf. 28) 10. Jh. 


1  Senkrechte, ogivale Majuskel im konstantinopolitanischen Stil. Vgl. G. CAvALLo, Pal. 
Gr. Byz. 125, Abb. 26 (Laur. 6,21); Rep. I 332. 


Delta A, 2.2 
Theta or 2:7 


Rho f 2.2 


Ypsilon V Z. 2 


2 Alpha A 2.1 Beta R 2.3 


Epsilon £ Z.1 Zeta Z 2.7 
My M Zl 
Sigma L 2.1 Tau T Z.1 


Phi d 2.5 Omega WwW 2:1 


4 Spiritus in halbierter Eta-Form. Winzige, halbmondförmige Zirkumflexe. 


Kappa it 2.1 


54 


BaoiAcıog 


Par. 784, f. 269' (Taf. 29) a. 1003 


1  Senkrechte, disziplinierte kalligraphische Minuskel mit auffallend weitgehender 
Wort- und Buchstabentrennung: Perlschrift von gutem Niveau. 


2 Beta u a, letzte Z. Zeta 9 a, vorletzte Z. 
My „~ b, 10. Z. v. u. (Zeilenanfang) Xi Z a, Z. 8 
Xi b,3.Z.v.u. 
93 i 
3 Doppelgamma W b, Z.5 xai S 3,72 v.u. 


Delta —Iota ah a, letzte Z. Ypsilon—Phi ub nicht auf der Tafel 


4  Eckige bis runde Spiritus. Winzige Zirkumflexe. Doppelakzente (un). Ny-Kürzungs- 
strich am Zeilenende. 


55 
BuaoiAeıog 
Par. 710, f. 242% (Taf. 30) a. 1065 


1  Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel mit gutem Stilisierungsniveau: Perl- 
schrift. 


u 


Ficelle 





27 
2 Da Q age Theta 9 a.3.Zv.u. 


Xi 7 b,Z.4 Phi ch a, 2.1 


Omega ® a,Z.1 
3  Alpha—Kappa ak b, Z. 3 Doppel-Lambda A b,2.9 


Doppel-Lambda + b, 6. Z. v. u. 


Chi—Epsilon x b, letzte Z. 


4 Spiritus teils eckig, teils rund. Winzige kuppenförmige Zirkumflexe. Ny-Kürzungs- 
strich am Zeilenende. Vereinzelt hochgezogenes Tau. Iota adscriptum. 


Xi 3 3,7. SZ eo 


Pi rb Z.1 


Tau—Omikron “NO a,9. Z. v.u. 


57 
Bootäeoe 
Par. 1315, f. 25" (Taf.31) 13. Jh. E. 


1 Minuskel einer geübten Hand in später Nachfolge der Perlschrift. Mäßiges Stilisie- 
rungsniveau. Reduzierte Ober- und Unterlängen. Wiederholt Tendenz zur Reduzie- 
rung des „Mittelbaus“ bei Juxtapositionen von Alpha. Elemente der Feitaugenmode 
(Beta, Theta, Phi). 


2 Beta @ 1. Z. v.u. Epsilon e 7.Z.v.u. Zeta 1 4 
Zeta 3 Z.4 Eta x Z1 Theta © Zi 
Theta e Z.4 Kappa k Zi Lambda A 4. Z. v u. 
Xi mn Z3 Pi Z.2 Rho e Z.3 Phi D 5. Z. v.u. 
Psi A 6.Z. v.u. Omega co 4. Z. v.u. Omega æ Z.I 


3 Epsilon—Xi 3 11.Z.v.u. 
vv ` "oi DR vu Rho—Iota ` eu 12. Z. v. u. 


Epsilon—Ypsilon & 3. Z. v.u. 


Sigma—Tau e Z.9 


4 Kräftige, abgesetzte Akzente und Spiritus. Ny-Kürzungsstrich am Zeilenende (Z. 2). 
Trema über, Iota und Ypsilon. 


58 
Basicos 
Par. 454, f. 57” (Taf. 32) a. 1447/48 
1 Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, lockere Gebrauchsschrift mit proportionier- 


ten Ober- und Unterlängen sowie großem Zeilenabstand. Um späte Nachfolge der 
Perlschrift bemüht. Wort- und Buchstabentrennung. Zum Teil Betonung der NW- 


28 
SO-Diagonale durch Oberlängen des Minuskel-Delta und durch Zeta bzw. Chi. Einge- 
streute Initialen. 
2 Delta N 2.6 Epsilon €= Z. 12 Eta k Z.2 
Theta ĝ Z.1 Xi g Z1 Pi qg letzte Z. 
Tau T letzte Z. Phi b 2.2 Pai Ab 2.3 
N N 
3  Epsilon—Xi Z.I xal 5 2.1 
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Doppelakzente (ugv-32). Kleine kuppenförmige Zir- 
kumflexe. 
62 
Dobei 


Par. Suppl. 1268, Verso (Taf. 33) 13. Jh. E. 


| Senkrechte bis riehtungslose, lockere, archaisierende Minuskel in später Nachfolge 
der Perlschrift mit unterdurchschnittlichem Stilisierungsniveau. Epsilon— Xi mit 
doppeltem Ansatz. Lambda unpassend manieriert. 


2 Zeta È 2.4 Theta © letzte Z. Lambda A 2.5 


Lambda 2.7 


Psi L nicht auf der Tafel 
3 Alpha—Phi aD 3. Z. v. u. Epsilon—Iota q 2.3 


Epsilon—Xi d 5.Z.v.u. Theta— Sigma Yy Z. i 
Doppel-Lambda n 2.8 


4 Runde Spiritus und Akzente abgesetzt. Akzente wiederholt bis zu einem Buchstaben 
nach rechts oder links versetzt. Suprapositionen. Trema über Iota und Ypsilon. 


63 
Taßpını 
Carpenctor. 66, p. 67/68 (Taf. 34) a. 


| Leicht rechtsgeneigte, lockere Gebrauchsschrift eines geübten Kopisten mit ausge- 
prägten Ober- und Unterlängen. Großer Zeilenabstand. Vorliebe für barocke Ver- 
größerungen und Schnörkel. Kräftige Akute und Graves. 


1574 





2 Beta & az? Gamma d b, 2.7 Epsilon & a,2.3 
Theta d a,Z.3 Xi E a, 5. Z. v. u. Tau 7 b,Z.1ı 
Phi d b, 2.5 

3  Alpha—Iota y b, 5. Z. v. u. Alpha—Xi af > a, letzte Z. 
Sek NL a,3.2.v.u. Epsilon—lota Jg b,Z.5 
Epsilon—Ypsilon de a, Z. I Doppel-Lambda K b, Z. 7 
uv Ao b, Z2 Rho—Omikron & b, Z.8 


oew) aw a, vorletzte Z. 


4 Bescheidene, manchmal spitze (a, Z. 10) Zirkumflexe. Wiederholt einfacher Punkt 
aber auch Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscriptum. 


> 


64 
Tevvasıog Haxväs 
Par. 1788, f. 257‘ (Taf. 35) a. 1439/40 
1  Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift einer ungelenken Hand ohne jeden ästheti- 


schen Anspruch. Ausgeprägte Oberlängen (hochgezogenes Tau). Weiter Zeilenab- 
stand. Verlust der Grundzeile. Vgl. Rep. I 372. 


2 Beta E 3.Z.v.u. Epsilon ¢ 2.1 Eta % letzte Z. 
Theta ® Z.3 Tau T 2.6 

3 Alpha—Rho ag 9.2. v. u. Alpha—Phi ab zZ. 10 
Epsilon—Ita E "3 Epsilon—Iota & letzte Z. 
Epsilon—Lambda A 2.14 zur Za 2.3 


Kappa—Omega so letzte Z. 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine, oft kuppenförmige oder spitze (winzige) 
Zirkumflexe. 


66 
Tepacıu.og 
Par. 1139, f. 92" (Taf. 36) a. 1236 


1 Senkrechte bis richtungslose, eher lockere Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Ober- 
längen (hochgezogenes Gamma und Tau) und reduzierten Unterlängen. Neigung zur 
Überschreitung des Schriftspiegels. Niedriger „Mittelbau“. Zug zur horizontalen 
Zerdehnung gewisser Ligaturen wie Alpha—Rho, Alpha—Sigma, Pi—Alpha, Ae, 
aber keine Stilisierungstendenz. 


30 

2 Epsilon € 4Z2.v.u. Zeta Co 2.12 Theta & 10. Z. v. u. 
Ny ——46 9.2. v. u. (Kennbuchstabe!) Xi ZA 
Xi 3 2.13 Pi 77T 2.1 Psi Zi 4. Z. v. u. 
Omega <> letzte Z. 

3 Alpha—Rho p 2.7 Alpha—Sigma Ar 42.v.u. 


Epsilon— Iota Ei 2.2 Epsilon—Rho e letzte Z. 


Epsilon—Rho op Z.1 Epsilon—Tau D vorletzte Z. 
N 


xal A 6. Z. v. u. (in der Regel in Ligatur) 


Theta—Epsilon QS- Z.4 py Mbp 29 


Pi—Alpha 9% 2.12 Pi—Tau 777 7.2.v.u. 


Di Ir 2.12 


4 Akzente und Spiritus zum Teil abgesetzt; teils Verbindung von Spiritus mit Akzen- 
ten, auch an falscher Stelle (z. 6: reAsıörnee; 9. Z. v. u.: Söt). Suprapositionen. 
Juxtapositionen runder Formen. Doppelakzente (auf anderen Blättern). Trema über 
Iota. 


67 
Tepdoıuog 
Par. 1200, f. 219" (Taf. 37) 14. Jh. 1. H. 


1  Senkrechte, weitzeilige, archaisierende Minuskel einer geübten Hand in später N ach- 
folge der Perlschrift, aber mit krampfhafter Tendenz zur Profilierung. Durchschnittli- 
ches Stilisierungsniveau. Starke Betonung der NW-SO-Diagonale (Oberlängen des 
Minuskel-Delta; Majuskel-Lambda). Übergroße Buchstaben in der ersten Zeile des 
Schriftspiegels. Fettaugenelemente (Omikron, Sigma, Ypsilon). 

2 Alpha I 7.2.v.u. 
Epsilon = 2.3 Zeta 4 2.6 Theta Ô 2.6 
Theta H 11.2.v.u. Xi d 12. Z. v.u. Xi Ce 10.2.v.u. 


Tau 1 5.2.v.u Ypsilon Q 2.5 


Omega 00 2.2 


Beta € 6. Z. v. u. Gamma r 2.6 





3l 
3 Alpha—Ny A 2.5 Alpha—Xi Z.1 
Delta—Omikron Id 2.2 Epsilon— Kappa K 2.2 
Epsilon— Tau G Z. 4 Epsilon— Ypsilon AJ 10.2. e o 
Theta—Eta A, KA 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Winzige Zirkumflexe. Kleine Kürzungsstriche. 
Trema über Iota und Ypsilon. 


68 
Tepuavög Aryvóg 
Par. 997, f. 319” (Taf. 31) a. 1231 


1 Richtungslose, grobe, gern exzedierende Gebrauchsschrift, vom horror vacui be- 
herrscht. Starke Größenunterschiede, skurrile Buchstabenformen, große wv-Kür- 
zungsbogen sowie der Verlust der Grundzeile ergeben das Bild der im 13. ‚Jh. nicht 
seltenen Zuchtlosigkeit. 


2 Alpha EZ vorletzte Z. (Kennbuchstabe!) Alpha gg DAN 
Beta É 52 vu. Eta k 3.Z.v.u. Theta A vorletzte Z. 

Iota A 3. Z. v.u. Xi 3 Zv.. Pi m 3.2 v.u. 

Omega 00 10. Z. v.u. 


3 Alpha—Xi Z Z. 4 Epsilon—lota 9 3. Z. v.u. 


spo Ep IS ep 


wu AG I8Zvu xa & 9.Z. v.u. 


im m 6 Z v.u 


uev Kg 15. Z. v. u. Veräi Gë 2.3 


4 Akzente und Spiritus zumeist abgesetzt. Suprapositionen und Involvierungen. Wie- 
derholt Trema über Iota. 


69 
Tepuavög 
Par. Suppl. 1386, f. 13" (Taf. 38) a. 1075 
1  Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, weitzeilige kalligraphische Minuskel von durch- 


schnittlichem Stilisierungsniveau: Perlschrift aus der Zeit des beginnenden Kanonver- 
falls. Unterlängen stark reduziert, Oberlängen ausgeprägt, vor allem durch relativ 


32 


häufiges hochgezogenes Tau, wie so oft bes. gegen die Zeilenenden, aber auch durch 
Gamma. Zahlreiche Majuskeln (Eta, Theta, Kappa, Lambda, Ny, Pi, Tau). Über- 
schriften und Kapitelverzeichnisse in alexandrin ischer Auszeichnungsmajuskel, Initi- 
alen in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel. 


2 Eta H 32.1 Eta app 


Tau | a Z. 3 Phi & a, Z. 11 


3 Gamma—Epsilon y b,2.3 Epsilon—lota d b, Z. 2 


Epsilon—Xi 8 a,5.2.v.u. Epsilon—Pi Ir a, 2.7 


MOL ER SP 


Zeta Le b, 8. Z. v. u. 


4 Spiritus in allen drei Formen, am seltensten halbierte Eta-Form. Zirkumflexe teils 
kuppenförmig. Ny-Kürzungsstrich am Zeilenende (auf anderen Blättern). 


70 
Tespyıog ’Aßaoyög 
Par. 2155, f. 54° (Taf. 39) 14. Jh. A. 


1  Richtungslose, undisziplinierte Gebrauchsschrift mit teils übergroßen Ober- und 
Unterlängen (diese gerne nach links ausschwingend und auch zeilenübergreifend). 
Aufgeblähte Buchstaben wie Alpha, Ny, Omikron, Ypsilon und weit in die Freiränder 


ausfahrende Längen: Fettaugenmode. 
Zeta Le 6. Z. v. u. 


pA Gamma | 2.7 
Xi S 2.6 Rho e 2.1 


Psi E 2.2 
Epsilon— Lambda U 6. Z. v. u. 
7 
Epsilon—Ny XS 


vorletzte Z. 
Epsilon—Tau q 7.2.v.u. LH PR 2.4 


4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils Verbindung von Akzenten und Spiritus mit 
Buchstaben. Suprapositionen. Involvierungen, auch manieriert (vgl. Z. 7; vorletzte 
7.). Trema über Iota und Ypsilon. 


Gamma [f 2.1 





Par. 2500, f. 179" (Taf. 40) 


1 


Par. Suppl. 43, f. 7° (Taf. 41) 


1 


33 
71 
Tewpyıog ’Ayannrög 
15. Jh. 3. Viertel 


Leicht rechtsgeneigte, lockere, schwungvolle Minuskel mit ausgeprägten Diagonalen 
(Lambda, Chi, Unterlängen des Rho) sowie Oberlängen (hochgezogenes Gamma und 
Tau) und Unterlängen (Rho, Phi). Neigung zur Überschreitung des Schriftspiegels. 
Verwandtschaft mit dem Hodegonstil. Atelier des Johannes Rhosos? Vgl. den Zierbal- 
ken £ IO und die große Initiale Epsilon f. 178”. 

IT" vorletzte Z. 


Alpha A Z.7 Beta  Z.8 }amma 


Theta CG 


Tu T z.ı Omega co 2.4 
Alpha—Phi ab 2.8 Epsilon—lota & 
Ar 2.10 EpsionXi ei? 2.2 
Epsion—Rho 6 Zu so Ĝe 214 


uv up 


Rho—Omikron pp und E Z. 14 


1.2, 9.0, Lambda k 2.4 


3.2, 8. 


Epsilon—Ny 


4. Z. v.u. Pilota qf Zu 


Abgesetzte Akzente, nur (sehr kleine) Zirkumflexe gelegentlich mit Buchstaben ver- 
bunden. Spiritus asper zumeist um fast 90° gedreht und nach oben offen. Regelmäßig 
Trema über Iota und Ypsilon. 


73 
Tewpyıog Apovpitys Zudepdxıg 
16. Jh. 3. V. 


Richtungslose, lockere, weitzeilige Gebrauchsschrift ohne ästhetischen Anspruch, mit 
weitgehender Wort- und Buchstabentrennung. Unsichere Grundzeile. 


Alpha d 2.8 Gamma e 2.1 Epsilon € Z.1 
Zeta d 2.9 Theta d 2.1 Ny V Z1 Xi f SA 
Pi "e Zi Rho f Z. 1 Schlußsigma E Z.1 


Phi E 2.4 Phi Ka Z. 10 Omega W 2.2 


Epsilon—Iota D 2.1 


\ 
xal Fe 10.. Z. v. u. 


Sigma—Chi A 2.2 


Alpha— Iota kel 2) 


Epsilon—Ypsilon d 2.1 


uev wl Z.4 


uev e? 2.4 


34 


4 


Esce 
1 


Par. 


. T. I. 3, £. 26" (Taf.42) 


Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; manchmal Verbindung von Buchstaben, 
Spiritus und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Trema oder einfacher Punkt über Iota. 


76 


Tewpyıog Beußauvig 
16. Jh. M. 


Senkrechte, weitzeilige Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit ausgeprägten Ober- 
längen und weitgehender Wort- und Buchstabentrennung. Majuskel-Alpha und Ma- 
juskel-Lambda unterstreichen die NW-SO-Diagonale. Gegenüber der Majorität 
schmaler Buchstaben beanspruchen nur wenige mehr Raum (Alpha, teils Epsilon, 


Omega). 

Apka ` dé Ži Beta 6 Za Zeta Ch z. 10 
Zeta g vorletzte Z. Eta Ww SI Theta H 2 3 
Lambda A vorletzte Z. Ny H Zi Xi f Z. 8 
Rho p Z1 Tau l Z5 Phi Ọ Z.2 


Omega © vorletzte Z. 


Za Sa 2.3 


Pi—-Omikron ® "Zi 


ayı letzte Z. 
Epsilon—Iota 9 Z.1 uev o Z.1 
e TU 


Akzente und Spiritus abgesetzt; nur Verbindung von Kürzungsstrichen mit Akzen- 
ten. Akute zumeist senkrecht. Suprapositionen (Tau über Omikron und Omega). 
Bisweilen Trema über Iota. - 


Alpha—Iota a 2.2 


81 


Tewpyıog Kadocıdäg 


2748, f. 142” (Taf.43) 14. Jh. 2. Hälfte 


Senkrechte, übersichtliche Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit ausgeprägten 
Oberlängen (neben hochgezogenem Gamma und Tau vor allem Epsilon mit Ligatu- 
ren, Zeta, Theta, Iota, Kappa, Phi, Psi) und reduzierten Unterlängen. Gegensatz von 
Groß- und Kleinbuchstaben. Kräftige, teilweise fast senkrechte Akute und Graves 
verstärken den Eindruck der Vertikalen. Marginalien von der Haupthand. Gewisse 
Ähnlichkeit mit dem Metochitesstil. 


Alpha A 25 Beta a Z. 14 Epsilon « Z.1 
Zeta 4 Z. 3 Eta i ZT Theta F 4&4. Z. v.u. 
Theta f 2.6 Xi gd ERT Schlußsigma 21 


Ypsilon NY 2.9 





1 


35 

3 Alpha—Xi ak 2.5 Doppel-Gamma T Z. 4 
Epsilon—Iota d Z.1 Epsilon—Lambda K 2.5 
Epsilon—Ny Qy Z. 11 Epsilon—Rho S Z. 4 
Epsilon—Rho Q 2.6 Epsilon— Tau S 3.2.v.u. 

Epsilon— Ypsilon do letzte Z. zu 5) 2.8 Tau—Rho "3 2.9 

4 In der Regel abgesetzte Akzente und Spiritus; gelegentlich Verbindung von Akzenten 
mit Buchstaben (großer peitschenförmiger Akut bzw. Gravis, in Verbindung mit 
Omega Z. 1) oder Kürzungsstrichen und von Spiritus mit Akzenten. Zirkumflexe 
verschiedener Größe, manchmal spitz. Doppelakzente. Trema über Iota und Ypsilon. 
Iota subscriptum. 

82 
Tewpyıog Kadoorirng 

Par. 770, f. 134° (Taf.44) a. 1315 

1  Senkrechte, lockere, archaisierende kalligraphische Minuskel in der Tradition der 
Perlschrift mit durchschnittlichem Stilisierungsniveau. Reduzierte Ober- und Unter- 
längen. Im ganzen unauffällig. 

2 Zeta 3 a,3.Z. v.u. Theta Q a, vorletzte Z. 

3 Alpha—Xi SI b, 3. Z. v. u. Alpha—Phi ad b, Z. 2 
Delta—Epsilon Se b, 7. Seu ert A9 af 2 vu 
Epsilon— Lambda Da, b, 8. Z. v. u. Epsilon—Xi 2 ës MS e o 
Sigma—Theta a$ b, 7. Z. v. u. Ypsilon—Sigma Le b, letzte Z. 

4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Spiritus wiederholt gedreht und nach oben offen. 
Kleine Zirkumflexe. Tildenförmige Kürzungsstriche. Oft Trema über Iota und Ypsi- 
lon. 

85 
Tewpyıog Koppidrng 
Par. 947, f. 265" (Taf. 45) a. 1574 


Richtungslose, derbe Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Ober- und Unterlängen, 
sowie Wort- und Buchstabentrennung. Kein ästhetischer Anspruch. „Patzender“ 
Kalamos. 


36 

2 Beta g letzte Z. Delta N 2.2 Epsilon € letzte Z. 
Eta HK 22 Theta d letzte Z. 
Reppa 1 21 Ny py 22 Xi d 2.2 GE Zi 
Rho li Z.I Ypsilon v Z.1 Phi A vorletzte Z. 
Omega ® 2.2 

3  Epsilon—Ypsilon Á 2.2 Doppel-Lambda M 2.3 
Ven A Ru 4. Z. eu Sigma—Theta od Z.1 
Doppel-Tau T 2.5 Ypsilon—lota y 2.1 


Ypsilon—Sigma ww 2.1 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Selten Trema über lota. 


86 
Tewpyıog Mauporööng 
Par. Coisl. 364, f. 272" (Taf. 46) a. 1294/95 


| Senkrechte bis richtungslose, lockere, archaisierende Minuskel in der Tradition der 
Perlschrift mit unterdurchschnittlichem Stilisierungsniveau. Reduzierte Ober- und 
Unterlängen. Geringer Zeilenabstand. 


2 Theta © 2.2 D eet: 22 Tau T 2.1 
Omega Go 2.1 
3 aya e 9. Z. v. u. Alpha—Theta OE 2.3 


Alpha—Ro “Ð letzte Z. Epsilon—Xi Ee 2.13 


Epsilon—Rho ? vorletzte Z. Epsilon Tau = 2.9 


xal IC 10.2. v. u. My—Phi Ab Z.14  Chi—Epsion xe 2.9 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Vereinzelte Involvierungen. Trema über Iota und 
Ypsilon. Iota subscriptum. 


87 
Tewpyıog Meäërge 
Par. 2419, f. 80” (Taf. 47) 15. Jh. 3. V. 
1 Richtungslose, kleinformatige, zarte Gebrauchsschrift: Gelehrtenhand. Ohne jeden 


ästhetischen Anspruch. Wort- und Buchstabentrennung. Hochgezogenes Tau und 
Gamma. Züge der Druckminuskel. 





2 Gamma 7 Z.4 Theta ð 2.3 Xi f 2.2 
Tau T 2:2 

3 Alpha—Ro % Z.1 Epsilon—Iota d 2.4 
Epsilon—Rho d 2.2 Epsilon— Tau by 2.2 
uev u 2.1 oa 2.3 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt; daneben Verbindung von Vokalen mit Akzenten. 
Spiritus manchmal punktförmig. Bescheidene Akzente; nur ov-Kürzungsbogen, 
besonders in Verbindung mit Zirkumflexen, hervortretend. Trema über Iota und 
Ypsilon. 


90 
Tewpyios Zayovölvog 
Par. 1170, f. 10" (Taf. 48) 15. Jb. M. 


1 Senkrechte bis richtungslose, übersichtliche Gebrauchsschrift mit Neigung zu runden 
Formen, ausgeprägten Oberlängen (hochgezogenes Gamma und Tau, großes Majus- 
kel-Kappa) und reduzierten Unterlängen. Ohne ästhetischen Anspruch. Worttren- 
nung. Verlust der Grundzeile. 


2 Beta É 2.6 Gamma P 2.2 Gamma y letzte Z. 
Epsilon € 2.7 Theta Å 2.1 Kappa K 4.Z.v.u. 
Xi 2 Z1 Phi $ 4 Z. v.u. 

3 Alpha—Rho $ Z.4 Epsilon—Lambda A 2.8 
Epsilon—Ny & Z.1 Epsilon—Xi 2 Sa 
Epsilon—Rho A 2.3 Epsilon— Omega % 2.1 
Tau—Iota D 2.3 Tau—Rho d vorletzte Z. 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt; jedoch Verbindung von Kürzungsstrichen mit Ak- 
zenten. Zirkumflexe zum Teil kuppenförmig. Trema über Iota und Ypsilon. 


95 
Tewpyıog Xpucoxöxung 
Par. 3047, f. 136‘ (Taf. 49) a. 1420 


1 Leicht rechtsgeneigte, lockere, unauffällige Gebrauchsschrift mit weitgehend redu- 
zierten Ober- und Unterlängen. Worttrennung. 


38 

2 Beta p 2.3 Gamma y Z.2 Epsilon é Z.1 
Zeta 2 4. Z. v.u. Phi e Z.3 

a Alpha—Theta as 2.11 Epsilon—lota 4 Z.1 

Epsilon— Lambda & 2.2 Epsilon—Ny Q, 2.4 

Epsilon—Rho ee 11.Z.v.u. Epsilon—Sigma 6» ZU 

eso Ar 2.2 Epsilon— Tau £ Z: l 

Kappa—Omikron #9 letzte Z. usy „w 2.3 


4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt, jedoch auch Verbindung von Buchsta- 
ben und Spiritus mit Akzenten. Oft Trema über Iota und Ypsilon. 


96 
Tewpyıog 
Par. 1232 A, f. 8" (Taf. 50) a. 1131 


1  Senkrechte, übersichtliche kalligraphische Minuskel in der Tradition der Perlschrift, 
aber mit Merkmalen aus der Zeit des Kanonverfalls. Gegensatz von Groß- und 
Kleinbuchstaben. Proportionierte Ober- und Unterlängen. Großer Zeilenabstand. 
Betonung der NW-SO-Diagonale (Delta, Lambda). Breites, flaches Ypsilon in Juxta- 
positionen. Majuskeln in „siamesischer“ Zwillingsstellung (Theta, Iota, Phi, Omega). 
Tendenz zur Vergrößerung der Unterlängen in der letzten Zeile des Schriftblocks. 
Überschriften in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. Frühstufe der Gruppe 
„2400“. 


2 Zea ZA Z8 Eta a Z1 Theta © Z.1 
Lambda ^N _, letzte Z. Phi & 4. Z. v.u. 

3 aya te Z. 23 (mit etwas links gerichteter Unterlänge) 
Gamma—Lambda A 4. Z. v. u. Delta—Iota ` Za Z.2 
Epsilon— Kappa EK vorletzte Z. Epsilon—Xi d 2.3 
My—Omikron wo 2.7 Rho—Omikron ea 5.2. v.u. 

Tau—Epsilon ~% ZEN tv sy 3.2. v.u. 

Ypsilon—Pi Nor 2.8 Ypsilon—Phi s&p "Zen 

Phi—Omega Be vorletzte Z. 


4 Runde Spiritus. Kleine Zirkumflexe. Wiederholt Trema über Iota, seltener über 
Ypsilon. Bisweilen unter die Zeile gesunkenes Iota adscriptum. 





39 
97 
Tewpyıog (‘Pösıog) 
Par. 301, f. 117" (Taf. 51) a. 1204 
1 Senkrechte, lockere Minuskel mittleren Niveaus aus dem Bereich der Perlschrift. 
Beachtliche Schriftgröße mit Rücksicht auf den liturgischen Gebrauch. Geringer 
Zeilenabstand. Juxtapositionen (auf anderen Folien). Zerdehntes usv. Provenienz 
Kypros. Vgl. P. Canarr, Les écritures livresques chypriotes etc., Scrittura e civiltà 5 
(1981), hier S. 32 u. A. 48; S. 48. 
2 Alpha D @2.5 Beta ß a,2.12 Epsilon € a, 8. Z. v. u. 
Epsilon Ev b, 2.7 Eta N a, Z.7 Theta O a,2.7 
Xi K b,6. 2 en Psi b, Z. 10 
3 aya b, vorletzte Z. (links gerichtete Unterlänge) 
Alpha—Theta al b, letzte Z. Alpha—Phi oh b, 2.2 
Gamma—-Epsilon Ta a, letzte Z. (links gerichtete Unterlänge) 
Si Zb b,Z. 1 uev u% a,2.1 
Rho—Omikron CA b, 8. Z. v. u. 
4 Runde Spiritus. Kleine Zirkumflexe. Doppelakzente. Wiederholt Trema über Iota. 
98 
Tewpyıog 
Par. Suppl. 1175, f. 18% (Taf. 52) 13. Jh. 4. V. 
1  Senkrechte bis richtungslose, eher lockere, weitzeilige Gebrauchsschrift mit ausge- 
prägten Oberlängen (hochgezogenes Tau bestimmt das Schriftbild). Fettaugenele- 
mente (Beta, Omikron, Epsilon—Rho). Weitgehende Wort- und Buchstabentren- 
nung. Neigung zu ausfahrenden Unterlängen im unteren Freirand. Initialen in epigra- 
phischer Auszeichnungsmajuskel. 
2 Beta CG Zi Epsilon € Z.1 Epsilon & Heu 
Zeta 4 3. Z. v. u. Xi $ 6. Z. v. u. Tau T Zi 
3 Delta—Iota A 11.2. v.u. Epsilon—Rho Q 2.1 


Epsilon— Tau < 4. Z. v. u. uov u Z2 


Rho—Omikron Ge Z. 2 Rho—Omikron g9 Z. 14 


40 


4 


Par. gr. 2917, f. 1” (Taf. 307) 


1 


Par. 2998, f. 118" (Taf. 53) 


1 


Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt, aber auch Verbindung von Spiritus, 
Buchstaben und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Spiritus asper gedreht und nach 
oben offen. Trema über Iota und Ypsilon. 


98 bis 
Tewpyıog 
13. Jh. Ende 


Senkrechte, lockere Gebrauchsschrift mit reduzierten Unterlängen. Weitgehende 
Wort- und Buchstabentrennung. Hochgezogenes Gamma und Tau. Im „Mittelbau“ 
Gegensatz größerer Buchstaben (Alpha, Delta, Majuskeltheta) und kleiner Kümmer- 
buchstaben (Beta, Epsilon, Omikron, Rho, Ypsilon). Großer Zeilenabstand (für In- 
terlineartext vorgesehen). 


Gamma f: 6. Z. v.u. 


Alpha à Z.7 Gamma ka letzte Z. 
Delta Ai 2. 10 Zeta 2 210 u A 21 
Rho e Zi 


Delta—Iota A SS? 


Epsilon— Lambda Y Z. 1i Epsilon—Xi d3 24 


Epsilon—Rho g% Z. 1i Epsilon—Rho g 


w CH 


Phi—Rho É 2.6 


Tau—Omikron 5 2.11 


5. Z. v. u. 


Akzente teils abgesetzt, teils mit Spiritus und Buchstaben verbunden. Juxtapositio- 
nen. Suprapositionen. Trema über Iota und Ypsilon. 


99 
Tewpyros (Kürnpıog) 
13. Jh. 4. V. 


Senkrechte bis richtungslose, diehtgedrängte Gebrauchsschrift mit ausgeprägten 
Oberlängen (Gamma, Eta, Kappa, Tau) und außergewöhnlichen Größenunterschie- 
den der Buchstaben: Fetiaugenmode. Aufgeblähtes Beta, Delta, Epsilon, Omikron, 
Sigma. Verstärkte Oberlänge des Minuskel-Kappa. 





Par. 2572, f. 32" (Taf. 54) 


1 


Par. 1610 A, 41" (Taf. 55) 


1 


EM 
Alpha > 22 Beta LA Z. 23 
Epsilon—Iota ó Z. 10 
Epsilon—Xi D 2.7 
sn @ ze 


Sigma—lota © 23 Km KA Z.7 


Theta a 2.3 
Epsilon—Ny L 22 
Epsion—Rho "3 Z4 


Rho— Omega Ke 2.9 


Akzente und Spiritus abgesetzt oder in verschiedenen Kombinationen verbunden. 
Involvierungen und Suprapositionen; gelegentlich Juxtapositionen. Trema über Iota 
und Ypsilon. 


100 
Tewpyıog 
a. 1295/96 


Senkrechte bis richtungslose, lockere Gebrauchsschrift einer geiibten Hand mit Beto- 
nung einzelner übergroßer Majuskeln (Beta, Theta, Sigma) in der Art der Fettaugen- 
mode. Juxtapositionen. Die farbige Füllung von Beta, Theta, auch Phi, weist auf 
süditalienische Provenienz. Vgl. Turys, Italy, Pl. 37. 


Beta B Z. 4 (Zählung ohne Interlinearversion) 
Theta # Z. 1 Theta © 2.6 
Pi wor 2.3 Tau sr Zi 


Alpha—Ny sën Z5 ag. bi 2.8 


Delta—Rho Ze» 2.7  Epsiln—Phi Dë 2.1 


uev E vorletzte Z. Rho—Omikron 89 2.2 
Sigma— Kappa Ar 2.6 


Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; trotzdem wiederholt Verbindung von 
Buchstaben, Spiritus und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Zweistrichige ov-Kürzun- 
gen in vergrößerter, horizontaler Form (4. Z. v. u.). Wiederholt Trema über Iota. 
Vereinzelt Iota subscriptum. 


Epsilon é Z.i 


101 
Tewpyıog 
14. Jh. A. 
Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, weitzeilige, mittelmäßige Minuskel in später 


Nachfolge der Perlschrift. Unterdurchschnittliches Stilisierungsniveau. Deutliche 
Oberlängen (Iota, hochgezogenes Tau), reduzierte Unterlängen. 


42 

2 Beta E SI Epsilon € Z.4 Theta Q Z.8 
Schlußsigma C Z.2 Tau er SI Tau 7 2.3 
Phi ® 25 Omega w 2.1 

3 Epsilon—lota d 2.5 Epsilon— Lambda N 3.2.v.u. 
Epsilon— Xi de To Zen Epsilon—Pi Hr 4.2. vo 
w y 2.5 Rho—Iota ei Z. 6 Sigma—Theta ef Z.3 
Tau—lota f Z. 2 Tau—Rho T 241 


4  Abgesetzte Akzente und Spiritus. Zirkumflexe manchmal um einen Buchstaben nach 
rechts versetzt. 
102 


Tewpyıog (“Pödıog) 

Par. 1186, f£. 50° (Taf. 56) a. 1306 

1  Rechtsgeneigte, kleinformatige, weitzeilige Minuskel nach Auflösung des Kanons. 
Teils überdimensionale Oberlängen und Neigung zur Fettaugenbildung (Alpha, Theta, 
Omikron, Sigma, Phi, Omega). Ständiger Wechsel zwischen Groß- und Kleinbuchsta- 
ben. Vielfach Differenzierung von Haar- und Schattenstrichen. 


2 Alpha a hä? Alpha = bäi Beta Ĝ a, letzte Z. 
Gamma u A, 8. 8 Gamma P b,3.Zv.u Delta Ó` b,2.10 
Zeta E & z] Eta u a,Z.2 Theta © a,Z.3 
Theta E a, letzte Z. Xi È b8. Z. v.u Tau T b,2.3 
Phi le» b, Z. 11 Psi + a,2.3 Omega CO b,3.Z.v.u. 

3 duo BK b, vorletzte Z. Epsilon—Xi & a, Z. 14 
Epsilon—Rho «^ a Z1 Ny—Epsilon Lë b, 9. Z. v. u. 


4 Akzente und Spiritus zumeist weit abgesetzt. Akute oft sehr klein. Gelegentlich 
Verbindung von Buchstaben mit Akzenten. Suprapositionen (Tau über Omikron). 
Involvierungen (Ny in Omikron). Trema über Iota und Ypsilon. 


103 


Tewpyıog 

Rom. Angel. 31, f. 2" (Taf.57) a. 1357 

1  Rechtsgeneigte, lockere, eilige Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Oberlängen (hoch- 
gezogenes Gamma und Tau) und reduzierten Unterlängen. Worttrennung. Neigung 
zu ausfahrenden Längen an den Rändern des Schriftspiegels. 





43 


Bein E B2 wi Gamma d 28 Theta A 2.2 
Per 23 Tu F 2.2 Psi A 12: Z. v. u: 

S e adi SS è j z3 Epsilon—Iota E Z. 5 
Epsilon—Lambda % Z. 10 Epsilon—Xi ei 6. Z. v. u. 
a l Ss wy A z2 T Zi" sp 
Ven e, Z7 vo om 13. Z. v. u. uev sks letzte Z. 
Pi-Tau “PP 4: Z: v- t. nep ech Z.8 Tau—Iota A 2.5 


Ypsilon—Tau 07 2.3 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt; manchmal Verbindung von Buchstaben mit Akzen- 
ten. Kleine Zirkumflexe. Trema über Iota und Ypsilon. 


104 
Teweyıog 
Par. 2538, f. 404° (Taf. 58) 15. Jh. M 
1 Senkrechte, lockere, weitzeilige Minuskel niedrigen Stilisierungsniveaus in später 


Nachfolge der Perlschrift. Übertrieben hochgezogenes Tau häufig in Z. 1. Wort- und 
Buchstabentrennung. Verlust der Grundzeile. 


2 Alph) 3 Z2 Beta Q vor.Z. Gamma y letzte Z. 
Epsion ER LZ. Ny u Z1 Pi mr Zi 
Rho p Zi Tau T 23 Omega o Si 
3 Epsion—Xi JZ 3 Zvu Epsilon—Rho Se, Z1 
Doppel-Sigma ov 6.Z.v.u. Chi—Rho 4. Z. v 
et eu 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Spiritus asper gedreht und nach oben offen. Tilden- 
förmige Zirkumflexe. 


105 
Tewpyıog 
Par. 1577, LU (Taf. 59) a. 1519 


1 Leicht richtungslose Gebrauchsschrift mit kleinem „Mittelbau“ und großem Zeilen- 
abstand. Hochgezogenes zamma und andere Oberlängen (Tau, Psi) bestimmen das 
eu Breitgezogene Kleinbuchstaben, vor allem Epsilon (Kennbuchstabe), 
allen auf. 


4 

2 Alpha © b,Z.4 Beta & b, Z.3 Gamma T b, Z. 1 
Epsilon æ a, Z. 10 Theta <Ð a, Z. 12 
Lambda Ey a,2.6 Sigma Ca, vorletzte Z. 


Ypsilon LG b, 10. Z. v. u. 


3 xat e SEH R e 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Sehr kleine Zirkumflexe. Trema über Iota und 


Ypsilon. 


106 


Tewpyıog 


Par. 1206, f. 7° (Taf. 60) 16. Jh. 2. V. 


1  Richtungslose, kräftige, aber undisziplinierte Gebrauchsschrift einer mäßig geübten 
Hand mit Profilierungstendenz. Künstlicher Wechsel von zarten, schmalen und 
plump auftrumpfenden Buchstaben bzw. Ligaturen. Weitgehende Wort- und Buch- 
stabentrennung, daher nicht unübersichtlich. Ferner Nachklang des Hodegonstils. 


2 Alpha A 2.5 Beta Q letzte Z. Beta € 2.6 
Delta A 2.3 Delta a 2.3 Eta W Zi Eta 1 2.4 
Eta X Z.8 Theta 9 2.2 Xi ĝ Z1 Pi zs 23 
Schlußsigma € Z.2 Tu T Zi Phi P 2.4 

3 Alpha—Rho % 2.9 yey %4 Z.1 Epsilon—Iota 4 12. Z. v.u. 
Epsilon—Ny nA 2.3 Epsilon— Xi e Z.1 
Epsilon—Tau @ Z. 12 Kappa—Epsilon £ Z. 6 a M 23 
Doppel Sigma ap Z. 3 a IP 6.2.v.u. Tau—Rho 5 2.5 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt; manchmal Verbindung von Kürzungsstrichen mit 
Akzenten. Winzige, kuppenförmige bis spitze Zirkumflexe. Trema über Iota und 


Ypsilon. 


108 
T'pnyöpıog Bpvévviog 
Taur. C. II. 16, £. 11" (Taf. 61) 


1  Richtungslose, von Rundungen beherrschte Minuskel nach Auflösung des Kanons. 
ng von Geraden, reduzierte Ober- und Unterlängen. Unsichere Grundzeile. 


a. 1432 


Vermeidu 





2 Beta ß 2.10 Epsilon « Z.8 Eta y 2.16 
Xi 2 2.13 Pi e 29 Tu T 29 
Ypsilon Av 2.16 
3 Gamma—lota KI 2.9 Delta—Eta A 2.10 
Epsilon—Iota a 2.12 Epsilon—Kappa Cu 29 
Epsilon—My Su 2.14 Epsilon—Xi c4 2.13 uev jacy 2.9 
Sigma—Theta a% Z.8 Tau—Omikron "CG Z. 9 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Spiritus asper manchmal bis zu 90° gedreht. Oft 
kleiner, kuppenförmiger Zirkumflex. Suprapositionen. Trema über Iota und Ypsilon. 


109 
Tonyöpıog 
Par. 1053, f. 28° (Taf. 62) 11. Jh. A. 


1  Rechtsgeneigte bis richtungslose, gedrängte, grobe Minuskel, mit mehreren Kalamoi 
und Duktusschwankungen geschrieben. Kleiner Zeilenabstand. Unsichere Grund- 
zeile. Ohne ästhetischen Anspruch. 


2 Eta h zz Kappa k 2.9 Gamma y 2.15 


3 Alpha—Xi = 2.9 Epsilon—Xi G 2.4 sei À 2.7 


4 Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. eckig. Kräftige Akute und Graves. Kleine 
Zirkumflexe. Tildenartiger Ny-Kürzungsstrich am Zeilenende. 


110 


Tpnyöpıos 
Par. Coisl. 283, f. 130° (Taf. 63) 11. Jh. A. 


1 Rechtsgeneigte, kleinformatige kalligraphische Minuskel aus dem Bereich der Perl- 
schrift mit reduzierten Ober- und Unterlängen. Keine Ansätze zur Worttrennung. 
Haken an den Unterlängen von Iota, Lambda, My, Ny, Rho und Phi mehr oder 
weniger deutlich. Wiederholt Verdickungen in Eta, Lambda, My, Ny, Ypsilon. 


2 Zeta 3 5.2.v.u. Lambda £ SI My rt 4Zvu. 
Xi S 2.7 Rho e vorletzte Z. 
3  Epsilon—Iota d 2.2 Epsilon—Ny © Zä 


Dei GI Z.1 xal & 2.5 red A Z. 4 
Lambda—Theta 49 Z4 


4 Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. eckig. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. 


46 


111 


Topnyopıos 


Par. 863, f. 140" (Taf. 64) 11. Jh. 2. H. 


1  Rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel mit durchschnittlichem Stilisie- 
rungsniveau: Perlschrift mit Zeichen des beginnenden Kanonverfalls. Neben mehre- 
ren Majuskeln (Zeta, Eta, Theta, Kappa, Ny) teilweise Wort- und Buchstabentren- 
nung. Großer Zeilenabstand. 


2 Zeta OH 2.9 Kappa SO Xi 2 z fi 
3 Alpha—Theta «OL Z. 1 ges Sai CR 
Omikron—Ypsilon 2 9.2. v.u. Tau—Omega ER Z. 13 


Ypsilon—Psi A 2.10 
4 Runde Spiritus. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. 


112 
Tepnyöpıos 
Montepess. H 446, f. 91” (Taf. 62) a. 1346 
1  Senkrechte, archaisierende kalligraphische Minuskel mittleren Niveaus in der Nach- 


folge der Perlschrift. Bescheidene Ober- und Unterlängen (trotz vereinzelt hochgezo- 
genem Gamma und Tau). Überschriften in plumper epigraphischer Auszeichnungsma- 


juskel. 


2 Beta Æ Z. 9 (Zählung einschließlich Überschrift) Zeta H vorletzte Z. 
Rho eg Zi Phi & 2.7 

3 ay W Z.5 Epsilon—Lambda F letzte Z. 
Epsilon—Xi & Z1l Epsilon—Ypsilon & 2.6 
al % 6. Z. v. u. Pi—Tau ur Z. 4 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine, teils kuppenförmige Zirkumflexe. 


113 
Tpnyóptos 
Par. Suppl. 54, f. 16" (Taf. 65) 15. Jh. 2. V. 


1 Senkrechte, lockere, schwungvolle Minuskel mit ausgeprägten Ober- und Unterlän- 
gen sowie stark betonten Diagonalen. Auffällige Tendenz zu horizontaler Zerdehnung 
(Alpha, Epsilon, Ypsilon). Erinnert an den Hodegonstil. 





2 Alpha pS a,2.3 Beta % b,2.2 Gamma y a Z1 
Theta H a, Z. 8 Xi A a, Z. 2 Omega e~ a, Z. 10 
Omega oo b, vorl. Z. 


3 Alpha—Xi vi b, 2.9 Epsilon—Iota &4 _b, letzte Z. 


Epsilon—Lambda >. a,2.8 Epsilon—Xi Be a,9.Z.v.u. 
I 


Epsilon— Tau GC b,8.Z.v.u. wi D 223 


Rho—Omikron ZS b, 2.6 Ypsilon— Tau > a, vorl. Z. 


4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt. Graves oft besonders kräftig. Supraposi- 
tionen. Trema über Iota und Ypsilon. 


114 


Tenyöpıog 
Par. 1155, f. 6" (Taf. 66) a. 1483 
1 Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, lockere, aber grobe Gebrauchsschrift unter- 


durchschnittlichen Niveaus mit fernem Nachklang der Perlschrift. Nei Ü 
Ischrift. N - 
schreitung des Schriftspiegels. 2 en 


2 Delta © 2.4 Zeta f 25 Iota L letzte Z. 
Xi č Z1 Pi mT 2.4 Rho P Zi Tau er 21 
3  Epsilon—Xi 3? 4. Z. v. u. Epsilon— Tau E 2.1 
Epsilon— Ypsilon da "23 xal A 2.6 
Apr Kr 2.6 vv agyu 2.9 uev uSp vorletzte Z. 
oe oB TZ vu. Doppel-Tau 77 4. Z. v.u. 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Einzelne Involvierungen. Trema über Iota. Iota 
subscriptum, nach rechts verschoben. i 


115 


Tpnyöpıog (Künpıog) 
Par. Coisl. 4, f. 485" (Taf. 67) a. 1525/26 


1 Rechtsgeneigte, gedrängte Gebrauchsschrift einer geiibten Hand mit Worttrennung 
und unsicherer Grundzeile. i 


2 Alpha EN 15. Z. v. u. Beta & 4. Z. v.u. Zeta d 3 vun 


Phi ® 7.Z.v.u. Psi ~L 6. Z. v. u. 





3  Gamma—Omikron 4.2.v.u. Epsilon—lota 1:4, U: 
AN 


` 
èni Geo letzte Z. Epsilon—Rho d 7. eu 


Epsilon—Rho 6 vorletzte Z. Epsilon—Tau vorletzte Z. 


spp SF letzte Z. YpsilonNy MW letzte Z. 


4 Inder Regel Akzente und Spiritus abgesetzt; manchmal Verbindung von Buchstaben 
mit Akzenten. Sehr kleine, teils kuppenförmige, teils spitze Zirkumflexe. 


116 


Guglielmus Budaeus 


Par. 2804, f. 119° (Taf. 68) 16. Jh. A. 


1  Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift einer schnell schreibenden, geübten Gelehr- 
tenhand mit stark ausgeprägten Ober- und Unterlängen. Die weitgehende Buch- 
stabentrennung verrät den Nicht-Griechen. Auffälliger Gegensatz zwischen den gro- 
ben Schattenstrichen der Vertikalen und den kontrastierenden Haarstrichen. Charak- 
teristisch: Fast einstrichig wirkendes Theta; armbrustförmiges Phi. 


2 Beta fa 2.8 Gamma r 2.8 Delta 2.1 


Epsilon 4 2.1 Eta » 2.2 Theta f Z.2 
Lambda A Z4 Xi 2 Z. 10 Pi ar 29 
Tau 7 2.4 Phi P Zu 


3 Alpha—Rho zz Z. 15 Epsilon— Sigma A Z6 


Doppel-Lambda e Z. i4 Omikron—Ypsilon % Z.1 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Vereinzelt Trema über Iota. 


118 
Aapaonnvög 
Oxon. Auct. T. 6.5 (Misc. gr. 309), £. 266° (Taf. 66) 16. Jh. 2. H. 
1  Richtungslose, eilige Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Ober- und Unterlängen und 
vielfach zusammengepreßten Buchstaben. Ohne ästhetischen Anspruch. 


2 Beta p Zi Epsilon « 2.2 Zeta f Zi Eta a Z3 


Theta a 2.2 Xi f 25 Sigma e 2.2 


Schlußsigma s 2.3 Tau f 2.3 Tau d 2.12 


nennen nennen engen 





49 


BE y ) 

3 Alpha—Rho R 2.3 sai w 2.9 Kappa—Omikron 19 2.6 
Doppel-Lambda w 2.2 Pi—Rho m Z.I 

Sigma—Alpha aa Z.2 Tau—Rho $ Zi 


4 nn. und Spiritus abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Spiritus und Buchsta- 
ben mit Akzenten. Zirkumflexe kuppenförmig bis spitz. Einfacher Punkt oder Trema 
über Iota und Ypsilon. Bisweilen Iota subscriptum. 


120 
Aav 
Par. 53, p. 27 (Taf. 69) 11. Jh. A 
{ Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel im Kanon der Perlschrift. 
2 Zeta 2 Eta In b, 2.3 
Xi Z a, Z. 14 Psi eœ a Z4 
3 Gamma—Omikron wéi a,Z.3 Epsilon—Iota Q b, Z.2 
Epsilon—Xi &3 a,11.Z.v.u. 


Doppel-Sigma AT b,2.7 


a, 8. Z. v. u. Lambda + a, letzte Z. 


Doppel-Lambda 2% b,2.2 
Chi-Lambda XA 3,4Z2.v.u. 


4 Spiritus in halbierter Eta-Form oder eckig. Sehr kleine Zirkumflexe. 


122 


Aavına 


Par. Coisl. 216, f. 31“ (Taf. 70) 14. Jh. 1. H 


1  Richtungslose, lockere, ligaturenfreudige G i i 
> 5 ge Gebrauchsschrift mit maßvollen Oberlän- 
gon und reduzierten Unterlängen. Großer Zeilenabstand. Fast völliges eebe ven 
einen open und Vertikalen. Spurenelemente von Fettaugen (Alpha, Omikron) 
Jegensatz von Groß- und Kleinbuchstaben. Worttrennung. Unsichere Grundzeile i 


2 Beta R 4Z.v.u. Zeta 9 11.Z. v.u. Theta o letzte Z. 
3 ayo ga 6.2.v.u. Epsilon— Beta R 27 

Epsilon—Ny Ge 2.2 m 25 

Epsilon—Phi Ep 2.10 sai o &Z vu 

My—Omikron us Z. 4 unn ` Ab Z1 


op nm Zi ën aA 22 


4 Vielfach Verbindung von Buchstaben, Spiritus und Kürzungsstrichen mit Akzenten; 
die Akzente beziehen sich manchmal auf den vorangehenden Buchstaben (z. B.Z.15 
sdenpoüvras). Spiritus asper gedreht und nach oben offen. Bisweilen größere wv-Kür- 
zungsbogen. Kleine Zirkumflexe. Suprapositionen. Trema über Iota und Ypsilon. 

123 
AavınA 

Par. Coisl. 306, f. 471" (Taf. 71) a. 1549 

1 Senkrechte, gedrängte, durch Worttrennung trotzdem übersichtliche Gebrauchs- 
schrift mit ausgeprägten Oberlängen (hochgezogenes Gamma und Tau, Delta, Phi, 
Psi) und reduzierten Unterlängen. 

2 Beta @ Z.6 (Zählung mit Überschriftszeile) Gamma T 2.2 
Zeta f 2.2 X Se Pi w 22 Rho p letzte Z. 
Psi y 2.8 

3  Epsilon-Gamma du 3.2.v.u. Epsilon—Iota d 2.2 
Epsilon—Xi dë 2.6 Epsilon— Tau £ 2.6 
Eta—Phi kp 2.3 uv MW 2.7 Stigma 5° letzte Z. 

4 Akzente und Spiritus mehrheitlich abgesetzt; wiederholt Verbindung von Buchsta- 


Par. 1318, f. 134“ (Taf. 70) 


1 


4 


ben mit Zirkumflexen; alle Akzente maßvoll. Gelegentlich Doppelakzente. 


124 
Aav 
16. Jh. 4. V. 


Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift auf niedrigem Niveau mit weitgehender 
Wort- und Buchstabentrennung. Großer Zeilenabstand. Oberlängen von Gamma, 
Epsilon, Eta und Minuskel-Theta. Flachgedrücktes Majuskel-Theta. 


Beta Z 6. Z. v. u. Gamma a Z.1 Theta 4 Kä 


Theta © 5.2.v.u. D 7T 27 Rho € 3.2.v.u. 


Phi R BS vu 


ayı SA 


Epsilon—Kappa CG 2.5 


T-Z. v. ü. Za Da vorletzte Z. 


Epsilon—Lambda y 2.1 


Epsilon—Rho S 6. Z. v. u. Rho—Omikron e9 SZ vn. 


Akzente und Spiritus abgesetzt. Giebelförmige Zirkumflexe. Trema über Iota. 





Par. Suppl. 444, f. 134” (Taf. 73) 
1 


2 Theta CŒ) éen 


51 
125 
Aaviĝ 
Par. 96, f. 252” (Taf. 72) a. 1432 
1 Senkrechte, lockere Minuskel nach Auflösung des Kanons. Wort- und Buchstaben- 
trennung. 
2 Alpha à Z.4 Beta & 2.2 Gamma F Z.1 
Epsilon & Z.1 Zea Q 23 Zeta 2.6 
Eta Zi Eta k Z4 Piw Z3 Pidzı 
3 ayı y 2.4 Epsilon--Tau A 2.9 Epsilon— Ypsilon Ad, Z.2 
Epsilon— Omega Qs 2.8 Pi—Omikron 7 2.4 
tG 2.1 
4 


Akzente und Spiritus abgesetzt. Spiritus asper oft um 90° gedreht und nach oben 
offen. Kleine Zirkumflexe. Tildenförmige Kürzungsstriche. Kürzungen und Suprapo- 
sitionen entsprechend dem Textinhalt (Chronologie). 


126 
Aavid 
16. Jh. 3. V. 


Rechtsgeneigte kräftige Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Ober- und Unterlängen. 
Betonung der NO-SW-Diagonale durch Lambda, Chi und markante Akute. 


Xi T 2.9 
Chi BS: 2.2 


Lambda fe 10.2.v.u. 


Sigma C 2.8 


Psi AJ 2.3 


Alpha—Rho X 2.2 


Phi Q 8.Z. v.u. 


Epsilon—Iota % letzte Z. 
2.2 Epsilon—Rho ke, 
Sigma—Omikron A Z.1 


Epsilon—Lambda vorletzte Z. 


Epsilon— Ypsilon d. Z.1 


Phi—Rho 8. Z. v. ü, 


Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt, aber auch mit Buchstaben und Kür- 
zungsstrichen verbunden, ebenso Spiritus mit Akzenten. Oft kuppenförmige, kleine 
Zirkumflexe. Involvierungen (auf anderen Folien). Wiederholt Trema über Iota und 
Ypsilon. Iota subscriptum. 


EI 
N 


129 
Anunrpıog Kavtraxovýnvós 

Par. 1731, f. 100" (Taf. 72) a. 1475 

1 Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift mit weitgehender Wort- und Buchstaben- 
trennung, kräftigen Oberlängen (bes. hochgezogenes Tau) und Unterlängen (bes. 
Kürzung für sai), Bevorzugung runder Formen mit einzelnen Erinnerungen an die 
alte Minuskel. Unterdurchschnittliches Stilisierungsniveau. 

2 Beta p Z.1 Gamma 7 2.1 Delta DA vorletzte Z. 
Epsilon 4 Z.1 Zeta H 2.3 Xi £ 25 
Chi A letzte Z. 

3 EM M vorletzte Z. Epsilon—Rho Ñ 2.8 
eTo ES 2.9 xar N vorletzte Z. 
ww bo 2.3  Sigma—Phi ad 2.1 Tau-Omikron G Z1 
Tau—Rho $ 7.2. v.u. 

4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils Verbindung von Akzenten mit Buchstaben 
und Spiritus. Spiritus asper gedreht und nach oben offen. Wiederholt Trema über Iota 
und Ypsilon. 

130 
Anuntpiog Aeovtápns 

Par. 1639, f. 1" (Taf. 74) a. 1474 

1 Leicht rechtsgeneigte bis riehtungslose Gebrauchsschrift mit bescheidenen Stilisie- 
rungsansätzen. Ausgeprägte Oberlängen (hochgezogenes Tau, Majuskel-Epsilon, Ma- 
juskel-Sigma, Minuskel-Epsilon, Minuskel-Theta), reduzierte Unterlängen. Die auf- 
geblasene Schlinge der Oberlängen von Epsilon und Theta sowie die Oberlängen von 
Majuskel-Epsilon und Majuskel-Sigma dominieren im Schriftbild. 

2 Beta Q 2.1 Zeta Q Zu Theta 9 Ze 


N y 22 Xi E 2,1 
Schlußsigma $ 2.2 Tau T vorletzte Z. 


Kappa K letzte Z. 
P er zl 
Ypsilon (mit Akut) af 3.2.v.u. Omega w 2.2 





3 Alpha—Ny gu Z.3 Epsilon—Lambda f letzte Z. 


Epsilon—Xi 43 13.2: 7.0. Epsilon—Pi + 11.2. v. u. 
uev e 2.2 uev JN. 2.6 nep & 6. Z. v.u. 


LD a 3.Z. v.u. 


4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt. Nicht selten pedantisch ausgeführte 
Verbindung von Vokalen mit Akut. Zirkumflexe und wv-Kürzungsbogen stets über 
2-3 Buchstaben. 


Sigma—Alpha G 2.3 


133 
Anunrpıog Henaywpevog 


Par. 2256; £: 10" (Taf; 75) 15. Jh. 1.H. 


1  Senkrechte, lockere, fast zarte Gebrauchsschrift mit stark ausgeprägten Oberlängen 
(Eta, Tau, Phi, Psi) und reduzierten Unterlängen. Großer Zeilenabstand. Wort- und 
Buchstabentrennung. Für die Hand eines Mediziners überraschend deutlich und gut 


lesbar. 

2 Alpha A 2.2 Epsilon « Z.1 Eta k Z.1 Ny v 23 
Xi ¢ Z4 Pi oe Z1 Tau T 22 Phi $ Z1 
Psi J Z4 

3 Epsilon—Rho $ Z.1 ui $ 2.6 uey m Z. 10 


Sigma—Tau 5 Z.1 
Tau—Rho $ Z.7 


Sigma—Omega % Zä 

Ypsilon— Tau ir 2.1 
4 Akzente und Spiritus abgesetzt; wiederholt Verbindung von Spiritus mit Akzenten. 
Akute und Graves oft fast senkrecht. Spiritus asper um 90° gedreht und nach oben 


offen. Winzige, kuppenförmige Zirkumflexe. Suprapositionen. Trema über Iota und 
Ypsilon. 


137 


Anuntpiog Bıkloupdeng 
Par. 2661, f. 169 (Taf. 75) a. 1366 
1 Senkrechte, lockere, weitzeilige Minuskel nach Auflösung des Kanons. Ausgeprägte 


Oberlängen (hochgezogenes Tau und Gamma, Majuskel-Kappa, Xi), reduzierte Un- 
terlängen. Weitgehende Wort- und Buchstabentrennung. 


2 Alpha A. letzte Z. Beta D 2.9 Gamma r KÉN 
Zeta / 6.2.v.u. Eta x 2.2 Theta 9 Z.1 
Kappa k letzte Z. Xi 4 2.6 Tau T 22 
Phi $ 2.2 Psi + Z.4 

3  Epsilon—Zeta R S.S eo Epsilon—Iota q Z.1 
Epsilon—Xi d 2.10 Epsilon— Ypsilon L 2.7 
Rho—Omikron ep 2.10 Sigma—Theta q9 2.8 
Tau—Rho k 8.2.v.u. 

4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; nicht selten Verbindung von Buchsta- 
ben mit Akzenten. Nach oben offener Spiritus asper; analog nach unten offener 
Spiritus lenis. Tildenförmige Zirkumflexe. Trema über Iota und Ypsilon. 

139 
Andree 

Par. 40, f. 53" (Taf. 76) a. 1059 

1  Senkrechte bis rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel in der Tradition der 
Perlschrift mit reduzierten Unterlängen. Gewisse Ähnlichkeiten mit dem Reggio-Stil 
(vgl. Pal. Gr. Byz. 241 ff. und Rep. I 33). 

2 Zeta a 2.6 Eta & 2.7 Theta & Z. 11 
Ny „ vorletzte Z. Pi œ 2.8 Rho e Z1 
Phi & Z.1 Psi + 4. Z. v.u. 

3 Delta—Epsilon = Zat Epsilon—Iota ¢ Z.7 
Epsilon— Xi 2 2.7 Epsilon— Tau & letzte Z. 

Epsilon—Ypsilon & vorletzte Z. 
4 Eckige und runde Spiritus. Winzige Zirkumflexe. 
141 
Auovücıog 
Par. 1387, f. 23" (Taf. 76) a. 1379 


1 


Senkrechte bis richtungslose Gebrauchsschrift mit proportionierten Oberlängen 
(hochgezogenes Gamma und Tau, Kappa, Xi und Epsilon-Ligaturen) und reduzierten 
Unterlängen. Worttrennung. Juxtapositionen (Tau—Eta, Phi—Theta). Ferner 
Nachklang des Metochites-Stils. 





55 
2 Epsilon 4 2.8 Eta 4 2.7 Pi T Z2 Tu | z2 
3  Doppel-Gamma d 2.4 Epsilon—Iota a Kä) 
Epsilon—Ny WW 2 10 Epsilon—Xi v3 2.9 
Epsilon—Xi & 215 ii Mi afya 
Epsilon—Rho Cp Z.1 xa lc 8.Z. v.u. xa EA 5.2. en 
wu 5 4. Z. v.u, Tau—Eta k 2.7 Phi—Theta 49 Z. 7 
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt. Einfacher Punkt, seltener Trema über 
Iota (und Ypsilon). 
142 
Arovócog 
Par. Coisl. 38, f. 502% (Taf.77) a. 1431 
1 Leicht rechtsgeneigte, lockere, zierliche Minuskel mit ausgeprägten Diagonalen 
(Lambda, Chi) sowie Oberlängen (hochgezogenes Gamma, Psi) und stark reduzierten 
Unterlängen. Vielleicht dem Atelier des Johannes Rhosos zugehörig; vgl. die große 
Initiale Epsilon (nicht auf der Tafel) und das dominierende Lambda. 
2 Alpha & b,Z. 1 Beta ® b, 3. u. 4. Z. v.u. 
Eta NH b,Z.1 Theta 9 a, Z. 2 Lambda N a, 2.2 
My ù a, Z.1 Ny ¥ a Z.2 Xi 2%, bas 
Pi war a, Z. 2 Phi Ọ 3,2. 1 
3 Alpha—Rho EIA) a, Z. 8 Doppel-Gamma a b, 2.1 
Delta—Iota N a,2.8 Epsilon—Sigma & nicht auf der Tafel 
Rho—Omikron Ga b,2.4 Sigma—Theta 09 321 
Ypsilon—Rho U) 32.8 
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt. Spiritus asper oft um ca. 90° gedreht und 
nach oben offen. Doppelakzente. Wiederholt Trema über Iota und Ypsilon. 
143 
Hector Pyrgotelis 
Par. Coisl. 351, f. 112” (Taf. 78) a. 1516 
1  Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift aus dem Umkreis der Druckminuskel. Sehr 


weiter Zeilenabstand, für Interlinearversion eingerichtet. Wort- und Buchstaben- 
trennung. Überschriften und Subseriptionen in moderner Auszeichnungsmajuskel. 


56 

2 Beta E 2.2 Gamma f letzte Z. (gezählt ohne subscriptio) 
Epsilon e Z.1 Eta n 23 Theta Di 2.4 
Theta A 2? Kappa x Z.1 Ny v Zi Pi r Z1 
Rho e Z.1 Tau 7 22 Tau ] vorletzte Z. Psi A Z.1 

3 Gamma—Alpha 3 Z6 Delta—Iota A letzte Z. 
Epsilon—Ypsilon Á vorletzte Z. nv nu 2.2 
Pi-Omikon m 2.5 ` Some "Tan s Z.3 Tau-Rho $ Z.3 
Phi—Omikron P3 Z. 1 

4 Akzente und Spiritus deutlich abgesetzt. Selten Verbindung von Spiritus mit Akzent. 
Tildenförmige oder kleine kuppenförmige Zirkumflexe. Trema über Iota. Iota sub- 
scriptum. 

149 
Hermolaus Barbarus 

Par. 3056, f. 120" (Taf. 79) a. 1482 

1 Richtungslose, kleinformatige, eilige, fast zierliche Gebrauchsschrift einer Gelehrten- 
hand. Wort- und Buchstabentrennung. Großer Zeilenabstand. Unterlängen vielfach 
reduziert. 

2 Alpha a Z.1 Beta 8 Z.1 Epsilon CG Z.1 
Theta é Z.5 Xi 4 vorletzte Z. Schlußsigma ş vorletzte Z. 
Tau % lZ. Phi ® Z.4 

3 Alpha—Rho a Z.3 Se a T.Z v.u Epsilon—Iota d Z.7 
Epsilon—Rho G 2.4 xal W vorl. Z. uev hm LZ. 

4 Zarte Akzente und Spiritus abgesetzt. Akute und Graves in der Richtung oft kaum 


Par. 1625, f. 14° (Taf. 80) 


1 


unterschieden. Selten Verbindung von Spiritus oder Buchstaben mit Akzenten. Til- 
denförmige, zumeist derbe Zirkumflexe. Spiritus asper gedreht und nach oben offen. 


150 
Evöoxınog 
15. Jh. A. 


Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift einer unsicheren Hand (alter Kopist?) mit 
reduzierten Ober- und Unterlängen. Worttrennung. Verlust der Grundzeile. 





Dr 
Ee 


Alpha I 2.1 Beta PR 2.4 Epsilon € Z.4 
Kappa E Z.4 Ma Z.I Xi A 2.2 
Rho Ri Z.1 Rho € Z. 4 Sigma a Z.2 

Phi A 2.8 
Epsilon—Iota & Z.4 
Epsilon—Ypsilon & Z.2 xar 


Psi Kä 3.2.v.u. 
Epsilon—Rho "e 2.4 
6. Z. v. u. 


Akzente und Spiritus abgesetzt. Zirkumflexe manchmal nach rechts verschoben. 
Trema über Iota und Ypsilon. Vereinzelt Iota subscriptum. 


151 
Eoädtoe 


Par. 519, f. 347" (Taf. 81) a. 1007 


1 


Par. 1499, f. 307" (Taf. 82) 


1 


Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel von durchschnittlichem Stilisierungsni- 
veau: Perlschrift. Ansätze zur Worttrennung. Hochgezogenes Tau gegen Zeilenschluß. 
Dreierförmiges Zeta. Relativ geringe Beimischung von Majuskeln (Epsilon, Theta, 
Kappa, Lambda, Sigma). Überschriften in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. 


Epsilon & b,2.5 Zeta Q a,2.2 
Kappa W. a, Z.1 


Tau T a, 2.9 Chi sA å, Z. A 


Omega © a, Z.2 


e NY aZ. 16 
Epsilon—Xi £? a, IR vu 


Doppel-Tau Ty b,2.8 


Gamma k az? 
Theta 32.1 

Lambda A b,Z.1 
Psi + b, 4. Z. v.u. 


Kappa i< a,Z.3 


Alpha—Kappa ck b, Z. 12 
Epsilon—Iota d b, Z. 2 
Aoy Ay a,2.2 

Ypsilon—Sigma or b, 12. Z. v. u. 


Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. eckig, aber auch schon rund. Kleine, kuppenför- 
mige Zirkumflexe. Doppelakzente. Tildenförmige Kürzungsstriche, gerade für Ny 
am Zeilenende. Gelegentlich Iota adscriptum (auf anderen Folien). 


152 
Eoäduxoe 
a. 1055-56 


Senkrechte kalligraphische Minuskel mit hohem Stilisierungsniveau: Perlschrift. 
Hochgezogenes Tau gegen Zeilenende. 


58 
2 Beta IL a,2.12 Gamma y bS Z v Epsilon E b,Z.6 
Zeta dÉ b,2.5 Eta I b, letzte Z. Eta b a, Z. 11 
Theta D b, Z. 5 Kappa IÇ b,Z.1 My H. b, letzte Z. 
Ny U b, vorletzte Z. Pi or 521 Rho e b, letzte Z. 
Tau T b, 2.2 Phi b, 4. Z. v. u. Omega QO b,Z.1 
3 Gamma—Eta b, 2.9 Epsilon—lota d b,Z.3 


Epsilon— Lambda Kä a, 3. Z. eu Epsilon— Lambda ED b, 2.1 


Epsilon— Xi % b,8.2.v.u. Epsilon—Phi Ch b, vorletzte Z. 


Lambda—Eta a, 2.3 Doppel-Lambda 79 a, 2.2 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Doppelakzente. 
Spiritus in allen drei möglichen Formen. Kürzungsstriche gerade, Ny-Kürzungsstrich 
am Zeilenende tildenförmig. Iota adscriptum. 


154 
Ebordtıog 
Par. Suppl. 113, f. 1" (Taf. 78) a. 1566/67 


1  Rechtsgeneigte, lockere, anspruchslose Gebrauchsschrift mit reduzierten Ober- und 
Unterlängen. Eintöniges Schriftbild. 


2 Beta  Z. 2 (Zählung einschließlich Überschrift) Epsilon « 2.2 
Eta u Zi Theta 9 2.9 Xi Ẹ Z2 Rho e 2.7 
Schlußsigma Ç Z.1 Tau 7 3.Z.v.u. Phi p 3.Zv.u 

3 Delta—Iota dy Z.6 Epsilon—Rho À 4. Z. v. u. 

Epsilon—Omega & letzte Z. xat el Z.1 
Doppel-Pi mr 23 Rho—Omikron 0% vorletzte Z. 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt; selten Verbindung von Buchstaben mit Akzenten. 
Kleine Zirkumflexe. 


155 
Eöpnpuos 
Par. Suppl. 911, f. 9 (Taf. 83) a. 1043 


1  Senkrechte bis richtungslose kalligraphische Minuskel unterdurchschnittlichen Ni- 
veaus aus dem Bereich der Perlschrift. Rechtsneigung einzelner Buchstaben wie 





59 


Epsilon, Lambda, Ny. Überschriften in konstantinopolitanischer Auszeichnungsma- 
juskel. 


2 Lambda ZZ 2.5 N Le Ke P eer AS 


3 en Gei 2.6 sde eh Z. 10 


4 Spiritus rund bis eckig. Sehr kleine Zirkumflexe. Kürzungsstriche der nomina sacra 
mit Knötchen. 


156 
Zaxapiag Kaddıdpyng 
Par. 2823, f. 173” (Taf. 83) 15. Jh. E. 


1 Rechtsgeneigte bis richtungslose, unruhige Gebrauchsschrift ohne ästhetischen An- 
spruch, mit großem Zeilenabstand und proportionierten Ober- und Unterlängen. 


2 Beta Ĝ Z.4 (Zählung ohne Interlinearversion) Delta d: Z. 4 
Epsilon ¢ Z.1 Zeta 14 vorletzte Z. Theta 9 3.Z. v.u. 
Xi Ẹ zı Sigma TZ? Tu J zs 
Phi Q 2.3 Omega GO 32 en 

3 Alpha—Rho ap 2.1 yàp 1 vorletzte Z. 
on Si 3.2 v.u. Epsilon—Iota q Z.2 
Epsilon—Lambda H 2.1 uev EH 2.3 
Pi—Rho TT 8  Sigma-Omikron G 2.6 


Ypsilon— Sigma w 4Z.v.u. 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Oft einfacher Punkt über Iota. Trema über Ypsilon. 
Iota subscriptum. 


157 
Zaxapiag ZxopdbAuog 
Vind. Theol. 72, f. 1" (Taf. 84) a. 1563 


1 Senkrechte, eher gedrängte, aber durch Worttrennung übersichtliche Gebrauchs- 
schrift mit ausgeprägten Oberlängen (hochgezogenes Gamma und Tau, Delta, Theta, 
Psi) und Unterlängen (Zeta, Rho, Phi, Chi). Die zahlreichen Vertikalen, besonders 
das einförmig hochgezogene Tau, vermitteln ein Gesamtbild, das an Gitterschrift 
erinnert. Dazu tragen auch die oft senkrechten oder fast senkrechten Akute (und 
Graves) bei. 


60 
2 Beta C 2.3 Beta P 2.3 Gamma PT 2.5 
Epsilon 4 Z.1 Zeta 4 letzte Z. 
Xi d 2.2 Pi W Z.1 Rho 2 2.4 Tau 1 2.2 
Phi p 2.7 Omega oO 23 
3 Epsilon—Its & 2.2 Theta—Epsilon fy 2.4 
Doppel-Lambda Wy letzte Z. uev E ET 
wën Mo 23 Tau--Alpha a 6. Z. v.u. 
Tau—Iota Je 2.9 Tau—Omikron J9 23 


4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt, immerhin Verbindung von Buchstaben 
mit Akzenten nicht selten. Zirkumflexe manchmal über den folgenden Buchstaben 
verschoben. Trema über Iota, seltener über Ypsilon. Iota subscriptum. 


158 
Hiag 
Par. 375, f. 113" (Taf. 85) a. 1021 
1 Richtungslose, unbeholfene Minuskel mit wechselnder Dichte und variierendem Zei- 
lenabstand. Proportionierte Ober- und Unterlängen. Manchmal keulenförmige Ver- 
dickung von Oberlängen. Sehr niedriges Stilisierungsniveau. Weder Wort- noch 
Buchstabentrennung. Verlust der Grundzeile. Klägliche Versuche von Auszeich- 
nungsmajuskel in den Überschriften. 


2 Eta kb 3.2.0. U. lota Z 2.4 Kappa L. 2.2 
Ny p 21 Ny N Zi Phi H 3.2.v.u. 

3  Delta—Epsilon DS Z. 1i Epsilon—Xi SS eu 
Epsion—Rho 6P letzte Z. wi Q 22 
Sigma—Chi Gäe 2.3 Ypsilon—Sigma W 2.2 


4 Kräftige Akute und Graves. Sehr kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Spiritus eckig, 
manchmal in halbierter Eta-Form. Trema über Iota. 


160 
Oeoööcıog 
Par. Coisl. 248, f. 125" (Taf. 86) a. 1065 


1  Richtungslose Minuskel einer geübten Hand mit verschiedenen Elementen, die für die 
frühe Zeit des Kanonverfalls überraschen: Zahlreiche Majuskeln, Gegensatz von 





61 


Groß- und Kleinbuchstaben, deutliche Fettaugenelemente (Delta, Epsilon, Omikron, 
bes. aufgeblähtes Epsilon—lota), häufiges weit hochgezogenes Tau. Großer Zeilenab- 
stand bei ausgeprägten Ober- und Unterlängen. Unsichere Grundzeile. 


2 Alpha Ss Z.1 Gamma UV Z.I Kappa x Z.1 
Lambda A 2.1 Ny w Z.I Tau KR 12..2.v. u. 
Ypsilon x» Z.1 Phi b 5. Z. v.u. 


3 Alpha—Chi x 2.4 Delta—Iota Ay 5.2. v.u. 
Epsilon—Iota d Z. 14 Epsilon—lota g 5. Z. v.u. 


Epsilon— lota d 5. Z. v. u. Epsilon— Xi fei 2.6 
A 
N 
Ereel CN "T.S en ETL sS% 2.3 


EL d vorletzte Z. xal fe KA uèv m 10.2. vu 
Doppel Di e Z.1 Stigma E Zi Tau—lota A letzte Z. 
Ypsilon—Sigma ur Z.2 


4 Spiritus teils eckig, teils rund, gelegentlich in halbierter Eta-Form. Kleine Zirkum- 
flexe. Suprapositionen. Involvierungen. Vereinzelt Trema über Iota. Iota adscrip- 
tum, manchmal verkleinert. 


161 
Deéëouioe 
Par. Coisl. 263, f. 142" (Taf. 87) a. 1059 
I  Senkrechte, kleinformatige kalligraphische Minuskel von durchschnittlichem Stilisie- 


rungsniveau: Perlschrift. Überschriften in stilloser mißlungener Auszeichnungsmajus- 
kel. Marginalien in gemischter Auszeichnungsmajuskel. 


2 Zeta a Z. 11 (Zählung einschließlich Überschrift) Eta h 26 
Theta A Z.6 My vw Z4 Pi ww Zë Phi A 2.6 
Psi + Z. 15 

3 Alpha—Phi ab Z.12 Epsilon—Iota 4 Z.7 
Epsilon—Xi d 5. Z, v. u. m Ge 26 Epsilon—Tau & Z.8 
Doppel-Lambda CH 2.8 Doppel-Lambda f Zu 


Ypsilon—Pi wu 212 


62 


Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. eckig oder auch rund. Akzente oft bis zu einem 
Buchstaben nach rechts verschoben. Sehr kleine Zirkumflexe. Kürzungsstriche bis- 
weilen mit Asteriskos versehen. 
162 
Deéäouhoc 


Par. 243, f. 141” (Taf. 88) a. 1133 


f 


Par. Coisl. 382, f. 112” (Taf. 89) 


1 


Leicht rechtsgeneigte kalligraphische Minuskel durchschnittlichen Niveaus: Perl- 
schrift. Überschriften in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel, Haupttitel in epi- 
graphischer Auszeichnungsmajuskel. 

Alpha A b, letzte Z. Eta X a 34 Theta d b,9.2.v.u. 


Lambda A b, vorletzte Z. My AL a,Z. 3 (Zeilenanfang) 
Omega Œ@ 3,2.2 

Epsilon—Zeta fei a,2.9 xal Laj a, vorletzte Z. 

A90 4o a,4.Z.v.u. Omikron— Ypsilon Y a, Z. 10 
Tau—Iota 7 Tau—Omikron TO a, Z. 4 


Ypsilon—Ny W az 


a, vorletzte Z. 


Spiritus rund bis eckig. Kleine Zirkumflexe. Ny-Kürzungsstrich am Ende der Zeile 
(auf anderen Blättern). 
166 
Bcööwpog Kapaßăs 
15. Jh. M. 


Richtungslose, kleinformatige, unauffällige Gebrauchsschrift mit normalen Oberlän- 
gen (darunter hochgezogenes Gamma und Tau) und reduzierten Unterlängen. Wort- 
trennung. 


Beta % "li Gamma f SR ee Epsilon 4 Z.1 
Tu T Z4 Phi A Z.2 
Epsilon—Iota q Z.3 


Epsilon—Xi 2 Z.1 


Zeta Ê 2.6 Xi 2 zu 
Alpha—Chi X 2.5 
Epsilon— Kappa Q Kä 
Epsilon—Rho $ letzte Z. Epsilon—Omega G 2.6 
Rho—Omikron g9 letzte 2. 


Akzente und Spiritus abgesetzt. Vereinzelt Verbindung von Spiritus mit Akzenten. 
Trema über Iota und Ypsilon. 





Par. 1368, f. 40" (Taf. 90) 


1 


Par. Coisl. 5, f. 15" (Taf. 91) 


1 


63 
167 
Oecóðwpos Kprrórovňog 
15. Jh. 2. Drittel 


Richtungslose, lockere, durch Worttrennung übersichtliche Gebrauchsschrift mit 
Vorliebe für runde Formen. Reduzierte Unterlängen. Großer Zeilenabstand. Unsi- 
chere Grundzeile. 


Gamma € letzte Z. Epsilon £ 2.2 Theta # 7.2. v.u. 
Ny V letzte Z. Xi f 2.5 Pi w 21 Omega © Z.1 
Epsilon—Iota ¢ vorletzte Z. Epsilon—Lambda KW II. Z: en 

Zei Lo 3.2.v.u. Epsilon—Rho & 2" 

Epsilon—Sigma fl- vorletzte Z. Epsilon— Ypsilon 4 Z.1 
uev MW letzte Z. vv MA 2.12 

Rho—Iota & letzte Z. Sigma—Omikron G 3:2 
Chi—Omikron A8 2.2 


Zumeist kräftige Akute und Graves, teils abgesetzt, teils verbunden mit Buchstaben 
Spiritus und Kürzungsstrichen. Bescheidene wv-Kürzungsbogen. Suprapositionen. 
Doppelakzente (auf anderen Folien). Trema oder einfacher Punkt über Iota, auch 
Ypsilon. Iota subscriptum. 


168 
Ocóðwpos Aaurétng 
a. 1263/64 


Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel aus der Zeit des Kanonverfalls mit 
Tendenz zur Dehnung in der Horizontale (Alpha- und My-Ligaturen; zerdehntes uev!) 
und Neigung zur Überschreitung des Schriftspiegels. Erinnert an Handschriften der 
Gruppe „2400“. 


Delta A 2.1 Epin @ zu Zeta Q 2.21 
Theta & z.w Kappa K 2.12 Xi & zu 
Rho ọ 22 Tu TË zi 

ayı a 2.6 Bn DA 14. Z. v. u. aro AISO Z. i4 


app aN 4. 2.v.u. Alpha—Tau OC Z.15 
Epsilon—Rho "e 2.8 


uep up vorletzte Z. 


Rho—Omikron e? 


Epsilon—Iota d 2.1 


pev up 12. Z. v. u. 


Rho—Alpha E 2.7 8.2.v.u 


64 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kräftige Akute und zumeist flach liegende Graves. 
Kleine, kuppenförmige, manchmal spitze Zirkumflexe. Suprapositionen (charakteri- 
stisch: ov f. 31"), Juxtapositionen (auf anderen Folien). Wiederholt Trema über Iota. 


169 
Beödwpog Audorupyirng 
Par. 1971, f. 49” (Taf.92) 13. Jh. E. 


I  Richtungslose, kleinformatige Gebrauchsschrift mit besonders kleinem „Mittelbau“ 
bei großen Zeilenabständen und reduzierten Unterlängen. Ohne jeden ästhetischen 
Anspruch. Gelegentlich Spuren von Fettaugen. Schluß-Majuskel-Sigma wiederholt 
übergroß. Hochgezogenes Gamma und Tau. Randkommentar von derselben Hand. 


2 Beta Q vorletzte Z. Gamma f Z1 Delta Ò 2.4 
Majuskel-Sigma am Wortende C 2.1 
Tau T vorletzte Z. (Fuß oft ein wenig über der Grundzeile!) 
“letzte Z. 
x 15. Z. v. u. (Kenn-Ligatur) 


Epsilon— Tau E letzte Z. 


3 ykp A 4dZvu Gamma—-Iota 


4. Z. v. u. Epsilon—Xi 


"0 % 
Epsilon—Rho Q 15. Z. v: i 

4 Akzente und Spiritus zum Teil abgesetzt, überwiegend jedoch Verbindung von Buch- 
staben mit Akzenten, insbesondere mit hochgezogenen Zirkumflexen, auch von Spiri- 
tus mit Akzenten. Juxtapositionen runder Buchstaben, insbesondere Omega—Sigma 
(auf anderen Blättern). Involvierungen, vor allem zën" Involvierung von Tau und Ny 
in die Rundungen des Omega mit genau auf Mitte darüber gesetztem Zirkumflex (auf 
anderen Blättern). Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscriptum. 


170 
Ocdöwpog Deiheéuoe 
Par. 2327, f. (at 93) a. 1478 


| Richtungslose, derbe Gebrauchsschrift mit kleinem Zeilenabstand und unsicherer 
Grundzeile. Weitgehende Wort- und Buchstabentrennung. Hochgezogenes, peit- 
schenförmiges Tau. Ohne ästhetischen Anspruch. 


2 Beta 6 2.9 Gamma Fr 2.2 Xi E Si 
De 2.4 Tu 7 22 Phi @ Zi 
NS 
3 xal äi 2.7 uv MW 23 


Sigma—Tau D' 2.6 Ypsilon—Ny y Z. 10 


Chi—Rho Ax? Z. 11 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Trema oder 
einzelner Punkt über Iota, selten Trema über Ypsilon. 








171 
Beoöwpog Zopıavög 


Par. Suppl. 618, f. 192" (Taf. 89) 15. Jh. M. 


1 Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift mit weitgehender Buchstabentrennung. 
Ohne jeden ästhetischen Anspruch. Verlust der Grundzeile. 


2 Beta ø Z. 4 (Zählung einschließlich Überschrift) Gamma P Z.1 
Epsilon « Z.1 Theta d 2.9 My „ 2.3 
Xi t 2.4 Pi zs 25 Rho e Zi 
Schlußsigma $; 2.3 
Epsilon—Xi % 23 
Pi—lota m Zä 


3 aM wi 2.2 Delta—Rho ep Zi 
xal w Kä uev éi SI 
Tau—Alpha WÉI 2.2 


Phi—Rho & 27 


Sigma—lota a 2.2 
Tau—Omikron ` "E 2.6 


4 Akzente und Spiritus deutlich abgesetzt. Selten Verbindung von Buchstaben mit 
Akzenten. Spiritus asper um 90° gedreht, nach oben offen. Einfache Punkte über Iota 
und Ypsilon. Iota subscriptum. 


172 
Ocóĝwpos Tayrpeiag 


Par. 172, f. 6“ (Taf. 94) 15. Jh. 4. V. 


1 Rechtsgeneigte bis richtungslose, schwungvolle, lockere Minuskel. Ausgeprägte Ober- 
und Unterlängen. 


2 Beta ® 2.3 Gamma F 2.1 Epsilon «€ Z.3 


se zs 


Zeta Ê 26 Theta Ê Z6 Tau T zu 


Phi ® 26 Psi JL zu 


3 Epsilon—lota 4 2.2 Epsilon— Lambda D Kä 


Epsilon—Rho P Zu Epsilon— Tau af 2.8 


Epsilon—Ypsilon ` d vorletzte Z. 


xat ml Z. 11 


Doppel-Lambda 4 2.5 uey my Z 3 uev ubu Z. 13 


Epsilon—Phi ® 2.2 
Kappa-Tau WI 25 


Tau—Omikron 4 2.8 Ypsilon—Rho Jp 8. Z. v.u. 


Kräftige Akute bzw. Graves und kleine Zirkumflexe, zumeist abgesetzt, aber auch 
Verbindung von Akzenten mit Buchstaben, Spiritus und Kürzungsstrichen. Spiritus 
asper wiederholt gedreht und nach oben offen. Einfacher Punkt über Iota und 


Ypsilon, selten Trema. 


173 
Oecóðwpos 
r. Coisl. 104, f. 22" (Taf. 95) IS. Jh, 2. H. 


Richtungslose, durch Worttrennung und Zeilenabstand übersichtliche, unregelmä- 
Bige Gebrauchsschrift in Fettaugenmode. Gegensatz großer (Beta, Delta, Epsilon, 
Theta, Omikron) und kleiner Buchstaben (Epsilon, Eta, My, Ny, Kappa, Rho). 


Beta pp 2.7 Gamma f 2.4 Theta Ə 2.5 


Ypsilon © Z. 18 Phi & 6. Z. v.u. Omega GA Z.4 
oN 

Alpha—Xi oi? 8. Z. v. u. yve yO 2.15 

Delta—lota A 2.6 Epsilon—lota & Z. 16 


Epsilon—lota g 7.2.v.u. 
at 
Epsilon—Xi (mit Spiritus lenis) CH 2.17 m "éd Au 
DU 
m OM 8% v.u. Epsilon—Rho CO 2.15 


Epsilon—Rho SP 11. Z. v.u. etat D 12. Z. v. u. 
w 2 uv a Z8  Pi—Alpha Dë Zi 


DI 


Rho—lota A 2.9 


Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt, aber auch Verbindung von Akzenten 
mit Spiritus. Suprapositionen und Juxtapositionen. Doppelakzente (auf anderen 
Folien). Trema iiber Iota und Ypsilon. Gelegentlich Iota subscriptum. 


174 
Ocóĝwpog 


Par. 2632, f. 1” (Taf. 96) a. 1380 


Rechtsgeneigte, sehr lockere Minuskel mit Vorliebe für eckige Formen (Minuskel- 
Beta, -My, -Ny, -Pi, -Sigma, -Ypsilon). Wort- und Buchstabentrennung. Einzelne 
Oberlängen (Tau, Phi). Regelmäßige Ligatur des Minuskel-Alpha und des Folgebuch- 
stabens mit Hilfe einer auffälligen Horizontale auf der Grundzeile. 





Alpha aJ a,Z.i Beta Ĝ a, Z. 2 Beta L a, Z.8 
Theta Æ} b,2.1 My bin Ny p 622 

Xi d b, Z. 6 Pi UT b,Z.9 Rho e a, letzte Z. 

Phi ? b, letzte Z. 

Alpha—Beta aat a,Z.1 Alpha—Theta a9 b, Z. 4 
Epsilon—Tau Es b, vorletzte Z. Ypsilon—Ny GO b,2.7 


Akzente und Spiritus abgesetzt. Kräftige Akute und Graves. 


175 
Deööwpog 


Par. 2812, f. 1" (Taf. 94) 15. Jh. 1. H. 


Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere, sehr weitzeilige Gebrauchsschrift mit 
Worttrennung und unansehnlichem „Mittelbau“. Kein ästhetischer Anspruch. 


Eta n Z1 Theta  Z.1 Pi e Z.1 

Schlußsigma e Z.1 Tau T 2.3 

Alpha—Xi al 2.9 Gamma—Epsilon Ae 2.1 

Delta—Rho òp letzte Z. Kappa—Omikron kg letzte Z. 

pev py Z.1 ue Maw letzte Z. Pi—Omikron em Z.1 


Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils verbunden. Akzente manchmal mit dem 


- nachfolgenden Konsonanten verbunden. Spiritus asper nach oben offen. Tildenför- 


mige Zirkumflexe. Vereinzeltes Iota subscriptum. 


176 
Oeööwpog 


Par. 3045, f. 88" (Taf. 97) a. 1488 


Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, weitzeilige, fast zierliche Gebrauchsschrift mit 
ausgebildeten Ober- und reduzierten Unterlängen. Einzelne größere Buchstaben wie 
Gamma, Majuskel-Delta, Majuskel-Kappa, Zeta und Tau beleben das sonst eher 
eintönige Schriftbild. Nähe zur Druckminuskel. 


Gamma f 2.1 Eta o 23 Theta 9 25 
Theta Q letzte Z. Xi E zu Tu 7 Z7 Pi & Zi 


Chi Ee letzte Z. Psi rk vorletzte Z. Omega œ Z.3 


68 


Alpha Tau aff 9.Z.v.u. a Mi 26 oe 4 AZru 
Epsilon—Xi 2 2.8 ds 2.4 

Tau—Omikron Ny 6. Z. v. u. 

Phi—Rho £ 2.6 


Epsilon— Ypsilon 
uey pay 2.1 
Ypsilon—Tau yf 9. Z. v.u. 


Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; nur selten Verbindung von Akzenten mit 
Buchstaben oder Spiritus. Spiritus asper um 90° gedreht und nach oben offen. Sehr 
kleine kuppenförmige Zirkumflexe. Akzente manchmal um einen Buchstaben nach 
rechts verschoben. Suprapositionen. Selten Trema über Iota. 


177 
Oeöxtıorog 


Par. 1570, f. 191" (Taf. 98) a. 1127 


1 


Senkrechte lockere Minuskel aus der Zeit des Kanonverfalls. Starker Gegensatz 
zwischen Groß- und Kleinbuchstaben. Zug zur horizontalen Zerdehnung (Majuskel- 
Epsilon, Ypsilon, Psi). Wiederholt Juxtapositionen rund ausgeführter Buchstaben 
(Alpha, Epsilon, Theta, Omikron, Sigma, Ypsilon, Phi). Unterschied von Haar- und 
Schattenstrichen. Überschriften in versuchter alexandrinischer Auszeichnungsmajus- 
kel, Initialen in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel. Gehört zum Bereich der 
Gruppe „2400“. - Zum Schreiber Theoktistos vgl. H. HunGer-O. KRESTEN in: JÖB 
29 (1980) 187-236. 


Alpha KH 2.13 Alpha o Z.3 Beta ù Z7 
Epsion & 6.2.v.u. Eta sn Z1 Theta © 23 


Theta E 8.Zv.u My AL Zi Pi e 23 Re Z1 


Tau a Z. 12 Phi &b vorletzte Z. 


Epsilon—lta &H 2.1 Epsilon—Xi gi 3: Ze en 


ei <é 9. Z. v. u. Pi—Omikron mO Z. 10 
Phi—Omega thao 10. Z. v. u. 


Spiritus rund bis eckig, bei den Initialen in halbierter Eta-Form. Akute und Graves 
zum Teil unscheinbar, Zirkumflexe in Form größerer flacher Bogen. 


Tau et: Zi 


Psi ~+ 2.2 


Omega Sigma ees. 11.2. v.u. 


179 
Oeöreunrog 


Par. 223, f. 4 (Taf. 99) a. 1044 


l 


Leicht rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel mit gutem Stilisierungsni- 
veau: Perlschrift. Gelegentlich hochgezogenes Tau. Haupttitel und Initialen in epigra- 





69 


phischer Auszeichnungsmajuskel, sonstige Auszeichnungszeilen in alexandrinischer 
Auszeichnungsmajuskel. 


2 Alpha œ a,2.2 Kappa L a,Z.2 Xi z b, Z. 1 
Tau ge bh Sep Ypsilon Aa 2411 Psi Æ 23,25 

3 syo dee b, letzte Z. Epsilon—Xi o b, 2.6 
ent of á, 2.17 xal D àa zZ. 1 uey uw a, Z. 18 
Rho—Omikron ` pa b, letzte Z. Tau—Omikron we 322 
Ypsilon— Sigma te a, vorletzte Z. 

4 Spiritus eckig bis rund, manchmal halbierte Eta-Form. Winzige Zirkumflexe. Unter- 
länge des Phi in der Schlußzeile mit Asteriskos verziert. Tildenförmige Kürzungsstri- 
che. Vereinzelt Trema über Iota. Iota adscriptum. 

182 
Ocógdog 

Par. Coisl. 228, f. 119" (Taf. 100) 11. Jh. 

1 Senkrechte bis richtungslose, kleinformatige, lockere kalligraphische Minuskel im 
Kanon der Perlschrift. Durchschnittliches Stilisierungsniveau. Phi durch übermäßige 
Unterlängen hervorstechend. Alpha-‚Juxtapositionen. Vielfach Betonung von Haar- 
und Schattenstrichen. 

2 Zeta 3 2.13 Eta w Zi Theta -ĝ- Z. 13 
Kappa U Z.3 Rho o Z.1 Phi > 2.2 Omega œ 2.1 

3 Alpha—Pi {77 7.Z.v.u. Epsilon—Gamma éi 2.2 
Epsilon—Xi SÉ 2.2 

` 
Epsilon—Ypsiln AL Z.10 xa S 2.8 
Kappa—Epsilon Us Z.3 uev NR Z. 15 
4 Eckige und runde Spiritus gemischt. 


Par. 1532, f. 349" (Taf. 101) 


1 


183 
Oeöpırog 
14. Jh. 1. H. 


Senkrechte, lockere, engzeilige Minuskel in später Nachfolge der Perlschrift mit 
durehschnittlichem Stilisierungsniveau. Grober Kalamos. 


Par 


4 


Alpha A 2.4 Beta B 3. Z. v. u. Gamma m 8. Z. v. u. 


Era be 2.3 Theta b 
Tau J Z1 Phi b 2.3 


Epsilon—Iota EI zi 


Delta A 3.2.v.ü vorletzte Z. 


Pi ZS 7. Z. v. u. 


Omega AO letzte Z. 


Alpha—Phi KE Z. 10 


Epsilon—Xi (mit doppeltem Ansatz) dë 2.7 Epsilon— Tau I WS 


nep LP 2.1 


Sigma—-Theta et Ss 


Rho—-Omikron ep SI 


Sigma—Chi X 2.5 


Chi Lambda X 2.6 


Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Spiritus asper 
gedreht und nach oben offen. Doppelakzente. Regelmäßig Trema über Iota und 
Ypsilon. 


Tau—Omikron m SS ee 


184 


Oeopüiaxrog 


. 319, f. 18" (Taf. 102) 12. Jh. A. 


Senkrechte, lockere, großformatige Minuskel mittleren Niveaus in der Nachfolge der 
Perlschrift. Vergröberung durch starke Betonung des „Mittelbaus“ und der kreisför- 
migen Buchstaben. Unregelmäßige Anwendung von Haar- und Schattenstrichen. 
Ober- und Unterlängen reduziert. Überschriften in epigraphischer Auszeichnungsma- 
juskel. 


Gamma Ka Z. 1 (Zählung ohne Überschrift) Epsilon 6 2.2 


Zeta Q Z6 Eta La 2.3 


Lambda L 2.1 Xi 7 2.2 D pe Si Rho p 2.1 


Theta 9 2.2 


Omega OO 2.1 
Epsilon—lota q 2.2 Epsilon— Sigma CZ 
Stigma [A 3.Zv.u. 


Spiritus in halbierter Eta-Form. 


6. Z. v. u. 





Par. Suppl. 1259, f. 31" (Taf. 97) 


1 


Par. 1573, f. 55" (Taf. 103) 


l 


71 


185 


Ocopúóñaxtog 
a. 1289/90 


Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, lockere Minuskel aus der Zeit des Kanonver- 
falls der Perlschrift. Gegensatz von Groß- und Kleinbuchstaben. Betonung der Verti- 
kale durch Iota, Majuskel-Kappa, Phi und Psi, der Diagonalen durch Majuskel- 
Alpha, Chi und insbesondere durch Majuskel-Lambda. 


Alpha œ Z.10 Delta a Z.1 Epsilon = vorletzte Z. 
Zeta & Z.1l Theta © 2.6 Lambda S Z. 1 

A1 rt ZA Ypsilon Wi 2:2 Psi + 2.3 

Alpha—Rho ap 2.5 Doppel-Gamma w Z. 11 


Epsilon—lota { Z.1 Epsilon—Xi 


R 9.2.v.u. 
Epsilon—Rho & 2.6 Epsilon— Sigma a 2.6 
Epsilon—Tau & 22 


Rho— Alpha ga 2.7 


Epsilon—Ypsilon & letzte Z. 


Doppel-Sigma as 8. Z. v. u. 


Tau—lota d 2.10 Ypsilon—Pi ame 10.Z. v.u. 
Ypsilon—Sigma w Z.4 


Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine Zirkumflexe. Involvierungen. Wiederholt 
Trema über Iota und Ypsilon. 


186 


OeopVAaurog 
14. Jh. 2. H. 


Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere, disziplinierte Minuskel mit weitgehen- 
der Wort- und Buchstabentrennung und wenig hervortretenden Oberlängen (vor 
allem hochgezogenes Tau). Auch die Diagonalen sind vorhanden, werden aber nur 
maßvoll betont. 


Beta E b,2.4 Zeta 3 b,Z.3 Eta K 321 
Theta Ô ai? Phi ch 2216 

Gamma— Epsilon Lë b, Z. 14 vo gg KS 17 
Epsilon—Iota d b, Z. 11 Epsilon—Xi b, Z. 13 


ueta uya b, Ta Zo Vo u, 


EH 7 8,7: A Vu: 


uey Eu a, Z4 
Omikron— Y psilon "e a Z. 10 


4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils Verbindung von Vokalen mit Akzenten. 
Bescheidene Zirkumflexe und wv-Kürzungsbogen. Suprapositionen. Trema über Iota 
und Ypsilon. 


188 
Owuäg Ipodponirng 
Vat. Ottob. 395, f. 172° (Taf. 104) a. 1466 
1  Senkrechte, lockere Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Ober- und Unterlängen sowie 
großem Zeilenabstand. Majuskel-Kappa, hochgezogenes Gamma und Tau sowie von 


Buchstaben aus hochgezogene Akzente betonen die Vertikale. Weitgehende Wort- 
und Buchstabentrennung. Spuren der Feltaugenmode (Alpha, Epsilon, Omikron). 


2 Beta Ê b,4Z.v.u Theta H b, letzte Z. 
Theta I a,3.Z. v.u. Kappa k a, Z. 7 Xi gd b, 2.2 
Omega CO 32.6 

3 Epsilon—[Iota & a, 3. Z. v. u. Epsilon—My Qa a, vorletzte Z. 


? 


\ 
Epsilon—Xi cK b, vorletzte Z. inl HH a,2.6 


ir. 28 b,11.Z.v.u. Pi—Lambda m b, Z. 9 


Rho—lota Ss a, vorletzte Z. 


4 Akzente und Spiritus weitgehend abgesetzt; daneben Verbindung von Buchstaben, 
Spiritus und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Zum Teil giebelförmige Zirkumflexe. 
Doppelakzente (auf anderen Blättern). Suprapositionen. Involvierungen in Omikron. 
Trema über Iota und Ypsilon. 


189 
Owpnäg 
Par. 917 A, f. 14" (Taf. 105) a. 1347 
1 Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, lockere Gebrauchsschrift einer geübten Hand 
mit Wort- und Buchstabentrennung sowie verschiedenen Fettaugenelementen (Omi- 


kron, Sigma). Hochgezogenes Tau, besonders schmalbrüstiges Majuskel-Theta mit 
Oberlänge. 





2 Beta a Z. 10 (Zwischentitel mitgezählt) Gamma [ oe 
Z: 


7 Theta Å 2.3 Xi É 9 Z. v.u. 
Pf rr 29 Sigma O 2.4 Tau T 2.3 


Ypsilon ` Ne Z.1 


3  Epsilon—Lambda Y Z.1 Epsilon—Ny ~e Z. 1 
H DW 
ri Da 26 ee A.A Z. 10 geg le, 10. Z. v. u. 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Selten Verbindung von Vokal mit Akzent. Kleine, 
kuppenförmige Zirkumflexe. Doppelakzente. Trema über Iota und Ypsilon. Gelegent- 
lich Iota subscriptum. 


190 
Owuðgç 
Par. 2637, f. 117" (Taf. 106) 15. Jh. 1. V. 
1 Senkrechte bis richtungslose, dichtgedrängte, engzeilige Gebrauchsschrift mit militä- 


risch ausgerichtetem, massiv wirkendem Mittelbau. Ohne ästhetischen Anspruch. 
Kräftige Akzente. Chi und Akzente betonen die Diagonalen, 


2 Schlußalpha 4, Z.3 Epsilon 4 Z.1 Zeta ? Sg 
N y Z1 Pi m Z1 Tau T Z.1 

3 Epsilon—Ny (y Z.1 Epsilon—Xi 8 Z. ii mw A 2.16 
e g 2.5 ver ` A vorl. Z. Tau—Rho "5 2.3 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt, aber auch Verbindung von Spiritus und Buchstaben 


mit Akzenten. Trema über Iota und Ypsilon. 


195 
Jacobus Sirmond 
Lond. Add. 22039, f. 3" (Taf. 107) a. 1593 


1  Weitzeilige Gebrauchsschrift eines Nicht-Griechen. Deutliche Worttrennung. Ohne 
ästhetischen Anspruch. 


2 Beta € 2.4 Delta 8 2.5 Eta n 2.6 Xi f 26 
Piz Sa Taù I Z7 Phi @ 25 Chi x 212 
3 Gamma—Omikron %9 2.9 Rho— Gamma Di 2.12 


74 


4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; manchmal Verbindung von Buchstaben 
und Spiritus mit Akzenten. Der Zirkumflex weist nach rechts schräg aufwärts und ist 
vom Akut kaum zu unterscheiden. Selten punktförmiges Iota subscriptum. 


196 
Iaxwßog 
Par. 2582, f. 43“ (Taf. 108) 16. Jh. 1. H. 


1  Richtungslose, gedrängte, sehr kleinformatige Gebrauchsschrift einer geübten Hand 
ohne jeden ästhetischen Anspruch. Wort- und Buchstabentrennung sowie größerer 
Zeilenabstand erleichtern die Übersicht. Unsichere Grundzeile. 


2 Beta Æ 2.2 Epsilon € Z.2 Eta y Zi Theta % Z.1 
Xi £ 23 Rho e 2.3 Sigma Ç 2.9 Tau 7 2.5 
Phi g Z.5 

3  Epsilon—lota 7 2.3 Epsilon—Ny w 2.2 sen Ga 2.9 
usv mw letzte Z. Rio Jona a Z.1 Stigma e 2.2 
Sigma—Phi 9 2.2 Tau—lota m 2.3 Tau—Omikron b Z.1 


4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; Akzente manchmal mit Buchstaben 
oder Spiritus verbunden. Sowohl Akute als auch Graves weichen von der Vertikalen 
wenig ab. Wiederholt Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscriptum. 


198 
’Iyvarıog 
Par. 967, f. 6" (Taf. 109) a. 1377 
1  Richtungslose, eher dichte, unschöne Gebrauchsschrift mit großem Zeilenabstand, 


ausgeprägten Oberlängen (hochgezogenes Tau und Gamma, daneben Majuskel-Sigma 
und Iota). Spurenelemente von Fettaugen (Epsilon, Omikron, Ny). 


2 Beta p Zi Delta A 2.10 Epsilon & 22 
Zeta l 2.8 Ny Fa letzte Z. Pi e 26 
Tau 1 23 Phi d Z7 

3 Epsilon—lota ei Z5 Epsilon—Kappa K Zn 
Epsilon—-Omikron D 2.2 Epsilon— Rho 8 2.6 
uev A 8.2 em. Rho—-Alpha Po 2.8 
Rho—Onmikron ep 2.2 Rho— Omega Ca 2.12 
Tau—Alpha G Z. 11 Tau—Omega Jæ 2.1 





75 


4 Akzente und Spiritus zumeist abgesetzt, aber auch Verbindung von Vokalen und 
Kürzungsstrichen mit Akzenten. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Spiritus asper 
gedreht und nach oben offen. Suprapositionen. Zuweilen Punkte oder kleine Striche 
über Iota und Ypsilon. 


199 
’Iyvarıog 
Par. 1088, f. 196" (Taf. 110) a. 1441 


1  Richtungslose, unansehnliche Gebrauchsschrift einer geübten Hand ohne jeden äs- 
thetischen Anspruch. Großer Zeilenabstand. Angemessene Oberlängen, reduzierte 


Unterlängen. 

2 Epsilon & Z.1 Epsilon & 9. Z. v. u. Zeta E 2.4 
Theta 9 letzte Z. Phi © 26 Omega & letzte Z. 

3  Epsilon—Lambda H 2.6 uv au 2.8 Xi-Iota &' 24 
zoo qer 2.7 Rho—Omikron pa 5Zvu 


Sigma—Omikron @ Z.1 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Spiritus asper oft um 90° (mit der Öffnung nach 
oben) gedreht. Selten Verbindung von Buchstaben und Kürzungsstrichen mit Akzen- 
ten. Trema über Iota und Ypsilon. 


200 
“Tepepiag 
Par. 1629, f. 2" (Taf. 108) a. 1580/81 
1  Richtungslose, schwungvolle, barocke Gebrauchsschrift mit nach links ausschwin- 


genden Unterlängen (Iota, sel, Rho u. a.) sowie Oberlängen des hochgezogenen Tau. 
Unsichere Grundzeile. Tendenz zu ausfahrenden Längen am Rand des Schriftspiegels. 


2 Beta E 2.1 Gamma Y 2.1 Epsilon & Z.1 
Zeta T 2.5 Xi K Zu PR e Si 
Tau 9 Z. 1 Psi d vorletzte Z. 

3 Alpha—Lambda N Su Delta Iota N Z. 1l 
Epsilon—Iota J Z. 4 Epsilon—Lambda ) 2.7 
Epsilon—Tau Z 2.2 u» eo 2.8 


Tau—lota 5 letzte Z. 


76 


Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt, jedoch auch Verbindung von Spiritus 


4 
und Vokalen mit Akzenten. Oft einzelner Punkt über Iota. 
201 
Tepwvun.og Tpayovdıorng 
Par. 1770, f. 38" (Taf. 111) a. 1545 
1  Richtungslose Gebrauchsschrift mit auffallenden Oberlängen (hochgezogenes Gamma 
und Tau, auch Zeta) und Betonung der Diagonalen (Delta, Lambda, Chi). Eindruck 
der Sterilität. Niedriges Niveau. Gamma und Tau, die einander spiegelbildlich äh- 
neln, bestimmen das Schriftbild. Die Plumpheit der Buchstabenformen wird auch 
durch einen dünneren Kalamos (untere Bildhälfte) nicht gemildert. 
2 Beta 6 Z1 Gamm [ 21 Delta m za 
Zeta d Zi Eta ut Z1 Lambda ÀA Z1 
Ny p 21 Xi & 2.7 Tau 7 Z. 1 (Kennbuchstabe) 
Phi Ọ Z4 
3 y% N Z. 14 xau won Zil otep Kg 2.5 
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kuppenförmige Zirkumflexe. Doppelakzente. Wie- 
derholt Trema über Iota und Ypsilon. 
202 
Taapiwv 
Par. 2552, f. 48“ (Taf. 112) a. 1496 


1 


Richtungslose, kleinformatige, eher gedrängte Gebrauchsschrift mit Betonung der 
Vertikalen (neben hochgezogenem Gamma und Tau Zeta, Iota, Xi, Phi). Worttren- 
nung. Niedriges Stilisierungsniveau aus dem Bereich der Druckminuskel. 

Gamma f Z.1 Zeta l 2.7 Theta d 2.2 


Xi l DZ eu Schlußsigma C 3) Tau 7 Z. 1 


Phi + 2.6 





3 


4 


Par. 540, f. I” (Taf. 111) 


 Rho—Alpha e% "73 


1 
1 


Alpha—Tau ` di 11. Z. v. u. Gamma—Chi IK 
Epsilon—Rho È 21 
Epsilon—Ypsilon ` Zu 2.6 


Doppe-Pi AS 2.6 


Epsilon—Iota 7 2.3 
Epsilon—Ypsilon Ó 2.4 
Lambda—Omikron ` Ae 2.8 
Rho—Omikron #9 2.1 
Sigma—Theta 9 2.2 


Akzente und Spiritus abgesetzt. Trema über Iota und Ypsilon. 


204 
"Toadx 
13. Jh. 2. H. 
Richtungslose, weitzeilige Gebrauchsschrift mit starken Gegensätzen von großen und 
kleinen Buchstaben, übergroßen Oberlängen von Tau, Gamma, Xi und der mit 


Buchstaben verbundenen Akute sowie aufgeblähten Formen des Beta, Omikron, 
Ypsilon und Omega: Fettaugenmode. Unsichere Grundzeile. 


Beta [d 


Theta -+ b, letzte Z. Kappa K a, Z. 4 Ny H b,.2.2 


b, letzte Z. Beta l a, Z.I Era wv 21 


Xi Ê aZ Rio g nii Tau 
Ypsilon Ö 3,22 
yav roy a, Z. 1 


Epsilon—Gamma Ze b, 2.5 


Delta —-Iota o} a, vorletzte Z. 
Epsilon—Iota ei a,2.3 
Epsilon—Iota g a, 2.8 ènt Fa b, 2.6 


Ê 523 


Kappa—Omikron x9 b, vorletzte Z. 


Epsilon—Ypsilon Epsilon—Phi c$ 3,2.4 


t 


xal Rei b,2:8 


uev E b, vorletzte Z. 


Akzente und Spiritus nur zum Teil abgesetzt: oft Verbindung von Akzenten mit 
Buchstaben und Spiritus. Suprapositionen. Regelmäßig Trema über Iota und Ypsi- 
lon. 


~ 
D 


206 
Iwaxeip. 
Par. 2655, f. 60° (Taf. 113) 13. Jh. E. 
1  Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere, archaisierende kalligraphische Minuskel 


in der Nachfolge der Perlschrift. Gutes Stilisierungsniveau. Runde Ligatur Epsilon— 
Xi (auf anderen Blättern). Überschriften in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel. 


2 Beta R b,2.6 Delta 23- 21 Zeta Q b, letzte Z. 
Xi Ž_ bZ7 Tu T b Za Chi x b212 

3 ayı U ,8.Zvu Gamma—Omikron ye b, Z. 10 
be Dewo BiLAvu Delta—Ypsion Ne b,Z.2 
Epsilon—Sigma d a, Z. 13 Ypsilon—Sigma vr a,Z.1 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. 


207 
Twaxciy 
Par. Coisl. 268, f. 220” (Taf. 114) 14. Jh. A. 
1 Richtungslose, platzsparende, kleinformatige Gebrauchsschrift einer geübten, jedoch 


unansehnlichen Hand. Beta (Fettaugenelement) und hochgezogenes Gamma treten 
hervor; ansonsten eintöniges Schriftbild. Unterlängen reduziert. Worttrennung. 


2 Beta 6 Zi Beta R ON Gamma F Z 1 
Delta & Z.1 Epsilon € Z.1 Eta «w Z.1 Theta ə Z.2 
Kappa k letzte Z. Tu 7 2.1 
3  Alpha—-Rho Ki 2.2 Epsilon—Kappa K letzte Z. 
Epsilon—Xi % 2.12 Epsilon—Rho sp 2.3 
Epsilon—Tau ` 2 2.5 xu A 25 Tau—Rho $ Zu 


Tau—Omega 7% 3.Z.v.u. 


4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt; trotzdem wiederholt Verbindung von 
Buchstaben und Spiritus, auch von Kürzungsstrichen mit Akzenten. Spiritus asper 
nach oben offen. Gelegentlich größere wv-Kürzungsbogen. Trema über Iota, seltener 
über Ypsilon. 





19 


208 
Iwaxein (Kasovñwv) 
Par. 2547, f. 121" (Taf. 115) a. 1495 
1 Völlig richtungslose, dynamische, aber grobe Gebrauchsschrift mit ausgeprägten 


Ober- und Unterlängen sowie weitem Zeilenabstand. Ohne jeden ästhetischen An- 
spruch. Verlust der Grundzeile. 


2 Beta É 211 Gamma IN 2.4 Delta / letzte Z. 
Zeta £ 2.10 Eta n 2.2 Eta (e Z.2 Theta Ô z1 
Kappa Į letzte Z. Ny y letzte Z. Pi «ar 2.1 
Rho f 2:2 Schlußsigma o 22 

3 Alpha-Theta d9 Z.9 Alpha—Rho 49 2.1 
Gamma—Rho e 2.5. Epsilon— Iota d vorl. Z. 


5 I 
xal & 2:1 uev De? 9. Z. v. u. TAL 2 2.8 


4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt. Größere wv-Kürzungsstriche, vom Akut 
durchquert. Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscriptum (auf anderen Blättern) 


209 
Twaxeiu 
Par. 1259, f. 169" (Taf. 116) a. 1515/16 
1 Senkrechte, kleinformatige, durch Worttrennung übersichtliche Gebrauchsschrift 


mit großem Zeilenabstand und ausgeprägten Oberlängen (vor allem hochgezogenes 
Gamma und Tau). 


2 Alpha Kä b; 2,6 Beta 6 a,15.2.v.u. Epsilon & a,2.1 
Theta 9 az" 

3  Alpha—Rho > á, 15. Z. v. u. Epsilon— Beta L a, Z. 9 
Epsilon—Iota A an emt Gs b8Zv.u. 
Epsilon—Rho } b, Z. 14 Epsilon— Ypsilon 4 b, Z. 4 
Epsilon—Omega & a 33 xal $ a, 2.3 
DI % a, Z. 13 Tau—Rho S b, 15. Z. v. u. 
Ypsilon—Xi & a, Z. 13 Phi—Theta $8 b.Z.5 


Phi—Rho £ 6, L2 S eo 


80 


Par. 1001, f. 12° (Taf. 115) 


1 


Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Die großen 
wv-Kürzungsbogen in der Regel von dem zur vorhergehenden Silbe gehörigen Akut 
durehstrichen. Vereinzelt Trema über Iota. 


210 


IwavunsAyyedkog BıAondrng 
15. Jh. 1. H. 


Senkrechte bis richtungslose Gebrauchsschrift mit Vorliebe für runde Formen und 
unregelmäßiger Betonung von Schattenstrichen. Großer Zeilenabstand bei mäßiger 
Ausprägung der Ober- und Unterlängen. Kräftige Akzentsetzung; Akute und Graves 
weichen oft nur wenig von der Vertikalen ab. 


2 Epsilon 4 2.3 Zeta Q 2.7 Eta x Z1 
Theta 6 2.2 Xi & 25 Pi e Z1 
Schlußsigma 5 Z.5 
3 ayo ap 2.4 Alpha—My qy 2.9 
Epsilon—lota & vorletzte Z. Epsilon—Kappa Q Z. 12 
Epsilon—Xi 4 2.7 sodar d Sep 
Epsilon—Ypsilon & 2.5 sue P Zi 
pev SÉ Z.1 napa ohp letzte Z. 
Rho—lota au 2.7 
4 Akzente und Spiritus abgesetzt; selten Verbindung von Akzent und Buchstabe. 
Spiritus asper oft um 90° gedreht und nach oben offen. Doppelakzente (auf anderen 
Folien). 
211 
Iwavvns ’AAnung 
Par. Coisl. 215, f. 8° (Taf. 117) a. 1360 


Richtungslose, lockere, archaisierende Minuskel niedrigen Niveaus in später Nach- 
folge der Perlschrift. Großer Zeilenabstand. Ausgeprägte Ober- und Unterlängen von 
Gamma, Iota, Tau, Phi, Psi, auch Zeta und Eta. Neigung zur Überschreitung des 
Schriftspiegels und zu Involvierungen. Unsichere Grundzeile. 





3 


81 


Beta uù 2.3 Beta E vorletzte Z. Beta B letzte Z. 
Gamma Tr Z.1 Gamma [ 10.Z. v.u. Delta A Zi 
Zeta L 25 Eta A 2.5 Theta 9 Z.8 

Iota | letzte Z. Kappa « Z.I Rho A| 


Tau ké 2.5 Pai y% 25 Omega w 23 


jäs N AN 


vorletzte Z. ven a Z. 11 


Epsilon—Iota CH 3$: eu 


Rho—Omikron ` o 


cr 


to X vorletzte Z. 3. Z. eg 


Ypsilon—Pi We (Cu 


Akzente und (runde) Spiritus abgesetzt; daneben Verbindung von Buchstaben mit 
Akzenten. Spiritus asper nach oben offen. ov-Kürzungsbogen von Akuten durchstri- 
chen. Kürzungsstriche teils tildenförmig. Suprapositionen. Involvierungen. Trema 
über Iota, seltener über Ypsilon. 


213 
Iwavvng Aapaoxnvós 


Par. Suppl. 305, f. 2" (Taf. 118) a. 1557 


1 


Richtungslose, eher lockere, weitzeilige Gebrauchsschrift mit entwickelten Oberlän- 
gen (hochgezogenes Gamma und Tau) und reduzierten Unterlängen. Majuskel- 
Lambda und Oberlängen des Minuskel-Delta betonen gelegentlich die NW-SO-Diago- 
nale. Weitgehende Wort- und Buchstabentrennung. Kein Stilisierungsversuch. Über- 
schriften und Initialen in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel. 


Alpha d 2.6 Beta A Z. 1 Gamma F Z. 4 


Zeta 9 2.3 Lambda AL 21 
Tau gi Z.1 


Omega Q~ nicht auf der Tafel 


de It Z it DÉI As nicht auf der Tafel 


Epsilon— Xi LA 2.9 Epsilon—Ypsilon É 2.8 


Eta— Sigma af Z.1 xal SI 7.2 
xal & 7.2. v.u. pev Iu 2.3 Tau K Z. 10 


Akzente und Spiritus mit wenigen Ausnahmen abgesetzt. Kleine kuppenförmige 
Zirkumflexe. Wiederholt Trema über Iota. 


Rho e 2.1 


Schluß-Sigma ç Z.1 


Par. 2685, f. 232" (Taf. 119) 


H 


Par. 445, f. 117" (Taf. 120) 


214 


Iwavvng Aoxeıavög 
15. Jh. M. 


Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere, weitzeilige, saubere Minuskel mit Ten- 
denz zu runden Formen. Reduzierte Unterlängen, maßvolle Oberlängen (Gamma, 
Tau, hochgezogene Akute). 

Delta SO 2.1 


Gamma a 2.4 


Alpha A, 2.1 
Epsilon VA Z.1 Epsilon F letzte Z. Zeta 8.Z.v.u. 
Eta lù Z.3 Theta $ 2.1 Xi $ 2.9 Pi ër: vorl. Z. 


Ypsilon Ù 2.3 
Gamma—Epsilon e 2.1 


Schlußsigma G 2.2 


aA M Zi 


Epsilon—Lambda e letzte Z. Epsilon— Ypsilon d: Kë 


d uev sdp 4. Z. v.u. 


xal ei vorletzte Z. 
zo MI 4Zv.u Sigma P Gi 22 


Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt, aber auch Verbindungen von Spiritus 
und Buchstaben mit Akzenten, bes. Ypsilon und Akut (hochgezogen). Tildenförmige 
Zirkumflexe. Suprapositionen. Trema über Ypsilon, einfacher Punkt über Iota. 


215 


Iwavvng Aovxaç 
14. Jh. 3. V. 


Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel nach dem Verfall des Kanons. Analog 
zum Metochites-Stil deutlicher Versuch, sich vom reinen Archaisieren, aber auch von 
den niveaulosen Schriften des 13. Jahrhunderts abzusetzen. Ausgeprägte Oberlängen 
(hochgezogenes Gamma und Tau, Psi) und Unterlängen (Lambda, Phi, Chi). Beide 
Diagonalen zum Ausgleich gegenüber der Senkrechten betont (durch Minuskel- 
Gamma, Delta, Zeta, Lambda, Xi und Chi). Weitgehende Wort- und Buchstaben- 
trennung. Auffällig das kleine schmale Majuskel-Epsilon mit dazupassendem Iota, 
Kappa, Ny, auch Sigma. Auf Alpha folgende Konsonanten sitzen in Juxtaposition 
auf einer von Alpha ausgehenden Horizontalen. Bemerkenswert «ör (13. Z. v. u.) in 
einer Form, die sich im „Stil Epsilon“ (Caxwarr) findet (Scrittura e civiltà 5 [1981] 76, 
Fig. 7=Vat. Reg. gr. 58). 





83 
2 Epsilon e Z.1 Zeta & ZU Eta « SI 
Theta © 217 Theta ` H vorletzte Z. Kappa ke Z.1 
Lambda A 21 ig zu Rho e 23 
Schlußsigma r 2.1 Ta T zı Psi p 9 Z v.u, 
3 áy Zo 8. e 8 Alpha—Kappa ax Z5 
Alpha—Pi asr letzte Z. ar awer 13.2 vu. 
Alpha—Phi ap 2.1 Epsilon— Beta ® 3.2.v.u. 
Epsilon—lta & 22 Epsilon—Ypsilon «y 33 
Omikron—Ypsilon % 4. Z. v.u. po TIER 3.2.v.u. 
Ypsilon—Pi our 2.14 
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Vereinzelt Verbindung von Kürzungsstrich und 
Akzent. Fast durchwegs kleine Zirkumflexe. Spiritus asper oft um 90° gedreht und 
nach oben offen. Suprapositionen. Trema über Iota und Ypsilon. 
216 
Iwdvvng Apaxóroviog 
Par. 371, f. 177" (Taf. 120) a. 1562 
1 Senkrechte, dichte Gebrauchsschrift mit gut entwickeltem „Mittelbau“ sowie ent- 
sprechenden Ober- und Unterlängen. Kein ästhetischer Anspruch. 
2 Beta Bb Z.4 Gamma T 2.8 Epsilon « Z.1 
Zeta L Z8 Eta n Z5 Theta $ Z1 xi Ê za 
Pi w 22 Tau T 21 Phi $ zi Phi P 2.3 
3  Epsilon—Iota q 2.3 eme En Zli uev N letzte Z. 
us Ww vorletzte Z. Pi—Rho op Zi 


Ypsilon—Rho ` 09 vorletzte Z. Ypsilon— Sigma @ Z.1 


Ypsilon— Tau yf 2.8 oto ab letzte Z. 


Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; daneben Verbindung von Buchstaben 
und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Spiritus asper oft nach oben offen, analog 
Spiritus lenis nach unten offen. Gelegentlich Trema über Iota. 


34 


217 
’Iwdvvng Eöyevixög 
Par. 2075, f. 281" (Taf. 121) a. 1439 


1 Leicht rechtsgeneigte, lockere, weitzeilige Minuskel einer geübten Hand mit weitge- 
hender Wort- und Buchstabentrennung. Maßvoll hervorgehobene Großbuchstaben ` 
Epsilon, Xi, Sigma, Phi, Tau ` beleben das Schriftbild und erzielen eine durchschnitt- 
liche Stilisierung. Betonte Oberlängen von Sigma, Tau und Psi sowie die überlangen 
mit Buchstaben verbundenen Akzente stehen den reduzierten Unterlängen gegen- 
über. Runde und gerade Formen erstreben einen Ausgleich. 


2 Beta A Zi Gamma ù- letzte Z. Delta “V Zi 
Epsilon & Z.3 Eta a Z.2 Theta ` H letzte Z. 
utzı M r Z2 Ta Î Z2 Ta f 23 
Phi P 2.4 

3  Delta—Rho Se letzte Z. Epsilon—Iota d letzte Z. 
emm A 2.4 Epsilon— Omega CH vorletzte Z. 


Theta—Rho 3p 3.3 Kappa Tau T as oe Ss 


4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt, teils aber auch verbunden. Tildenför- 
mige wy-Kürzungen. Einfache Punkte über Iota und Ypsilon. 


218 
Iwavvng Zaywpıvög 
Par. 326, f. 11° (Taf. 121) 15. Jh. 2. H, 
1  _Senkrechte, lockere, archaisierende kalligraphische Minuskel mit niedrigem Stilisie- 
rungsniveau. Großformatige Schrift im Hinblick auf den liturgischen Gebrauch. 


Vergrößertes Zeta, Phi und Psi beherrschen das Schriftbild. Überschriften und Initi- 
alen in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel. 


2 Epsilon € 2.2 Zeta 2 5. Z. v. u. Theta CH 2.2 
Kappa A. Z.7 Lambda Fr 2.6 Rho P 2.6 
Sigma C 2.5 Ypsilon y 9.Z vu. 

3 Alpha—Xi 2.5 Alpha—Rho 5 2.11 
xal % 4. Z. v.u. Rho—Alpha pr 2.3 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Runde Spiritus. Trema über lota und Ypsilon. 





219 


Johannes Capnio 


Par. Mazarine 4451, f. 11" (Taf. 122) 15. Jh. E. 


1 


Gebrauchsschrift des schulmäßig übenden Gelehrten aus dem Westen. 


2 Alpha 4 2.2 Beta ß 2.4 Gamma Pd 2.1 
Delta A 2.1 Epsilon E- Zi Zeta 4 vorletzte Z. 
Eta N Zi Theta pa Z. 1 Xi f 3. Z. vu. 
Pi of 28 Tau F 2.5 

3  Epsilon— Sigma B 2.3 uev ët: 2.6 
Omikron— Ypsilon yY letzte Z. Sigma—Theta aQ Z. 1 
Ypsilon—Ny W 2.3 

4 Akzente und Spiritus abgesetzt. 

220 
Iwávvns Karedog 

Berol. Phill. 1420. f. 295° (Taf. 123) a. 1542 

1 Leicht rechtsgeneigte Minuskel einer geübten Hand in a) einem größeren und locke- 
ren, b) einem kleineren und zierlicheren Duktus. Beide Male hat der Kopist eine 
überdurchschnittliche Stilisierung erreicht. Sowohl der Ausgleich von Mittelbau und 
Vierzeilenbuchstaben als auch die Ausgewogenheit der Diagonalen ergeben ein ange- 
nehmes Gesamtbild, das der Grec du roi nahesteht. 

2 Beta b 2.3 Gamma P Z.1 Eta W Sa 
Lambda A vorletzte Z. Ny ay vorletzte Z. Xi £ 2.5 
Phi ch 2.2 Psi Yy 2.6 

3  Delta-Omikron db Z. 10 Epsilon—-Iota & Z.1 
Epsilon—Lambda 1 Zi Epsilon—Xi = 5.2. eo 
Epsilon—Omikron Q 2.8 Phi—Rho E 2.5 

4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Akzenten 


mit Buchstaben. Kleine, kuppenförmige oder tildenförmige Zirkumflexe. Involvie- 
rungen. Manchmal Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscriptum. 


86 


Par. Suppl. 1326, f. 86” (Taf. 124) 


221 
Johannes Costerius 
16. Jh. M. 


1 Richtungslose, steife, schulmäßige Hand eines Nicht-Griechen. Wort- und Buch- 
stabentrennung. Kräftige Bogen, besonders des Majuskel-Sigma, des Ypsilon und Chi 
beherrschen das Schriftbild. 

2 Delta H Zi Zeta f Zu Eta wn vorletzte Z. 

Theta # 2.2 Ny v Zi Xi f 6Zvu 
Sigma C 5. Z. v. u. Tau 7 4.Z.v.u. Tau 7 vorletzte Z. 
Psi d 3.2 v.u 

3 ða Da ZU Epsilon—Iota g Z.1 
Epsilon—Ypsilon gù letzte Z. xal D 6. Z. v. u. 

Tau—Omikron p 3. Z. v.u. 

4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt. v und ov (!) in Form zweier gleich 
großer verbundener Bogen geschrieben (z.B. Z. 2. 4. 5 u.ö.). 

223 
Iwavvng Aupdopdyog 

Par. 574, ED (Taf. 125) a. 1314 

1  Richtungslose, unruhige Gebrauchsschrift mit einer Art horror vacui: „chypriote 
bouclée“ (CANaRT, Pal. Gr. Byz. 314, Nr. 14). 

2 Alpha a 2.3 Beta Ro) Z. 14 Beta b 12: Z Vah 
Gamma C 2.9 Delta — Z. 18 Kappa K Z. 1 
Pi AA. Zu Tau A 9. Z. v. u. Tau 7 12:2. v u 

3 aya 39 Z. 12 adeg ei 2.8 Alpha—Ny 9w Z.16 
SÉ m SL Wü I 2.18  EpsilonNy er 4.Zvu. 
ma Zu 2.12 Epsilon—Rho OO Z. 14 vn x ERT 

4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt. Sehr kleine Zirkumflexe. Suprapositio- 


nen. Doppelakzente (uèv, òè, yàp). Involvierungen. Trema über Iota. 





Par. 400, f. 8” (Taf. 124) 


1 Senkrechte, lockere, schwungvolle Minuskel einer geübten Hand mit durchschnittli- 
chem Stilisierungsniveau. Betonung der NW-SO-Diagonale durch Majuskel-Alpha, 
Oberlänge des Delta, Epsilon— Ypsilon-Ligatur und Chi, der Vertikalen vor allem 
durch hochgezogenes Tau, Phi und Psi. 

2 Beta £ Z. 8 Epsilon & Z.1 Xi A 4. Z. v.u. 

Pi 25 Rho e 2.1 Schlußsigma E A Zen 
Tu T 22 Ypsilon Ù Zi Phi A 4. Z. v. u 

3 Alpha—Ch e Zi Delta—Omikron % Z.2 
Epsilon—Lambda 2.2 Epsilon— Tau = 2.1 
Epsilon—Ypsilon da 22 ev ren letzte Z. 
un vu 4. Z. v. u. Rho—Omikron £3 DZ en 
Omega—Sigma (am Wortende) EA 7.2. v.u. 

4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Suprapositionen. Trema über Iota und Ypsilon. 

227 
Johannes Maludanus 

Par. 3033, f. 18° (Taf. 126) 16. Jh. M. 

1  Richtungslose, schwungvolle, lockere Gebrauchsschrift. Vermeidung von Geraden. 
Worttrennung. 

2 Beta ß Z. 1 Gamma Le 2.4 Epsilon « Z.2 
Zeta E 2.6 Eta & vorletzte Z. Tau J Za 
Chi Ze vorletzte Z. 

3 yev Hi 2.6 Epsilon—lota d 2.3 
Epsion—Xi $ zı ve h letzte Z. 

Tep ne Z i oda di Z6 
TaL SI DZ vn Ki ls 7.2.v.u. 
ere Name, 2.5 
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Involvierungen. Trema über Iota. 


225 
"Iodavvng Maidung 
14. Jh. 2. V. 


88 


Par. Suppl. 1276, f. 43‘ (Taf. 127) 


1 


Birmingham, Braithwaite 2, f. 33" (Taf. 126) 


1 


228 
Iwavvng Mavoög 
12. Jh. 2. H. 


Leicht rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel mit durchschnittlichem Stili- 
sierungsniveau: Perlschrift zur Zeit des Kanonverfalls. Zug zur Horizontalen (Juxta- 
positionen mit Pi: a, Z. 2). Überschriften in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel. 


Alpha GS a, Z. 16 Zeta Q a, 9. Z. v.u. Eta Ir a,2.17 
Theta 9 a,Z.5 Lambda £ a,Z.3 

Epsilon—Xi SE a, Z. 16 Epsilon Omikron % a 2.1 

ènt ee a,6.2.v.u. Epsilon— Tau Ka b, 2.7 

Epsilon— Ypsilon Ee a, 2:17 xal X% a, Z. 6 

Aoy kr a, 8. Z. v. u. uey HP a,Z.13 

Sigma—Alpha ag a,Z.17 Tau—-Omega F a, Z. 4 


Runde Spiritus. Zum Teil winzige Zirkumflexe. Suprapositionen und Involvierungen. 
Wiederholt Trema über Iota und Ypsilon. 


233 
Iwavvng Ilıyanre 
14. Jh. Anfang 


Richtungslose, lockere, engzeilige Minuskel mit Reduzierung der Ober- und Unterlän- 
gen sowie weitgehender Buchstabentrennung. Niedriges Stilisierungsniveau. Die 
große Zahl der Majuskeln (Gamma, Epsilon, Eta, Theta, Kappa, Lambda, Pi) weist 
auf den Kanonverfall der Minuskel hin. 


Beta w Z.3 Gamma r Z.4 Epsilon & 23 
Zeta è 10.Z. v.u. Eta » Z.2 Theta a Z.4 
Lambda A Z.2 Rho o Z.2 Phi Ed 9. Z. v. u. 


Omega es 2.12 
Doppel-Gamma rf letzte Z. 
Epsilon—Xi br z. il 
Pi—Rho we 2:8 Tau—-Iota al 22 
Ypsilon—Sigma w 2.5 


Epsilon—Iota d Z.4 


Epsilon—Ypsilon d SI 


Akzente und Spiritus unterscheiden sich - abgesehen von den kleinen kuppenförmi- 
gen Zirkumflexen — wenig voneinander. Die Spiritus scheinen in der runden Form 
gemeint zu sein. 





89 


236 


’Iwavvng “Päaceog 


Par. Suppl. 26, f. 148° (Taf. 128) a. 1575 


1 


ww 


4 


Par. 1372, f. 9" (Taf. 129) 


1 


2 


3 


Senkrechte, weitzeilige und lockere, in ihrer militärischen Ausrichtung an Druck- 
schrift erinnernde Minuskel. Bei klein und gleichmäßig gehaltenem Mittelbau wird 
das Schriftbild durch die senkrecht hochgezogenen Buchstaben Gamma und Tau 
(daneben senkrechtes Zeta und Xi, sogar Theta!) bestimmt. Auch Doppel-Lambda 
ist in sturem Gleichmaß ausgeführt. Neigung zu ausfahrenden Längen im unteren 


Freirand. 

Beta PB 6.Z.v.u. Gamma E 2.1 Zeta L 2.8 
Theta 9 Z. 14 Xi E 2.7 Rho p 2:2 

Tau T zi Phi æ 2.2 


Epsilon—Ypsilon Å- nicht auf der Tafel 
Pi—Rho X% 2.6 


Epsilon—Iota A 2.3 
Doppel-Lambda KA letzte Z. 


oda et T Ren 


Sorgfältige Akzente und Spiritus, in der Regel abgesetzt; selten Verbindung von 
Kürzungsstrichen und Akzenten. Zirkumflexe winzig und kuppen- oder tildenförmig, 
wiederholt um einen Buchstaben nach rechts, selten nach links, versetzt. Trema über 
Iota und Ypsilon, über Iota auch einfacher Punkt. Iota subscriptum. 


239 
Iwdvvng ZyoupörouAog 
14. Jh. 2. H. 


Senkrechte bis richtungslose, lockere Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Oberlängen 
(hochgezogenes Gamma und Tau, ferner Beta, Theta, Iota, Xi und mit Vokalen 
verbundene Akute) und reduzierten Unterlängen. Worttrennung. NW-SO-Diagonale 
durch Majuskel-Alpha, Majuskel-Lambda und die Sei. Form betont. Spurenelemente 
von Fettaugen (Omikron, Sigma, Ypsilon, Omega). 


Alpha 8 2.86 Beta R Z. 13 Gamma F 2.5 
Delta A 2.2 Zeta 7 z9 Eta x Zi 
Theta Q zı Theta $ voieizeZ. xi & zu 
PP vw Zi Rho p 3.2. v.u. Tu T zi 
Ki 
Alplıs Rho ER ai wi Z8 


5 
Epsilon—Xi R AT Epsilon-—-Rho X 2.8 
Z.8 


uev AA uev AU 2.9 uev Al 2.1 


90 


Par. 2510, f. 138° (Taf. 130) 


1 


Akzente und Spiritus zumeist abgesetzt, aber auch oft Verbindung von Vokalen und 
Kürzungsstrichen mit Akzenten. Akute in Verbindung mit Vokalen kräftig und weit 
hochgezogen. Auch selbständige Akute vielfach fast senkrecht. Kleine, kuppenför- 
mige oder tildenförmige Zirkumflexe. Spiritus asper um 90° gedreht und nach oben 
offen. Akzente auch mit dem auf den Vokal folgenden Konsonanten verbunden. 
Suprapositionen. Trema über Iota und Ypsilon. 


243 
Twávvyns Zrapıödung 
a. 1383/84 


Richtungslose, lockere, flüchtige Gebrauchsschrift niedrigen Niveaus. Neigung zum 
Überschreiten des Schriftspiegels mit ausfahrenden Längen. 


2 Epsilon € Z383 Eta H Z.2 Theta 9 vorletzte Z. 
Kappa K. letzte Z. Xi % 2:7 Pi vr 3.2 eo 
Rho P Z.1 Tau Fg vorletzte Z. Omega w letzte Z. 
3 Epsilon—Iota 7 Z.12 Epsion—Rho gp Z. 12 
Epsilon— Tau = 2.15 vv» Aë Z1 Tau—Rho A 2.8 
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Winzige Zirkumflexe, manchmal nach rechts ver- 
setzt. Große wv-Kürzungsbogen. Suprapositionen. Wiederholt Trema über Iota. 
245 
Iwdavvng Taurpeiag 
Par. 1261, f. 204° (Taf. 131) a. 1537 
1  Senkrechte bis richtungslose Gebrauchsschrift wechselnder Dichte mit großem Zei- 
lenabstand sowie ausgeprägten Ober- und Unterlängen. Fettaugenelemente. Wort- und 
weitgehende Buchstabentrennung. Neigung zur Überschreitung des Schriftspiegels. 
2 Beta b 2.4 Beta 8 Zli Zeta 2 2.7 


Xi $ vorletzte Z. Sigma ( 2.7 Tu T 22 


Phi p Z. l 


Tau T 10.Z. v.u. Ypsilon W Z.1 





3 


91 


ayo 13 418 


Epsilon—Iota q Z.3 


Gamma—Omikron pP VS en 
Epsilon— Lambda 3 SS 


Epsilon—Ny Ge Z.1 Epsilon—Xi 2.5 
Epsilon—Tau C 2.8 Epsilon— Tau Cr 2.9 
Kappa—Omikron ww Z1 Kappa- Tau ul 2.2 


uev po Z.7 


Tau—Omikron KÉ IL SZ eu 


Tau—Omega A 2.1 


Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt, aber auch Verbindung von Buchstaben 
und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Doppelakzente. Suprapositionen und Involvie- 
rungen. Wiederholt einfacher Punkt über Iota. 


aĝ 2.3 Tau—lota 7 SCH 
Tau-—Rho 5 Z.8 


Sigma—Theta 


Omega Tu SL 23? 


246 
Iwavvng Tpıporeog Zwög 


Par. Suppl. 192, f. 2* (Taf. 132) a. 1439 


Gebrauchsschrift eines schulmäßig schreibenden Kopisten. Niedriger „Mittelbau“ 


2 Beta ®© Z.1 Gamma Y 4Z.v.u. Delta ~ 2.2 

Eta 4 letzte Z. Theta H 2.3 ig Zi 

Pi ee: Z.1 Rho p letzte Z. Tau 7” vorletzte Z. 

Pit 23 
3  Epsilon—Gamma V 2.7 Epsilon—Ypsilon K 22 

xi è 2? Sigma—Pi ep 21 
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. 

249 
Iwavung KadxeöruAog 

Neapol. IT A 26, f. I" (Taf. 133) a. 1469 


1 


Richtungslose, weitzeilige Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Ober- und reduzierten 
Unterlängen, Vorliebe für halbkreisförmige Gebilde (Kürzung -«ı und Majuskel- 
Epsilon) und verschiedene Schnörkel. Unansehnlicher „Mittelbau“ mit häufig „zer- 
quetschten“ Buchstaben. Hochgezogenes Gamma, Iota und Tau. 


92 
2 Gamma i 2.6 Zeta Q 26 Eta n 22 


Xi A 2.2 Tau T 2.2 Chi Æ 24 


3 da An 2.1 Epsilon—Lamba fu 2.3 
Epsilon—Rho 2.9 -erat Zi 2.6 
Theta—Omikron 9 Z.1 uev (am Wortende) rk, 2.13 
Sigma—Tau er 2.4 Omega— Sigma G Z.7 


4 Akzente und Spiritus zum Teil abgesetzt, zum Teil Verbindung von Akzenten mit 
Buchstaben. Fast senkrecht stehende Akute und Graves; ebensolcehe Kürzung für Au. 
Größere tildenförmige Zirkumflexe. Gelegentlich Trema über Iota. 


253 
Iwdvvng Xpvooneparog ‘OAóBwAog 
Par. Coisl. 201, f. 508' (Taf. 134) 14. Jh. Ende 
1 Leicht rechtsgeneigte, gedrängte, kleinformatige Gebrauchsschrift mit Betonung der 


Vertikale (hochgezogenes Gamma und Tau, ferner Iota, Kappa, Sigma, Psi) und 
proportionierten Ober- und Unterlängen. Erinnert an Gitterschrift. 


2 Beta A Zi Gamma [ 2.2 Epsilon e Z.2 
Zeta ? Z. 1 Kappa K. Z.4 Xi G vorletzte Z. 
Schlußsigma G 2.3 gg T Bi Phi daten 
2 yàp „2 4. Z. v.u. Epsilon—lota q Z.2 
Epsilon—Iota & 4. Z. v.u. Epsilon—Kappa K Z.4 
Epsilon—Rho ? 2.3 Epsilon—Sigma & 2.6 
Epsilon—Tau A Z.3 Epsilon—Phi ® 22 
Epsilon—Omega Se Sa Eta—Sigma ez" 
véi S Zi se ` ju 22 uvm Aw 2.7 
Rho-—-Omikron ©% Z.7 Rho—Omikron P letzte Z. 


4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt, aber auch Verbindung von Buchstaben 
mit Akzenten (gerne bei Ypsilon). Einfacher Punkt oder Trema über Iota und 
Ypsilon. 





93 


256 
Twávvng 
Par. 668, f. 8" (Taf. 135) a. 954 
I Rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel guten Niveaus: Perlschrift mit ein- 


zelnen größeren Buchstaben am Zeilenbeginn (Alpha, Kappa, Tau). Gelegentlich 
hochgezogenes Tau. Marginalien in konstantinopolitanischer Auszeichnungsmajuskel. 


2 Gamma \/ hi Delta A b, 2.1 Epsilon & b,Z.4 
Zeta 3 a,2.5 Zeta K: a, 2. 12 Eta h b, 2.3 
Theta Ý a, Z. 3 Kappa [x b, 2.2 

3 Alpha—Xi a,2.5 Gamma-—-Omikron Lë a,2.9 
Epsilon—lota d b, 2.2 Epsilon—Pi Ar b, letzte Z. 
Epsilon—Y psilon ER b,2.1 Theta—Ypsilon Qu b, letzte Z. 


\ 
xal 5 nicht auf der Tafel vat 7 a,2.3 


4 Spiritus in halbierter Eta-Form oder eckig. Winzige, kuppenförmige Zirkumflexe. 
Akzente und Spiritus weit abgesetzt. Selten Trema über Iota und Ypsilon. 


257 
Iwdvvng 
Par. Coisl. 246, f. 78° (Taf. 136) 10, Ih: 2, E 


I Stark rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel mit Richtungsausgleich (Dia: 
gonale NW-SÖ) durch Delta, Lambda und Chi. Gutes Stilisierungsniveau. Zahlreiche 
Majuskelformen bestimmen das Schriftbild: Epsilon, Kappa, Lambda, hochgezoge- 
nes Tau (in Z. 4 offenbar von späterer Hand), auch Gamma, Theta und Sigma 


2 Gamma / 2.7 Eta A Zi Kappa % 2.4 
Xi Z 23 Tu 7 Zi Chi x 102Z v.u. 


Omega œ Z.2 


94 
3 yvy gg 27 syx LK 2.8 Epsilon—Iota d 11.2 ae u. 
Epsilon—Xi = letzte Z. Theta—Epsiion Ze Z.1 
H H U 
xal h% Z.13 uèv yàp HEUP 2.7 
-f 
òy yap 2.3 Pi—Epsion 7€ Z.8 
Doppel-Tau z DZvu owe y Z.11 
4 Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. eckig oder rund. Sehr kleine kuppenförmige 
Zirkumflexe. Tildenförmige Kürzungsstriche. Juxtapositionen. Doppelakzente (auf 
anderen Folien). Vereinzelt Iota adscriptum. 
258 
 Iwávyng 
Par. Coisl. 370, f. 245" (Taf. 137) 10. Jh. 


1  Senkrechte kalligraphische Minuskel mit hohem Stilisierungsniveau: Kirchenlehrerstil 
(HUNGER, Pal. Gr. Byz. 204f.) bzw. minuscule bouletée (poor, a O. 191ff.). Uber- 
schriften in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. 


2 Alpha æ Z.2 (Zählung bei der Minuskel beginnend) Delta A 2.2 
Epsilon & 2.1 Zta © 25 Eta bh Z4 
Theta # Z.1 Kappa Ww Z.1 My W Z.1 Ny p Z1 
Pi w Zi Sigma © Z.1 Tau er Si 
3 ara da letzte Z. Epsilon—Iota £ letzte Z. 
Epsilon—Xi Er. 332 eu. Ypsilon—Ny w 2.2 
4 Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. nur eckig. Winzige, kuppenförmige Zirkum- 
flexe. 
259 
Iwdavvng 
Par. Coisl. 265, f. 216" (Taf. 138) a. 1036/37 


1  Senkrechte, weitzeilige kalligraphische Minuskel von mittlerem Stilisierungsniveau: 
Perlschrift. Tendenz, die Buchstaben vom Kreis zur Ellipse zusammenzudrücken. 
Wechsel zwischen Wort- sowie Buchstabentrennung einerseits und Buchstabenver- 
bindung anderseits. Überschriften, Kapitelverzeichnisse u.ä. zumeist in alexandrini- 
scher Auszeichnungsmajuskel, Haupttitel auch in derber epigraphischer Auszeich- 
nungsmajuskel. 





2 Beta U b,Z.2 Delta A b, letzte Z. Zeta RK a, vorl. Z. 
Eta MU b.2 1 Lamibak £ b, Z. 2 Lambda A b, 5. Z. v.u. 


Chi X a,4.Z.v.u Psi A b, 6. Z. v. u. 
3 were YJO b,Z.10 Delta—Epsilon Aë b. 3. Z v.u. 


Suv dw b, 9. Z. v. u. eor e b, Z. 1 


Epsilon— Ypsilon Eé b,3.2.v.u. 


4 Spiritus in halbierter Bta-Form oder eckig. Winzige Zirkumflexe. Akzente weit 
abgesetzt und zumeist zart. Doppelakzente (uv — 32). Ny-Kürzungsstrich am Zei- 
lenende. Iota adscriptum. 


260 
Twávyng 
Par. 289, f. 67" (Taf. 139) a. 1066 


1 Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel aus dem Bereich der Perlschrift mit 
durchschnittlichem Stilisierungsniveau. Großformatige Schrift im Hinblick auf den 
liturgischen Gebrauch. Überschriften in konstantinopolitanischer Auszeichnungsma- 
juskel. 


2 Epsilon & az? Zeta 3 a, 2.1 Eta & a, Z.3 
Theta + a,2.1 Kappa K_ a, Z6 PN AO a29 
Rho Ê a,Z.2 Tau T a, 2.4 

3 ge a, Z. 3 Epsilon—Iota d a,2.6 
xal S 8,12, Z. V. ü: Tau-—-Iota 1 a,2.8 
Ypsilon—Iota “A a, 11. Z. vu. Chi— Epsilon xE 825 


Chi—Omikron XD a Z.4 
4 Spiritus eckig bis rund. Kleine Zirkumflexe. 


261 
"Iwavvng 
Par. 1598, f. 26" (Taf. 140) a. 1071/72 
1 Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel mit durchschnittlichem Stilisierungsni- 
veau: Perlschrift mit Anzeichen des Kanonverfalls. Zahlreiche Majuskeln (Alpha, 


Delta, Eta, Theta, Kappa, Lambda, Ny, Pi), wechselnde Höhe des Mittelbaus. 
ungleichmäßiger Duktus. 


96 


wo 


KI) 


ve 


Da 


1 


2 


3 


4 Spiritus rund oder eckig, manchmal in halbierter Eta-Form. Kleine, kuppenförmige 


Par. 1587, £. 7" (Taf. 142) 


1 


r. 1033, f. 39° (Taf. 141) 


Alpha D a,2.6 Delta AU b, 2. | Zeta 3 a, Z. 15 
Zeta L a, Z. 18 Eta H a,Z.1 Eta In 9,2% 
Theta # b,2.7 Kappa KK b, Z. 11 Ny N a Z1 


Epsilon— Pi Er a, Z. 10 


xat ? a, letzte Z. 


Runde und eckige Spiritus. Kleine Zirkumflexe. Suprapositionen. 


yeyo Lo a, 2.5 


Epsilon— Sigma a a, Z. 15 


262 
’Ioavvng 
11. Jh. Ende 


Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, lockere Minuskel aus der Zeit des Kanonver- 
falls. Mittleres Stilisierungsniveau. Oberlängen des Delta und Majuskel-Lambda 
betonen die NW-SO-Diagonale, Minuskel-Lambda, Minuskel-Gamma und Phi die 
NO-SW-Diagonale. 


Alpha ov Z. 1 Alpha à 2.4 Beta u 2.3 

Zeta 2 Ny w 27 Xi Sg 2.12 
Pi = 2.3 Omega P Z.I 

yeyo fr Z.1 Delta—Epsilon Je: 27.2 

Delta—Rho Ip 2.10 Epsilon—Ypsiion & 2.4 
xat S 2.7 Doppel-Lambda U 2.1 

uev vorletzte Z. My—Phi PP 2.9 

Tau—Omikron "mo 2.7 


10. Z. v. u. 


Pi—Omikron 


Doppel-Tau 7Y 25 
Ypsilon—Ny uw 2.12 


7mo letzte Z. 
Tau--Omega 792 vorletzte Z. 


Ou Bo XP 2.2 


Zirkumflexe, manchmal nach rechts verschoben. 


263 
Iwdavvns 
11. Jh. E. 


Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel guten Niveaus mit geringem Zeilenab- 
stand: Perlschrift. Ausgeprägte Oberlängen (Eta, Kappa, Phi, Psi, vereinzelt hochge- 





97 


zogenes Tau) und reduzierte Unterlängen. Überschriften in alexandrinischer Aus- 
zeichnungsmajuskel. 


2 Beta w 25 Zeta 3 2.2 Eta H 2.2 Lambda A Z.4 
Tau T Z: 21 Ypsilon wv Z.1 Psi L letzte Z. 
3 Alpha-Kappa a/ķ Z. 14 Alpha —Phi ob 2.17 
Epsilon—Xi 3 Z. 19 mi CJA 2.1 
Ypsilon—Rho E 3 Z vu 
4 Spiritus eckig, teils noch in halbierter Eta-Form. Winzige, kuppenförmige Zirkum- 
flexe. Suprapositionen. 
264 
"Iwavvng 
Par. Coisl. 206, f. 45” (Taf. 143) 11. Jh. 
1 Leicht rechtsgeneigte, kleinformatige, lockere kalligraphische Minuskel mit durch- 
schnittlichem Stilisierungsniveau aus dem Bereich der Perlschrift. Großer Zeilenab- 
stand. NW-SO-Diagonale durch Oberlänge des Delta und durch Majuskel-Lambda 
betont. Worttrennung vorgeschritten. Überschriften in alexandrinischer Auszeich- 
nungsmajuskel. 
2 Delta SZ Z2 Zeta Q 2.2 Theta # 2.4 Sr g Z8 
Tau T 8.Zv.u Psi $ 12 Z. v.u. 
3 Gamma—Alpha 7% Z. 1 Delta—Iota Ņ 7. Z. v.u. 
Epsilon—Iota f Z.2 Epsilon—Xi E Z. 4 
Epsilon—Rho Ze 213 Epsilon—Ypsilon & Z.3 
uey pau% ‚10.2. v. u. Tau—Alpha W Z.i 
4 Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. eckig oder rund. Winzige Zirkumflexe. Doppel- 
akzente (auf anderen Folien). Tildenförmige Kürzungsstriche. Vereinzelt Trema über 
Iota und Ypsilon. Iota adscriptum. 
265 
TIwávyng 
Par. 1324, f. 52” (Taf. 144) a. 1104 


d 


Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere, weitzeilige kalligraphische Minuskel mit 
überdurchschnittlichem Stilisierungsniveau: Perlschrift. Ober- und Unterlängen re- 


98 


Par. 1070, f. 13° (Taf. 145) 


1 


duziert. Gelegentlich bescheiden hochgezogenes Tau. Vielfach Worttrennung. Sehr 


geringer Anteil an Majuskeln (Eta, Lambda, Tau). - Überschriften in alexandrini- 
scher, Initialen in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel. 
Zeta Q b,Z.1 Eta H b, Z1 Xi Z a letzte Z. 


Tau 2 D 6: eg 


Rho € b,Z.1 


Alpha—Kappa oJ b, 14. Z. v. u. Alpha—Xi 6,5; Zr E 
Gamma-—-Iota y b, letzte Z. Ach IA b; 11.2. v. u. 

Delta—Iota òl b,2.2 eyy dv 692. v.u. 

Epsilon— Ypsilon & ai? Doppel-Lambda IF b, 2.5 


uev pop a; 3. Z. v. u uev MY a? vu 
PiTau "GC b,Z.4 


Spiritus durchwegs in halbierter Eta-Form(!). Akzente klein und ebenmäßig. Kup- 
penförmige Zirkumflexe. Tildenförmige Kürzungsstriche. 


266 


’Ioavvng 
12. Jh. 2. H. 


Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel: Perlschrift aus 
der Zeit des Kanonverfalls. Weitgehende Wort- und Buchstabentrennung. Betonung 
der Horizontalen durch zerdehntes Majuskel-Epsilon und Majuskel-Delta, Waag- 
rechte des Majuskel-Tau und Unterlänge des Xi. Phi und Psi unterstreichen die 
NO-SW-Diagonale, die Oberlänge des Minuskel-Delta und des Majuskel-Lambda die 
NW-SO-Diagonale. Auseinandertreten großer und kleiner Buchstaben. Überschriften 
in versuchter alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel, Initialen in epigraphischer 
Auszeichnungsmajuskel. Der Gruppe „2400“ nahestehend. 


Delta „Z~ vorletzte Z. Epsilon Er 2.4 Kappa g. letzte Z. 


Xi 2 Z. 14 Xi 3 62ru Tu I za 
Psi Vi SA 
Epsilon—Xi ck 8. Z. v. u. 


Gamma—Omega Au letzte Z. 
Epsilon—Omikron Go Zi Epsilon—Rho Eë 3.2 v.u 
Epsilon—Phi es 5. Z. v. u. uy pep 


Rho—Omikron 0/0 Z.3 Chi—Lambda ` Gef, vorletzte Z. 


Spiritus in allen drei üblichen Formen (rund auf anderen Blättern). Doppelakzente 
(auf anderen Blättern). Trema über lota und Ypsilon. 


vorletzte Z. 





Par. Suppl. 612, f. 311" (Taf. 146) 


1 


Par. 1032, f. 7” (Taf. 147) 


99 


267 
Iwdvvng 
a. 1163/64 


Senkrechte kalligraphische Minuskel aus der Zeit des beginnenden Kanonverfalls: 
Perlschrift. Hochgezogenes Tau und Gamma. Suprapositionen. — Die Schrift der 
Katene mit ihren Fettaugenelementen (Theta, Omikron, Sigma, Ypsilon) und den 
Juxtapositionen (z. B. Iota—Omikron, Theta—Epsilon, Theta—Omikron) sowie ver- 
einzeltem Iota subscriptum (eicher, nach rechts verschoben: Z. 22) neben sonstigem 
Iota adscriptum befindet sich in einem weiter vorgeschrittenen Stadium als die 
Schrift des Haupttextes. 


Beta & 2.8 Gamma [ 2.9 Epsilon € 2.2 

Zeta 4 3. Z. eo Eta A Z.i Eta x Z.3 

Theta D 5.Z. v.u. Kappa K zz Lambda A Z1 
Pi m Z1 Rho p 2.3 Ta T Z5 


Gamma—Alpha Va 2.6 
Eta—Theta La 


Epsilon—Tau € letzte Z. 
5. Z. v.u. Rho—Omega pe Z.7 


Runde Spiritus. Tildenförmige Kürzungsstriche. Trema über Iota. Iota adscriptum. 


268 
Iwavvng 
12. Jh. E. 


Richtungslose, lockere kalligraphische Minuskel aus der Zeit des Kanonverfalls. 
Starke, aber unregelmäßige Betonung der Diagonalen. Zahlreiche Juxtapositionen. 
Fettaugenelemente (Zeta, Xi, Omikron, Sigma, Phi). Der Gruppe „2400“ naheste- 


hend. 
Zea 3 27 Theta © 2.2 Kappa K ZT 
Schlußsigma dë 2.6 


Xi CS 2.13 
Psi el 2.12 


Chi 2x 8. Zen. 
Gamma—Alpha (~ 2.2 Gamma-—Lambda 


Epsilon—Phi eb 11.Z.v.u. 


Abgesetzte, meist kräftige Akzente. Runde bis eckige Spiritus. Doppelakzente. Ge- 
legentlich längere wv-Kürzungsbogen. Trema über Iota. 


CH zu 


100 


269 
’Iwäavvng 
Par. 2537, f. 22‘ (Taf. 137) a. 1271/72 
1  Richtungslose, im Größenunterschied der Buchstaben extravagante Gebrauchs- 
schrift mit ausgeprägten Ober- und Unterlängen: Feitaugenmode. Aufgeblähtes Omi- 


kron, Ypsilon, Omega und Rho (in Ligaturen), dazwischen typische Kümmerbuch- 
staben (Alpha, Delta, Epsilon, Theta, Iota, Ny). 


2 Schlußalpha vorletzte Z. Beta £ 3. Z.v.u. Delta ^ 4 Z.v. u. 


Zeta Z letzte Z. Kappa X 4.2.v.u. Lambda 3 Z.1 
Ny v Z1 Ny N letzte Z. Omikron O SZ? 
Phi E 3. Z. v. u. Omega DÄ letzte Z. 
3 a >` letzteZ. Delta—Ypsilon A) 2.2 
Epsilon—Ita en Z4 Epsilon—Rho M 5. Z. v.u. 


Pi—Omikron 70 4Z.v.u. 


4 Kräftige, abgesetzte Akzente. Vereinzelt Verbindung von Kürzungsstrich mit Ak- 
zent. Doppelakzente (32). Trema über Iota und Ypsilon. 


270 
TIwávyng 
Par. Coisl. 2, f. 1" (Taf. 148) 13. Jh. E. 


1  Senkrechte, lockere, archaisierende kalligraphische Minuskel in Nachahmung der 
Perlschrift. Gutes Stilisierungsniveau. Überschriften in alexandrinischer Auszeich- 


nungsmajuskel. 
2 Beta & 2.3 Gamma T 2.2 Epsilon € Z.1 
Zeta CA 2.13 Eta H Zi 


3 eye Aë Z. 10 Theta--Eta Aa BS en 
Kappa—Tau La 2.10 pw "dée ge Z. li 
pay Va ad 10.2Z.v.u. Tod Kë 1:2 AE 

EE 
ën TRU letzte Z. 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt: gelegentlich Verbindung von Buchstaben mit Akzen- 
ten. Runde Spiritus; Spiritus asper um 90° gedreht und nach oben offen. Maßvolle 
Zirkumflexe. Suprapositionen. 





101 


271 
’Iwavvng 


Par. Coisl. 169, f£. 317" (Taf. 149) 14. Jh. A. 


1 


Senkrechte, lockere Minuskel einer geübten und disziplinierten Hand, die neben der 
Worttrennung im Haupttext eine Trennung in Buchstabengruppen durchführt. Re- 
duzierte Ober- und Unterlängen. 


Alpha & Z., I (Haupttext) Beta B Z.8 Gamma r Z.4 
Delta e Z.2 Theta ð Z.1 Xi É 26 

Epsilon— Iota & 2.5 Epsilon— Tau H 2.3 

Epsilon— Ypsilon d. 2.3 Chi— Iota A 2.6 


Akzente und Spiritus abgesetzt (im Haupttext; in den Randscholien wiederholt 
Verbindung von Buchstaben mit Akzenten). Spiritus asper um 90° gedreht und nach 
oben offen. Kleine Zirkumflexe. Einfacher Punkt, auch Trema über Iota und Ypsilon. 
Iota subscriptum. 


272 
Iwdvvng 


Par. Suppl. 462, f. 8“ (Taf. 150) a. 1312/13 


1 


Richtungslose, gedrängte Gebrauchsschrift mit auffallender Gegensätzlichkeit großer 
und kleiner Buchstaben, sowie starker Neigung zu Involvierungen und Schnörkeln 
verschiedener Art: Fettaugenmode. Die übergroße, peitschenförmige ov-Kürzung (Z. 
2.3 passim) betont in etwa die Vertikale. Uberschreitung des Schriftspiegels durch 
weit ausfahrende Akzente. 


Alpha A 2.3 Beta QR D: Zen Gamma % Z i 
Delta a, letzte Z. Zeta L 2.6 Xi £ 2.7 
Rho e vorletzte Z. Omega ch letzte Z. 


Alpha—Xi KE Zá Epsilon—Lambda ite Z. 16 


Epsilon—Xi & 7.2.v.u. m Zi 26 
coda: soh 5. Z. v. u. u alu Z2 uy A 2.6 


Akzente und Spiritus teils abgesetzt; vielfach auch Verbindung von Akzenten mit 
Spiritus und Buchstaben. Zahlreiche Involvierungen. Trema über Iota und Ypsilon. 


102 


Par. 2772, f. 100" (Taf. 151) 


1 


273 
TIwávvng 
14. Jh. 1. H. 


Rechtsgeneigte, lockere Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit ausgeprägten 
Oberlängen (hochgezogenes Gamma und Tau) und reduzierten Unterlängen. Sehr 
weiter Zeilenabstand, für die Aufnahme von Interlinearversionen eingerichtet. Spu- 
ren des Metochites-Stils. 


2 Beta p Z.5 Beta £ 2.8 Delta ^ Z.7 
Epsilon + 2.2 Zeta Î Z.2 Eta » Z.2 Tau 7 Z.4 
Ypsilon ó Z1 Phi œ 2.6 Chi K 23 
Omega œ Z.2 
3  Doppel-Gamma e 5. Z. vu ye og Z1 
Lambda—Omikron Ae Z. 1 Rho—Iota ei 2 4 
Tau— Iota TG Z.1 
4 Akzente und Spiritus abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Spiritus mit Akzenten. 
Kleine kuppenförmige Zirkumflexe. Einfache Punkte, von späterer Hand Trema über 
Iota und Ypsilon. 
274 
’Iwdvvng 
Par. 1163, f. 183° (Taf. 151) a. 1348 
1 Richtungslose, lockere, archaisierende kalligraphische Minuskel in der Nachfolge der 
Perlschrift mit niedrigem Stilisierungsniveau. 
2 Epsilon € Zu Zeta E 2.12 Eta x 2.2 
Kappa K Z8 Lambda p Z.3 xi Lë zm 
Phi > 2.83 Omega œ 2.1 
3 ayo dp Z6 Alpha—Theta a% 2.2 
Epsilon—Iota d 2.3 Epsilon— Xi CS 2.12 
Epsion—Rho 6p Zi Epsilon—Rho  5.2.v.u. 
Epsilon—Ypsilon da 9.Z. v.u. Lambda—Theta p 2.5 
Rho—Omikron ep 2.7 
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Runde Spiritus. Doppelakzente. Wiederholt ein- 


facher Punkt bzw. Trema über Iota (und Ypsilon). 





Par. 2761, f. 44“ (Taf. 152) 


l 


Par. 1553, f. 68" (Taf. 153) 


J 


103 


275 
TIwávyns 
14. Jh. M. 


Leicht rechtsgeneigte, lockere, aber engzeilige Gebrauchsschrift einer geübten Hand 
ohne ästhetischen Anspruch. Weitgehende Wort- und Buchstabentrennung. Fett- 
augenelemente (Beta, Ny, Omikron, Ypsilon, Omega). Neigung zur Überschreitung 
des Schriftspiegels. Nachwirkung des Metochites-Stils. 


Alpha A 2.1 Beta R 9. Z. v. u. Delta £ Z.1 
Zeta [4 2.1 Kappa K ag en Ny AS 2.2 
Tau 7 4. Z. v.u Ypsilon © 9Z v.u 


Omega ÖS 4. Z. v.u 

apa afg 4. Z.v.u. ent An TZ yo 

eTo Ee 2.5 xa As 1.2.9 t 

uyv me 23 m rm 23 

Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt, jedoch auch Verbindung von Akzenten 


mit Spiritus und Buchstaben. Suprapositionen. Involvierungen. Trema über Iota und 
Ypsilon. 


276 
Iwodavvng 
14. Jh. 2. H. 


Senkrechte, lockere, zarte Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit eigenwilliger 
Stilisierung. Ausgeprägte Oberlängen (hochgezogenes Tau, Gamma und Psi), Unter- 
längen reduziert. Neigung zum Zerdehnen von Buchstaben und Ligaturen (z.B. 
Alpha und Ypsilon, jeweils in Juxtaposition, sowie Omega). Stark rechtsgeneigtes 
Minuskel-Gamma und Majuskel-Pi (bzw. Pi—Tau), wie oft in kyprischen Handschrif- 
ten. Wort- und Buchstabentrennung, aber auch Abteilung der Kommata. Ausfah- 
rende Längen an den Freirändern mit spielerischen Tendenzen sowie Gestaltung des 
Schriftspiegels in Figurenform (zumeist Kreuze; auf anderen Blättern). Spuren von 
Fettaugen (Beta, Omikron, Phi). Überschriften in alexandrinischer Auszeichnungsma- 
juskel. 


Beta ® 6.2.15 Gamma p bäi Theta 6 a Z.3 


Kappa K b, 6. Z. v. u: Xi A 


Ph Q a23 Omega ao b,2.3 


(Kennbuchstabe) b, Z. 3 


104 


Par. 2596, f. 184" (Taf. 154) 


1 


Par. Suppl. 498, f. 27° (Taf. 154) 


1 


Delta—Epsilon Kä 


Alpha— Tau KE b, Z. 15 a 2 9 ; 

3 W _ KE 
Epsilon—Xi 42 b,2.6 ini Aa b,2.15 T 
uev a, Z. 1 Treo ME b, Z. 10 i 
Ypsilon—Pi au b,2.8 S 


Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; manchmal Verbindung von Buchstaben 
mit Akzenten. Doppelakzente. Suprapositionen. Involvierungen. Trema über Iota 
und Ypsilon. 


280 


TIwávyng 
a. 1475 


Senkrechte bis richtungslose, steife, schülerhafte Gebrauchsschrift eines Nicht-Grie- 
chen mit völliger Wort- und weitgehender Buchstabentrennung. Viele eckige For- 
men. Betonung der Horizontalen durch Querstriche des Majuskel-Gamma, des Tau 
und des Majuskel-Pi. Steriler Gesamteindruck. Erinnert an den Bereich der Druckmi- 
nuskel. 


Gamma r Z.1 Delta £ 2.3 Theta D 3.2.v.u. 

My m Z.I Ny y Z1 Pi w Z1 Tau KI Z.I 
Tau 7° letzte Z. Phi e 22 Omega w Z.1 

Epsilon—Iota qg 2.3 Ypsilon—Iota 4 Z.1 


Akzente und Spiritus abgesetzt. Gelegentlich Trema über Iota. 


281 


Iwdavvns 
15. Jh. 


Leicht rechtsgeneigte, lockere Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit Vorliebe für 
runde Formen. Weiter Zeilenabstand mit Rücksicht auf die Interlinearversion. Ober- 
längen durch Gamma, Eta und Tau vertreten, Unterlängen reduziert. Stilisierungs- 
versuch mit bescheidenem Erfolg. 


Gamma f Z.1 Zeta A 5.2.v.u. Ny bh ZA 
x AL Zi xi Ê 25 Pi 22 
Schlußsigma c Z.1 Schußsigma Q Z3 

Phi p 2.3 Chi x Zi Psi | 22 


Omega c> Z9 








3 


4 


Pa 


1 


2 


3 


4 


Laur. Plut. 74. 18, f. 5" (Taf. 156) 


1 


r. 1931, f. 18“ (Taf. 155) 


105 


Gamma—Omikron 79 2.2 Epsilon—Iota q Z.1 

Epsilon— Lambda % 3.2.v.u. Epsilon—My Qu 3.2 v.u 
m Ge Z2 en m Zi 

Epsilon— Ypsilon Zi 5.2.v.u. u & 5.Z.v.u. 

ven ` wn Z3 neo fei Z9 me p letzte Z. 


Akzente und Spiritus abgesetzt. Kuppen- oder tildenförmige Zirkumflexe. Supraposi- 
tionen. Trema iber Iota und Ypsilon. Iota subscriptum. 


282 
TIwávvyng 
16. Jh. 1. V, 


Richtungslose, weitzeilige, aber eher dichte und zugleich zarte Gelehrtenhand. Ober- 
längen (Delta, Sigma, Tau) mehr ausgeprägt als die Unterlängen (Xi, Chi). 


Zeta 9 2.3 Theta A 2.3 N ¥ Zi Xi Leien 
Pi e Z1 Phi Q 2.8 Psi $ 2.1 Omega o 2.1 
Alpha—Theta a9- ZU Alpha—Lambda a. 2.2 

Dali Tata Y Zi Epsilon—Ista d 2.2 

Epsilon—Rho $ Zu as 4I 26 va an "Zi 

sl A 28 weni Ale: 5.1 KapparOmiken X9 2.3 
Lambda—Omikron 9 2.3 ven 2.8 um Ab 2.6 
Tau—Omikron To letzte Z. Tau—Rho % Z.1 

Phi—Alpha Qg 4.2. v.u. Ou De är Z2 


Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; daneben Verbindung von Buchstaben 
mit Akzenten. Spiritus asper manchmal nach aufwärts gedreht. Gelegentlich Trema 
oder einfacher Punkt über Iota und Ypsilon. 


283 
"Iwavvixıog 
12. Jh. 4. V. 


Richtungslose, eher platzsparende, eilige Kursive aus der späten Komnenenzeit bzw. 
der Zeit der Angeloi. Einfluß der Urkundenschrift, insbesondere der Kaiserkanzlei, 
auf die Gebrauchsschrift. Übergroße Buchstaben (hier Kappa, auf anderen Blättern 
auch Fettaugenelemente), weit ausfahrende wv-Kürzungsbogen; daneben eine Reihe 
von Kümmerbuchstaben (Delta, Omikron, Rho u.a.). 


106 


Par. 


KI) 


Beta ar 6.Z.v.u. Gamma 77 vorletzte Z. 


Kappa K 3:2. eg 


13.Z.v.u. Rho e 4Zv.u. Phi dh 4. Z. v.u. 


Gamma—Iota X 9.Z.v.u. 


G 8. Z. v. u. 


Pi—Alpha MM letzte Z. 
8.2.vu opa e 6. Z. v. u. 


Tau—Alpha Aa Zen 


Alpha A 1.2.v.u. 


Delta 2 vorletzte Z. 


Xi > 


Alpha— Iota oN vorletzte Z. 


Delta—Iota N 4. Z. vu Epsilon—Ny 


pev SE 13. Z. v. u. 
Sigma—Epsilon DE 


GEN Han 9. Z. v. u. 


Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; jedoch Verbindung des Zirkumflexes mit 
dem überlangen wv-Kürzungsstrich. Wiederholt Trema über Iota. Iota adscriptum 
und Iota subscriptum im Wechsel. 


285 
Iwdoacp 
1129, f. 7° (Taf. 157) a. 1353 


Leicht rechtsgeneigte, übersichtliche Schrift einer geübten Hand an der Grenze von 
Kalligraphie und Gebrauchsschrift. Nähe zum M etochites-Stil. Reduzierte Ober- und 
Unterlängen. Gegensatz aufgeblähter Buchstaben (Alpha, Epsilon, Theta, Omikron, 
Ypsilon) in der Art der Fettaugenmode und winzig kleiner Buchstaben. Kräftiger 
Kalamos, Wechsel von Haar- und Schattenstrichen. Gelegentlich Überschreitung des 
Schriftspiegels. 


Alpha OL 2.13 Beta 6 2.2 Epsilon e Z.1 
Epsion & 22 Zea l 22 Baum 22 

Theta I 8. Z. v. u. Theta 9 Z.1 Xi É Z7 

Pi ww Zi Rho e Zi Schlußsigma Q, letzte Z. 


Omega CO Z.5 


yev Fw Z. 4 
Epsilon—Tau Q letzte Z. 


S letzte Z. 


Akzente und Spiritus abgesetzt, oft mehr oder weniger nach rechts verschoben. 
Doppelakzente. Gelegentlich große wv-Kürzungsbogen (spielerisch im oberen Frei- 
rand). Suprapositionen. Manchmal Trema über Iota. Iota subscriptum. 


Delta—Rho gp 3. Z. v.u. 


Kappa-Omikron K Zä 


Sigma— Theta Sigma—Ypsilon øç_) 6. Z. v.u. 





Vat. 1339, f. 164" (Taf. 158) 


1 


Par. 1213, f. 154" (Taf. 159) 


1 


107 


286 
Iwaoap 
14. Jh. M. 


Leicht rechtsgeneigte, lockere, kleinformatige Minuskel in später Nachfolge der Perl- 
schrift. Gleichmäßige Verteilung von Ober- und Unterlängen. Durchschnittliches 
Stilisierungsniveau. 


Alpha à 2.1 Beta uw Z.I Delta A Zi Delta a Z.4 
Zeta d SS Theta 6 2.9 Phi A Z1 
Omega œ Z.2 
Alpha—Rho e Z.9 ee » 29 
Epsilon—Xi Z Z.5 
Epsilon—Tau PS 2.3 


Gamma—Omikron 19 2.2 
Epsilon—Tau & 2.2 

Doppel-Lambda H- 2.4 uev Mey Z.1 Tau—Omikron qo Z.4 
Ypsilon—Pi ner 2.5 Ypsilon—Sigma ww Z.1 


Disziplinierte Akzente und Spiritus durchwegs abgesetzt. Kleine kuppenförmige 
Zirkumflexe. Suprapositionen. Doppelakzente. Vielfach Trema über Iota und Ypsi- 
lon. 


288 
Iwdoap 
15. Jh. 1. V. 


Senkrechte, weitzeilige, aber gedrängte Gebrauchsschrift einer geübten Hand. Die 
kräftigen Akute, vor allem in Verbindung mit Buchstaben, treten an die Stelle von 
auffälligen Oberlängen und dominieren im Schriftbild. 


Beta ß Z.7 Epsilon € Z.1 Zeta K 2.9 Eta » 23 
Kappa K 2.3 Kappa h 2.3 Lambda A Z.4 

Pi wa 22 Schlußsigma $ Z.3 Ypsilon v Z.2 

Phi Ọ 26 


Alpha—Rho % 2.6 Epsion fi @® 23 

Epsilon—Rho A Z.2 Epsilon—Rho o 2. 10 

Epsilon— Ypsilon Au Zoi Zeta— Omega Co 2.6 

Eta— Lambda M 2:5 xa RW 2.4 xat e 2.8 
wy Ay Z1 uev Ww Z.I Xi—lota % Z6 


Xi—Omikron d Zi 


Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; daneben nicht selten Verbindung von 


4 
Buchstaben und Spiritus mit Akzenten (s. oben). Kleine Zirkumflexe. Suprapositio- 
nen. Trema über Iota und Ypsilon. 
289 
Josephus Auria 
Par. 2387, f. 9 (Taf. 160) a. 1588 
1 Schulmäßige, nicht ungeübte Hand eines Nicht-Griechen. Strenge Worttrennung, 
weitgehende Buchstabentrennung. Überschriften in moderner Auszeichnungsmajus- 
kel. 
2 Gamma E Z. 6 (Zählung einschließlich der Überschriftzeilen) 
Eta Y 22 Xi g 27 Rho f 2.6 Tau T 26 
Tau 7 2.7 Phi Ọ 2.3 Chi ki Psi 4 2.18 
3 Gamma—Rho ` AË 2.12 uev uo Z. 2 
Tau—Omikron G Z. 10 Y psilon—Tau DU Z. 1i 
4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt; daneben bisweilen Verbindung von 
Spiritus und Buchstaben mit Akzenten. Manchmal auf den folgenden Konsonanten 
verschobener Akzent (z. B. Zeile 9 und 12). Suprapositionen. Trema über Iota und 
Ypsilon. Iota subscriptum. 
290 
Twoo 
Par. Suppl. 468, Verso (Taf. 161) 13. Jh. E. 
I Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere, archaisierende kalligraphische Minuskel 


in der Nachfolge der Perlschrift. Trotz geschickter Nachahmung fällt eine gewisse 
Sterilität auf. Spiritus durchwegs rund. Iota subscriptum (von erster Hand?). Über- 
schriften in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. 





109 


Le? 


Alpha A 5.2. v. u. Beta 6 nicht auf der Tafel 


Gamma d: 2.v.u. Zeta (2 4. Z. v. u. Eta H 2.4 


Omega CD nicht auf der Tafel Omega CL) vorletzte Z. 
Omega OO 4. Z. v. u. 


Alpha—Xi da: Z. v.u. Theta—Epsilon AN, nicht auf der Tafel 
Dec EE Z. 4 Theta—Eta fr 7.2.v.u. 


zoue Szen Sé eg 


4 Kleine, zarte Akzente; zumeist auch kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Spiritus 
durchwegs rund. Iota subscriptum. 


ww 


291 
Twoo 
Par. 1558, f. 20” (Taf. 162) 15. Jh. 1. V. 


1 Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, lockere Minuskel mit weitgehender Wort- 
und Buchstabentrennung sowie ausgeprägten Ober- und Unterlängen. Die Absetzung 
der Akzente und Spiritus (fast lückenlos) scheint bewußt durchgeführt zu sein. 
Elemente des Hodegon-Stils (die Ligaturen de£, Epsilon—-Tau und Tau—Eta auf 
anderen Blättern; s. ferner Epsilon—Rho, die Gestalt des Phi und Gamma mit nach 
links weisender Unterlänge). 


2 Beta @ 3.2. v.u. Gamma Y Eé Zeta j 2.6 
Theta 9 Z.4 Lambda /- 2.3 Xi H 2.10 
Tu T zı Ypsilon Oo Z4 Phi A ER 
Omega œ 2.2 
3 Ben 5% 2.9 Epsilon— Xi (doppelter Ansatz) = letzte Z. 
Epsilon—Rho Le 2.1 Epsilon—Ypsilon ad 2.16 
N 
xal S vorletzte Z. Omikron— Ypsilon FEN Z. 14 
Tau—Omikron 79 letzte 2. Ypsilon—Pi wn 2.3 


4 Akzente und Spiritus fast durchwegs abgesetzt. Kleine kuppenförmige Zirkumflexe. 
Suprapositionen. Gelegentlich Trema über Iota und Ypsilon. 


110 


292 
Kalsap Erparnyög 
Par. 2959, f. 11" (Taf. 163) 15. Jh. E. 


1  Senkrechte, lockere, kleinformatige Gebrauchsschrift mit proportionierten Ober- und 
Unterlängen. Majuskel-Alpha mit geschwungener Oberlänge und Minuskel-Delta 
wirken im Sinne der NW-SO-Diagonale. Nähe zur Druckminuskel. 


2 Alpha X Z.1 Beta p 2.2 Gunma TS? 
Epsilon 4 2.3 Zeta 2 23 Eta w Z1 
Theta 9 Z.2 Ny v Zi Xi f 5Zvu. 
Schlußsigma 6 Z.1 Ta T 21 

3 Epsilon—Iota d Z.1 Epsilon—Rho Se vorletzte Z. 
Epsilon—Ypsilon óy 2.2 xal aa 5. Z. en. 
uv MW 2.2 My-Omikron m Z.1 


mpo MRI vorletzte Z. 


4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; manchmal Verbindung von Akzenten 
mit Spiritus. Suprapositionen. Trema über Iota und Ypsilon. 


293 
KuaAdivırog 
Par. Coisl. 341, f. 15" (Taf. 164) a. 1318 
1  Rechtsgeneigte, lockere Minuskel mit betonten Oberlängen und Vertikalen (hochge- 


zogenes Tau, Gamma, Phi, Psi). Ausgleich von Horizontale (Querbalken des Tau!) 
und NW-SO-Diagonale (Oberlänge des Delta, Lambda). Worttrennung. 


2 Beta D 6. Z. v. ū. Epsilon € Z.1 Theta Ê 2.6 
Xi H Z. 10 Tau ] Z.2 Chi X 214 
Psi KÉ 2.5 Omega & vorletzte Z. 

3  Delta—Iota "ën zı Epsilon—Xi di 2.5 

o 
xal S 2.9 Omikron— Ypsilon X Z.2 


4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt. Auffällig die Verbindung des Querbal- 
kens des Tau mit Zirkumflex für den folgenden Vokal (Z. 5, 13, 5. v. u.). Suprapositio- 
nen. Doppelakzente. 





III 


294 
Kardivıxog 
Par. Suppl. 1260, f. 13° (Taf. 159) 14. Jh. 1. V. 


1  Richtungslose, derbe Gebrauchsschrift niedrigsten Niveaus. Fehlen von Horizontalen 
und Vertikalen. Verlust der Grundzeile. 


2 Beta E 10.Z.v.u. Beta @ vorletzte Z. Epsilon «© 2.3 


Zeta $ WR A Theta 9 2.5 Xi A IL Z. v.u. 


3  Alpha—-lota an 5. Z. v.u vág ef d 3 eu. 
yy rw Z8 Delta—Eta doo 10.Z.v.u. 
Epsilon— Iota A Z8 Epsilon—Lambda Y 5: Z ve 


Epsilon—Rho & Z9 si E Z8  My—0mikon s% Z. 12 
Tau—Omikron % Z.I 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Vereinzelt Trema über Iota. 


295 
Kardıorog 
Par. 96, f. 6“ (Taf. 165) a. 1432 


1 Senkrechte, lockere Minuskel einer ungelenken Hand in ferner Nachfolge der Perl- 
schrift. Proportionierte Ober- und Unterlängen. Niedriges Stilisierungsniveau. 


2 Beta E 2.2 Gamma f 2.3 Epsilon € 2.3 
Eta 4 zi Theta Ê 2.3 Lambda EE 
3 ayo gp letzte Z. Alpha— Xi ol 8. Z. v. u. 
Epsilon—Ny Kë 2.8 Epsilon—Xi Er 2.4 
Epsilon—Rho & 10. Seu Epsilon—Rho Nä vorletzte Z. 
Tau—Omikron % letzte Z. Phi—Omikron $9 Z.I 


4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; daneben Verbindung von Buchstaben 
und Spiritus mit Akzenten. Spiritus asper oft nach oben offen. Manchmal spitze 
Zirkumflexe. Suprapositionen. Wiederholt Trema über Iota und Ypsilon. 


296 
Kardıorog 
Par. 523, f. 323° (Taf. 166) a. 1488 


1  Rechtsgeneigte bis richtungslose, eher enge, flüchtige Gebrauchsschrift einer nicht 
ungeübten, aber wenig disziplinierten Hand. Exzessive Großbuchstaben (hochgezo- 
genes Gamma und Tau; Epsilon, Zeta) und Ligaturen (Epsilon—Xi). Unsichere 


Grundzeile. 
2 Alpha A a, 2.4 Beta E a,5.2.v.u. 
Zeta B 35.2 vu. vn Sri P mr bäi 


Schlußsigma CC b,Z. 14 Tau E a, 2.2 
Psi Y a, vorletzte Z. 


3 Alpha—Zeta az b, 2.8 Epsilon—lota EA a, 10.2. v. u. 


op Zen 2.10 Epsilon—Xi 3 b,2.9 
N 


xal S b, Z. 2 Lambda— Phi PR a, 8. Z. v.u 
hoy: Ad b, 2.7 uev Auf b, 2.6 
My-—-lota AL b, 8. Z. v. u. Rho—Iota CA a, letzte Z. 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Manche Akute stark reduziert. Suprapositionen. 
Vereinzelt Trema über Iota. 


297 
Kardıorog 


Par. Suppl. 34, f. 166" (Taf. 167) a. 1579/80 


Pa 


\ Senkrechte bis richtungslose, lockere, kräftige und eigenwillige Gebrauchsschrift mit 
Betonung der Vertikale (hochgezogenes Tau, Kappa, Phi, Psi) und der NW-SO- 
Diagonale (Majuskel-Alpha, Lambda, wy-Kürzungsstriche, Epsilon—Tau-Kürzung). 
NO-SW-Diagonale durch Rho—Alpha- bzw. Rho-—-Omikron-Ligatur und unter die 
Zeile hängendes Epsilon am Wortanfang vertreten. Zug zur Horizontalen durch 
zerdehntes Minuskel-Theta und den ebenso zerdehnten Kennbuchstaben Epsilon 
(u.a. zerdehntes uev Z. 2) gegeben. Insgesamt Eindruck der Unruhe und Erregung. 


2 Alpha a 2.3 Beta Q 2.11 Epsilon ÉS 82vu 
Theta H letzte Z. Theta O9 11.2 v.u. Phi &b 24 





113 
I 
3 Alpha-Theta = I 2.5 Epsilon— Kappa Cen 2.10 


Epsilon— Xi A S.S em. Epsilon—Ypsilon Kr 24 
uv ` Aën Z2 uera I vorletzte Z. 


Rho—Iota E 2.3 Rho—Omikron eg vorletzte Z. 
Sigma—Theta I 72.6 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kuppenförmige Zirkumflexe. Große »v-Kürzungsbo- 
gen. Trema oder einfacher Punkt über Iota und Ypsilon. Punktförmiges Iota sub- 
scriptum. 


298 
Karög (Ayionerpitns) 
Par. Suppl. 681, f. 9" (Taf. 168) a. 1297/98 


1 Richtungslose, enge, kürzungsreiche Gebrauchsschrift ohne ästhetischen Anspruch. 
Restlose Ausnützung des Schriftspiegels. Waagrecht oder fast waagrecht ausgeführte 
Kürzung für zën mit drei gleich langen Strichen bestimmt das Schriftbild. Überlange 
ov-Kürzung in Richtung NW-SO zerschneidet da und dort die Zeilen. 


2 Beta b vorletzte Z. Gamma dr 12. ée 
Theta © letzte Z. 
3 aya ga~ 3.2. vu Alpha—Psi ail 24 vie ` AN Z4 


Epsilon—Xi Sa uev De BAr 
pev Ét vorletzte Z. of $ 2.2 Toy Se 22 eu 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Suprapositionen. lota subscriptum. 


300 
Kapıog 
Par. 393, f. 60° (Taf. 165) a. 1516 


1  Senkrechte, schwungvolle, kräftige Schrift einer geübten Hand. Ausgreifend (große 
Oberlängen) und locker wie manche Hodegon-Schreiber. 


2 Alpha CO. Zi Beta mm Zi Epsilon & 2.6 


u OAEI Ny N 22 
Xi 3 2.1 Psi A 4. 2. von. 


114 


3  Gamma—-Iota H 2.6 Epsilon—Iota d 2.2 
Epsilon—Ypsilon EU 3: Se 9, Epsilon— Ypsilon Ö\ vorletzte Z. 


4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils Verbindung von Buchstaben und Kür- 
zungsstrichen mit Akzenten. Einfacher Punkt über Iota. 


301 
Kypuxog 
Par. Coisl. 349, f. 11” (Taf. 169) 15. Jh. M. 
1  Richtungslose, gedrängte, kleinformatige Gebrauchsschrift mit deutlichen Oberlän- 


gen (hochgezogenes Gamma und Tau) und reduzierten Unterlängen. Unsichere 
Grundzeile. Eintönig und stillos. 


2 Gamma F 2.1 Epsilon « Z.1 Eta e Z.1 
Theta 6 Z.1 Ny v» Zi ofze Sigma ( z.1 
Schlußsigma 4 Z.3 Tau F 2.2 

3 Delta—Ypsilon ` di letzte Z. Epsilon—Iota d Z.2 
Epsion—Kappa %K 3.2. v.u. Epsion—Ny & 2.2 
ww 2.10 Tau—Rho 6 Z7 


4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt; daneben Verbindung von Buchstaben 
und Spiritus mit Akzenten. Spiritus asper oft nach oben offen. Wiederholt spitze 
Zirkumflexe. Trema über Iota und Ypsilon. 


302 


Kinuns 
Par. 1020, f. 13" (Taf. 170) 11. Jh.2.H. 
1 In etwa senkrechte kalligraphische Minuskel aus dem Bereich der Perlschrift mit 


durchschnittlichem Stilisierungsniveau. Oberlängen des Delta und die Ligatur Al- 
pha—Chi unterstreichen die NW-SO-Diagonale. Vereinzelt hochgezogenes Tau. 


2 Alpha X b,Z.12 Zea CO bi Eta w b, Z1 
Theta éi: a, Z. 8 Kappa le b,2. 1 Kappa K WZ. i 
Xi b, Z. 15 Tau T b,2.5 

3  Alpha—Chi X a, Z. 6 Gamma—Lambda W a, Z. 6 
Delta—Iota N a,2.5 Epsilon—Iota d b, letzte Z. 
Epsilon—Xi di b, 2.2 xu 5 b2Z14 


Pi-Tu ar b; Z. 12 





115 


4 Runde Spiritus. Sehr kleine Zirkumflexe. Ny-Kürzungsstrich am Zeilenende. Selten 
Trema über Iota. 


303 


Kauns 
Par. 1531, f. 309° (Taf. 171) a. 1112 


1  Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel von gutem 
Stilisierungsniveau: Perlschrift. Anzeichen des Kanonverfalls: hochgezogenes Gamma 
und Tau oft gegen Zeilenende. Überschrift und Subseriptio in versuchter alexandrini- 
scher Auszeichnungsmajuskel. 


2 Gamma I» b, Sen Zeta 3 2.2 Eta Xx bZ1 
Xi 3 a, 6. Z. v. u. Tau a, Z. 6 

3  Delta—Iota N a, 7. Z. v. u. Eta—Ny (auw a, letzte Z. 
xal E a,6.Z.v.u. Doppel-Lambda Zë, b,2.6 


My-Phi MD ris 


4 Runde und eckige Spiritus. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Suprapositionen. 


304 
Koonäg Kaundog 
Par. 2243, f. 650‘ (Taf. 172) a. 1339 


1  Senkrechte, archaisierende kalligraphische Minuskel niederen Niveaus mit dem (miß- 
lungenen) Versuch einer Nachahmung der Perlschrift. Massiver „Mittelbau“. Gerin- 
ger Zeilenabstand. Reduzierte Ober- und Unterlängen. Maßvolle Wort- und Buch- 


stabentrennung. 
2 Gamma fY 2.6 Delta 2 letzte Z. Epsilon b- 2.3 
Zeta 3 2.9 Eta X Z1 Theta & Z.2 
Kappa A 2.2 Xi E 2.6 Xi E SX eo 
Pi wor 2.3 Tau T 4. Z. v.u. 


3 xal ei 2.2 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Trema über [ota und Ypsilon. 


306 
Kunpiavög ’Idnpoüg 
Par. Coisl. 344, f. 203° (Taf. 173) 15. Jh. M. 


1 Senkrechte, lockere Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Ober- und Unterlängen, Be- 
tonung der Vertikalen (Zeta, Xi, Rho, Phi) und der Diagonalen (Lambda, Chi gegen- 
über Delta). Worttrennung. Kräftige Akute und Graves. Neigung zur Überschreitung 
des Schriftspiegels. Unruhiges Schriftbild. 


2 Delta N a, Z. 1 Zeta , a, 9. Z. v. u. Eta 7? a,Z.2 


Xi 9 a, Z. 11 Xi f a,2.11 Ypsilon U a, Z. 9 


Chi Pa 8,7.2.v.u. 


3  Epsilon—lota q a 2.3 npo Mep a, letzte Z. 
Sigma—Alpha a,2.9 Sigma—Tau T b, 5. Z. v. u. 


Phi—Theta $S DER? 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Doppelakzente. Bisweilen Trema über Iota und 
Ypsilon. 
308 
KöpıÄdog Kpirag 
Par. Coisl. 246, f. 232” (Taf. 174) 15. Jh. 


1  Richtungslose, eher lockere Gebrauchsschrift niedrigen Niveaus. Völlig farb- und 
stillos. Verlust der Grundzeile. Weitgehende Buchstabentrennung. 


2 Beta A 2:2 Epsilon E 3.2.v.u. Eta 4 Z1 
Theta # 2.6 Ny y Z1 xi Z1 Rho p Z8 
Omega @ Z.1 Omega W Z.2 

3 Alpha—lota oi 2.8 Delta—lota A Z. 12 
Epsilon—Iota a Z. 5 eh D Z. 2 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Spitze Zirkumflexe. 


309 
KoöpıdAdos 
Par. 1617, f. 193" (Taf. 175) a. 1071 
1 In etwa senkrechte, kalligraphische Minuskel aus dem Bereich der Perlschrift mit 


unterdurchschnittlichem Stilisierungsniveau. Kräftige Oberlängen des Delta, Majus- 
kel-Alpha, Lambda und Chi betonen die NW-SO-Diagonale. 





8 Mph = 623 Beta U- b,2.9 Beta @ b,2.5 


Epsilon € a.2.1 Zeta A a, 2.4 Eta ng a Z.1 
Eta h b, 10. 32 eu Kappa k b, 2.1 Kappa IC b,2.4 
My „u b2Z1 Pi oe gz Rho f b, 2.2 
Rho e b,2.5 Phi & a, 2.1 Omega œ a,2.2 

3  Delta—lota SQ b, 5. Zeg Epsilon Gamma d a SI 
Epsilon— Xi d b, 2.1 wu E 22 
Pi—Tau mr b25 Chi—Rho XP 3,25 


upt PA, b, letzte Z. 


4 Spiritus in allen drei möglichen Arten. Winzige Zirkumflexe. 


312 
Kwvoravrivog ’ApyupörouAog 
Par. Coisl. 42, f. 381‘ (Taf. 176) 14. Jh. 1. H. 
1  Senkrechte, lockere Minuskel in später Nachfolge der Perlschrift. Im Hinblick auf die 


Notation stark zerdehnt (Alpha-Ligaturen). Reduzierte Ober- und Unterlängen. 
Neigung zu ausfahrenden Längen und Schnörkeln, insbesondere in der Schlußzeile. 


2 Zeta Z 2.9 Lambda > 3.2.v.u. 

3 Alpha kapp a—rk 4Zv.u Alpha—Tau a7 Z.1 
Epsilon—Gamma a, 2.1 Epsilon—Ypsion A_ 2.10 
Pi—Tau nr 3.2 vu. Ypsilon—Rho ~ s2 TZ v.u. 
Ypsilon—Phi ALP vorletzte Z. Phi—Rho 3 2.8 


Chi—Epsilon TE vorletzte Z. 


4 Akzente und Spiritus fehlen (wie oft in Musikhandschriften). Involvierungen. 


314 
Kwvoravrivog Maupoudeng 
Par. Suppl. 692, f. 30" (Taf. 177) a. 1586 


1 Senkrechte bis richtungslose, enge, eher eintönige Gebrauchsschrift einer geübten 
Hand mit ausgeprägten Ober- und Unterlängen sowie großem Zeilenabstand. Hoch- 
gezogenes Gamma und Tau, ferner die Oberlängen des Minuskel-Delta und die häufig 
fast senkrecht stehenden Akute und Graves betonen die Vertikale. Von NO nach SW 
schwingendes Psi mit großer Ober- und Unterlänge durchbricht diesen Eindruck. 


118 


2 Beta p Z.4 Delta ê 2.3 Epsilon +» Z.1 
Theta 9 Z.1 Pi e AA Rho x Z1 Taw q Z1 
Phi ọ Z.2 Psi £ Z.8 
3 Epsilon—Iota g vorletzte Z. Epsilon—Xi 4% Z1 
Zi A8 2.6 Epsilon—Rho G SZ vu. 
pev p% 2.1 Phi—Rho SZ 5.Z2.v.u. 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt; manchmal Verbindung von Buchstaben und Spiritus 
mit Akzenten. Suprapositionen. Gelegentlich Trema über Iota. Iota subscriptum. 


318 
Kwvoravrivog TpıßwAng 
Par. 2188, f. 3° (Taf. 178) 15. Jh. 3. V. 


1 Richtungslose, gedrängte Gebrauchsschrift mit geringem Zeilenabstand, entspre- 
chend reduzierten Ober- und Unterlängen, sowie Verzicht auf jede ästhetische Wir- 
kung. Grundzeile nicht eingehalten. Vorliebe für kleine, meist linksläufige Schwänz- 
chen in den Unterlängen. 


2 Beta 6 2.2 Gamma P Zi Zeta l Kä 
Theta cf 2.5 xi z2 Pi m 2.3 Pi Y 26 
Tau T z3 Tau ) 25 Phi Ọ 21 Omega w Z.2 
3 Alpha—Lambda % Z.2 Delta—Iota N Z.4 
Epsilon—Ypsilon & Z. 1 xal W Z.1 uev uw ZU 
oe e 11. Z. v.u. re I 25 oa d% 13 
tqo ët SI Ypsilon—Ny w Si 


4 Akzente und Spiritus zum Teil abgesetzt; daneben Verbindungen von Spiritus und 
Buchstaben mit Akzenten. Tildenförmige Zirkumflexe. Suprapositionen. Trema über 
Iota und Ypsilon. 


319 
Kwvoravrivog 
Oxon. Univ. C. 52, f. 217" (Taf. 179) a. 1125 
1 In etwa senkrechte kalligraphische Minuskel aus der Zeit des Kanonverfalls. Unter- 


durchschnittliches Stilisierungsniveau. Unregelmäßige Zeilenabstände und (schein- 
bar) unsichere Grundzeile. 





119 


2 Alpha S b,2.1 Beta u b,Z.10 Epsilon € b,Z.3 
Zeta ra b, Z. 2 Eta nz Xi 9 b Z3 
Pi o b,Z.3 Psi + b, Z. 11 

3  Epsilon—Iota d b, Z. 14 xa vi b, letzte Z. 
Lambda—Theta 15 a Z7 Lambda—Phi H a, 3. Z. v. u. 
My—Omikron 49 b, 12.Z. v.u. Rho—Alpha E b,7.Z.v.u. 
Sigma—Alphaa ag b,6.2.v.u. Ypsilon— Tota u b, 10. Z. v. u. 


4 Runde, selten eckige Spiritus. Kleine Zirkumflexe. Trema über Iota, über anderen 
Vokalen zum Zeichen einer notwendigen Korrektur. 


321 
Kovotavtivog 
Par. 1634, f. 332° (Taf. 180) a. 1372 
1 Senkrechte, lockere Minuskel mit weitgehender Wort- und Buchstabentrennung und 
Tendenz zu runden Formen (Betonung von Alpha, Omikron, Sigma, Omega). Großer 


Zeilenabstand. Kleine Oberlängen und fast völlig reduzierte Unterlängen. Hand eines 
Griechen in Italien (?). 


2 Beta ß Z.8 Gamma fi 2.2 Zeta È Z2 


Theta 9 3.Z.v.u. Xi % 9.Z.v.u. Phi & Z.1 
Omega W Z.6 

3 Doppel-Gamma y vorletzte Z. Delta—Omikron 27 
Epsilon—Ny ` GA 2.8 Epsilon—Xi OO. 2.3 


ovÀ m 2.8 


4 Akzente und Spiritus zumeist abgesetzt, aber auch Verbindung von Spiritus und 
Vokalen mit Akzenten. Suprapositionen. Gelegentlich Trema über Iota und Ypsilon. 


323 
Laurentius Cyathus 
Par. 2844, f. 178" (Taf. 177) a. 1498 
1  Richtungslose, weitzeilige, unsicher wirkende Gebrauchsschrift eines Nicht-Griechen. 


Ausgeprägte Oberlängen, reduzierte Unterlängen. Vernachlässigung der Grundzeile. 
Schlußschrift in moderner Auszeichnungsmajuskel. 


120 


2 Alpha A Z.4 Beta 6 Z.9 Gamma f 2.2 
Theta 0 Z4 Xi Ç Z3 P m Zi Ta zi 
Tau T Z. 10 
3 Delta—Omikron de Zi Epsilon—Iota J 2.3 
Epsilon—Rho ° 2.3 Lambda—Omikron Zë 25 
Omikron—Ypsilon & 2.5 Sigma—Pi ww 2.10 
4  Übergroße, fast senkrecht stehende Akute und Graves zumeist abgesetzt. Gelegent- 
lich Verbindung von Akzenten mit Buchstaben oder Spiritus. Trema über Iota und 
Ypsilon. 
324 
Aaupevrıog 
Par. 1373, f. 7" (Taf. 181) a. 1523 
1  Richtungslose, eher lockere Gebrauchsschrift ohne ästhetischen Anspruch. Großer 
Zeilenabstand. Reduzierte Unterlängen. Unsichere Grundzeile. 
2 Beta b 8. Z. v. u. Gamma P 2.7 Epsilon « Z.2 
Theta 6 Z.2 Kappa x Z2 Xi y z.11 Tau T. 2.7 
3  Delta—lota H. 2.12 Epsilon—Beta e 2.8 
Epsilon—lota d za Epsilon—lota of Z.2 
Epsilon—Rho Di 9. Z. v. u. wn a o 
usp Ai 2.10 Rho—Omikron 9 6.Z.v.u 
4 Akzente und Spiritus zumeist abgesetzt, Verbindung von Kürzungsstrichen mit 
Akzenten. Winzige, kuppenförmige Zirkumflexe. Suprapositionen. Trema über Iota 
und Ypsilon. 
325 
Aeövrıog Edorpariog 
Par. Suppl. 156, f. 1" (Taf. 181) a. 1584 


1 


Richtungslose, übersichtliche Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Ober- und Unter- 
längen und Betonung der NO-SW-Diagonale (Gamma, Lambda, Chi). Großer Zeilen- 
abstand. Kräftige Akute und Graves. 





121 
Beta 6 2.4 Gamma py 2.3 Epsilon € Z.1 


Theta Si 2.8 Xi £ Z.1 Sigma Ç 2.5 


Sigma 4 Z5 Tau T 23 Tau 9 Z4 
Phi 7 2.3 
Alpha—Rho y Kä Epsilon—Ny © 2.1 


Epsilon—Ny H 3. Z. v. u. Epsilon— Tau X 2.2 


era % SR eg 


Doppel-Lambda 4 2.3 uev A 3. Z. v. u. 


neo a$ Zn Pi—Lambda M 2.7 
Pi—Rho M 4 Tal > 4. Z. v. u. 


Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; daneben wiederholt Verbindung von 
Buchstaben mit Akzenten. Sehr kleine Zirkumflexe. Involvierungen. Selten Trema, 
Vereinzelt Iota subscriptum 


Epsilon—Omega W Z.5 


326 
Neövriog 


Par. 1477, f. 217" (Taf. 182) a. 1060 


Leicht rechtsgeneigte, weitzeilige kalligraphische Minuskel von überdurchschnittli- 
chem Stilisierungsniveau: Perlschrift. Überschriften in alexandrinischer Auszeich- 
nungsmajuskel. Hier finden sich Gamma und Tau mit hochgezogener Oberlänge. 


Zeta 73 26 Eta la 3.2. v.u. Kappa je letzte Z. 
Dga Phi P 3. Z. v. u. u en 

Epsilon—Iota d letzte Z. Epsilon—Xi 3.Z.v.u. 

en, Br 58 pe GEW 82. v.u. 

Omikron—Sigma (Zeilenende) & 2.11 Chi—Omikron x 4. Z. v. u. 


Spiritus in allen drei üblichen Formen. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. 


327 
Aeövrıog 
Par. 1130, f. 2” (Taf. 183) 16. Jh. E. 
1  Richtungslose, weitzeilige Gebrauchsschrift einer eiligen Hand ohne jeden ästheti- 


schen Anspruch. Kräftige Oberlängen. Worttrennung. Durch das Fehlen von Gera- 
den wirkt die Schrift molluskenartig. 


2 Beta d 22 Zeta Ê 2.2 Theta # 2.3 
Tota J 2.9 Kappa 4 Z.1 Pi ZS 3.Z.v.u. 
Tau d 2.2 

3  Doppel-Gamma An 3.3 eu. Epsilon—Iota 9 2.2 
Epsilon—Iota g Z4 aa A 5Z v.u wi qg Zi 


Tau—Omikron V 2,1 


4 Akzente und Spiritus zum Teil abgesetzt, zum Teil Verbindung von Akzenten mit 
Spiritus, Buchstaben und Kürzungszeichen. 


328 
Atwv ’Arparng 
Ven. Marc. 440, f. 3" (Taf. 184) a. 1426 
1  Senkrechte bis richtungslose, eher enge Gebrauchsschrift mit entwickeltem „Mittel- 
bau“ sowie reduzierten Ober- und Unterlängen. Vorliebe für runde Formen. Keulen- 


förmige Verstärkung der Oberlänge des Minuskel-Eta, Verdiekungen in Pi und 
Omega sowie im Griff des hochgezogenen Tau. 


2 Beta 6 2.3 Gamma 7 3.2.v.u. Delta A Z.1 
Eta Å letzte Z. Theta E 2.4 Kappa K Z.1 
Ny y Z.I bk 22 Pi e 2.2 Tar T Zi 
Phi o Z.2 Chi x Z2 Pai bk Zi 
Omega oi 2.3 

3 Epsilon—lota a letzte Z. Epailan- Tan Ç 4. Z vea 
Epsilon—Ypsilon 4  Z.4 wb Séi Zi 


vin ` All vorletzte Z. nr ët 24 


zpo gy letzte Z. Ypsilon—Rho vP £4. Z. v.u. 





123 


4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils mit Buchstaben sowie untereinander und 
mit Kürzungsstrichen verbunden. Akzente wiederholt mit dem folgenden Konsonan- 
ten verbunden (z.B. nv Z. 1). Kuppenförmige kleine oder tildenförmige größere 
Zirkumflexe. Spiritus asper oft gedreht und nach oben offen. Einfache Punkte über 
Iota und Ypsilon. 


329 
Aéwv Taßaräg 
Par. 11, p. 89 (Taf. 185) a. 1186 


1 Richtungslose, lockere, kleinformatige Minuskel aus der Zeit des Kanonverfalls der 
Perlschrift. Mäßiges Stilisierungsniveau. Häufig hochgezogenes Gamma und Tau: 
einzelne übermäßig große Buchstaben (Zeta, Psi); ansonsten reduzierte Unterlängen. 
Worttrennung. 


2 Beta B Zi Gamma F Zi Delta » Z.3 


Zeta Z Z. 11 


Zeta ê 7. Z. v. u. (gezählt einschließlich der Subseriptio) 


Theta #8 Z.4 Lambda A Z. 1 Psi L vorletzte Z. 


Omega ao vorletzte Z. 


3 Alpha—Tau asr 5.Z vu. Epsilon—lota á vorletzte Z. 
3 
Zen Ke letzte Z. Epsilon— Tau Ee 2.3 
Epsilon— Tau F vorletzte Z. Epsilon—Ypsilon &, 2) 
Epsilon—Omega Ss letzte Z. Pi—Tau mr ZS 
Sigma—lota oJ 3.2.v.u. Doppel-Sigma ar 3. Z. v. u. 
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt, daneben auch Verbindung von Buchsta- 


ben und Spiritus mit Akzenten. Juxtapositionen. Wiederholt Trema über Iota. 


330 
Aéwv Kivvanog 
Par. 1115, f. 228" (Taf. 186) a. 1276 


1 Leicht rechtsgeneigte, stark kleinformatige, lockere Minuskel einer geübten Hand aus 
der Zeit des Kanonverfalls. Gegensatz von Groß- und Kleinbuchstaben. Fetiaugenele- 
mente (Theta, Omikron, Sigma). Teils übergroße, flach liegende Akute. Gutes Stilisie- 
rungsniveau. Erinnert an den Metochitesstil. 


124 

2 Alpha A letzte Z. xamma v 2.3 Gamma / 2.4 
Delta A Z2 Delta PZ? Zeta Z 2.8 
Theta © Z.1 Theta 8 2.2 Theta 8 letzte Z. 
Lambda x 2.1 Xi ET Z. v.u. Rho e letzte Z. 
Schlußsigma € letzte Z. Tau T letzte Z. 


13. Z.v. u: Epsilon— Ypsilon au 3.2va. 


3 Epsilon—Xi & 
Ypsilon—lota y 2.6 


4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; daneben wiederholt Verbindung von 
Buchstaben, Spiritus und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Winzige Zirkumflexe. 
Juxtapositionen (Phi—Theta, Phi—Omikron, Phi—Omega). Involvierungen. Trema 
über Iota. 


331 
Aéwv 
Par. 1085, f. 190" (Taf. 187) a. 1000 


1 Leicht rechtsgeneigte, kalligraphische Minuskel durchschnittlichen Niveaus: Perl- 
schrift. Wort- und Buchstabentrennung sind noch nicht vorgeschritten. Maßvoller 
Gebrauch von Majuskeln. Vergrößerung einzelner Buchstaben. Überschriften in ver- 
suchter alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. 


2 Zeta (3 2.8 
Kappa k 9. Z. v. u. Lambda Fr 2.3 


3 u dé 23 Alpha—Xi ga 13.2. v.u. 
Delta Ita DS 27 Theta-Rho Me 2.9 


` 
Rho—Alpha Oe, Z.7 


xa W letzte Z. wy PY 2-7 


4 Spiritus eckig bis rund. Akzente bescheiden. Tildenförmige Kürzungsstriche. 


Kappa IC Z.6 Kappa K 2.9 


332 
Aéwv 


Par. Coisl. 374, f. 47“ (Taf. 184) It. Jh 2 H 


1 Rechtsgeneigte, lockere, flott geschriebene kalligraphische Minuskel aus der Zeit des 
beginnenden Kanonverfalls: Perlschrift. Zahlreiche hochgezogene Buchstaben (Iota, 
Kappa, Tau, Phi) vermitteln den Eindruck der starken Rechtsneigung. Majuskel- 


f 
f 
| 
| 
j 





125 


Alpha, die Oberlängen des Minuskel-Delta und Graves betonen die Gegenrichtung. 
Worttrennung. Zahlreiche Majuskeln. Überschriften in alexandrinischer Auszeich- 


nungsmajuskel. 
Kappa a vorletzte Z. 


Kappa X Z3 ù Pi er 22 Tau l Kë 


Phi & 2.15 


3 Gamma—Epsilon ye Z.11 


2 Beta vo Z.1 Eta x» Z3 


Delta—Iota MM Z4 
Epsilon—Rho % 2.3 
Epsilon— Tau «£ 2.4 Epsilon—Chi x 2.6 
xal è 9. Z. v. u. Sigma—-lota Bi Z. 11 
Pi—Lambda &y% vorletzte Z. 


Epsilon—Iota g Z.3 


4 Spiritus in halbierter Eta-Form, eckig und rund. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. 
Iota adscriptum. 


333 
Aoyyivog 


Par. 443, f. 9° (Taf. 188) a. 1271/72 


1  Richtungslose, gedrängte Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Oberlängen (hochgezo- 
genes Gamma mit markantem Bogen: Kennbuchstabe) und reduzierten Unterlängen. 
Außer Majuskel-Kappa kaum Senkrechte. Kräftige Akute und Graves. Hochgezoge- 
nes Tau, mit stark gebauchter Haste, die leicht unter die Grundzeile reicht, bestimmt 
- zusammen mit Gamma - das Schriftbild. 


2 Beta Q 2.4 Gamma éi 2.8 Zeta / Z. 4 
Kappa K 2.2 Ny yY vorletzte Z. Xi A 3: Z. v. ù 
Tau C 2:2 Phi Ei 2.3 

3  Epsilon—lota 7 2.3 ver ai 2.2 uev ZS 4. Z. v. u. 


4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils in allen möglichen Verbindungen: Buchsta- 
ben, Spiritus und Kürzungsstriche mit Akzenten. Gelegentlich Verbindung des Ak- 
zents mit dem auf den Vokal folgenden Konsonanten (Z. 12 yapoövrss). Zirkumflexe 
von kleinen Kuppen bis zu groben Haken sehr verschiedenförmig. Tildenförmige 
Kürzungsstriche. Suprapositionen von Tau. Trema über Iota und Ypsilon. Iota 
subscriptum. 


Par. 790, f. 8° (Taf. 189) 


1 


Par. Suppl. 616, f. 323% (Taf. 190) 


d 


334 
Aouxäg 
12. Jh. A. 


Senkrechte, weitzeilige kalligraphische Minuskel von sehr gutem Stilisierungsniveau 
aus der Zeit des Kanonverfalls. Ausgeprägte Ober- und Unterlängen. Zahlreiche 
Majuskeln (Epsilon, Eta, Theta, Kappa, Lambda, Ny, Sigma). Initialen in epigraphi- 
scher Auszeichnungsmajuskel. 


Beta ù 3,28 Zeta e) a, Z. 9 Eta h a, Z. 7 
Ny Ar a,2.1 Xi 3 b, Z. 14 Tau BR a, letzte Z. 
Ypsilon U a, Z. 3 


Epsilon—Lambda Kä nicht auf der Tafel Epsilon—Xi 5 b, Z. 10 


Epsilon—Phi eb 4,21 


\ 
èni Gi nicht auf der Tafel 


xat K nicht auf der Tafel Doppel-Lambda DN a, Z. 12 
Doppel-Lambda H b, 2.7 Aen Ay a,2.7 uev yt a, Z. 12 
uev st nicht auf der Tafel Rho—Omikron p? a,2.5 


opa. $ a, Z. 12 

Akute und Graves oft zart und weit abgesetzt. Winzige, kuppenförmige Zirkumflexe. 
Spiritus überwiegend rund, nur selten in anderen Formen. Ny-Kürzungsstriche nicht 
nur am Zeilenende. Hochgezogenes Tau gegen Zeilenende. 


335 
Aouxäg 
a. 1339 


Rechtsgeneigte, lockere, aber disziplinierte Minuskel. Erinnert an den Kanazleistil 
unter Kaiser Andronikos III. Weitgehende Wort- und Buchstabentrennung. Hochge- 
zogenes Gamma und Tau. Betonung der NW-SO-Diagonale - als Gegengewicht zur 
Rechtsneigung - durch die Oberlänge des Delta, die stets mit dem folgenden Vokal 
verbunden ist. Ausgeglichenes Gesamtbild. Überschriften und Initialen in epigraphi- 
scher Auszeichnungsmajuskel. 


Gamma [ Z.1 Zeta letzte Z. Theta 9 Z.1 


Psi y Z1 


Tu T aZ au Phi $ 2.3 


eenaa A E SS 


Par. 2958, f. 2" (Taf. 191) 


3 Epsilon—Iota & Z6 


Par. 1183, f. 42" (Taf. 192) 


10.. Z. vu ES letzte Z. 
Epsilon—Rho 8 zs 


Ae 5y 2.4 


ayo qo Epsilon—Iota 
IQ. 
mu Z4 Hi r 2.9 


Epsilon—Tau x 2.8 xal de 2.4 


< 


vv A 2.13 Tau—Omikron %0 2.8 


Akzente und Spiritus sowie Kürzungsstriche in der Regel abgesetzt; zum Teil Verbin- 
dung von Akzenten mit Buchstaben. Maßvolle Zirkumflexe. Ny-Kürzungsstriche am 
Zeilenende (Archaismus!). Trema über Iota und Ypsilon. 


336 
MeLapıs 
14. Jh. E. 


Senkrechte, kleinformatige, gedrängte Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit 
Worttrennung, kleinem Mittelbau und reduzierten Unterlängen. Unsichere Grund- 
zeile. Trotz größerer Ausführung mancher Buchstaben (hier: Majuskel-Epsilon, Ma- 
juskel-Sigma) gibt es keine das Schriftbild beherrschende Gruppe oder Richtung, 
Gewisse Ähnlichkeiten mit der Druckminuskel. 

TC as 


Alpha » Z.4 Beta ß Z.5 
Delta A Z.1 Zeta Q 24 Theta 6 ZA 


Tau SS 2.4 


Gamma 


Epsilon—Lambda letzte Z. 


Dr 23 
ueta Kuala, 2.11 
Phi-Rho $ 8.Z.v.u. 


Epsilon—Xi k letzte Z. 
pev uy 2,2 Heu bet Z4 


nepl me KA 


Epsilon—Pi 


4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt. Vereinzelt Verbindung von Vokal oder 


Spiritus mit Akzent. Suprapositionen. Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscrip- 
tum. 


337 
Maxdpıog 
a. 1590 


Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit Vorliebe für runde 
Formen und Vermeidung von exakten Geraden. Proportionierte Ober- und Unterlän- 
gen. Großer Zeilenabstand. Worttrennung. 


128 


Par. 3005, f. 34° (Taf. 193) 


1 


Alpha à 2.1 Beta Ê Z.3 Epsilon € Z.1 

Eta 3 Z.1 Theta 9 ZA Iota J letzte Z. Xi t 2.1 
Pi m Z5 Tu ) zi Tu f 25 Phi EE 
Phi OO Z.12 

Alpha Lambda a vorletzte Z. Alpha—Rho vi 2.3 


d 23 Epsilon—Iota 9 letzte Z. 


Epsilon—Iota 


Epsilon—Rho d letzte Z. Epsilon—Omega éi 2.4 


Wi 2.14 xal v 
K I Reg uev lf Z.4 


Eta—Rho letzte Z. 


Doppel-Lambda 


Pi—Rho m 


Tau—Omikron pP Zul 


letzte Z. Tau—lota Y 2.4 


Akzente und Spiritus abgesetzt; manchmal Verbindung von Buchstaben mit Akzen- 
ten. Doppelakzente. Suprapositionen. Einfacher Punkt bzw. Trema über Iota und 
Ypsilon. Vereinzelt Iota subscriptum (auf anderen Folien). 


339 


Manuel Bonifatius 
15. Jh. Anf. 


Senkrechte bis richtungslose, gedrängte Gebrauchsschrift mit fast mikroskopisch 
kleinem Mittelbau, deutlichen Ober- und Unterlängen, sowie Verlust der Grundzeile. 
Bewußter Verzicht auf gleichmäßige Buchstabenformung seitens einer vielschreiben- 
den Hand. Auffallend Majuskel-Alpha, das mit übergroßer Haste, gemeinsam mit 
Majuskel-Lambda, hochgezogenem Tau und Chi fast die Vertikale unterstreicht. 


Alpha A 3. Z: v. u: Gamma r letzte Z. Epsilon « letzte Z. 
Theta $ 3.Z.v.u. Xi $ 6 Z. v.u. Tau T 3.Z.v.u 

Tau 1 vorletzte Z. 

Alpha—Rho % 3.2. v.u. Delta—Iota 4 3, Z. vp t: 


Epsilon—lota g letzte Z. Epsilon—Kappa u vorletzte Z. 


Epsilon—Ny Ki 3.Z.v.u. Epsilon—Omega w 5.2. v.u. 


xal P letzte Z. Doppel-Lambda A 6.2.v.u. 


uèv > 3. Z. v.u. Pi—Omikron m letzte Z. 





$] 
H 
j 
Fi 





Par. 40, f. 1Y (Taf. 194) 


1 


Par. 1720, f. 1" (Taf. 195) 


1 


129 


Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils verbunden. Akute in Paroxytona manch- 
mal auf den letzten Buchstaben des Wortes folgend (z. B. letzte Zeile rapóvta, 3. Z. v. 
u. Aöyos). wv-Kürzungsstriche von Akuten gekreuzt. Wiederholt Trema über Iota und 
Ypsilon, nicht selten durch einen patzigen Punkt ersetzt, der sich von einem Spiritus 
kaum unterscheidet. 


340 
Mavovhà Taßadäg 
14. Jh. 
Richtungslose, lockere, derbe Gebrauchsschrift einer ungelenken Hand nach dem 


Verfall des Minuskel-Kanons. Verzicht auf ästhetischen Anspruch. Verlust der 
yrundzeile. 


Beta È letzte Z. Epsilon t Z.2 Xi 4 vorletzte Z. 
Rho Pf letzte Z. Ph ÔÊ zi 
Alpha—Iota 4 2.5 Beta—Omikron us 2.4 


Delta—Epsilon MÄ 2.4 Epsilon— Beta % 2.1 


Epsilon—Iota (mit Zirkumflex) € 2.3 


SA 6.2. v.u. 
Ypsilon—Tau ur 3.2.v.u. 


Epsilon—Kappa ax 2.2 


Epsilon—Ny Tau—Omikron °? letzte Z. 


Akzente und Spiritus abgesetzt; daneben Verbindung von Buchstaben mit Akzenten. 
Kleine Zirkumflexe. 


343 
MavovnA Airpeipis 
14. Jh. 2. H. 


Richtungslose, ungepflegte Gebrauchsschrift verschiedener Dichte mit ausgeprägten 
Oberlängen (hochgezogenes Gamma und Tau, ferner Beta, Kappa, Phi) und reduzier- 
ten Unterlängen. Variierender Zeilenabstand bei unsicherer Grundzeile. Keinerlei 
ästhetischer Anspruch. 


Beta R 2.4 Beta £ 2.5 Gamma P 2:3 


130 


3 Alpha—Ny ën 2.6 Epsilon— Beta ” 9; Z. vu. 
Epsilon—Iota 4 letzte Z. Epsilon— Lambda x 3.2.v.u. 
Epsilon— Xi 3 2.15 Epsilon—Rho Å 2.6 
Epsilon—Rho EN vorletzte Z. oa aM 7210 
Epsilon— Tau a Z. 19 Epsilon— Phi "o letzte Z. 
Tau—Omikren Ts letzte Z. Tau—Rho gs 4. Z. vu. 


Tau—Omega dw 2.6 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Doppelakzente (auf anderen Folien). Suprapositio- 
nen. Involvierungen. Trema über Iota und Ypsilon. 


344 
MavounA Eipnvaiog 
Par. 117, f. 139° (Taf. 194) a. 1262 


1  Senkrechte, kleinformatige, lockere Minuskel einer geübten Hand aus der Zeit des 
Kanonverfalls der Perlschrift. Die Vertikale durch Theta, Iota, Kappa, Phi, die 
NO-SW-Diagonale durch Rho-Ligaturen und die Epsilon— Xi-Ligatur betont. Kno- 
tenförmige Verdickung der Querbalken von Theta, Pi, Tau, Ypsilon. Vorliebe für 
Schattenstriche. Gewisse Ähnlichkeit mit der Gruppe „2400“. 


2 Theta + 2.10 Kapa K 3Zvu 
Lambda A, 4. Z. v.u. Pi "r Kä) Tau er SI 
Ypsilon u 3.2.v.u. Chi X 2.7 

3 Alpha Phi ab letzte Z. Delta—lota "ai 2.12 
Epsilon—Iota d letzte Z. Epsilon—Xi Z 2.2 
Rho— Alpha a 2.2 Rho—Iota eu 26 


Rho—Omikron ` Ge D Zen 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt, vielfach nach rechts verschoben. Verbindung von 
Kürzungsstrichen mit Akzenten. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Wiederholt 
Trema über Iota und Ypsilon. 


345 
MavounA ’Iayapıg Aodxag Tupis 
Par. 2305, f. 18° (Taf. 196) a. 1418 


1  Richtungslose, gedrängte Gebrauchsschrift mit entwickelten Ober- und reduzierten 
Unterlängen sowie großem Zeilenabstand. Vorliebe für spitze Formen. Kräftige Ak- 
zente. Unsichere Grundzeile. Kein ästhetischer Anspruch. 





131 
2 Alpha A 2.2 Gamma [ 3.Z2.v.u. Epsilon & Zi 
Eta N vorletzte Z. Theta g Z.1 Xi f Z.1 
Tu 7 Z1 Phi $ Zi 
3 Gamma—lota A letzte Z. uev +j Z.1 
uev AC 2.8 Pi—Rho ne BR Zen 


4 Akzente und Spiritus deutlich abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Buchstaben 
und Spiritus mit Akzenten. Zumeist giebelförmige Zirkumflexe. Spiritus asper oft um 
90° gedreht (Öffnung nach oben). Trema über Iota und Ypsilon. 


346 
MavounA Karexas 
Hier. Pan. Taphu 405, f. 117" (Taf. 197) 14. Jh. Ende 


1  Richtungslose, gedrängte, ziemlich engzeilige Gebrauchsschrift mit kräftigem, aber 
unregelmäßigem „Mittelbau“ und durchschnittlichen Ober- und Unterlängen. Akute 
und Graves manchmal übergroß und ziemlich flachliegend. Kein ästhetischer An- 
spruch. Horror vacui. 


2 Beta f letzte Z. Gamma f 3. Z. eo Epsilon o letzte Z. 
Zeta 4 18.2 Vot: Lambda A letzte Z. 
Schlußsigma ç 3. Z. v.u. Phi 2 vorletzte Z. 
3 Epsilon—lota a 3.Z.v.u. Epsilon— Iota { 3. Z. v. u. 
eno % letzte Z. Sep (es vorletzte Z. 
uev si letzte Z. uev ` Al, vorletzte Z. 


Rho—Omikron p9 3. Z. v: u. 


4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils Verbindung von Akzenten mit Spiritus und 
Buchstaben. Spiritus asper um 90° gedreht und nach oben offen. Kleine, kuppenför- 
mige, manchmal größere Zirkumflexe. Trema oder einfacher Punkt über Iota und 
Ypsilon. 


352 
MavovnA 
Par. 805, f. 52" (Taf. 198) a. 1063/64 


1  Inetwa senkrechte kalligraphische Minuskel aus der Zeit des beginnenden Kanonver- 
falls: Perlschrift mit überdurchschnittlichem Stilisierungsniveau. Minuskel-Lambda, 
Psi und Rho-Ligaturen betonen die NO-SW-Diagonale, Majuskel-Lambda (und Chi) 
die NW-SO-Diagonale. Auffällige Zerdehnung von Pi, Tau, Omega. Merkwürdige 
Verbindung Epsilon—Alpha (b, 7. Z. v. u.). 








132 133 
2 Beta Q b,Z. 14 Zeta be a 28 Eta x b,Z.5 354 
Xi 3 b, 2.7 Pi eer 422 Schlußsigma C b,2.8 MavounA 
K Par. Suppl. 642, f. 74" (Taf. 200) 13. Jh. E. 
Phi b, Z. 10 Psi =b  b,6. Z. v.u. We j 
Gë 1  Richtungslose, sehr gedrängte, raumsparende Gelehrtenschrift ohne ästhetischen 
Omega © b,2.2 Omega CD b9Z.v.u. $ Anspruch. Nur geringe Ansätze zu Wort- und Buchstabentrennung. Gegenüber den 
. 3 eher bescheidenen Oberlängen (die Unterlängen sind fast nicht existent) prägt der 
d ëfters N BEER Bëstë- Sie SH BASE „Mittelbau“ mit vielen spitz auf der Grundzeile stehenden Buchstaben (Eta, Iota, 
Epsilon—Iota g b, 4. Z. v. u. Epsilon—Xi d? nicht auf der Tafel Ny, Pi, Tau) das Schriftbild. 
Epsilon—Ypsilon a b. Z. 12 E NEE 2 Beta Q Z. 3 (Zeilenzählung ohne Überschrift) Gamma Ñ 2.3 
Doppel-Lambda A9 a, Z1 geg Se b Zi Delta & vorletzte Z. Ny y letzteZ. Pi w 22 
Pi—Alpha ZNS- b,8.Z.v.u. Rho—Omikron e? b, 2.5 E Rho g 2.1 Tau 7 23 Omega ou Z.3 
TE SEH ch BEZ yi e 3 Epsion=Xi PB 22 Epsilon-Tau $ 2.7 
4 Spiritus in halbierter Eta-Form oder eckig. Winzige, kuppenförmige Zirkumflexe, oft el wi GI 2.4 Tau-Omikron @ 25 
nach rechts verschoben. J 4 Akzente und Spiritus zumeist abgesetzt; manchmal Verbindung von Buchstaben und 
; Spiritus mit Akzenten. Doppelakzente. Trema über Iota und Ypsilon. 
353 358 
MavouyA Mapxıavög 
Par. 11, p. 294 (Taf. 199) 12. Jh. 4. V. Par. 1585, f. 106" (Taf. 201) a. 1369 





1 Leicht rechtsgeneigte, eher gedrängte, aber disziplinierte Minuskel in der Nachfolge ! 1  Senkrechte, kleinformatige, lockere Minuskel mit auffälliger Zerdehnung des „Mit- 
der Perlschrift aus der Zeit des Kanonverfalls. Mittleres Stilisierungsniveau. Geringer 2 telbaus“ bei großem Zeilenabstand. Einzelbuchstaben und Ligaturen, besonders die 
Zeilenabstand. ‚Juxtapositionen der fettaugenartig aufgeblähten runden Buchstaben Juxtapositionen von Alpha, werden grundsätzlich in die Breite gezogen. Auch die 
Epsilon, Theta, Omikron, Phi und Omega. Penetrantes Xi. Überschriften in versuch- Unterlänge des Iota wird in eine geschwungene Horizontale zurückgebogen. Die 
ter alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. Oberlängen des Minuskel-Delta und die Verbindung von Buchstaben mit Akzenten 

sind außergewöhnlich flach gehalten. 


LEE SE 
E 


5 e Za 
2 Epsil Z.4 Zet 2.9 Thet Z. 14 $ 
psilon Les eta = eta © l 2 Beta p b, 2.6 Delta Vë, 32.3 Delta S ans 
Xi 2.5 Pi T 26 Pi y letzteZ. Hi Zeta © bZ4 Theta e 36Z2v.u. 
Tan vr Zi Phi bb 2.4 Omega MD 2.7 Kä Ita E b, 2.4 Kappa K b,2.4 My m b,2.4 
3 Alpha Gamma OI 26 Delta—Iota af 2.4 ZS Xi %“% b22 Tau °T bh, letzte Z. 
Si ; 
Ka Ypsilon La b, 2.8 Omega ` ee 3,28 
Epsilon—Xi Eed Z. 10 Epsilon—Rho di 14. Z. v. u. = 
ZE 3 Alpha-Tau as a,Z.2 Epsilon -Iota ` es S.S A 
e 
xal la 2.3 oeo BE 14. Z. v. u. Wë: 5 S e < 
d Si Epsilon—Rho o a, Z.5 Epsilon— Tau P) a, 3. Z. v. u. 
Tau—Iota ee 4,2 Ypsilon—Iota U Z6 a My—Pi u b, Z. 13 r mi, b,7. Z. v.u. 
4 Akzente und (runde) Spiritus abgesetzt. Trema über Iota. Séi Zoch md a, D Z. v.u. 


D 


SCH 
SS 





134 

4 Kleine Akzente und Spiritus abgesetzt; daneben Verbindung von Buchstaben mit 
Akzenten (diese oft um 1 Buchstaben nach rechts versetzt). Spiritus asper häufig um 
90° gedreht und nach oben offen. Viele Juxtapositionen. Suprapositionen (bes. Tau 
über Omega). Trema über Iota und Ypsilon. 

360 
Mapxog 

Par. 662, f. 1” (Taf. 202) a. 1047 

1 Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel mit gutem Stilisierungsniveau: Perl- 
schrift. Beginnende Wort- und Buchstabentrennung. Überschriften in alexandrini- 
scher Auszeichnungsmajuskel. 

2 Beta w 32.2 Gamma re a,2.3 Zeta 3 b,5.Z.v.u. 
Lambda N a, Z.3 Xi % b, 2.1 Rho E 2.1 


Phi &b a, 2.9 Psi + bZ i 


3 Epsilon—Pi DE DCK Eta—Ny bau 321 


Omikron—Ypsion X b,2.2 o obn nicht auf der Tafel 
Ypsilon—Ny WW a,7.Z.v.u. 


4 Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. eckig. Winzige Zirkumflexe. Ny-Kürzungsstrich 


am Zeilenende. Doppelakzente. 


361 
Mapxog 


Par. Coisl. 73, f. 275" (Taf. 203) a. 1333 


1 


Leicht rechtsgeneigte, unauffällige Minuskel an der Grenze zur Gebrauchsschrift. 
Geübte Hand ohne ästhetischen Anspruch. Vielfach Oberlängen (hochgezogenes Tau, 
gerne pilzförmig, ferner Gamma), reduzierte Unterlängen. Mäßige Wort- und Buch- 
stabentrennung. 


Beta Aë ki? Zeta ? b, 3. Z. v. u. Xi Enz 


Tau ] 82.2 Phi d a, letzte Z. 
Epsilon—Xi 3 a, Z. 11 e Ar DAB 


bei 


etal gu b, Z. 3 xal 6 b,Z.1 
kep 


uev b, Z. 5 Pi—Omikron MO a, Z7 





Par. Coisl. 243, f. 203° (Taf. 204) 


1 


Par. 2835, f. 79" (Taf. 205) 


d 


135 


Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils Verbindung von Spiritus und Buchstaben 
mit Akzenten, wiederholt auch Verbindung des Akzents mit dem auf den Vokal 
folgenden Konsonanten (z. B. &xurAv b, Z. 3). Graves oft flach liegend. Spiritus asper 
gedreht und nach oben offen. 


362 
Mapxog 
15. Jh. 1. H. 


Leicht rechtsgeneigte, gedrängte Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit ausge- 
prägten Oberlängen (hochgezogenes Tau und Gamma, Xi) und reduzierten Unterlän- 
gen. Gefällige Mischung von spitzen und runden Formen. Großer Zeilenabstand. 
Initialen in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel. 


Beta p Zi Delta A Z.2 Epsilon « Z.1 
Theta 4 Z.1 Lambda A Z.1 Xi E 2.2 
Rho f Zi Tau T zi Phi $ Z1 


Alpha—Rho ® Z.5 Epsilon—Lambda % 2.7 
Epsilon—Rho $ 2.3 Epsilon— Ypsilon d 2.1 
Den Hr 2.6 uev pw 2.3 


Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Spiritus 
und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Spiritus asper gedreht und nach oben offen. 
Zirkumflexe winzig und kuppenförmig oder größer und tildenförmig. Trema über Iota 
und Ypsilon, über Iota häufig auch einfacher Punkt. 


366 
Mordaiog Auurnovöng 
15. Jh. M. 


In etwa senkrechte, eher lockere, weitzeilige Gebrauchsschrift mit Reduzierung der 
Ober- und Unterlängen. Die großen flach liegenden Akute unterstreichen die Tendenz 
zur Horizontalen, die auch in dem flachen Anstrich des My, im flachen Chi, in dem 
fast horizontalen Anstrich des Theta und in der niedrigen, zerdehnten Form des Eta 
zum Ausdruck kommt. 


Beta œ Z.2 Delta A letzte Z. Eta m Z2 
Theta ọ 2.1 My a 2.1 Xi E 23 

Chi Ae 2.2 

5. Z. v.u. 


Alpha—Iota an Epsilon—Iota d Z.3 


Epsilon—Ypsilon ot 2.3 Pi—Rho ef Zi 


136 


4 


Par. 1928, f. 10" (Taf. 206) 


1 


Par. Coisl. 41, f. 263" (Taf. 207) 


1 


Markante, zumeist abgesetzte Akute und Graves, überwiegend kleine, kuppenförmige 
Zirkumflexe. Selten Verbindung von Spiritus mit Akzenten. Spiritus asper gedreht 
und nach oben offen. Doppelakzente (ère). Trema über Iota und Ypsilon. 


367 


Mattatos XoptátýNs 
14. Jh. M. 


Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, eher lockere Gebrauchsschrift mit proportiona- 
len Ober- und reduzierten Unterlängen. Durchschnittliche Wort- und Buchstaben- 
trennung. Unsichere Grundzeile. Vorstufe der Druckminuskel. 


Gamma l Z.1 Theta A» Z.3 Theta ð Z1 
Xi t 3:8 Pi e 25 Tu T Zi 
Sen dër Z4 Epsilon—Ita & Zi 


Epsilon—Xi h 2.6 Epsilon— Tau yf 2.3 


Aer AN Z.4 uey pw 2:8 
Pi—Omikron ` ww Zi zw 96 Zi 


Sigma—-Omikron G 2.3 Tau—Omikrn "fa 23 


Tau—Rho H 2.2 


Akzente und Spiritus abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Spiritus mit Akzenten. 
Wiederholt Trema über Iota und Ypsilon. 


368 
Mardatog 
a. 1244 


Senkrechte, weitzeilige Gebrauchsschrift einer geübten Hand ohne Stilisierungsver- 
such. Oberlänge des hochgezogenen Tau (sonst auch Delta, Phi, Psi) hervortretend. 
Suprapositionen, Involvierungen und Kürzungen bestimmen das Schriftbild. Über- 
schriften in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel. 


Theta ô B, Z, i 


Phi $ 


Epsilon—lota & D Ayw 


Gamma C 4. Z.v.u. 


Tau | 4. Z. v. u. 


\ 
yàp A vorletzte Z. 


Rho e letzte Z. 


8. Z. v. w 


Epsilon—Ny ey 9. Z. v.u. Epsilon—Omikron Ka 4. Z. v. u. 
Epsilon—Rho z vorletzte Z. Hey LU 5.2. eu 





Be 


SS 


GE 


CEE 


A 





size 


Sen 


ir 


Be 





4 


Par. Suppl. 564, f. 140° (Taf. 208) 


l 


Par. 12, f. 1" (Taf. 205) 


1 


137 


Akzente und Spiritus abgesetzt. Suprapositionen. Involvierungen. Wiederholt Trema 
oder Punkt über Iota. 


369 
Mar$aiog 
13. Jh. E. 
Senkrechte bis richtungslose, lockere, archaisierende kalligraphische Minuskel in der 


Nachfolge der Perlschrift. Durchschnittliches Stilisierungsniveau. Initialen in epigra- 
phischer Auszeichnungsmajuskel. 


Beta Q SS en Gamma ` Le ZS Zeta Z 2.6 
Eta xw Z.2 Theta 8 Za Kappa k 22 

Ny uo 22 Xi © Z.1 Pi r Z.2 Rho e 2.2 
Schlußsigma © Z. 3 Tu er 23 Psi SÉ 2,3 


Alpha—Rho ao letzte Z. Alpha—Phi 


oop Z.12 


Epsilon-Phi &@ 2.9 
Ypsilon—Rho 


Epsilon—Iota q Za 


Rho—Omikron er letzte Z. Lë 2.8 


Akzente und (runde) Spiritus abgesetzt. Spiritus asper um 90° gedreht und nach oben 
offen. Trema über Iota. 


371 
Mardaiog 
a. 1419 


Leicht rechtsgeneigte, schwungvolle kalligraphische Minuskel mit gutem Stilisie- 
rungsniveau, geschickter Verteilung von Vertikalen und Rundungen sowie Elemen- 
ten beider Diagonalen: Hodegonstil (vgl. H. Hunger-O. Kresten, JÖB 29 [1980] 
187f., bes. 201, Nr. 13 und 208f.). Überschriften in epigraphischer Auszeichnungsma- 


Juskel. 
Alpha Ki Z. 1 (Zählung ohne Überschrift) Delta SS? 4.2.v.u. 


Eta H letzte Z. Theta Q 2.1 Theta SC 2.4 


Kappa K. vorletzte Z. Xi 2 2.7 Phi » 5.Z.v.u. 


Omega 00 2.2 Omega CJ 2.2 


138 


Par. 1078, f. 109" (Taf. 209) 


il 


(N 


Par. Coisl. 260, f. 48° (Taf. 210) 


1 


Alpha—Sigma A,5” 5. Z. v.u. Delta—Omikron A, 4.2. v.u. 


Delta—Rho de 2.4 Epsilon—Xi J3 4. Z. v. u. 


Epsilon—Tau $ letzte Z. Epsilon— Ypsilon K ZN 


N 
xal VS 2.2 uep uy 2.6 


Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine kuppenförmige Zirkumflexe. Trema über lota 
und Ypsilon. 


373 


Me%odıog 
a. 1072 


Senkrechte bis leicht richtungslose, lockere Minuskel von durchschnittlichem Stilisie- 
rungsniveau: Perlschrift aus der Zeit des beginnenden Kanonverfalls. Keulenartige 
Verdickungen und Knötchen in den Oberlängen von Eta, Iota, Kappa. Wiederholt 
hochgezogenes Tau. Inhaltsverzeichnis und Überschriften in alexandrinischer Aus- 
zeichnungsmajuskel. 


Zeta d Z.1 Zea 9 26 


Eta L 2.2 


Theta A Z.2 Iota | zu Kapps L 22 
Lambda £ 22 Ny Ai Zu Xi d 2:9 
Schlußsigma © Z. 1 Tau T vorletzte Z. 


Alpha— Xi SCH letzte Z. Alpha—Rho un 2.3 
` 
ini Zi 12. Z. v. u. wi aS 


Omikron— Ypsilon Y 9Z.vu. 


11. Z. v. u. 


Spiritus gemischt in allen drei Formen. Kleine kuppenförmige Zirkumflexe. Doppel- 
akzente (&ret). Tildenförmige Kürzungsstriche. Suprapositionen. 


374 


MeAE£rıog 
10. Jh. 


Senkrechte, lockere Minuskel mit durchschnittlichem Stilisierungsniveau: Perlschrift. 


Überschriften in versuchter alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. 


we 


u ES BEA 


Së 
SC: 


RES 


Er ne, 
er 

















139 
2 Epsiion © Z.8 Zeta Z 10. Z. v. u. Eta k Z.1 
Theta # Z. 11 Lambda A Z.1 My w 2.2 
Rho ọ zi Phi d 2.2 Omega œ 23 
3 Gamma—lota ` sel letzte Z. Delta—Omikron A. 2.1 


Par. Coisl. 223, f. 32" (Taf. 211) 


1 


Epsilon—Iota d 2.2 
m Di 28 
xat S 2.6 


Epsilon—Xi d 2.12 
Epsilon—Ch & Dieu 
Sigma—Phi ob 2.9 


Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. eckig oder rund. Winzige Zirkumflexe. Doppel- 
akzente. Ny-Kürzungsstrich am Zeilenende. Iota adscriptum. 


375 
Meiiroe 
a. 1300/01 


Rechtsgeneigte bis richtungslose, lockere, archaisierende kalligraphische Minuskel in 
der Nachfolge der Perlschrift. Durchschnittliches Stilisierungsniveau. NO-SW-Diago- 
nale durch hochgezogenes Tau, Lambda und Rho betont. Vgl. den Vind. theol. gr. 303 
(Johannes Tarchaneiotes): Pal. Gr. Byz. 283—290. 


Alpha A 4 Zvu. Beta B 4. Z. v.u. Zeta 0 Z2 
Theta Ô Z.2 Kappa K 6. Z. v. u. 

Lambda A Sien Psi + zs Psi zb Din 
en d Zi Alpha—Theta a% Z.5 

Alpha—Sigma as Z5 Delta—Iota N  Z.1 


Delta—Omikron ` Za 3 Ze ya 8. Epsilon— Iota q 
Epsilon—Xi R 2.83 org gp 2.5 


Tau—Omikron ~o Bea 


vorletzte Z. 


Akzente und (runde) Spiritus abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Buchstaben 
mit Akzenten (in den leicht kursiven Titeln: dort auch seltenes Iota subscriptum). 
Bisweilen Trema über Iota. 


140 2 
376 4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt; oft auch Verbindung von Buchstaben 
Mnväg und Spiritus mit Akzenten (auffallend Z. 1 & Å ). Suprapositionen. Trema über 
Par. 486, f. 189" (Taf. 212) 12. Jh. Iota und Ypsilon. Iota subscriptum. , 
1 ` Senkrechte, lockere Minuskel aus der Zeit des Kanonverfalls mit kleinem „Mittelbau“ 
sowie weitgehender Wort- und Buchstabentrennung. Die Senkrechte wird durch 
Majuskel-Kappa, hochgezogenes Iota, Tau, Phi und Psi, sowie die Ligatur Epsilon— 
Tota betont. Die NW-SO-Diagonale ist durch die Oberlängen des Minuskel-Delta, 380 
durch Majuskel-Alpha und Majuskel-Lambda, auch durch die entsprechenden Unter- Runa, Biain 
längen des Xi vertreten. bm Goit: De Haih a ioi 


Lë 


Delta - b, 4. Z. vn Zeta 3 b, 10.2. v. u. 


Xi H a, 14. Z. v. u. Xi È b, Z. 13 Tau [ b, 10. Z. v. u. 


1 Senkrechte bis richtungslose, gedrängte, doch übersichtliche Minuskel nach dem 
Verfall des Kanons. Stilisierungsversuch mit unzureichenden Mitteln: Mischung von 
Perlschriftformen mit zahlreichen Majuskeln, Fettaugenelementen und aufdringlichen 
Ligaturen. Trotz aller Mühe des Kopisten bleibt ein unbefriedigendes Bild. Über- 
schrift (156') eines Stümpers (vielleicht des Rubrizisten?), sonst zum Teil in epigraphi- 


Phi ES a, 11.2. vu. Psi I b, 6. Z. v. u. 
scher Auszeichnungsmajuskel. 


3 Epsilon—Xi R b, 12. Z. v. u. Doppel—Lambda AN b, 8. Z. v.u. 


2 Zeta 4 Z. 4 (gezählt ohne Überschrift!) Eta u 22 
uev H-E a, A Z. v. uù usy sby a, vorletzte Z. 
. Eta 2.2 Theta 2.3 Theta H 2.6 

4 Runde Spiritus, teilweise noch eckig oder in halbierter Eta-Form. Sehr kleine, kup- u d 

penförmige Zirkumflexe. Doppelakzente. Kappa KL Z. 14 Lambda FR 26 

377 Schlußsigma © 2.7 Ypsilon AL Z9 
Mnrtpopdvng ‘Paptórovňos 

Par. Suppl. 1088, f. 169° (Taf. 210) a. 1596 3 Alpha—Xi SÉ letzte Z. wach 25 
1  Rechtsgeneigte, lockere, weitzeilige Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit stark Epsilon— Lambda S 8. Z. eu Epsilon— Xi zZ 9. Z. v.u. 

ausgeprägten Oberlängen (Zeta, Iota, Xi, Sigma, Psi neben hochgezogenem Tau und 

verschiedenen Akzentverbindungen). Verzicht auf ästhetische Wirkung. Epsilon—Xi N 6. Z. v. u. E oi ECH 
2 Beta f vorletzte Z. Gamma f 2:3 Epsilon 4 Z.1 Beete sen Ay Zii 

Zeta f vorletzte Z. Eta h 2.3 Xi d 5. Z. v. u. 4 Spiritus überwiegend in halbierter Eta-Form (!). Akzente und Spiritus fast immer 

Z Rh p 23 Si C 2.2 abgesetzt. Juxtapositionen. Suprapositionen. Wiederholt Trema über Iota. 

Pi SZ? o , Sigma e 

Tau d vorletzte Z. Chi + letzte Z. 
3 Se A; Zi Epsilon—Iota g Z.1 gé 

Mıxanı Kadoppeväs 
ilon— Ypsil 3.2. v: u. xat 7 3.2; eo 
Epsilon Ypsilon ai D Ze Par. 239, f. 30° (Taf. 214) a. 1422 
e ema — si D e 
usv 4 Z.1 Hen ke? 2.3 Sigma —Alpha & Z 1 Senkrechte bis richtungslose, eher lockere Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Ober- 
u n ` längen (hochgezogenes Tau und Gamma) und reduzierten Unterlängen. Weitgehende 
— — k vorletzte Z. g gezog, g g 
BE t: gë Kate r Wort- und Buchstabentrennung. Unsichere Grundzeile. Duktus- und Kalamoswech- 


Ypsilon—lota y 2.1 Ypsilon— Tau j letzte Z. sel zwischen Bibeltext und Kommentar. 





142 
2 Alpha % Zi Beta & 12.Zv.u. Gamma [ 2.4 
Delta & Z.1 Delta A Zt Zeta Gë T. Z. v. u. 
Eta x Z.3 Theta A Z.3 Theta ` H vorletzte Z. 
Ny PpP 21 Xi E 2.3 Xi H 10. Z. v. u. 
Pi mr 2.2 Tu T 22 Phi p 2.6 
Omega C2 8Zv.u. 
3 yy YY 2.3 Epsilon—Iota a 2.7 Epsilon—Xi 2.9 
ge WA SI im E Zi Epsilon—Rho %, R 7 
pey aey Zli mv Je Be a Ypsilon—Sigma wy Z.9 
Phi—Rho F 11. Z. v. u. Phi—Rho q Sien 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Suprapositionen. 


383 
Mıyanı Kovroiewv 
Par. 1729, f. (Cat 215) 16. Jh. M. 


1  Richtungslose, übersichtliche Gebrauchsschrift mit großem Zeilenabstand und kräfti- 
gem „Mittelbau“. Worttrennung. Kein ästhetischer Anspruch. 


2 Beta 6 2.4 Gamma y 2.2 Delta Ah 2.1 
Epsilon & Z.1 Theta 9 Z. 1 Xi f 6. Z. v. u. 
d Z.1 Tau d letzte Z. 
3  Gamma-—-Alpha Ae vorletzte Z. Doppel-Gamma We letzte Z. 
ep DS Z.1 xal wy letzte Z. 
Doppel-Lambda A vorletzte Z. pev kal 2.3 
ww ` aile 2.2 Sigma—Omikon G 21 
Phi-Ita & z2 wm f 25 


4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; manchmal Verbindung von Buchstaben 
mit Akzenten. Trema über Iota und Ypsilon. Wiederholt punktförmiges Iota sub- 


scriptum. 





143 
387 


Mıyahà Maupıavög 
Par. 644, f. 210" (Taf. 216) a. 1430 


1 Senkrechte, lockere Gebrauchsschrift mit Vorliebe für runde Formen. Reduzierte 
Unterlängen. Durchschnittliches Niveau. Gesamteindruck farblos. 


2 Alpha A a,2.6 Gamma y a Zi Epsilon % a, Z.1 
Epsilon € a,Z.4 Epsilon & à 2A vu. Zeta H a,2.5 
Theta © a, letzte Z. Xi E b,2.8 Rho P? a3.2v.u. 
Ypsilon V b, letzte Z. Phi $ a Z. 13 Omega œ b,Z.1 

3 Alpha—Theta op b,Z.6 Epsilon—Theta da a, Z. 8 
Epsilon—Ny CH a Z.2 ènt pan b,2Z.1 zvo de 8,25 


Heu AACN b, vorletzte Z. Ta k a,2.1 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine Zirkumflexe, kuppenfirmig os oder spitz. Trema 
über Iota, selten über Ypsilon. 


388 
Mıxahà Mavpixns 
Par. 381, f. 31" (Taf.215) a. 1550 
1 Richtungslose, lockere, degenerierte Minuskel einer unbeholfenen Hand ohne ästheti- 


schen Anspruch. Weitgehende Wort- und Buchstabentrennung. Grober Kalamos. 
Alpha am Zeilenende mit Verlängerungsstrich. 


2 Alpha 9 Z.1 Epsilon @ 2.2 Zeta 4 3. Z. v. u. 
Eta NW letzte Z. Theta A 2.2 Kappa X. letzte Z. 
Pi 77 letzte Z. Tau T letzte Z. 

3 Delta—Rho Ip vorletzte Z. Pi—Rho TR 2.3 


Ypsilon—Ny Uuw 23 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Winzige Zirkumflexe. Kürzungsstriche mit Knöt- 
chen. Wiederholt Trema über Iota. 


390 
Mıyanı Ha... 
Par. 1571, f. 166' (Taf. 217) a. 1252/53 


1 Inetwa senkrechte, lockere, kleinformatige Minuskel nach der Auflösung des Kanons. 
Weitgehende Wort- und Buchstabentrennung. Verlust der Grundzeile. 


144 


Mon. 312, f. 81“ (Taf. 218) 


1 


Alpha a bZ. 1 Beta @ a,2.1 Beta w a, Z. 4 

Gamma y a, Z.5 Delta N a,2.2 Epsilon & b, letzte Z. 
Zeta ( NS? Eta. to 322 Eta = b Z1 

Kappa L b, 6. Z. v. u. Lambda NS b, 2.5 Xi b, Z. 3 
Xi & bäi Pi es b2.1 Pi e 32.10 

Phi $ 32.4 Phi & 2.4 

Alpha—Theta a9 b,Z.10 Epsilon—Rho dp b, 2.7 


d a, 13 3 en. ETL e a,2.1 
a,2.5 xal WM a, Z. 8 


Pi—Tau vyr b, Z. 13 


Epsilon—Tau 
Epsilon—Ypsilon a. 
Lambda—Omikron ze b,6.2.v.u. 
Chi—Lambda IN b, Z. 1 


Spiritus überwiegend rund, teils eckig, aber auch punktförmig. Kleine Zirkumflexe, 
manchmal - wie auch Akute und Graves - um I Buchstaben nach rechts versetzt. 
Große wv-Kürzungsbogen. Involvierungen. Selten Trema über Iota. Iota subscrip- 
tum. 


391 
Mıxyanı "Pwoairtog 
a. 1541 


Senkrechte, weitzeilige Gebrauchsschrift mit entwickelten Oberlängen (hochgezoge- 
nes Gamma und Tau) und Unterlängen, Worttrennung und kräftigen Akzenten. Aus 
dem Bereich der Druckminuskel. 


Gamma fr 2.9 


Beta ß 2.8 Theta So Kë 
Kappa k Z.4 Lambda Á 2.5 Pi a SI 
Tau f zo Phi © Z2 


EÀ 28 


Epsilon—Rho Gë 2.7 


Alpha: an Al Zz.1 
Epsilon—Xi d 2.3 


xal A 2.8 uev S 2.6 


Epsilon—lota 


Abgesetzte Akute und Graves fast senkrecht. Daneben Verbindung von Akzenten mit 
Buchstaben (zumeist stark hochgezogen), Spiritus und Kürzungszeichen. Supraposi- 
tionen. Trema bzw. einfacher Punkt über Iota. 


ER 


EK 


S 


i 
H 














Par. 1750, p. 75 (Taf.218) 


il 


Par. 2707, f. 106“ (Taf. 219) 


1 


10 


145 


393 
Mıxahà Zopıavög 
a. 1560 
Rechtsgeneigte Kursive einer nicht ungeübten, aber eiligen und undisziplinierten 


Hand mit wuchtigem „Mittelbau“ sowie kräftigen Ober- und Unterlängen in den 
relativ geringen Zeilenabständen. 


Beta D Z2 Gamma / 23 Epsilon € Z.1 

Zeta f 3.Z.vu. Theta 9 2.5 Theta & letzte Z. 
x Ê Zi BÄ T ZI Ta J 22 

Tau 2 SR en Psi ES SI 

Alpha—Rho «p 3.Z.vu ep £$ letzte Z. 
Epsilon—Iota € 33 so Mu 2.3 

Epsilon—Rho e 2.5 xa Y Z.1 mpo 98 2.3 


Tau—Rho E 7.8 


Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils verbunden. Wiederholt Trema über Iota. 
Punktförmiges Iota subscriptum. 


394 
Mıxaà Zuvasnvóg 
a. 1301 


Richtungslose, dichtgedrängte Gebrauchsschrift mit auffallendem Gegensatz von 
Groß- und Kleinbuchstaben: Fettaugenmode. Den aufgeblähten Buchstaben (Alpha, 
Epsilon, Omikron, Sigma, Ypsilon, Omega) stehen die Kümmerbuchstaben (Delta, 
Eta, Theta, Lambda, My, Ny, Pi u.a.) gegenüber. 


Alpha A a,Z.2 Beta R b, Z. 1 Gamma ~ a, Z. 4 
Delta A az? Epsilon & b,Z.1 Eta hb 3,22 
Lambda a a,Z4 Xi E bZ1 Rho e b,2.1 
Öh x bZ.2 Omega CG 32.15 


146 


Par. 598, f. 139° (Taf. 220) 


1 


Gamma—-Iota SZ b, 2. 16 Epsilon— Kappa eA, a, Z. 6 


Epsilon—Ypsilon ` d a, Z.7 Theta—Rho ge b, Z. 10 

xal È a, Z. 15 usv $y a, Z. 4 uev ui a,2.6 

uev E b, Z. 16 uev CA b, 2. 20 
N 

Sima- pailai CR AS. 99 m E 5223 


Phi—lota Ki az 


Akzente und Spiritus zum Teil abgesetzt; daneben häufig Verbindungen von Spiritus, 
Buchstaben und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Suprapositionen. Juxtapositionen. 
Trema über Iota und Ypsilon. 


Rho—Iota d b, 2.5 


396 
Mıyanı 
10. Jh. M. 


Richtungslose kalligraphische Minuskel einer geübten, aber eiligen Hand. Mäßiges 
Stilisierungsniveau. Ausgeprägte Unterlängen (Lambda, Rho, Tau, Phi). Vereinzelt 
hochgezogenes Tau. Charakteristische x«i-Kürzung in der letzten Zeile mit Spiritus- 
artigen Zierelementen; ähnlich innerhalb von Omikron (auf anderen Folien). Über- 
schriften in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. 


Beta 5 7. Z. v. u. (Kennbuchstabe!) Zeta & 2.4 


Eta W zi Iota / vorletzte Z. Kappa k 2.6 

Kappa (U 13. Z. v. u. Lambda © Z 13 Xi Z 11.Z.v.u. 
Rho e Z.4 Schlußsigma ©~ 2.1 Tu T zu 

Phi g 2.4 Chi e 2.11 


Gamma—lota rn 2.8 


sya qe 2.1 S 


Epsilon— Xi Gs 2.2 vol S 2.15 


a qA 2.14 


Delta—Iota Əy Z.12 

Epsilon—Iot 2.8 
Bellen Tote d 

xal letzte Z. 


v 
Sigma—Theta Le 2.7 


Pi—Tau Kn z.1 


ovu C~ 2.17 


Spiritus in allen Formen. Winzige Zirkumflexe. Trema über Iota und Ypsilon. lota 
adscriptum. 


A 





Par. Coisl. 259, f. 13" (Taf. 221) 


1 


2 
3 


Par. Suppl. 1083, f. 33” (Taf. 222) 


i 


2 


3 


4 


397 
Mıxanı 
11. Jh. M. 


Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel im Stil der Perlschrift. Gutes Stilisie- 
rungsniveau. Gelegentlich in den Freirand ausfahrende Längen. Überschriften in 
alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. 
Zeta 3 vorletzte Z. Chi IE Z. 3 (Zählung mit Überschrift) 


Alpha—Rho ap 1.2 v.u. Gamma—Omikron Lë 2.7 


Epsilon—Zeta h 2.3 Epsilon—Xi 8? 10. Z. v. u. 
m n zum Epsilon—Rho Śp 2.4 3% Qf zum 
xan letzte Z. uv ww 2.13 

ner ud letzte Z. rpo TE? 6.2.v.u. 

m oA zs 


Spiritus eckig bzw. rund. Flachliegende Akute. Ny-Kürzungsstrich am Zeilenende. 


398 
Mixanı 
11. Jh. E. 


Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel: Perlschrift von gutem Stilisierungsni- 
veau mit charakteristischen Häkchen an den Unterlängen (Iota, My, Ny, Rho, Tau, 
Phi und sonst). Überschriften und Inhaltsverzeichnisse in alexandrinischer Auszeich- 
mungsmajuskel mit mehreren übergroßen, hochgezogenen Buchstaben (Gamma, Zeta, 
Tau). 


Epsilon & 2.2 Zea 3 Zi Eta u 21 

Eta vw Z1 Theta æ- Z.5 Iota | Z.3 

Lambda a Z3 Lambda p 2.2 Xi 2.8 
Pi rm Zi Rho p Z1 Phi E 3. Z. v. u. 


Chi x 23 
Alpha—Ny ul von Z. 
Epsilon—Tau & letzte Z. 


Gamma— Epsilon yE letzte Z. 
Epsilon—Ypsion &, 2.1 


Spiritus in allen drei Formen. Zirkumflexe zumeist winzig und kuppenförmig, nicht 
selten um einen Buchstaben nach rechts versetzt. Kräftige ov-Kürzung. 


148 


399 
Mıyanı 
Par. 653, f. 45" (Taf. 223) 13. Jh. M. 


1  Senkrechte, eher lockere, weitzeilige Minuskel aus der Zeit des Kanonverfalls. Starker 
Gegensatz von Groß- und Kleinbuchstaben. Prävalenz einzelner Majuskeln, insbeson- 
dere des breit gestalteten Epsilon, dieses auch gerne in Juxtaposition zu anderen 
Majuskeln (hier zu dem ungewöhnlichen dünnen Theta). Die Juxtapositionen, bes. 
Epsilon—Pi (b, 3. Z. v. u.), erinnern an die Gruppe „2400“. 


2 Beta Ñ a, letzte Z. Gamma XY b3.2.v.u. 
Epsilon ec b,3.2.v.u. Zeta Ca a,7.2Z.v.u. 
Pi "Jr ZU; Tau T b,6.Z.v.u. 
3 Epsilon—Iotta Ei b,8.Z. v.u. Epsilon—Xi dä b, 2.5 


Epsilon—Pi Er 6,327 vu. Epsilon— Tau S a, vorletzte Z. 
Theta—Epsilon ` De b, Z. 1 pev aisy a,Z.3 
Rho—Theta en> a, Z.7 Doppel-Tau TY a, 6. Z.v.u. 


Ypsilon—Pi NJ a, letzte Z. 


4 In der Regel abgesetzte Akzente und Spiritus. Maßvolle bis winzige Zirkumflexe. 
Doppelakzente. Gelegentlich Trema über Iota. Iota subscriptum. 


400 
Mıyxanı 
Par. 1775, f. 1Y (Taf. 224) 13. Jh. E. 
1  Senkrechte, kräftige, eher gedrängte Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Oberlängen 


(hochgezogenes Gamma und Tau, Phi, Psi, Majuskel-Sigma) und reduzierten Unter- 
längen. Worttrennung. Große wv-Kürzungsbogen bestimmen das Schriftbild. 


2 Alpha 7 24 Beta ` E E Gamma T 2.4 
Zeta ? 2.5 Kappa K Zd Xi 3 22 
Ypsilon y letzte Z. Pi + 25 

3  Epsilon—Xi ei zu em m ze 


Ypsilon—lota 3 letzte Z. 


4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt. 











149 


401 
Mıyanı 
Par. Suppl. 464, f. 43" (Taf. 225) 14. Jh. A. 


1  Richtungslose, gedrängte Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit starkem Gegen- 
satz von Groß- und Kleinbuchstaben: Fettaugenmode. Charakteristische Fettaugen 
sind Alpha, Omikron, Sigma, Ypsilon, Phi und Omega. Die gerade Vertikale wird 
gemieden: Hochgezogenes Tau und Gamma, aber auch Beta und Phi biegen sich. 
Neigung zur Überschreitung des Schriftspiegels. 


2 Alpha 4 22 Zeta TG. ZU Kappa k Kä 
ie zu Rho e 2.2 Schlußsigma Q 6.Z.v.u. 
Tu f 23  Ypion Ç zm Pi B 62 vu. 
Chi A 2.5 Omega oe Z.i 

3 Alpha—Rho % 2.10 Epsilon—Iota & Z.1 
Epsilon—Ny % letzte Z. Epsilon—Xi & 2.12 
ent Y 5. Z. v.u. ept % 2.4 
Epsilon—Ypsion d 22 Theta—Eta M, 26 
W ` ën Aw ee Sënn se wi "9 
Rho—Omikron ` e 3.Z.v.u. Phi-Omega Bo 2.1 


4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt, jedoch auch häufig Verbindung von 
Akzenten mit Buchstaben, Spiritus und Kürzungsstrichen. Suprapositionen. Juxta- 
positionen. Involvierungen. Trema über Iota und Ypsilon. Fallweise Iota subscrip- 
tum. 


402 
Mıxanı 
Par. Suppl. 1270, Verso (Taf. 226) 14. Jh. 1. H. 


1 Senkrechte archaisierende Minuskel von durchschnittlichem Stilisierungsniveau. 
Vorteilhafter Ausgleich von Vertikale (bes. kräftiges Majuskel-Kappa, Iota, Tau) und 
NW-SO-Diagonale (Zeta und nach rechts abschwingender Teil des Kappa). Trotz 
eher unauffälliger Wort- und Buchstabentrennung dem Zweck entsprechend (liturgi- 
sche Rolle!) gut lesbar. 


2 Beta E 3. Z. v. u. Gamma M~ Z.4 Delta A 2.6 


Zeta A 4. Z. v.u. Theta 6 2.3 Kappa K- vorletzte Z. 


Xi E 2.6 o Ê 6Zvu Ypsilon NY 2.8 


Psi DI 11. Z. v. u. 
3 Alpha-Xi a Zu 


Ypsilon—Ny w 2.9 


Omega w Z.5 Omega QO 26 
Epsilon—Rho S 4. Z. v. u. 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Spiritus asper gedreht und nach oben offen. Sehr 
kleine Zirkumflexe. Trema über Iota und Ypsilon. 


403 

Mwxuog Tapévng 
Par. 1715, f. 88" (Taf. 227) a. 1289 
1 Leicht rechtsgeneigte, gefällige Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Oberlängen (Mi- 
nuskel-Delta, Majuskel-Kappa, hochgezogenes Gamma und Tau, Ligaturen, von Ep- 
silon—Xi und Epsilon—Rho) und reduzierten Unterlängen, sowie Fettaugenelementen 
(Alpha, Beta, Omikron, Sigma, Omega). Die Oberlänge des Delta und die Epsilon— 

Xi-Ligatur herrschen (auf unserem Beispiel) vor. 

Gamma y> 2.10 


2 Beta D Z.5 Beta f 2.5 
Zeta 4 2.5 Kappa K 2.1 


3  Delta—Omikron W 2.4 Epsilon—Xi 3 2.7 


N 
inl dë 2.6 Epsilon—Rho di 2.2 
a Di 
xal E 2.9 nep "OÀ nicht auf der Tafel 


zéi cæ nicht auf der Tafel 


H 
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt. Akzente durchwegs klein gehalten. 
Suprapositionen und Involvierungen. Iota subscriptum. Trema über Iota und Ypsi- 
lon. 


404 
Mwvoñs 
Par. 266, f. 9" (Taf. 228) 16. Jh. A. 


1  Senkrechte, eher lockere, schwungvolle Minuskel mit ausgeprägten Ober- und Unter: 
längen, Einschub übergroßer Buchstaben (Zeta, Theta, Sigma), Betonung beider 
Diagonalen und mit charakteristischen Epsilon—Rho- sowie Epsilon—Tau-Ligatu- 
ren: Hodegonstil in später Form. 











2 Alpha ®©» b,3.Z.v.u. Beta ® a, letzte Z. 
Zeta b,2.3 Zeta 8 az In 


Phi & a, Z. 8 
de N auf anderen Blättern 


Theta 6) b, 2. 16 


Psi N b, 10. Z. v. u. 


3 Alpha—Sigma ur a,9.Z.v.u. 


Epsilon—Rho G b, 2.6 ETO So b,8.Z.v.u. 
Lambda— Theta >? b, 6: Z. v. u. uev Fi b, Z. 6 
Rho—Omikron e? a,2.3 Tau-—Eta D auf anderen Blättern 


4  Abgesetzte, bescheidene Akzente. Teilweise kleine kuppenförmige Zirkumflexe. Dop- 
pelakzente. Involvierungen. Trema über Iota und Ypsilon. 


405 
Nenog 
Par. Coisl. 112, f. 9 (Taf. 229) a. 1329 


1 Senkrechte, lockere, archaisierende kalligraphische Minuskel in der Nachfolge der 
Perlschrift. Durchschnittliches Stilisierungsniveau. 


2 Gamma Y a,Z.4 Delta I a,2.9 Theta 8 az) 
Kappa mM az) Lambda A a,2.8 
Lambda rk b, vorletzte Z. Psi b, vorletzte Z. 


3  Alpha—Xi b, 2.6 Alpha—Rho b; 2.1 
p 


Delta-—-Iota A a,2.1 
Epsilon—Xi SÉ a,2.3 


Epsilon— Tau Ss b,2.7 


Aoy [By b, letzte Z. mTpo TOP a, Z. 14 


Rho—Omikron ` Ga a,Z.9 Tau—Omikron stéi b,2.1 


Tau-Rho_TP b,5.2.v.u. 


4 Akzente und (runde) Spiritus abgesetzt. Suprapositionen. Doppelakzente. 


Epsilon—Iota o a, letzte Z. 
Epsilon—Pi Fr a, Z.T 


Epsilon— Ypsilon dI 324 


152 


407 


Nexrapıog 


Par. 1685, f. 11" (Taf. 230) a. 1468 


1  Senkrechte bis leicht richtungslose, lockere, weitzeilige Gebrauchsschrift mit markan- 
ten Oberlängen (hochgezogenes Gamma und Tau, auch Kappa und Epsilon), sowie 
deutlicher Worttrennung. Große wv-Kürzungsbogen, wiederholt verlängerte Akute in 
Verbindung mit Buchstaben sowie die breiten Horizontalen des hochgezogenen 
Gamma und Tau verleihen dem Schriftbild einen individuellen Charakter. Phi 
manchmal mit links gerichteter, eher störender Unterlänge. Überschreitungen des 
Schriftspiegels. 


2 Gamma IT" 2.1 Zeta 3 2.7 Kappa k vorletzte Z. 
Ny p Z1 Xi Z 2.9 Rho letzte Z. 
Tau E BZ en Tau d 3.2.v.u. Phi 8 3.Z.v.u. 
Phi p letzte Z. 

3 Ae DO 2.4 Epsilon—Iota g 2.5 wi (D 2.8 
ue Mg SS Omikron— Ypsilon (supralinear) Z. 1 
Doppel bi mmr 2.3 ma Pp 22 Phi—Iota Mi 2.3 


4  Durchwegs winzige, teils fast punktförmige, deutlich abgesetzte Akzente und Spiri- 
tus. Bisweilen überlange «s-Kürzungen sowie ou-Ligaturen. Tildenförmige Kürzungs- 


striche. 
408 


Neööwpog 


Par. 1061, f. 13° (Taf. 222) 16. Jh. 2. H. 


1 Stark rechtsgeneigte, kräftige, lockere Gebrauchsschrift einer geübten Hand. Wort- 
und Buchstabentrennung. Großer Zeilenabstand. Vermittelt den Eindruck eines 


flotten Schreibers. 


2 Beta P 2.3 Epsilon = Z.1 Epsilon C 2.1 
Eta m Z1 Kappa E 2.5 Xi g 5Zvu. 
Pi e 27 Rho € vorletzte Z. Tau Z 22 
3 yè JÉ 2.9 Doppel-Gamma MH 2.4 
Epsilon—Kappa ca 3.2. v.u. SL Q; 2.5 
xal EI 4. Z.v.u. ei rhy 2.3 


letzte Z. 


Ta 5. Z en, oo nw 
P 


23 Tau—Rho G 3.2.v.u. 


Sigma—Theta 





Ne 


x 
SS 


SES e SAE S 





153 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt; manchmal (bes. im bestimmten Artikel) Verbindung 
von Buchstaben mit Akzenten, ferner von Spiritus mit Akzenten. Trema über Iota 
und Ypsilon. Punktförmiges Iota subscriptum. 


409 
Neöpvrog 


Par. 1215, f. 59° (Taf. 231) a. 1080 


1 Leicht rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel von durchschnittlichem Stili- 
sierungsniveau: Perlschrift. Beginnende Worttrennung. Überschriften und Kolum- 
nentitel in versuchter alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. 


2 Beta tu H SZ vo Gamma % 5.Z.v.u. 
Eta la 9. Z. v. u. Lambda A 
Ny œ Z.1 (Zählung ohne Kolumnentitel) Xi 3 Z.3 


Phi p Z. 1 


Omega © Zi 


3 Epsilon—Xi ei Aën e Get 
uev US Z. í as- "Sen 


Sigma—Tau EE 21 Ypsilon—Sigma tor 


Rho e Z. 1 


Sigma—Epsilon 
7. Z. v. u. 


4 Spiritus eckig und rund. Winzige Zirkumflexe. Doppelakzente (auf anderen Blättern). 


410 
Neöpvrog 
Par. 89, f. 48” (Taf. 232) 11. Jh. 


1  Rechtsgeneigte, kleinformatige, weitzeilige kalligraphische Minuskel einer geübten, 
aber flüchtigen Hand. Unterdurchschnittliches Stilisierungsniveau. Worttrennung. 
Vereinzelt hochgezogenes Tau. Überschriften in alexandrinischer Auszeichnungsma- 
juskel. 


2 Beta „ Z.7 Delta àa 23 Delta E Z.4 Zeta 9 2.7 


Kappa x Z.4 Kappa 4 13.Z.v.u. Tau T 22 


Phi $ 2.3 


154 


Par. 2286, f. 167° (Taf. 232) 


1 


ayy yy 2.2 Alpha—Pi ow 5.2. vu. 


Alpha— Tau or 2.4 
Epsilon—Xi 3 29 
Epsilon—Tau & Z.6 xa s 2.10 xat vi 
Ven usw 2.12 


Spiritus in allen drei Formen. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Doppelakzente 
(òè, auf anderen Folien). Kürzungsstriche tildenförmig. Kürzungsstrich für Ny am 


Zeilenende. Iota adscriptum. 


Epsilon—lIota g Z. 6 
Epsilon—Sigma & 2.14 
9.2. v.u. 


411 
Neöcgurog (TIpodpounvög) 
14. Jh. M. 


Richtungslose, gedrängte Gebrauchsschrift mit geringem Zeilenabstand und Ausnüt- 
zung des Schriftspiegels, wie in fachwissenschaftlichen Texten üblich (horror vacui). 


Ohne ästhetischen Anspruch. 


2 Alpha A letzte Z. Beta 6 vorletzte Z. Delta A letzte Z. 
Epsilon « letzte Z. Eta a letzte Z. Rho œ letzte Z. 
Schlußsigma ` e letzte Z. 

3 Epsilon—Lambda % 3. Z. v. u. xal @ vorletzte Z. 

4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils verbunden; auch Verbindung von Kür- 
zungsstrichen mit Akzenten. Gelegentlich größere wv-Kürzungsbogen. Trema über 
Iota und Ypsilon. 

412 
Nypwv 

Par. 2558, f. 51" (Taf. 233) 14. Jh. 

1  Richtungslose, gedrängte Gebrauchsschrift ohne jeden ästhetischen Anspruch. Gerin- 
ger Zeilenabstand. Unsichere Grundzeile. 

2 Epsilon 4 Z.1 Rho e Zi 

3 Delta—Iota 9 "Zi em dn 23 Epsilon—Iota q 2) 
Epsilon—Xi o 2.6 Epsilon— Xi dÄ 4. 2.v.u. 
Epsilon—Ypsilon & 2.4 vv» Mu 2.6 olov op Z. 4 
m A Zi Tau—Rho % 22 

4 Akzente und Spiritus zumeist abgesetzt. Involvierungen. Wiederholt Trema über 


Iota. 





413 
Nixavöpog 


Par. 194 A, f. 35" (Taf. 234) a. 1255 


1 


Senkrechte bis richtungslose, dichtgedrängte, unübersichtliche Gebrauchsschrift aus 
der Zeit nach dem Verfall des Minuskel-Kanons. Die Buchstaben des „Mittelbaus“ 
sind mehr oder weniger zusammengepreßt, die Zwischenräume zwischen den Zeilen 
mit Kürzungen, Akzenten und Oberlängen gefüllt. Bemerkenswert ist die Kürzung 
für Omikron—Ny in Form zweier kräftiger, langer und ziemlich flach liegender 
Striche. 


2 Beta DA 22 Epsilon € Z.1 Zeta l 4. Z. v. u. 
My u 2.2 Ny p Z1 Xi $ vorletzte Z, 
Tau T Z1 Chi X Zi 
3 ve D 29 Delta—Iota d) letzte Z. 
Epsilon—Xi 3 letzte Z. Epsilon— Sigma A 2.2 
xal P letzte Z. uev T 2.6 
Ypsilon— Sigma LS St 
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Akute oft fast senkrecht. Kleine und größere Zir- 
kumflexe. Ausgedehnte wv-Kürzungsstriche. Suprapositionen. Trema über Iota. 
414 
Ninyras ’Aßaadveng 
Par. 497, f. 27" (Taf. 235) a. 966 


1 


Leicht rechtsgeneigte, weitzeilige, lockere Minuskel mit reduzierten Ober- und Unter- 
längen. Unterdurchschnittliches Stilisierungsniveau. Wort- und Buchstabentren- 
nung. Vereinzelt hochgezogenes Tau. Im ganzen farblos und uncharakteristisch. - 
Überschriften und Pinax in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. Titel des Pinax 
in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel. 


Alpha oe 3,2.7 Alpha A ai? Epsilon & a,2.2 
Zeta 3 a, 2.5 Eta # 3,21 Theta Bal b, Z. 2 
Kappa K a Z. 4 Xi Za 2.2 Pi za SI 

Tu 7 b,2.2 Phi & a,2.8 Omega æ b,Z.2 


Epsilon—Iota d a,2.6 
Lambda—Pfi Am 325 
Sigma—Theta oQ 321 


Epsilon—Ny A a, Z. 11 
Pi—Omikron NE a,Z.2 
Ypsilon—Ny w a, Z. 6 


156 


4 


Par. 81, f. 244" (Taf.233) 


H 


Par. Coisl. 285, f. 360" (Taf. 236) 


l 


Sehr kleine Akzente. Spiritus fast punktförmig. Vereinzelt Ny-Kürzungsstriche am 
Zeilenende; diese und andere Kürzungsstriche tildenförmig. 


418 


Nixnpöpog 
11. Jh. E. 


Leicht rechtsgeneigte, sehr lockere kalligraphische Minuskel aus der Zeit des begin- 
nenden Kanonverfalls. Stark reduzierte Ober- und Unterlängen. Großer Zeilenab- 
stand. Durchschnittliches bis gutes Stilisierungsniveau. Überschriften in epigraphi- 
scher Auszeichnungsmajuskel. 


Zeta 3 2.8 Eta w 2.3 Kappa xX Z.I 
Ny p Z1 Xi >, letzte Z. Rho pe 2.2 


Chi x Zu Omega œ 2.5 
N 25 


Epsilon—lota q 2.3 
3 6. Z. v. u. 
Epsilon—Tau & Z.1 

uev ubp 2.2 


Akzente und (runde) Spiritus abgesetzt. Suprapositionen. Vereinzeltes Iota adscrip- 
tum, etwas abgesunken. 


Epsilon—Gamma 


Ki) Z.1 


3 Bien 
ép 24 
Epsilon— Ypsilon £ Z.5 


Delta—Iota 
Epsilon— Xi 


Epsilon—Xi Epsilon—Rho 


419 


Nıxnpöposg 
a. 1475 


Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, lockere, schwungvolle Minuskel mit ausgepräg- 
ten Ober- und Unterlängen, teils ausladenden Buchstaben (Epsilon, Lambda, Ypsi- 
lon, Chi), Betonung beider Diagonalen (Lambda, Doppel-Lambda, Chi) und mit 
charakteristischer Epsilon—Tau-Ligatur: Hodegonstil in später Form. 


Alpha a 2.5 Beta b 2.2 Epsilon & 217 


Xi A 9. Z. vu 


Ypsilon agy 42 v.u. 


Psi sh 8. Z. v.u. 





geti 3 


Z 
zë 


H 
bh 





3  Alpha—Theta ag 22 Epsilon— Tau u 2.3 


xal © 9. Z. v. u. uev ILY 2.11 


ev uy 


Rho—Omega er 2.1 


letzte Z. Rho—Omikron Ca 


SZ vn 


Tau—Eta T auf anderen Blättern 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt; nur selten Verbindung von Spiritus oder Buchstaben 
mit Akzenten. Winzige, kuppenförmige Zirkumflexe. Doppelakzente. Gelegentlich 
Trema über Ypsilon, auch Iota. 


420 


Nıxnpópos 


Par. 1356, f. 321” (Taf. 237) a. 1478 


1 Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose, lockere Gebrauchsschrift einer geübten, aber 
flüchtigen Hand. Unsichere Grundzeile. Die beiden Diagonalen (Majuskel-Alpha, 
Lambda, Chi) bestimmen das Schriftbild. Fettaugenelemente (Epsilon, Omikron, 
Sigma, Phi, Omega). 


2 Alpha A Z.3 Beta 6 2.3 
Theta d letzte Z. 


Zeta 2 2.2 
Lambda A 2.3 


rg, 


EC, 4&5 Tau | 2.1 Tau T Z. 1 


Phi P vorletzte Z. 
D Jä 3.2.v.u. 


Epsilon— Iota d letzte Z. 


Schlußsigma 


vorletzte Z. 


Er ECH 


3  Alpha—lIota KÉ 


Epsilon— Iota 


Epsilon—Lambda d 2.3 Epsilon—Ny cy letzte Z. 
Epsilon—Xi SC 9. Z. v. u. ent I 2.2 
Epsilon—Rho gei 2.1 Eta—Ny Aw letzte Z. 


Heu up 2.2 
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Winzige Zirkumflexe. Suprapositionen. Vereinzelt 
Trema über Iota. 


Pi—Omikron Pe Z.il 


421 
Nıxónuos 
Par. Coisl. 238, f. 62" (Taf. 238) 12. Jh. 
1  Richtungslose, gedrängte, kleinformatige Minuskel aus der Zeit des Kanonverfalls. 


Reduzierte Unterlängen. Geringer Zeilenabstand. Das Schriftbild wirkt unansehnlich 
und farblos. 


2 Zeta N 6.2.v.u. Età e SI Theta ẹ Z.1 
Xi a 23 Tau TY 23 Phi $ Z.5 


3 Alpha—Gamma ar Z.1 Alpha-—Theta aò 2.7 


d 15. Z. v. u. 


vw 2.3 


Epsilon— Ypsilon DÉI 2.3 
Her H^ 2.8 


Epsilon— Xi 
xat S Z.1 uev 


4 Akzente und (runde) Spiritus abgesetzt. Gelegentlich Trema über Iota. 


422 
Nıxóônuos 


Par. 2809, f. 100“ (Taf. 239) 15. Jh. M. 


1 Richtungslose, unansehnliche Gebrauchsschrift ohne ästhetischen Anspruch. Durch- 
schnittliche Ober- und Unterlängen. Worttrennung. Weiter Zeilenabstand. Patzen- 
der Kalamos. 


2 Delta Å 2.1 Epsilon ¢ vorl. Z. Zeta 3 ZA 
Xi å 24 D w Zi Rho p Zi 
Schlußsigma o Z.1 Tu T Z4 

3 Alpha—Lambda y zZ 11 yev w 22 


Epsilon—Ypsilon Zu 2.8 


$ 4Zvu. 


Epsilon—lIota & 26 
HEN Au 2. 3 
Tau—Omikron Ki Z.1 


4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, oft aber untereinander oder mit Buchstaben 
verbunden. Spiritus asper gedreht und nach oben offen. Trema über Iota. 


Sigma—Phi 


423 
Nıxöraog ’Aydadwv BovAAwrng 
Par. 2005, f. 25" (Taf. 240) 


1  Richtungslose, undisziplinierte, häßliche Gebrauchsschrift mit Verlust der Grund- 
zeile. Vorliebe für spitze Formen. 


2 Delta A 2.2 Epsilon 4 Z.2 Eta a Z5 


Xi $ zs Tu 7 Z1 


a. 1447 


Ny y Zi Omega W Z.4 








159 
3 Alpha—Theta 


al 22 


Epsilon— Ypsilon L 2.4 


Alpha Av aje 


Z 
Epsilon—Tau $ nicht auf der Tafel 


Eta—Theta kE z2 x “y 2.2 
Lambda— Ypsilon Au 23 uev K 2.3 


oos OU 


4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt, jedoch auch Verbindung von Spiritus 
und Kürzungsstrichen mit Akzenten. In der Genetivendung auf -(o)Jeoc wird der Akut 
der drittletzten Silbe in die Schlußsilbe einbezogen (z.B. Z. 4 Bouihoewc, Z. 7 riorews, 
Z. 12 uioduoews, vorletzte Z. ro&oewc u. Di. Spiritus asper nach oben offen. 


vorletzte Z. 


424 
NixöAaog BAaotög 


Par. 2939, f. 250' (Taf. 241) a. 1484 


1  Richtungslose, äußerst dichtgedrängte, im bescheidenen „Mittelbau“ wie „militä- 
risch“ regelmäßig wirkende Schrift einer geübten Hand. Die übergroßen Zeilenab- 
stände sind von fast senkrechten Oberlängen des Minuskel-Delta, des Majuskel- 
Sigma, des hochgezogenen Tau, sowie von Unterlängen des Gamma, Rho, Phi u. a., 
ferner von riesigen wv-Kürzungen belebt. Die Unterlängen von Gamma, Rho und Chi 
sowie die mächtigen Akute betonen die SW-NO-Diagonale. Im Ganzen erinnert das 
Schriftbild an jenes mittelbyzantinischer Kaiserurkunden. 


2 Alpha 4 2.3 Beta B Z.4 amma | SI 
Zeta Vë Rho e Z1 Sigma / Zu Tu T zs 
Phi $ ‘2.3 

3 Delta-Iota N zi uev 2.5 Rho—Alpha fa 2.6 


Sigma—Theta 


a Z3 


4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt. Suprapositionen. Große wv-Kürzungs- 
bogen, von Akuten durchkreuzt. 


425 
NixöAaog "EAuraßoüAxog 


Par. 1323, f. 171" (Taf. 242) a. 1598 


1  Richtungslose, eher lockere Gebrauchsschrift mit großem Zeilenabstand und ausge- 
prägten Oberlängen (hochgezogenes Gamma und Tau, Epsilon, Minuskel-Theta, Iota, 
Majuskel—Sigma). 


160 


Par. 2577 A, f. 52" (Taf. 243) 


1 


Par. Suppl. 262, f. 16" (Taf. 244) 


1 


Gamma M 2.1 Theta Q 28 


Xi E 


year vorletzte Z. 


Epsilon e Z.I 
LL. Z: eu. 
Delta—Iota N 2.1 


Epsilon—Iota d Z.2 Ze PR 2.5 Epsilon—Rho 


Epsilon—Rho ` db 217° m GE 215 

Epsilon—Omega Ç Z. 1 Doppel-Lambda 2.3 

pev sgu Z.1 Sigma—Theta Bal Z.5 at je 11. Z. vn 
Tau—Rho 0 2.5 


Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt, aber auch Verbindung von Vokalen mit 
Akzenten. Tildenförmige Zirkumflexe. Suprapositionen. Gelegentlich Trema über 
Iota und Ypsilon. Iota subscriptum. 


p Z5 


426 
Nixöraog ’EXıaßoüpxog 
16. Jh. 1. H. 


Richtungslose, gedrängte, kleinformatige, unansehnliche Gebrauchsschrift einer ge- 
übten Hand. 


Gamma «letzte Z. 


Eta & 5.Z. v.u. (gezählt ohne die Zeilen der Interlinearversion) 
Theta 9 2.3 Rho eg 2.2 Phi ¢ 2.3 


Chi Pi $ Z vu 


Epsilon—Lambda H 2.1 L 2.1 


A 2:2 xal Gr Z: 2 uev ke) 


Akzente und Spiritus abgesetzt. Gelegentlich Trema über Iota. 


Epsilon—Ny 


Epsilon—Xi vorletzte Z. 


427 


Nıxóñaos "Erapxos 
a. 1481 


Richtungslose, weitzeilige Gebrauchsschrift ohne ästhetischen Anspruch. Der 
schlecht gelungene Versuch einer „Stilisierung“ läßt die Schrift irgendwie gezwungen 
und krampfhaft erscheinen: Bereich der Druckminuskel. Hochgezogenes Tau und 
Gamma (mit Griff). Kräftige, stark schräg liegende Akute. 


mp 
Si 








2 


3 


4 


Par. 1110, f. 90% (Taf. 239) 


1 


2 


3 


4 


161 
Alpha a Z.2 Beta A Z.1 Gamma T 5. Z. v.u. 
Delta I Zi Epsilon u Z.2 Theta # 2.9 
Xi 4 Z1 Xi EL zi Rho p 2.2 
Schlußsigma 6 letzte Z. Tau IT 3. Z. v. u. 
3. Z. v. u. 


Chi A 


Delta—Omikron do letzte Z. 


Phi—Rho Kë 


Epsilon—Ypsilon 6U DZ vn 


N 
uv Á Z4 6. Z. v. u. 


Überwiegend kräftige, abgesetzte Akzente; anderseits auch Verbindungen von Ak- 
zenten (bes. Zirkumflexen) und Spiritus mit Buchstaben. Häufig Silbentrennungs- 
strich am Zeilenende. Trema über Iota und Ypsilon, oft in der Form eines kleinen 
horizontalen Striches. Gelegentlich plumpes Iota subscriptum. 


428 
Nıxoraog KiAddıog 
a. 1465 
Richtungslose, eher gedrängte und unruhige Gebrauchsschrift mit Tendenz zum 


horror vacui. Majuskel-Alpha und Majuskel-Epsilon, hochgezogenes Tau und lange 
Kürzungsstriche betonen die Horizontale. Große wv-Kürzungsbogen. 


Alpha ` 9. Z. v. u. Beta  Z.10 Delta A 2.1 

Epsilon f 2.6 Epsilon = Zu Zeta f 10. Z. v.u. 
Zeta 9 Gären Eta 4 2.3 Theta — 3. Z. v. u. 
Lambda 5 2.3 P m SG Sigma 5 Z.1 

Tu T 24 Tau 7 2.5 Phi $ 2.2 

hi X AZvu Pit ze 

Epsilon—Iota d Z.1 Epsilon—Kappa E 2.5 

Epsilon—Ny ex% 11.Z.v.u. Epsilon— Xi R Z. 13 
Epsilon—Tau & 4. Z. v. u. séi ` vi "Zë 

usv aey letzte Z. uev wy Z6 Sigma— Ypsilon eo Z5 


Tau—Omega g 210 


Kräftige Akzente, in der Regel abgesetzt. Doppelakzente (&rxei). Suprapositionen (Tau 
über Omikron, Omega). Trema oder einfacher Punkt über Iota und Ypsilon. 


162 


430 
Nixöiaog Aıyivag 
Par. Coisl. 14, f. 90" (Taf. 245) a. 1547 


1  Senkrechte, enggedrängte Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit ausgeprägten 
Ober- und Unterlängen. Betonung der Vertikalen durch Majuskel-Kappa, Iota, hoch- 
gezogenes Gamma und Tau, Phi, Psi sowie zahlreiche fast senkrechte Akute. Große 
Buchstaben zum Satzbeginn. Zarter Kalamos. Überschriften und Initialen in epigra- 
phischer Auszeichnungsmajuskel. 


2 Beta ß Z.4 Gamma [ 2.3 Zeta d 13. Z. v. u. 
Xi d Zi Rho ẹ Z.2 Ypsilon Y Z.7 
3 Alpha—Iota kl Z.1 Epsilon—Zeta A 2.9 
ai W 2.2 Epsilon—Xi e 13.Z.v.u. 
im Wi 3.2. vu Epsiion-Tau @ Dären 
xal e Z.1 Aer Air 9.2.v.u. rn dé 3. Z. v. u. 


4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils Verbindung von Spiritus und Buchstaben 
mit Akzenten. Spiritus asper gedreht und nach oben offen. Suprapositionen. Involvie- 
rungen. Trema über Iota und Ypsilon, über Iota auch einfacher Punkt. Tota subscrip- 
tum. 


431 
Nıxóñaos MaxpoA&wv 
Par. 290, f. 83° (Taf. 246) a. 1157 


1 Richtungslose, lockere, großformatige Minuskel aus der Zeit des Kanonverfalls. 
Gegensatz von Groß- und Kleinbuchstaben. Fettaugenartige Aufblähung einzelner 
Buchstaben (Epsilon, Theta, Phi, Omega); unter ihnen verschiedene „siamesische“ 
Juxtapositionen (Theta—Epsilon, Theta—Omega, Omega— Sigma). Die weit über- 
dehnten Epsilon-Ligaturen verstärken den Eindruck der Horizontale. Vgl. P. Ca- 
NART, Scrittura e civilità 5 (1981) 60 u. A. 166; 66f. u. A. 192. 


2 Alpha Bs ar Epsion & a,Z.8 
Epsilon E&E b, 9. Z. v. u: Zeta 3 a, Z. 6 
Zeta \ b,8.2: uU. Eta t 21 Theta (S) 25 
Kappa Q az? Kappa K b, vorletzte Z. 


Psi a,2.1 Omega QO a,Z.8 


EN 


ks 
SR 
K 





163 


3 m Go a,2. 14 xal $ a, Z. 17 
uev „Sp b, 3. vn uep NM a,5.2.v.u. 
mev m 32.11 eu op b, Z. 10 
ceo or a, Z. 2 


4 Akzente und (runde) Spiritus abgesetzt, jedoch Verbindung von Akzenten mit Kür- 
zungsstrich. Vereinzelt Trema über Iota (auf anderen Folien). 


435 
NıxöAaog Ilayxúç 
Par. 2152, f. 1" (Taf. 247) a. 1539 
1 Rechtsgeneigte, lockere, eilige Gebrauchsschrift mit Worttrennung, entwickelten 


Ober- und Unterlängen sowie großem Zeilenabstand. Ohne ästhetischen Anspruch. 
Überschriften in moderner Auszeichnungsmajuskel. 


2 Beta > vorl. Z. Theta a% 2.2 Xi £ 7. Z. v.u. 
P or Zen Tu T ze Pi œf 2.18 
3 Gamma—Epsilon Ze Z.15 Epsilon—lota d Z.2 
Epsilon—Rho di 2.7 Epsilon—Ypsilon KL letzte Z. 
Era Mu Gu 3Zvu. Lambda—Omikron Aë 24 
rap eat 12. Z. v. u. Sigma—Alpha & vorl. Z. 
Tau—-Alpha Tr 2.4 Ypsilon— Iota y 2.2 


Pi Jos u Zi 


4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt. Manchmal Verbindung von Buchstaben 
mit Akzenten. Zirkumflexe zumeist in Form aufsteigender Tilden. Doppelakzente 
(auf anderen Blättern). Trema über Iota. Punktförmiges Iota subscriptum. 


436 
NixöAaog Puwunvög 
Par. Suppl. 1278, f. 40” (Taf. 248) a. 1442 
1  Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift einer ungeübten Hand auf niedrigstem Ni- 


veau. Weitgehende Wort- und Buchstabentrennung. Hochgezogenes Gamma und 
peitschenförmiges Tau bestimmen das Schriftbild. Verlust der Grundzeile. 


164 


Par. Coisl. 299, f. 46" (Taf. 249) 


1 


2 


3 


4 


Par. 1324, f. 18" (Taf. 250) 


Beta d 2.6 Gamma Ié 2.10 Zeta l 2:1 
Eta # letzte Z. Theta 0 2.2 Theta D Z.I 
Kappa w letzte Z. Xi f 2.6 Pi œ 22 

Tau 7 2.2 

Alpha—lIota AU 2.6 Alpha—Rho H letzte Z. 


Doppel-Gamma d 2.4 Delta—lIota M Z.1 


Ypsilon—Ny w 23 


Akzente und Spiritus abgesetzt. Spiritus asper nach oben offen. Doppelakzente. 
Trema über Iota und Ypsilon. 


440 
NıxöAaog 
11. Jh. E. 


Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel mit gutem bis durchschnittlichem Stili- 
sierungsniveau: Perlschrift. Maßvolle Ober- und Unterlängen. 


Zeta Q az) Zeta 2 a,2.9 Lambda Æ a, Z. 8 

Xi A a, Z. 8 

Alpha—Zeta Si a,9.Z.v.u. Epsilon— Xi dä a, 2. 12 

ent Le? a, Z. 2 Theta—Epsilon ab a Z6 

xal Š a,4.Z.v.u. Rho—Alpha P/%* b,3.Z. v.u. 
2.28.06 


TAL 7 
Spiritus eckig bis rund. Bescheidene Akzente. Doppelakzente. Ny-Strich am Zeilen- 
ende (b, Z. 1. 5); dieser und andere Kürzungsstriche flach tildenförmig. In der 
Schlußzeile Unterlänge des Phi mit Asteriskos verziert. Vereinzelt Trema über Iota 


und Ypsilon. 


441 


Nıxóñaog 
12. Jh. A. 


Senkrechte, lockere, weitzeilige kalligraphische Minuskel mit reduzierten Ober- und 
Unterlängen. Mäßiges Stilisierungsniveau, aber bewußte Selbständigkeit gegenüber 
dem Kanon. Betonung der NW-SO-Diagonale durch Majuskel-Alpha, Majuskel- 
Lambda, Oberlänge des Minuskel-Delta und durch Chi. Vergrößertes Zeta (dreierför- 


See 





Si 
ab 
dÉ 
E, 


2 


3 


4 


Par. Suppl. 482, f. 82‘ (Taf. 251) 


1 


2 


3 


4 


165 


mig) und Majuskel-Kappa lockern das Schriftbild auf. Zarter Kalamos. - Überschrif- 
ten in alexandrinischer, Initialen in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel. 


Beta Q b,7.Z.v.u Gamma N b, 12.2. v.u. 
Delta D b24 Zeta ı a 3 Z eu 
Zeta Ze b, 10. Z. v. u. Kappa K bZ5 
Lambda A a, letzte Z. Xi A b, 3. Z. v.u. 
Rho pe b, letzte Z. Phi & b, letzte Z. 
Chi oe aZ. 16 Psi + è b&Z.v.u. 
Epsilon—Iota d a, Z. 4 Epsilon—Xi Wi b, letzte Z. 
— 
Epsilon— Tau & b, vorletzte Z. xal „5 b, 10. Z. v. u. 
Doppel-Tau TY EZ Ypsilon—Rho w b, 12.2. v.u. 


Spiritus rund und eckig. Spiritus asper bis zu 90° gedreht und nach oben offen. 
Akzente klar abgesetzt. Kleine kuppenförmige Zirkumflexe. Juxtapositionen. 


442 
NıxöAaog 
a. 1104/05 
Senkrechte, kleinformatige, weitzeilige, lockere Minuskel in eigenwilliger Stilisierung. 
Der „Mittelbau“ scheint in vertikaler Richtung zusammengepreßt zu sein. Die Buch- 


staben wirken plump in die Breite gezogen und irgendwie schablonenhaft. Worttren- 
nung. Die nüchterne Präsentation entspricht dem juristischen Inhalt. 


Gamma y vorletzte Z. Epsilon & Z.1 Zeta 3 4Zvu 
Eta u Si Theta œ letzte Z. Kappa ù Z.1 

My k 21 Ny p Z1 Pi = 23 Pi ~ Z4 
Rho ẹ Zi Tau m Z.3 


Doppel-Gamma yy vorletzte Z Epsilon—Iota e Z.1 


Epsilon—Xi db "Een u Ku 26 
\ 
xal vw 2.7 Doppel-Lambda 4% Z.2 
Aoy ex 2.1 uev ei 2.5 Rho—Omikron e9 letzte Z. 


Tau—Omega Pe Z8 Ypsilon—Rho e Z.7 
Kräftig abgesetzte Akzente. Spiritus vorwiegend in halbierter Eta-Form (archaisie- 
rend). wov-Kürzungsbogen gleichmäßig und manchmal (zu zweit) verbunden. 


166 
443 
NixöAaog 
Par. 837 A, f. 58" (Taf. 252) 12. Jh. 


1  Rechtsgeneigte Minuskel aus der Zeit des Kanonverfalls. Starker Wechsel zwischen 
groß und klein geschriebenen Buchstaben. Unterdurchschnittliches Stilisierungsni- 
veau. Dünner Kalamos; Haar- und Schattenstriche. Breite Zirkumflexe im Kontra- 
post zu flach ausschwingendem Ypsilon; ähnlich flache Schwünge in Chi, Lambda und 
Kappa, welche die Diagonalen betonen. 


2 Eta un Zi Zeta E 12.2.7, u. Kappa K 2.2 


My ar 2.1 Tau T 2.3 Tau T 2.5 
Omega Cw 2.1 


3  Delta—lota 11.2. v.u. Epsilon—Ny &» 2.12 
Epsilon—Xi e 2.38 m I Z! 
Ypsilon—Ny uyv Z.4 Ypsilon—Omikron LO 2.4 


4 Spiritus in allen drei Formen. Spiritus asper oft um 90° gedreht und nach oben offen. 
Akzente abgesetzt; besonders kräftige Graves. Gelegentlich Verbindung von Kür- 
zungsstrichen mit Akzenten. Seltenes Iota subscriptum nach rechts versetzt (11. Z. 


v. u.) 


444 
Nıxóñaog 
Par. 1181, f. 171" (Taf. 253) 12. Jh. 
1 Rechtsgeneigte, großformatige, lockere, aber flüchtige Minuskel einer geübten Hand 
aus der Zeit des Kanonverfalls mit Neigung zur Fettaugenmode (besonders am Schluß 


des Textes mit Subscriptio!). Gegensatz von Groß- und Kleinbuchstaben. Aufgebläh- 
tes Alpha, Epsilon, Omikron, Sigma, Omega. Hochgezogenes Tau. 


2 Beta ei ën Z. 18 Gamma UT a,Z.1 Delta N 32.1 Be 


Eta D b, 2.2 Eta 4 b,2.4 Theta 3 b, 2.1 


Theta 0 a,Z.8 Theta -L b,2.3 Kappa = b,Z.1 
Ny H b2.6 Xi Z b, Z. 8 Pi —o 321 


Tau / a, 2.6 Omega (CD b,2.6 





167 
3 ayı I b,4.Z.v.u. Delta—Iota A a, 4. Z. v. u. 


Se 
Epsilon—Xi s$ a, 3. Z. v. u. wi O së? 
uev PSU a Z.5 Omikron—Ypsilon X b, 2.2 


Sigma—lota 67 5,6.Z.v.u. 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Spiritus rund und eckig. Sehr kleine, kuppenförmige 
Zirkumflexe. Doppelakzente. Suprapositionen. Große wv-Kürzungsbogen. Tildenför- 
mige Kürzungsstriche. 


446 
Nıxöraog (‘Ayıorerpirng) 
Vat. Barb. 102, f. 9 (Taf. 254) a. 1290/91 


1 Richtungslose, gedrängte, engzeilige, kürzungsreiche Gebrauchsschrift. Charakteri- 
stisch sind die stark hervortretenden Dreiviertelkreise des Majuskel-Sigma, das weit 
unter die Grundzeile reichende Knopfloch-Alpha, die fast waagrechte Kürzung -ov 
über der Zeile, flachgedrücktes Omega in Supraposition. Eine andere ov-Kürzung 
erstreckt sich fast senkrecht, nur etwas schräg über zwei Zeilenabstände. Allgemeine 
Tendenz zur Horizontalen. Fettaugenelemente. Schrift aus dem Bereich von Otranto 
(A. Jacog, Pal. Gr. Byz. 278). 


2 Alpha >> vorletzte Z. Beta ® 4. Z. v.u. 
Eta (marginal) d Se Ze Ve W Sigma (y letzte Z. 
JL  yewxðç ap 3.Z.v.u. Epsilon—Xi R Z. 15 
Theta—Alpha &a Z.16 Kappa—0mega S 6 
ua me letzte Z. uóvov Pi 3.2.v.u. My—Phi Aë 2.3 
Ömikron—Ny \ vorletzte Z. oun ww 2.1 


b 
OUVTÁTTETAL EK Z. 5 bzw. &) 3. Z: vu 


4 Akzente und Spiritus zumeist abgesetzt. Supra- und ‚Juxtapositionen. Große, flache 
ov-Kürzungsbogen. Trema über Iota und Ypsilon. 


448 


Nicolaus (Nancelius) 
Par. 2355, f. 1” (Taf. 255) a. 1558 
1 Richtungslose, übersichtliche Gebrauchsschrift eines Nicht-Griechen. Deutliche 


Worttrennung. Großer Zeilenabstand. Iota mit übergroßer Unterlänge beeinflußt das 
Schriftbild. Haar- und Schattenstriche. 


168 


2 Eta 7 Z d Tau ] 2.3 Phi d 2.2 
3 mée zd" Z. 4 Gamma—Rho 2 letzte Z. de A 2.5 
da Se letzte Z. m Aë "3 
Epsilon—Ypsilon Ai 2.8 ent gl Zj 
Doppel-Lambda % Z.1 uèv vo 2.4 
Omikron—Ypsilon -y 2.6 Omega—Ny Gi 7.2 


4 Kräftige Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils Verbindung von Buchstaben mit 
Akzenten (dabei auch Versetzung des Akzents um 1 Buchstaben nach rechts, z. B. -öv 
Z. 2). Suprapositionen. Involvierungen. Meist punktförmiges Iota subscriptum. 


449 
Noel de la Bro 
Montepess. H 405, f. 44" (Taf. 256) 16. Jh. A. 


1  Richtungslose, lockere, kräftige Gebrauchsschrift von der steifen Hand eines Nicht- 
Griechen. Wort- und Buchstabentrennung. Der breite Kalamos und einzelne charak- 
teristische Formen (Majuskel-Epsilon; x«i-Kürzung) bestimmen das Schriftbild. 


2 Beta b Z. 5 (gezählt einschließlich der Zweizeilen-Schlußformel) 


Gamma Y letzte Z. Epsilon & vorletzte Z. 
Eta A Z.3 Theta ĝ 2.3 Xi E 28 
3  Doppel-Gamma W S.S. eg Epsilon—lta ei 25 


Epsiion—Rho TB 23 wm & "fen 
uev UEP 2.4 uev hu letzte Z. Phi—Rho Æ 7: ep. 


4 Meist kräftige, oft flach liegende Akute und Graves. Vereinzelt Trema über Iota und 
Ypsilon. 


450 
OXvußpıog 
Par. 808, f. 494" (Taf. 257) 15. Jh. 1. H. 


1 Überwiegend rechtsgeneigte, weitzeilige, lockere Gebrauchsschrift einer geübten 
Hand mit reduzierten Unterlängen. Weitgehende Wort- und Buchstabentrennung. 
Kein ästhetischer Anspruch. 





169 


2 Beta Q b, vorletzte Z. Gamma F a,Z.9 Epsilon & a, 23 
Zeta N 3,12, Z.v.u. Eta aw a,Z.5 Theta az? 
Kappa k ai Ny bai? Xi 7 a, 2. 14 
Rho Z b, Z. 5 Schlußsigma t a,Z.1 Phi pP 4,28 
Omega U) a, Z.1 

3  Epsilon—Tau A. a,2.3 Epsilon— Ypsilon j a, Z.7 


xat 9 àZ. 1 uev PA a; Z: Í 
nep Kee a, Z. 13 cew San a, Z. 15 


4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; manchmal Verbindung von Buchstaben 
und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Spiritus oft fast nur punktförmig. Suprapositio- 
nen. Gelegentlich Trema über Ypsilon. 


453 
Ilayxparıog 
Par. Coisl. 28, f. 90" (Taf. 258) a. 1056 
1 Leicht rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel mit sehr gutem Stilisierungs- 
niveau: Perlschrift. Vereinzelt hochgezogenes Tau im Haupttext. Worttrennung erst 
in Anfängen zu beobachten. Die von der Haupthand geschriebene Randkatene unter- 
scheidet sich - abgesehen von Format und Dichte - durch einzelne vergrößerte 
Buchstaben wie Zeta, Epsilon, Omikron und mehrfach hochgezogenes Gamma und 
Tau. Haupttitel in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel. Sonstige Auszeichnungs- 
zeilen in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. 


2 Eta la Z. 1 (Zählung des Haupttextes) Schlußsigma C 2.6 


Tau Si 23 Psi Lt letzte Z. 
3  Delta—Omikron Is letzte Z. eer er letzte 2. 
N 


wi CO 27 Sigma—Lambda gA 2.9 


4 Spiritus eckig bzw. rund. Winzige Zirkumflexe. Auch Graves manchmal stark redu- 
ziert, fast punktförmig (Einfluß der Katene?), oft von späterer Hand nachgezogen. 
Tildenförmige Kürzungsstriche. Bisweilen Trema über Iota und Ypsilon. 


455 
Douro ët Manobxag 
Par. 949, f. 6' (Cat 259) a. 1581 


I Richtungslose, weitzeilige Gebrauchsschrift mit Vorliebe für Rundungen und Schnör- 
kel (Involvierungen!). Niedriger „Mittelbau“. Kein ästhetischer Anspruch. 


170 


2 Beta & Zi Zeta 9 2.5 Eta nu Z4 Theta aQ Z/ 
Lambda A Z.1 My «u 21 Pi ww 2.1 
Rho f Z.T Schlußsigma ç Z.4 Phi P 2.1 
3 ay KA 2.9 Alpha—Theta A9 8.Z.v.u. 
Alpha—Rho $ Z2 Epsilon— Lambda d Zn 
Epsilon—My GW 5. Z. v.u. m Ch 23 
Epsilon—Rho S 8. Z. v. u. Epsilon—Rho f 6. Z. v. u. 
Doppel-Lambda m Z.5 na pb 2.9 e @ 23 
Rho—Iota ` Gu 9. Z. v. u. Sigma— Tau g Z1 
Tau—Omikron 2 2.2 Doppel "Dau 77 2.12 
4 Akzente und Spiritus abgesetzt; manchmal Verbindung von Kürzungsstrichen mit 
Akzenten. Involvierungen (Sigma in Omikron). Selten Trema über Iota und Ypsilon. 
456 
Paulus Bevilaqua 
Par. Suppl. 106, f. 138" (Taf. 260) a. 1591 
1  Rechtsgeneigte, derbe, aber übersichtliche Gebrauchsschrift einer geübten Hand mit 
Wort- und weitgehender Buchstabentrennung. Großer Zeilenabstand. Angemessene 
Ober-, reduzierte Unterlängen. Ungewöhnlich breiter Kalamos. 
2 Beta D 2.6 Beta é 2.6 Delta N 2.9 
Epsilon E 2.2 Zeta E 2.1 Eta 4 vorletzte Z. 
Theta d Z.1 Kappa K ZI Pr Mm St 
Rho P letzte Z. Tau 7 2.6 
3 Gamma—Rho }@ 2.6 Epsilon— Ypsilon dl 2.1 
uev thy 2.8 Sigma—Theta o9 vorletzte Z. 
Stigma X 25 
4 Akzente und Spiritus abgesetzt: daneben Verbindung von Buchstaben und Kür- 


zungsstrichen mit Akzenten. Punktförmiges Iota subscriptum. 





457 
Haörog KoAußäs 
Par. 1293, f. 260° (Taf. 261) a. 1511 
1 Rechtsgeneigte, disziplinierte Gebrauchsschrift. Worttrennung. Großer Zeilenab- 
stand. Kräftige Akzente. Reduzierte Unterlängen. 
2 Zeta f Z8 Theta B 31 Thea A z2 
E: e St Rho p Z1 Schlußsigma CG Za 
3  Gamma—-Epsilon Ap 2? eyy ý vorletzte Z. 
Epsilon—Iota d Z.1 Epsilon—Xi 6 2.5 
Epsilon—Rho G Z. 1 Epsilon—Ypsilon £, Z.3 
4 Akzente und Spiritus zumeist abgesetzt, aber auch gelegentlich Verbindung von 
Vokalen mit Akzenten. Wiederholt Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscriptum. 
458 
Iaödog 
Par. 78, f. 55" (Taf. 262) 11. Jh. 
1  Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel aus der Zeit des beginnenden Kanon- 
verfalls. Großer Zeilenabstand. Über den Kanon hinausgehende Ober- und Unterlän- 
gen bei Iota, Majuskel-Kappa (besonders auffallend), Lambda und Psi. Zahlreiche 
Majuskeln. Haupttitel in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel: sonstige Auszeich- 
nungszeilen in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. 
2 Beta B Z.1 (Zählung einschließlich der Titelzeile) Zeta 3 2.12 
Iota | 3.Z. v.u. Kappa k letzte Z. Psi $ Z.2 
3 Alpha—Gamma a 2.3 Delta—Iota © 3. Z. v.u. 
Epsilon—Lambda $- Z.10 Epsion—Xi & 25 
Epsilon—Tau & letzte Z. Jew Be 2.3 
Lambda—Theta Lä 25 usv wuy letzte Z, 
ovy è ow 9 Z v.u. o aJU 2.9 Stigma ç 3. Z v.u 
Tau—Omikron Te Z.4 
4 Spiritus eckig bzw. rund, vereinzelt in halbierter Eta-Form. Kleine Akzente, winzige, 


kuppenförmige Zirkumflexe. Doppelakzente. Tildenförmige Kürzungsstriche. Wie 
derholt Trema über Iota und Ypsilon. Iota adscriptum. 


Par. 1097, f. 51” (Taf. 260) 


1 


Par. 254, f. 210° (Taf. 263) 


1 


IS? 


459 
Hxörog 
a. 1055 


Leicht rechtsgeneigte kalligraphische Minuskel aus dem Bereich der Perlschrift. Aus- 
geprägte Oberlängen (Iota, hochgezogenes Tau) und Unterlängen (Phi). Gutes Stili- 
sierungsniveau. Überschriften in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. 


Epsilon E 2.3 Zeta a 2.1 Eta a Z.i 
Theta ër Z.I Iota | 2.3 Lambda X Z9 
xx 22 Pi o 23 Pi e 24 

Rho e 2.2 Tu T 52Zv.u. Phi $ TZvu 


Omega e Z.3 


aya Oe: BS vu 
Alpha—Phi p ZA yey vv 
yy ry 5.2 vu. DÉI Na 2.13 
era Ar 2.6 Epsilon—Ypsilon Be 2.5 

Theta—Epsilon Z. 10 Pi—Omikron 7P Z1 


ak 2.5 


VS eg 


Alpha—Kappa 


Epsilon—Xi 


ch Al 


Rho—Omikron er 2.4 


Spiritus eckig oder in halbierter Eta-Form. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. 
Manchmal Trema über Iota. 


461 
Doüioe 
a. 1509 


Richtungslose Gebrauchsschrift von unterdurchschnittlichem Niveau mit auffallen- 
den Großbuchstaben (hochgezogenes Tau, Epsilon, Kappa und Psi), penetrantem Xi 
und übergroßen flachen Graves. Überschriften in epigraphischer Auszeichnungsmajus- 
kel. 


Alpha ® Z5 Delta œ Zi 


Zeta 2 10. Z. v. u. 


ër 2.15 Rho Vë letzte Z. 


Tau 3.2.v.u 


Psi d 9.Z.v.u. Omega @ Z.1 


Epsilon E vorletzte Z. 


Zeta Ei 2.3 Theta D 2.5 


Ny H Zi Xi 
Schlußsigma c letzte Z. 


Chi Xx 


10. Z. V. uù 


ZE E 





eegent 


Par. 1190, f. 40“ (Taf. 264) 


1 


Delta—Omikron Do 


Epsilon—Xi Ga 10. Z. v. ü. 
CG zs 


uev 6.2.v.u. 


letzte Z. Epsilon—Ny Qy 2.2 


Epsilon—Rho p 7.2. em 


Ir 2.5 


letzte Z. 


Epsilon— Tau Doppel-Lambda 


Ypsilon—Sigma u 


Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Buchsta- 
ben und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Zirkumflexe flach tildenförmig. Spiritus 
bisweilen fast punktförmig. Sehr breites Trema über Iota und Ypsilon. 


463 
Ilapvovrıog 
a. 1568 


In etwa senkrechte, kräftige Gebrauchsschrift mit sehr ausgeprägten Ober- und 
Unterlängen. Kein ästhetischer Anspruch. Worttrennung. Unsichere Grundzeile. 


Alpha A vorletzte Z. Beta A 2.5 Gamma Y 2.5 
Gamma F Z. 1 Epsilon € Z.1 Eta X 22 
Theta g 2.2 lota l Z.1 Kappa K letzte Z. 


E.S Xi f z 


My H letzte Z. Ny 2 
Schlußsigma Ç Z.1 Tau | 2.1 


Rho € letzte Z. 


Tau ) vorletzte Z. 


2.1 Ko 2 
Sei Y W 2.2 


Epsilon—Xi bi D Z en, Epsilon—Tau y 2.10 
vv uy 2.2 uev Di 2.2 


guy G LL zen 


Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt. Tildenförmige Zirkumflexe. Wuchtige 
Akute und Graves. Iota subscriptum. 5 


Alpha—lota Epsilon—Ny Be letzte Z. 


Pi—Omikron TV 3%2.v.u. 


174 


Par. Suppl. 681, f. 71" (Taf. 265) 


1 


Par. Suppl. 212, f. 20" (Taf. 266) 


H 


464 
Ilaxwuıog 
13. Jh. E. 


Richtungslose, lockere, weitzeilige Gebrauchsschrift mit ganz niedrigem „Mittelbau“. 
Kein ästhetischer Anspruch. Unsichere Grundzeile. 


Gamma CS? 
Theta Q- Z l4 


Beta & 9. Z.v.u Beta Æ vorletzte Z. 
Zeta ? 2.8 Zeta 2 Z 

Xi ` ZS vu Psi + 9.Z.v.u. 
Delta—Iota M Z.4 


Omega w Z.1 
Epsilon—Iota d Z.3 
Epsilon—lota d Sen. 
Epsilon—Xi 62 2.3 
Epsilon—Rho ei 2.8 
Epsilon-Chi Ae ZU 
Pi—Rho mp Z9 m Ar 


Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine Zirkumflexe. Manchmal Trema über Iota. 


Epsilon—Zeta B 2.7 
dh 2.10 


Kon 8. Z. v. u. 


Doppel-Pi mr Z.9 


Epsilon—Pi 
Epsilon— Tau 


10. Z. v. u. Tod % letzte Z. 


465 
Iaxwpıog 
15. Jh. M. 


Leicht rechtsgeneigte, lockere Minuskel mit mäßigem Stilisierungsniveau. Ober- und 
Unterlängen im allgemeinen ausgewogen. Minuskel-Lambda mit großer Unterlänge 
bemerkenswert. Initialen in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel. 


Alpha A 3.2.v.u. Beta E 5.2.v.u. 

Gamma % 3.2. v.u. Gamma g 2.8 Delta A 5.Zv.u. 
Eta a Zi Theta I "Zi Lambda A Z.1 

Lambda 7 Z. 2 (Kennbuchstabe) Xi 2 Z.1 Rho P 2.8 
Sigma Ç nien Schlußsigma 4 Z.8 Ph 2 Zi 


Omega œ 2.2 


Zeit men ie Eee EE em eine. en a EE 


$ 
| 
h 
f 





Par. 2089, f. 41" (Taf. 267) 


1 


2 


3 Gamma—Rho 


Epsilon—lota d 2.8 


Epsilon—Ny (vw 2.2 Epsilon—Ny 


us Z. j 


g- 21 
Doppel-Lambda " 2.6 


ch 2.3 


K ze 
QS 2.10 


Ypsilon—Sigma LE, 2.6 


Epsilon—Xi Epsilon— Tau 


Epsilon— Ypsilon Epsilon—Omega 


Akzente und Spiritus abgesetzt, nur Verbindung von Kürzungsstrichen mit Akzenten 
(auf anderen Blättern). Zirkumflexe zumeist tildenförmig, gelegentlich giebel- oder 
kuppenförmig. Kürzungsstriche mit Knötchen. av-Kürzungsbogen ein wenig vergrö- 
Bert. 

466 


Ilepyıog (Ayıorerpicng) 
a. 1223 


Senkrechte bis richtungslose Gebrauchsschrift mit entwickelten Ober- und Unterlän- 
gen sowie großem Zeilenabstand. Die zur Senkrechten tendierenden Buchstaben wie 
Majuskel-Iota, -Kappa, -Phi und -Psi bestimmen gemeinsam mit der großen, oft fast 
senkrechten ov-Kürzung das Schriftbild. Ausholende Bogen wie jene des Majuskel- 
Epsilon und -Sigma sowie der haubenförmige Zirkumflex bilden den Kontrapost. 
Überlange wv-Kürzungsbogen und monokondylienartig geschriebene Einzelbuchsta- 
ben (auf anderen Folien) erinnern an Urkunden der Angeloi-Periode. 


Alpha > Z.12 Delta Æ 11. Z. v.u: 
Epsilon Æ 8.Z.v.u. Zeta 3 9Zvu. 
Kappa x 4 Z.v.u. Rho ç letzte Z. 

3 yo A 8Z.v.u. Epsilon—Theta KI 4. Z. v. u. 


4 


Par. 2751, f. 292" (Taf. 268) 


1 


Epsilon—Ny Qu Epsilon—Xi d 2.12 


Epsilon—Rho FP letzte Z. 


xal 74 7. Z. v. u. où di 3 et l) 3. Z. v. u 


Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt. Zirkumflexe groß und haubenförmig 
oder winzigklein. Suprapositionen. Trema über Iota. 


468 
Ierpog ’Avrwvuog 
a. 1541 


Richtungslose, lockere, weitzeilige Minuskel von unterdurchschnittlichem Stilisie- 
rungsniveau. Niederer Mittelbau. Der Kopist konnte - trotz seiner Bemühungen (?) 
- den Eindruck einer schülerhaften Schrift nicht vermeiden. 


176 


2 Beta ww SI Gamma mZ]1 Theta g- 2.5 
Theta A Z. 1; vorletzte Z. (Kennbuchstabe!) Xi 2.7 
Rho P Z T Schlußsigma g> letzte Z. Psi N 7.8 eo 


2  Alpha—Theta aI- 4.13 Epsilon—lota Es Kä 


Epsilon—Ny Er (mit eingeschriebenem Spiritus) Z. 8 
Se, 

Eta—Ny Co 10. Z. v.u. xal w) 2.2 

Lambda—Omikron Ag 2.6 neo le 2.2 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Zirkumflexe kuppenförmig. Kürzungsstriche mit 
Zierpunkt bzw. strich. Selten Trema über Iota. 


471 
Ilerpog BAaßeorng 
Par. 1611, f. 2% (Taf. 308) a. 1553 
1 Senkrechte bis leicht linksgeneigte, lockere Gebrauchsschrift mit weitgehender Buch- 


stabentrennung. Großer Zeilenabstand. Ober- und Unterlängen wenig ausgebildet. 
Eintöniges Bild. 


2 Beta Q 2.7 Epsilon % Z.1 Zeta Z 3. Z. v. o 
Lambda A Z.I Xi 4 47T Rho H 2.4 
Phi p Z.4 Pi ty 23 Omega œ 2.2 


3  Epsilon—Ypsilon A Z. 10 pev up Z1 
pev e 
Tau—Epsilon af 2.9 


4  Bescheidene Akzente und Spiritus abgesetzt. Doppelakzente. Ny-Kürzungsstrich am 
Zeilenende (Z. 3!). Suprapositionen. Trema über Iota. 


9.Z.v.u. Sigma— Tau C 2.9 


472 
Ilerpog AuxAiwLdog 
Par. 2798, f. 42" (Taf. 269) a. 1558 
1 Leicht rechtsgeneigte, lockere Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Oberlängen und 


mehreren vergrößerten Buchstaben (hochgezogenes Gamma und Tau, Kappa, Phi, 
Chi). Großer Zeilenabstand (auch mit Rücksicht auf die Interlinearversion). 





Par. 1667, f. 5" (Taf. 270) 


1 


2 


Gamma [ letzte Z. 
Delta SZ. 1 (Zählung unter Vernachlässigung der Interlinearversion) 


Era na Zi Theta È 2.1 


Kappa K 2.6 
Ph Q 
Alpha—Tau of 2.1 Epsilon—Beta q 2.1 
Pi—Ny aw letzte Z. og pe 2.2 

Tau—Iota kr 2.3 Tau—Omikron Cé 2.4 


Akzente und Spiritus abgesetzt; daneben gelegentlich Verbindung von Buchstaben 
mit Akzenten. ov-Kürzungsbogen mit Akut verbunden (vorletzte Z.). Suprapositio- 
nen (Z. 5 uõv). Trema über Iota und Ypsilon. Punktförmiges Iota subscriptum. 


Kappa A Z.1 


Schlußsigma e Z.1 Tau ] letzte Z. 


3. Z. v. u. Ypsion ~Ù Z2 


473 
Petrus Danesius 
16. Jh. M. 


Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift, die bereits zu barocken Formen neigt. Über- 
raschende Ligaturen und Oberlängen. Worttrennung. 


Beta CS: Gamma Ta Delta Bai? 3. Z. v. u. 


Eta W Z2 Tea Ọ Z7 P er 4&Zvu. 


Tau ei 2.1 
U 
Alpha—Rho > 2.4 D poa ER 
Epsilon—Xi A 2.5 


Epsilon—Lambda d 2.13 


y 
Tep Z. 15 


uiy ge 2.7 

Phi—-Iota (DA 2.3 

Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; daneben Verbindung von Buchstaben 
und Spiritus mit Akzenten (auch Versetzung des Akzents um 1 Buchstaben nach 


rechts, z.B. vjs [Z. 3]). Suprapositionen. Involvierungen. Trema über Iota und 
Ypsilon. 


Doppel-Pi rr 2.3 


477 
Ilerpog TnAtuaxog 
Par. Coisl. 168, f. 300" (Taf. 271) a. 1355 


1  Richtungslose, gedrängte Gebrauchsschrift mit maßvollen Ober- und reduzierten 
Unterlängen, sowie überwiegend kleinformatigen Buchstaben. Ohne ästhetischen 
Anspruch. 


2 Beta C Z. 1 Beta [B 15. Z. v. u. Gamma F 2.4 
Delta I 2.2 Epsilon "e Z.1 Eta „a Zi Xi k 2.2 
gn T gi Phi @ 2.2 Pi A Z4 
3  Epsilon—Rho Za letzte 2. Epsilon— Ypsilon d. Ss 
Be 4 16. Z. v. u. Doppel-My mye 6.Z. v.u. 
zën na OZ v.u TIXod Am 11. Z.v. u. 


4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt, aber auch oft Verbindung von Buchsta- 
ben und Spiritus mit Akzenten. Große wv-Kürzungsbogen. Suprapositionen. Trema 
über Iota und Ypsilon. Punktförmiges Iota subscriptum nach rechts verschoben. 


479 
Ilerpog 
Par. Suppl. 1274, f. 1” (Taf. 272) 10. Jh. 


1  Senkrechte, lockere kalligraphische Minuskel mit proportionierten Ober- und Unter- 
längen sowie geringem Majuskelanteil (Theta, Kappa, Lambda). Worttrennung. 
Vereinzelt hochgezogenes Tau. Durchschnittliches Stilisierungsniveau. Nur partielle 
Überschneidung mit der Perlschrift. Überschriften in versuchter konstantinopolitani- 
scher Auszeichnungsmajuskel. 


2 Alpha ou Z. I (Zählung ohne Titel) Gamma KA Z.I 
Eta h 2.2 Theta o 2.2 Iota | 2.2 Kappa LG Ss 
Kappa x zı7 Lambda A 2.4 Ny p letzte Z. 
Pi mr 21 Rho D letzte Z. Tau T 2.6 
Phi A 2.2 
3 Alpha Zeta gi letzte Z. Epsilon— Iota d vorletzte Z. 


em Gel 3. Z. eo pev pu vorletzte Z. 


4 Spiritus in halbierter Eta-Form, aber auch eckig bzw. rund. Kleine, kuppenförmige 
Zirkumflexe. Schrift stellenweise von späterer Hand nachgezogen. 





179 


480 
Ilerpog 
Par. Suppl. 1096, f. 101" (Taf. 273) a. 1070 


1  Senkrechte, lockere, kleinformatige kalligraphische Minuskel mit durchschnittlichem 
Stilisierungsniveau: Perlschrift. Großer Zeilenabstand und weitgehende Reduzierung 
von Ober- und Unterlängen (Ausnahme Minuskel-Delta) mit Rücksicht auf die ek- 
phonetischen Zeichen. Haupttitel in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel, Titel und 
Auszeichnungszeilen in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. 


2 Delta INS 8,42.v.u Epsilon € a, letzte Z. 
Zeta 4 b, 4. Z. v. u. Eta w b, letzte Z. Theta "© a, letzte Z. 
Kappa *K. a, letzte Z. Rho e a letzte Z. Phi b b, letzte Z. 
Chi x b, vorletzte Z. Omega co b, letzte Z. 

3  Epsilon—Kappa Ex a, 8B. Z. v.u. wu AS b, Z. 1 


e pri bZ24 


4 Runde Spiritus. Tildenförmige Kürzungsstriche. Trema über Iota. 


481 
Ilerpog 
Par. 118, f. 8" (Taf. 269) a. 1291 
1 Senkrechte, kleinformatige, lockere Minuskel einer ungelenken Hand in fernem Nach- 


klang der Perlschrift. Ober- und Unterlängen reduziert. Niedriges Stilisierungsniveau. 
Unsichere Grundzeile. 


2 Beta u 2.9 Zeta 2 2.6 Eta w Z1 Theta © Z.8 
Kappa x Z.I Kappa L Z.5 Pi + letzte Z. 
Rho ẹ Z.1 Phi ẹ Z8 

3 Delta—Rho & letzte Z. Epsilon—Tau « 7.Z.v.u. 
Epsilon—Ypsilon & Z.1 Pi—Rho mp 2.2 


Tau—-Epsilon zb Z3 
4 Akzente und (runde) Spiritus abgesetzt. Suprapositionen. Trema über Iota und 
Ypsilon. 
483 
Iletpog 
Par. 2812 A, f. 260° (Taf. 274) 15. Jh. E. 


1  Rechtsgeneigte, lockere Gebrauchsschrift einer geübten Hand. Großer Zeilenabstand 
(für die Interlinearversion). Unterlängen reduziert. Beschränkte Worttrennung. 


180 


Argent. 1899, f. 196" (Taf. 275) 


1 


Gamma Y Z: 3 Gamma í RAA A Zeta 4 ZS 
Pi o 22 Rho e Z.2 Tau I) Z.2 Tau 7 letzte Z. 
Phi $ 22 Phi P Z.4 


Epsilon—My L- vorletzte Z. 


Ge 2.3 pev p% Z. 4 


Epsilon—Lambda 9 3 2 en. 


Epsilon—Xi B Zi eto 
Tep. Du 2.2 
Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils verbunden. Suprapositionen. Trema oder 


einfache Punkte über Iota und Ypsilon. Gelegentlich Iota subscriptum. 


484 
Ilerpog 
a. 1523/24 


Richtungslose, lockere, weitzeilige Minuskel niedrigen Niveaus. Angesichts des litur- 
gischen Textes ist die Unfähigkeit zur Stilisierung bemerkenswert. Stark rechts 
geneigte Elemente (Gamma, Ligatur Epsilon—Sigma, Pi) kontrastieren mit der 
NW-SO-Diagonale, die durch Majuskel-Lambda mit großer Unterlänge, durch Ma- 
juskel-Delta und Chi betont wird. Unsichere Grundzeile. 


Beta 8 2.9 Gamma f 26 Deta MA Z5 

A letzte Z. 
Pi > u Pi =a zu Pi $ 22 
EE S Z. 10 
Epsilon—Rho Ze Epsilon —Sigma Es Ta ZW. W 


Theta—Rho ` af 2.6 pe ` la 


Zeta Si Theta & 3.2 v.u. Lambda 


Alpha—Gamma Epsilon— Lambda 


4. Z. v. u. 


5.2.v.u. 


4 Große, abgesetzte Akute und Graves; kleine giebelförmige Zirkumflexe, manchmal 
nach rechts gedreht, sodaß sie sich links öffnen und dem Spiritus lenis ähneln. Auch 
die Spiritus immer abgesetzt. Trema, gelegentlich einfacher Punkt über Iota und 
Ypsilon. 

486 
‘Podirng 
Par. 1612, f. 9 (Taf. 276) a 1493 


1 


In etwa senkrechte, lockere Gebrauchsschrift mit Unterscheidung von Haar- und 
Schattenstrichen: Die Vertikalen, vor allem Iota, Kappa, Rho, Psi, sind verstärkt, die 





181 


Diagonalen dünn ausgeführt. Einzelne Buchstaben und Ligaturen übermäßig groß. 
Ohne jeden ästhetischen Anspruch. 


Alpha A Z.2 Beta 6 2.13 Theta 8 21 
Theta Q 238 Kappa Ko 2.2 


Chi Fa letzte Z. 


Iota T 2.1 


Lambda N 2.5 


3 Alpha Theta a9 4.Z.v.u. Epsilon— Xi WE CR 
Aen nor 4. Z. v.u. oo sp 2.10 
teo Tr EE 
4 Akzente und Spiritus weit abgesetzt. Zirkumflexe zum Teil als Bogen über 3 Buchsta- 
ben. Involvierungen. Trema über Iota und Ypsilon. 
488 
Sebastianus Ducius 
Par. 2691, f. 173° (Taf. 277) a. 1512 
1  Rechtsgeneigte, weitzeilige, gedrängte, aber durch Worttrennung übersichtliche Ge- 
brauchsschrift einer geübten Hand. Oberlängen entwickelt, Unterlängen eher redu- 
ziert. Kein ästhetischer Anspruch. 
2 Gamma f Z.1 Delta £ 2.1 Theta f 2.2 
Xi f 2.8 Pi m letzte Z. Schlußsigma § Z.1 
Psi np Zi Omega w Z.5 
3 Alpha—Lambda Ki SZ v. DU Ki 2.8 
Epsilon—Iota (mit Zirkumflex) d 2.3 Epsilon—Xi d Z. 14 
Epsilon—Ypsilon & letzte Z. uev my 4 Z. v.u. 
Rho—Omikron 9 Z.1l Tau—Alpha a Si 
4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils Verbindung von Spiritus und Buchstaben 


Par. 1431, f. 14” (Taf. 278) 


1 


mit Akzenten. Trema über Iota. 


489 
Zepyıog 
11. Jh. E. 


Leicht rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel von recht mäßigem Stilisie- 
rungsniveau: Perlschrift mit Anzeichen des beginnenden Kanonverfalls. Große Buch- 
staben: Majuskel-Kappa, Iota, Phi. Zahlreiche Majuskeln: Epsilon, Theta, Kappa, 
Lambda, Ny. Unsichere Grundzeile. 


182 


or 


Gamma rv 2.2 Zeta A 2.4 Eta IL Z: 


Kappa K, letzte Z. 
Phi OG 10. Z. v.u, 


Lambda A vorletzte Z. Ny wN Zi 
Delta—Omikron e 2 4 


Theta #— Zi 


yey yer letzte Z. 


Epsilon—Iota d 2.2 Eta—Ny law 3.Z.v.u. 


x 


wi G Z1 Ypsilon—Ny ww 3. Z.v.u. 

4 Spiritus eckig bis rund; manchmal noch halbierte Eta-Form. Akute dünn und ziem- 
lich flach liegend. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Ny-Kürzungsstrich am Zeilen- 
ende (Z. 3); Kürzungsstriche sonst tildenförmig. 

490 
ZiAßeotpog ZupörouAog 

Par. Coisl. 101, f. 101" (Taf. 279) a. 1445 

1  Senkrechte, eher gedrängte, aber übersichtliche Gebrauchsschrift einer geübten Hand 
mit maßvollen Ober- und Unterlängen sowie großem Zeilenabstand. Worttrennung 
und weitgehende Buchstabentrennung. Im ganzen Eindruck der Regelmäßigkeit und 
Adrettheit. Weist voraus auf die Druckminuskel. 

2 Alpha à a,Z.2 Beta @ b, 6. Z. v.u. Gamma [ b,2.2 
Epsion «© a 3.) Zeta E a,3. Z. v.u. Theta % b,Z.2 
Lambda AX & Z.2 Sigma ( a, 2.3 Tau T b 2.1 
Phi t b, Z. 2 

3 Alpha—Rho 3 b, Z. 1 Epsilon— Xi A4 a, vorletzte Z. 

- \ 
m HO bZ1 Epsilon—Rho $ a, letzte Z. wi ai? 
xal d a, 7. Z. v.u. uev pw a, vorletzte Z. pev £ b, Z. 2 
Stigma g a, vorletzte Z. TpL Yi b, vorletzte Z. 
Ypsilon—Ny ww b, letzte Z. Ypsilon—Tau «r a, Z.1 
ppo fs a, Z. 15 
4 Akzente und Spiritus sorgfältig abgesetzt; selten Verbindung von Buchstabe und 


Akzent. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Trema über Iota und Ypsilon. 





491 
ZiAßeortpog 
Par. 30, f. 20: (Taf. 274) a. 1437/38 
1  Rechtsgeneigte, lockere, unauffällige Gebrauchsschrift. Ohne ästhetischen Anspruch. 
Großer Zeilenabstand. Reduzierte Unterlängen. Worttrennung. 
2 Beta 6 22 Beta @ 2.2 zamma fg vorletzte Z. 
Theta 9 2.5 Xi E letzte Z. Pi © Z.1 
Phi 9 25 Pi ý zi 
3 Epsilon—Xi ei Sep Sal a 3.Z.v.u. 
xi è 23 uy Ww 2.6 Sigma Alpha Ia. vorletzte Z. 
4 Akzente und Spiritus abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Spiritus mit Akzenten. 
Trema über Iota und Ypsilon. 
492 
Zuolvvıog 
Par. 164, f. 172° (Taf. 280) a. 1070 
1 Senkrechte, kleinformatige, lockere kalligraphische Minuskel von hohem Stilisie- 
rungsniveau: Perlschrift. Großer Zeilenabstand. Ausgewogene Ober- und Unterlän- 
gen. NW-SO-Diagonale durch Oberlänge des Minuskel-Delta und durch Epsilon—Xi- 
Ligatur betont. Haupttitel und Marginalien in alexandrinischer Auszeichnungsmajus- 
kel. 
2 Alpha à Z1 Beta u Z.6 Delta Ki 2.3 
Lambda + 2.5 Chi Xx letzte Z. Pa + Ze 
Omega œ 2.1 
3  Gamma—Omikron v 4. Z. v.u. Epsilon—Iota g 5. Z. v.u. 
Epsilon—Lambda ÁA Z2 Epsilon—Xi vi 2.3 
Doppel-Lambda AA Z.1 uev pp T.Zvu. 
Ypsilon—-Iota U Z.1 
4 Spiritus in halbierter Eta-Form oder eckig bzw. rund. Kleine, kuppenförmige Zir- 


183 


kumflexe. 


184 


493 


Scipio Carteromachus 


Par. 1045, f. 82" (Taf.281) a. 1501 


1 


Leicht rechtsgeneigte, unansehnliche, weitzeilige Gebrauchsschrift einer geübten 
Hand mit reduzierten Ober- und Unterlängen sowie Vorliebe für spitze Formen. 


2 Beta ß 10.Z. v.u. Gamma [ Z. 1 Delta 4 Z. 2 
Xi f 2.2 Schlußsigma % letzte Z. Tau 1 vorletzte Z. 
Phi @ 6.Z.v.u. Chi + 6.2.v.u. 
3 Alpha—Rho $ 5.2. v.u. Delta—Iota ad 2.1 
Epsilon— Kappa w Z.1 Epsilon— Xi 4 9.2.v.u. 
Epsilon—Rho 9 2.2 Theta—Rho ` Se, Z. 12 
Doppel-Lambda m 2.8 uev mw vorletzte Z. 
uy gu 3.Z.v.u. Sigma—Alpha CG Zi 
Tau—-Alpha la 2.9 Tau—Omikron P 33 
4 Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; daneben Verbindung von Buchstaben, 
Spiritus und Kürzungsstrichen mit Akzenten. Selten Trema über Iota. 
494 
ZoAouwv 
Par. 83, f. 26" (Taf. 282) a. 1167 
1  Senkrechte kalligraphische Minuskel in wechselnder Dichte aus der Zeit des Kanon- 
verfalls: Reggio-Stil. Proportionierte Ober- und Unterlängen. Gegensatz von breiten 
(Alpha, Beta, Lambda, My, Pi, Tau, Ypsilon, Phi) und schmalen Buchstaben (Delta, 
Epsilon, Eta, Theta, Ny, Omikron, Rho, Sigma). Typische Ligaturen bzw. Juxtaposi- 
tionen (vgl. Pal. Gr. Byz. 241 ff., bes. 256). 
2 Alpha a. ZI Beta Lu 21 Gamma y Z.4 
Eta X Z.1 Theta 4 2.2 Kappa 1< Z.1 
My vu Zi Re pg Zi Xi & 27 
Pi. "WE 22 Rho ez? Schlußsigma € 33 
Taù et 29 Ypsilon U 33 Omega @ letzte Z. 
3 Alpha—Phi aD 2.5 Delta—Omega N 2.1 


Epsilon—Gamma y Z. 6 





185 
4 Runde bzw. eckige Spiritus. Kräftige Akute und Graves. Kleine, kuppenförmige 
Zirkumflexe. Trema über Iota. 
495 
Zowpoviag 
Par. 351, f. 28° (Taf. 280) a. 1389 
1  Senkrechte bis leicht rechtsgeneigte, kleinformatige, lockere Minuskel mit gewisser 
Verwandtschaft zum Hodegonstil. Weitgehende Buchstaben- und Worttrennung. 
Charakteristische Epsilon-Ligaturen (Epsilon—Xi, Epsilon—Rho, Epsilon—Tau, 
ferner Juxtaposition Tau—Eta; vgl. dazu JOB 29 [1980] 208). 
2 Apha = 2.7 Beta B 21% Gamma f 2.6 
Xi Ê Zvu. Ta T 23 Phi ® 24 
Psi ap Te Zo Vei 
3 Epsilon—Xi æ% 3.Z.v.u. Epsilon—Pi fe 2.3 
Epsilon—Rho ee 2.4 Epsilon—Sigma €&7 2" 
e Be im  Eta-Rho pp Zi 
Heu uch Z.12 nep dë 2.12 mpo De 2.6 
Sigma—Theta ag 2.13 uns Tr 8. Z. v. u. 
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Spiritus asper oft gedreht und nach oben offen. 


Par. 1164, f. 25" (Taf. 283) 


H 


Doppelakzente (u&v). Suprapositionen. Trema über Iota und Ypsilon. 


496 
Zraudriog Kavaßobring 
16. Jh. 2. H. 
Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift einer ungelenken Hand mit einigermaßen 


proportionierten Ober- und Unterlängen. Niedriges Stilisierungsniveau. Verlust der 
Grundzeile. 


Beta 6 2.2 Beta Æ 2.2 Gamma y Z.1 
Epsilon « Z.1 Epsion @ Z2 Zeta l 2.4 
Eta E Si Eta n 22 Theta Q Zi 
Kappa « Z.2 Ny y 2.2 Rho V 2.2 


Tau d Z.1 


Schlußsigma 6, letzte Z. 


Phi p 2.3 


Chi P vorletzte Z. 


136 


Par. 911, f. 311" (Taf. 284) 


1 


Par. Suppl. 241, f. 132" (Taf. 285) 


1 


< 


Delta—Omikron 


Heu AË: 2.5 


Delta Pre An 2.1 


XATA du 


Omikron—Ypsilon 


vorletzte Z. 


y 2.4 


Akzente und Spiritus abgesetzt. Kräftige Akute und Graves. Zumeist tildenförmige 
Zirkumflexe. Selten Trema über Iota. Iota subscriptum. 


497 | 


Zrépavog 
9. Jh. E. 


Senkrechte kalligraphische Minuskel von durchschnittlichem bis gutem Stilisierungs- 

niveau: Vorstufe der Perlschrift. Die starke Betonung der NO-SW-Diagonale - als 

Kontrapost zur Vertikalen - durch Minuskel-Lambda und Epsilon-Ligaturen wirkt 

sich durch ihre Unregelmäßigkeit in der Neigung ungünstig auf das Schriftbild aus. 
Eta h 2.1 


Xi-Ligaturen fallen auf. 
Lambda A 2.3 
Phi P 2.5 


Zeta i 2.3 
Rho p Käl 
Alpha—Xi Ké 2.4 Epsilon—Iota d Z. 1 
Epsilon—Xi KR Z. i Epsilon—Xi 63 2.13 


xal S ZU uey p 2.10 


Spiritus in halbierter Eta-Form. Winzige Zirkumflexe. Ny-Kürzungsstrich am Zeilen- 
ende. Trema über Iota. 


498 
Zrepavog 
10. Jh. M. 


Senkrechte kalligraphische Minuskel hohen Niveaus im Kirchenlehrerstil (minuscule 
bouletée). Keulenförmige Verdickungen und Betonung von Schattenstrichen. Scrip- 
tura continua. Großer Zeilenabstand. Überschriften in konstantinopolitanischer Aus- 
zeichnungsmajuskel (vgl. Pal. Gr. Byz. 191 ff. und 204f.). 


Zeta 2 
Xi 3, 


Psi + b, 6. Z. v. ü. 


a,2.8 Eta lw 2.2.2 k nz 


Xi BW nicht auf der Tafel 


Kappa 


b, 2.5 


137 
3  Delta—Iota du a,2.2 


Epsilon—Xi ch b, Z. 2 


4 Spiritus in halbierter Eta-Form bzw. eckig. Akzente durchwegs zart; Akute und 
Graves bisweilen sehr flach liegend. Winzige Zirkumflexe. Trema über Iota. 


Epsilon—Gamma Kr a,5.2.v.u. 


499 
Zrepavog 
Par. 724, f. 20" (Taf. 286) a. 974 


1 Senkrechte kalligraphische Minuskel aus dem Bereich der Perlschrift mit starker 
Betonung von Haar- und Schattenstrichen (insbesondere bei Alpha, Eta, Kappa. 
Lambda, My, Pi). Sehr frühe Fettaugenspuren (Omikron, Sigma). Mittleres Stilisie- 


rungsniveau. 
2 Alpha DL b,21 Dala Do azi Epsilon E 3,2. 1 
a, Z. 3 Theta A 


Zeta ‘ b,2.3 Eta h 
Lambda A a, 2. 11 My Ja b, 2.8 


Rho P b, 2.2 Ypsilon U) az? Phi 


Pi + azs 


3 Gamma—Lambda TA 
a, Z. 9 


a, Z. 14 


Xi lý a, vorletzte Z. 


lan a, Z. 3 
Ka b, Z. 5 


Epsilon—Iota E a, 2.7 


Omega © 423 
a, Z. 10 eyt 


Epsilon—Zeta 


ent da b,2.6 


Epsilon— Ypsilon X b,5. Z. v.u. 
Epsilon—Phi > a, 2. 12 Theta—Epsilon WË a,2.6 
vm S b6Zvu Doppel-Lambda ZA 62.1 
Tet ng b, 4. Z. v. u. Pi—Omikron NP a, 13. Z. v.u. 


Doppel-Tau 


Ty b, Z. 14 


4 Runde, manchmal eckige Spiritus. Zierliche Zirkumflexe. Tildenförmige Kürzungs- 
striche. Selten Trema über Iota. 


Rho—Omikron £? a,2:.2 


500 
Zrecpavog 


Par. 549, f. 34’ (Taf. 287) 13. Jh. 4. V 


1  Richtungslose, gedrängte Gebrauchsschrift. Die zahlreichen Vertikalen (vielmehr 
leicht rechtsgeneigten Hasten) von Gamma, Iota, Kappa, Tau, Phi, denen sich 


188 


verschiedene Ligaturen anfügen (z.B. Epsilon—Iota, Epsilon—Rho, Tau—Rho 
u.a.), bestimmen das Schriftbild und erwecken den Eindruck des horror vacui von 
seiten des Kopisten. Das Element dieses eigenartigen Stilisierungsversuches ist das 
(langgezogene) Rechteck (z. B. im Beta, Doppel-Lambda, Doppel-Pi, Phi). Fettau- 
genspuren: Omikron, Sigma, Omega. 


4 Beta Ê Zi Epsilon E 2) Zeta Z2 
Tu ] Zi Phi Bd zı 

3 Alpha—Xi k 2.3 Epsilon—Iota 1 2.8 
lota— Alpha BL» 2.8 Doppel-Lambda L 2.3 


uev kg Zí eTa mi Kä Pi—Omikron P 2.3 


er ] 2.19 Tau—Rho P 2.2 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine kuppenförmige Zirkumflexe, wesentlich grö- 
Bere »v-Kürzungsbogen. Juxtapositionen. Gelegentlich Trema über Iota. 


501 
Zreopavog 
Par. Suppl. 599, f. 67" (Taf. 283) a. 1308 


1  Richtungslose, gedrängte, raumsparende, kürzungsreiche Gebrauchsschrift, wie bei 
fachwissenschaftlichen Scholien üblich (horror vacui). Ohne ästhetischen Anspruch. 


2 Beta ® Z.5 (Zählung ohne Interlinearversion) Beta @ 4. Z.v.u. 
Gamma r Z.I 

Alpha— Kappa NL 4. Z. v.u. 
Epsilon—Xi ep vorletzte Z. 


Epsilon—lota f Sa 
Epsilon—Chi Ze 2.6 


Sigma— Ypsilon C 2.5 


CA 


uy Ae 2.6 ne D 2.2 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Trema über Iota. 


502 
Zreopavog 
Par. 2988, f. 230“ (Taf. 288) 14. Jh. 3. V. 
1  Senkrechte, kleinformatige, lockere Minuskel einer geübten Hand mit mäßigem Stili- 
sierungsniveau. Oberlängen ausgeprägt, Unterlängen reduziert. Durch ausreichenden 


Zeilenabstand insgesamt übersichtlich. Wort- und Buchstabentrennung wenig ent- 
wickelt. Spuren von Fettaugen (aufgeblähtes Sigma und Omikron). 


189 


Alpha E? z.4 Gamma r Z2 Gamma f 23 
Delta N Zi Zeta Ê Z5 Zeta 10. Z. v.u. 
Eta » 2) Ny w» 26 Xi 2 zu 

Pi w Z8 Rho p Z1 Phi $ 11 Z. vu. 

Phi Bi 4. Z. v. u. Psi 4 Z.12 Omega w Z.I 
Epsilon—Iota 4 Z.3 Epsilon—Iotta € letzte Z. 


Epsilon—Phi =: 2.2 Theta—Rho + Zv. u. 
wi K, 10.Z. v.u. 


Pi—Lambda A Z.2 


Kappa—Omikron na Z. 1 


~ 


Pi—Omikron ~me 2. 


Sigma—Alpha oa 2.13 


4 Akzente und Spiritus teils abgesetzt, teils Verbindung von Buchstaben und Spiritus 
mit Akzenten. Tildenförmige Zirkumflexe. Trema über Iota und Ypsilon. Iota sub- 
scriptum (von 1. Handi". 

504 
Ztepavog 
Par. 317, f. 39" (Taf. 289) a. 1533 


d 


In etwa senkrechte, großformatige, lockere Minuskel niedrigen Niveaus in später 
Nachahmung der Perlschrift. Proportionierte Ober- und Unterlängen. Großer Zeilen- 
abstand mit Rücksicht auf den liturgischen Gebrauch. 


Beta o b;7. Z. em Gamma V a, Z. 10 


Epsilon E a,7.Z.v.u. Zeta 4 b, vorletzte Z. 


Theta =: a, Z.1 Theta CH a, 4. Z. v. u. 
Ny az) Ny N a,2.4 


Eta N 223 


Pi 77 b, Z. 1 (Zählung ohne Überschrift) 


Phi A b, 4. Z. v. u. 


Schlußsigma er b,Z.3 


190 


Epsilon— Lambda A b, SS 


Epsilon— Lambda bA a, Z. 1 


3 
Epsilon—Xi 63 b,5.Z.v.u. Epsiin fi Pr 627 
Epsilon—Rho de a, 2" Doppel-Lambda F a, vorletzte Z. 
Pi—Omikron 77O b, vorletzte Z. Rho— Omikron e9 a, 2.6 
Ypsilon—Iota Y b, Z. 10 Phi—Rho i b, 2.2 

4 Akzente und Spiritus abgesetzt. 

505 
Zrpathyros 

Par. Coisl. 206, f. 333" (Taf. 290) 11. Jh. 

1 Leicht rechtsgeneigte, lockere, zierliche kalligraphische Minuskel aus dem Bereich der 
Perlschrift. Maßvolle Ober- und Unterlängen bei großem Zeilenabstand. Vereinzelt 
weit hochgezogenes Tau. Beachtlicher Anteil an Majuskeln (Beta, Epsilon, Zeta, Eta, 
Theta, Kappa, Lambda, Pi, Sigma). Durchschnittliches Stilisierungsniveau. Die 
Schrift erinnert an den Cod. Vind. Suppl. gr. 7 (Platon). Haupttitel in plumper 
epigraphischer Auszeichnungsmajuskel. 

2 Beta E Z.4 (Zählung ohne Überschrift) Gamma Le 2.8 
Epsilon E 6. Z. v. u. Zeta D 6. Z. v. u. Eta w Z.1 
Theta # Z.2 Iota I 3.Z.v.u. Kappa K Z.2 
Schlußsigma c Z. 4 Tau T Z.1 Phi A 2.2 

3 Gamma—Omikron > 2.3 Delta—Ita D 21 
Epsilon—Lambda 6A 5:Z.v.u. Epsilon—Ny bw vorletzte Z. 
Epsilon—Xi S Z. 4 em Be? Zi 
Epsilon—Phi ch 2.7 uev aiw 2.2 
Lambda—Omikron Le 23 Rho—Iota e 2.4 
on af letzte Z. Sigma—Phi ch 2.6 
Tau—Omega To letzte Z. Ypsilon—Pi ar 2.3 

4 Spiritus eckig oder rund. Akzente zart und weit abgesetzt. Sehr kleine, kuppenför- 


mige Zirkumflexe. Suprapositionen. Iota adscriptum (auf anderen Folien). 


191 


506 


ZruAuavög 


Par. 781, f. 19" (Taf. 291) a. 939 


1 


Senkrechte kalligraphische Minuskel mit weitgehender Worttrennung: Perlschrift. 
Mittleres Stilisierungsniveau. Bescheidene Ober- und Unterlängen. Überschriften in 
versuchter alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. 


2 Beta U b,4.Z.v.u. Zeta g a 6 3 ve o 
Eta k a, Z. 1 (Zählung mit der Minuskel beginnend) 
Theta #- b, letzte Z. Kappa UÙ a,Z.2 Pi mr 121 
Pi Bd 56.2 vu. 

3  Epsilon—lota d #21 xat S SBS vw 
Doppel-Lambda + b, 12.2. v.u. 

4 Spiritus in halbierter Eta-Form. Zarte Akzente. 

506 bis 
Zuuewv Kaddıdvöpng 

Vind. Suppl. 107, f. 3" (Taf. 292) a. 1283 

1 Leicht rechtsgeneigte, archaisierende Minuskel mit gutem Stilisierungsniveau, nur 
fallweiser Annäherung an Gebrauchsschrift. Maßvolle Ober- und Unterlängen. NW- 
SO-Diagonale durch Oberlänge des Minuskel-Delta und durch Majuskel-Lambda, 
SW-NO-Diagonale durch die Ligaturen Rho—Omikron und Rho—Omega betont. 
Herzförmiges Beta, dreierförmiges Zeta. Spuren von Fettaugenelementen (Zeta, Xi, 
Rho, Ypsilon). Überschriften und Initialen in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel. 
Inhaltsverzeichnis in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. 

2 Beta ß a, vorletzte Z. Delta S b, Z. 1 Eta nn 3,21 
Theta © a‚Z.7 Ypsilon ac a,3.Z.v.u. Omega cC b,Z.3 

3 Alpha-Rho ap b,4. Z. v.u Delta—Iota 9 bh Im 
Epsilon—Kappa 6K a,Z.2 Epsilon— Lambda Gr b, 2.3 
Epsilon—Xi & a, 2.3 Epsilon—Pi E 38.2 v.u. 
Epsilon—Tau œ 3,23 vi E b6.Z vu. 
vv mp a,Z2.4 Rho—Omega ` Ges ai? 

4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Doppelakzente. 


Vereinzelt Verbindung von Akzent mit Spiritus (03 b, Z. 4) sowie von Kürzungsstri- 
chen und Akzenten (auf anderen Blättern). Iota subscriptum. 


Par. 1004, f. 52° (Taf. 292) 


1 


Par. 1083, f. 72” (Taf. 293) 


1 


m 


Lë 


507 
Zuuewv Kapvavıog 
16. Jh. 3. Drittel 
Stark rechtsgeneigte, lockere Gebrauchsschrift einer geübten, schnell schreibenden 


Hand mit Neigung zu barocken Schnörkeln. Proportionierte Ober- und Unterlängen. 
Großer Zeilenabstand. Worttrennung. Ohne ästhetischen Anspruch. 


Alpha ou 2.5 Beta P 2.9 Gamma A 2.7 

Delta A Z.1 Epsilon A 2.3 Zeta ł Z. 3 

Eta u 2.1 Theta 7 2.2 N v Z.I Pi ar 26 
Rho e 2.2 Sigma C Z. 1 Sigma C letzte Z. 


hi X 23 Psi $ 28 


Alpha—Rho % Z. | ele ai 2.2 Epsilon—Ista @y 23 
Epsilon—Xi cl 8. Z. v. u. Epsilon—Omega eo 2.2 


pev of vorletzte Z. uep eh 2.4 oul di 6. Z. v.u. 
TAL 2) 2.5 


Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; gelegentlich Verbindung von Buchsta- 
ben mit Akzenten, wobei der Akzent auch mit dem folgenden Konsonanten verbun- 
den wird (z.B. Z. 2 &w$ıvfs). Tildenförmige Zirkumflexe. Suprapositionen. Trema 
über Iota und Ypsilon. Punktförmiges Iota subscriptum (auf anderen Folien). 


508 
Zunewv 
16. Jh. 3. V. 


Richtungslose, lockere, kürzungsreiche Gebrauchsschrift einer eigenwilligen, aber 
undisziplinierten Hand. Horizontale (Querbalken des hochgezogenen Tau, wv-Kür- 
zungsbogen und andere Kürzungen) und Diagonalen (vor allem ausfahrende Unter 
längen von Chi und Rho) streiten gegeneinander und erzeugen ein unruhiges Schrift- 
bild. Verlust der Grundzeile. 


Beta É 2.6 Gamma F` letzte Z. Delta © 2.3 

Epsilon é Z.1 Eta rn Zi Theta $ 2.3 

Xi : 2.9 Rho (e 2.2 Tau = Z.3 (Kennbuchstabe!) 
Tu T 26 Phi Q Z. 10 Chi A 2.4 


193 


3  Epsilon—Iota ? Z. 10 xal = 2.6 oda S 2.12 
KH "Za vorletzte Z. 
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Zum Teil große wv-Kürzungsbogen. 
509 
Zweppöviog 
Par. 1572, f. 196" (Taf. 294) 14. Jh. 
1  Richtungslose, kleinformatige, lockere Gebrauchsschrift ohne Besonderheiten. Weit- 
gehende Wort- und Buchstabentrennung. Hochgezogenes Gamma und Tau. Nur 
sporadisch Kürzungen. 
2 Gamma ZX" Epsilon e Zi Epsilon «© Z.4 
Zeta Q Z1 Theta 4 Z.1 Xi 2 zı1 
Pi a 2.3 Rho p 2.1 Tau T 2.3 
Phi $ Z4 
3 Epsilon—Gamma & Zvu Epsilon—Kappa k 2.12 
Epsilon— Sigma & 2.3 Epsilon— Ypsilon & 2.4 
/ 
xal S 2.6 TAR wc 2.6 Pi—Tau ar 8Z.v.u. 
oro wo Den. zehn fo 2,12 
4  Durchwegs abgesetzte Akzente und Spiritus. Spiritus asper manchmal gedreht und 
nach oben offen. Kleine, kuppenförmige Zirkumflexe. Trema über Iota und Ypsilon. 
510 
Zweppöviog 
Par. 408, Verso (Taf. 295) a. 1418 


1 


Leicht rechtsgeneigte, schwungvolle kalligraphische Minuskel mit großer Nähe zum 
Hodegonstil. Charakteristisch sind - neben den Überschreitungen des Schriftspiegels 
- das breite, wannenförmige Omega und die Ligatur de, die insbesondere bei Joasaph 
II wiederkehren, ferner die Epsilon-Ligaturen (Epsilon—Rho, Epsilon—Tau, Epsi- 
lon—Ny). Das Einschieben übergroßer Buchstaben beeinträchtigt kaum den Ein- 
druck einer disziplinierten Schrift. Wie in den liturgischen Rollen des Joasaph II 
finden wir auch hier den Duktuswechsel zwischen den vom Priester gesprochenen 
Texten mit den „ekstatischen“ Hodegon-Formen und den Responsionen des Volkes 
bzw. der &punvei« in einer versuchten alexandrinischen Auszeichnungsmajuskel. Platz- 


194 


sparend, mit zahlreichen Kürzungen und wiederholt hochgezogenem Tau (und 
Gamma) wirken diese Partien mehr senkrecht gegenüber dem anderen Duktus. Vgl. 
dazu JÖB 29 (1980) 204f. 208f. und Abb. 15. 16. 


2 Alpha DD Z7 Beta © zı Delta A Z. 10 


Zeta ` ? H Z. 11 Zeta l vorletzte Z. Xi 2 ZEN 


Tau | AE: Omega GJ 2.9 


3  Alpha--Theta ag nicht auf der Tafel Alpha—Xi a3 letzte Z. 
def 3 2.5 Delta—Omikron N 2.10 


Epsilon—Kappa Kä Epsilon— Sigma E Z. 1 


Epsilon—Tau e` SZ eo ep Zi 6. Z, eu 
2.6 


Ypsilon—Iota sl Ypsilon—Sigma LC 2.6 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Suprapositionen. Wiederholt Trema über Iota und 
Ypsilon. 


511 
Týévios TaßpiAAog 
Par. 1313, f. 231" (Taf. 296) 16. Jh. 1. H. 


1 Leicht rechtsgeneigte, lockere, weitzeilige, mit unzureichenden Mitteln archaisierende 
Minuskel in später Nachfolge der Perlschrift. 


2 Beta B 2.3 Gamma r Z6 Epsilon & 2.7 
Zeta ? 6. Z. v. u. Theta H Z.9 Lambda la Z. 5 
Xi 4 2.8 Pi sr "ären Pi or letzte Z. 
Rho p ste? ` Tau 7 letzteZz. Phi Ẹ letzte Z. 
Omega co 2.5 

3 Epsilon—lota d 2.5 Epsilon—Xi 2 9.Z.v.u 
Epsion—Pi © 27 E ie É ER 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Trema über Iota und Ypsilon. 


195 


512 
“Yaxıvdog 

Par. 1566, f. 167" (Taf. 297) 14. Jh. A. 

1 Senkrechte, lockere, archaisierende Minuskel in der Tradition der Perlschrift. Unter- 
durchschnittliches Stilisierungsniveau. Die nach Art der Fettaugenmode aufgeblähten 
Majuskel-Theta- und Majuskel-Epsilon-Formen sind nicht in das Schriftbild inte- 
griert (sollte das Absicht des Kopisten sein, da es sich zumeist um Gei: und dessen 
Wortfamilie handelt?). Der nach dem Kanonverfall eingetretene Gegensatz zwischen 
Groß- und Kleinbuchstaben macht sich durchaus bemerkbar; vgl. z.B. schon die 
dauernd wechselnde Höhe der „Mittelbau“-Buchstaben. Auch die schwankende 
rundzeile dürfte nicht nur auf das gewellte Pergament und den optischen Effekt 
zurückgehen. Auch die Juxtapositionen der übergroßen Buchstaben - hier vor allem 
Theta und Epsilon - gehören zu den Merkmalen des Kanonverfalls. Überschriften in 
einer versuchten alexandrinischen Auszeichnungsmajuskel. Gesamttitel und Initialen 
in einer schwachen Spätform der epigraphischen Auszeichnungsmajuskel. 


2 Delta Ò` 2.6 Zeta l Z.13 Lambda A 2.18 
My Sax 4 Xi K Z. 14 Omega c-D Z5 
Omega DD 2.6 

3 Alpha-Theta aQ- 8.Z. v.u. o JAP 2.10 
Doppel-Gamma YY Z. It Epsilon—Alpha Aa Z.10 
Epsilon Xi X vorletzte Z. Theta—Epsiln &&- 2.7 


uy Men vorletzte Z. Pi—Lambda Kate 7.2.v.u. 
po RL) 2.2 Rho—Omikron Da 2.18 


4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Spiritus teils rund, teils eckig. Winzige Zirkumflexe. 
Suprapositionen. Vereinzelt Trema über Iota. Verschiedentlich Iota subscriptum. 


513 
Federicus Morellus 
Par. 583, f. 174° (Taf. 298) a. 1596 


1 Rechtsgeneigte Gebrauchsschrift einer westlichen Gelehrtenhand mit deutlicher 
Worttrennung und großem Zeilenabstand. Kräftige Akzente. 


2 Beta 6 23 Beta B Za Delta A 23 
Epsilon € Z.1 Zeta l 2.8 Eta w 24 
Xi $ Z.7 Schlußsigma f Z.3 Tau 7 2.4 


Phi Q Zi hi X Zvu 


196 


3 


4 


Par. 1853, f. 400" (Taf. 299) 


1 


2 


3 


4 


Par. Suppl. 1031, f. 15° (Taf. 300) 


1 


Gamma—Epsilon ` Zë 2.3 Epsilon— Ypsilon su 5. Z. v. w 


A uev pe 2.8 


xal 7 2.3 
opat F 4.Z.v.u. Tau—Rho CG 2.5 


Akzente und Spiritus abgesetzt. Iota subscriptum. 


Rho—Omikron e9 Z. 10 


514 
Sıadıriöng 
14. Jh. Anfang 


Richtungslose, eher dichte, zu Rundungen neigende Gebrauchsschrift mit einigen 
ausgeprägten Oberlängen (hochgezogenes Tau, Phi, Majuskel-Sigma) und reduzierten 
Unterlängen. Starker Gegensatz von Groß- und Kleinbuchstaben. Unregelmäßige 
Verdickungen bei Buchstaben des „Mittelbaus“. Geringer Zeilenabstand. 


Beta E Z.9 Gamma F 23 Delta © 2.13 
Epsilon & 2.11 zi % zu 


Chi x Zi Pi + 5.2. v.u. 


Epsilon—Pi  15.Zv..u. Zeta—Omikron (9 SZ eu 


Tau Fe 2.10 


vv LAW 10.2. v.u. 
Sigma—Theta aA Z.5 


Omikron—Ypsilon Se letzte Z. 
Phi—Rho E Z.6 


Akzente und Spiritus in der Regel abgesetzt; daneben Verbindung von Buchstaben 
und Spiritus mit Akzenten. Breite, tildenförmige Zirkumflexe. Doppelakzente (äv). 
Trema über Iota und Ypsilon. 


515 
Pidınrog Zuönponpdrng 
15. Jh. 2. H. 


Senkrechte, kleinformatige, eher lockere Gebrauchsschrift einer geübten Hand. Verti- 
kale (Phi, Psi, Zeta, auch hochgezogenes Tau) und NO-SW-Diagonale (Minuskel- 
Lambda, Chi, Unterlängen des Gamma, Oberlängen von Epsilon und Eta) bestimmen 
das Schriftbild, das eher unharmonisch wirkt. Großer Zeilenabstand erleichtert die 
Übersicht. Überschriften in epigraphischer Auszeichnungsmajuskel. 


Beta S 7.Zvu. Beta vw BS ven. Gamma y 2.2 
Zeta ( 2.10 Eta a 2.2 Eta 4 T.Z. v.u. 


Theta 9 Z.2 Xi 3 2.1 Rho e 22 Phi & 2.3 


Psi + 711 


aya Za letzte Z. Alpha—Phi ab 5.2. en 


yàp 2? 4.7 Delta—lota N 2.7 


Epsilon—Lambda A vorletzte Z. m Çh 2.11 
em en 7T.Zvu Epsilon— Tau G 2.10 
Epsilon—Ypsilon GE letzte Z. Ae ee 2.4 
DE. ` ` ve ZU UET e 2.5 


Rho—Omikron ep 7. Z. v. u. Doppel-Tau A 3.2.v.u. 


Ypsilon—Sigma w letzte Z. 
Z. 


Phi—Rho g 1 


Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine Zirkumflexe, manchmal nach rechts verscho- 
ben. Involvierungen (auf anderen Folien). Gelegentlich Trema über Iota und Ypsilon. 


516 
@idınrog 


Par. Coisl. 365, f. 13° (Taf. 300) a. 1520 


1 


2 


Richtungslose, großformatige, kräftige Gebrauchsschrift ohne ästhetischen An- 
spruch. 


Alpha A Z. 2 (Zählung einschließlich des Titels) 

Delta > 2.4 Zeta 4 2.8 Lambda A 2.2 

a ES Ss Pi zy 22 Tu | 22 

Phi Ọ Z2 Bei + 2.5 

Alpha—Theta o letzte Z. Epsilon—lota d 2.7 


Q za 


Eta—Ny Ww 2.2 xar Ei e SZ vn 


Epsilon—Ny Epsilon— Ypsilon Sg 2.2 


Akzente und Spiritus abgesetzt. Spiritus asper nach oben offen. Mit der Spiritusset- 
zung tut sich der Kopist schwer (vgl. Z. 5f. vogpav; 5. Z. v. u. éæðtňc). Tilden- und 
kuppenförmige Zirkumflexe. Regelmäßig Trema über Iota und Ypsilon. 


198 


517 
Flaminius Priamus 
Par. Coisl. 373, f. 88" (Taf. 301) a. 1596 
1  Richtungslose, lockere Gebrauchsschrift der geübten und flüchtigen Hand eines 


Nicht-Griechen. Deutliche Worttrennung. Großer Zeilenabstand. 
Gamma nz Z. 4 Epsilon € Z.1 Eta a Z.1 
Theta $ 2.1 Iota d 2.2 Kappa X, 2.4 

Pi = 42.vu. Schlußsigma f 2.2 


Alpha—Rho 4 2.6 Epsilon—lota CH vorletzte Z. 
Pi—Rho SC 8 2 en Tau—Alpha fy letzte Z. 


Phi—Alpha ` da vorletzte Z. Chi—Omikron Ka 28 eu 


Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt, jedoch auch wiederholt Verbindung 


4 H 

von Buchstaben mit Akzenten. Tildenförmige Zirkumflexe. Iota subscriptum. 

518 
Franeiseus Bernardus 

Par. 2960, f. 94" (Taf. 302) a. 1491 
1  Senkrechte, weitzeilige Gebrauchsschrift mit ausgeprägten Oberlängen (hochgezoge- 

nes Tau, Epsilon—Xi, Epsilon—Rho, Zeta). Worttrennung. Sonst unauffällig. 
2 Beta @ Z.1 (Zählung ohne Titelzeile) Beta u 2.9 

Gamma r Z1 Delta ð 2.3 Delta > 2.8 

Zeta V 2.13 Eta u 2.1 Theta H 2.9 

Lambda 4 2.1 Xi 3 LL. Z, Vo Rho e 2.1 

Schlußsigma € 2.1 gan T aAa: hi 7 3Zvu 
3 Alpha (Gamma oy 2.7 Alpha—Rho ? 2.5 


Epsilon—Lambda % 2.9 
Kreien 31 d 2.10 


Epsilon—Iota q Zi 
Epsilon—Ny Go letzte Z 


Epsilon—Rho 5 Ss Aen Mu 7? 
uev fi 2.8 Omikron—Ypsilon g 2.4 


Sigma Theta al ` 25 Tau—Alpha @ ze 


199 


4 Akzente und Spiritus überwiegend abgesetzt; daneben häufige Verbindung von Buch- 
staben und Spiritus mit Akzenten. Kräftige Akute und Graves, fast senkrecht ste- 
hend. Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscriptum. 

519 
Franciscus Rholandellus 

Par. 1993, f. 10° (Taf. 303) a. 1485 

1 Leicht rechtsgeneigte bis richtungslose Gebrauchsschrift eines Nicht-Griechen mit 
schulmäßigem Duktus. Hochgezogenes Gamma und Tau mit Ober- und Unterlängen 
bestimmen das Schriftbild. 

2 Bea RM 23 Gamma T A i Zeta f 2.3 
Theta Ê z.2 My j 2.2 Xi f 29 Rho e Z1 
Schlußsigma (!) e Z.1 Tau $ 2.1 Phi D 4:2 

3  Alpha—Ny au 4. Z. v. u. Epsilon—lota a 3. Z. v.u. 
èni Got 8. Z. v. u. uev pn.” 2.2 

4 Spiritus und Akzente abgesetzt. Spiritus asper wiederholt in halbierter Eta-Form (!) 
geschrieben. Gelegentlich Trema über Iota. 

520 
Franciscus Philelfus 

Vat. lat. 1790, f. 157” (Taf. 304) a. 1461 

1 Senkrechte, lockere Schrift der geübten Hand eines Nicht-Griechen. Trotz Bemühung 
um die Stilisierung im Sinne runder Buchstabenformen bleibt der Eindruck schulmä- 
Biger Ausführung. Wort- und Buchstabentrennung. Ober- und Unterlängen treten 
gegenüber dem kräftigen „Mittelbau“ zurück. 

2 Alpha a Zi Gamma r Zi Gamma F vorletzte Z. 

Zeta Z z3 Eta H 2.2 Lambda À Z.2 My au Z1 
Ny N Zi Ny P 21 nit zı Xi vorletzte Z, 
Tau i letzte Z. Ypsilon y Z. 1 Phi dh 2.3 

Psi "e 2 Z. v. u. Omega @ Z.2 

3 Epsilon—Iota d Z.5 Rho—Omikron Bn 22 
oe AP Z4 Phi—Omikron KK letzte Z. 

4 Abgesetzte Akzente; maßvolle, teils tildenförmige Zirkumflexe. Spiritus in halbierter 


Eta-Form (Archaismus!). Gelegentlich Trema über Iota und Ypsilon. Iota subscrip- 
tum. 


200 


521 


Xapirwv 


Par. Suppl. 1316, f. op (Taf. 301) 11. Jh. E. 


1 


Leicht rechtsgeneigte, lockere kalligraphische Minuskel durchschnittlichen Stilisie- 
rungsniveaus: Perlschrift. Vorliebe für Breite und Rundungen. Man hat den Eindruck 
des zerfließenden Kanons. Geringer Zeilenabstand im Vergleich zur Größe des „Mit- 
telbaus“. Überschriften in alexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. 


2 Eta ha 23 Kappa K 9.2. v.u. P or Ai 
Psi AJ 2.6 
3 Alpha—Gamma q 2.4 you var 10. Z. v. u. 
Epsilon—lota g 2.2 Epsilon—Xi E Z. 1 
Epsilon—Pi dx 2.6 Eta—Ny bw 8Z. v.u 
4 Spiritus in allen möglichen Formen. Winzige, kuppenförmige Zirkumflexe. Vereinzelt 
Trema über Iota (auf anderen Folien). 
522 
Xapitwv ("Oönyi@v) 
Par. 311, f. 1“ (Taf. 305) a. 1336 


l 


Leicht rechtsgeneigte, lockere, schwungvolle kalligraphische Minuskel mit gut pro- 
portionierten Ober- und Unterlängen sowie ausgewogenen Diagonalen (Majuskel- 
Alpha, Minuskel-Delta, Minuskel-Epsilon mit Ligaturen, Minuskel-Lambda, Chi). 
Neigung zu ausfahrenden Längen. Hodegonstil. Überschriften in epigraphischer Aus- 
zeichnungsmajuskel. Zu Chariton vgl. JÖB 29 (1980) 199ff., bes. 202f. u. Abb. 13. 14. 


Alpha KH a, Z. 1 Beta & a, Z.1 Gamma V a,2.2 
Epsilon E az? Epsilon C— a, 2.2 Zeta R a, 4. Z. v. u. 


Theta O azo Theta = b, 2.9 Ny Li a, 2 


Sigma C a, vorletzte Z. Tau T a, Z. i Omega CO a, Z. 5 


Omega CD a, 6. Z. v.u. 


201 


oc 
dpog nicht auf der Tafel Epsilon—lIota b, 2.3 


3 
Epsilon—Ny Cu a, letzte Z. Epsilon—Xi Se b, 2.8 
Epsilon—Xi b, 8. Z. v. u. Epsilon—Rho a, 2.8 
eTo q b, 2.1 Eta—Sigma HS a,2.5 
Theta—Eta Ar b, 3.2. v.u. 
N 
xal I nicht auf der Tafel Omikron— Ypsilon n b; 8; ZW. i 
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Suprapositionen. Trema über Iota (und Ypsilon). 
524 
Xprotóðovioç 
Par. 1068, f. 128° (Taf. 306) a. 1044 
1  Rechtsgeneigte bis richtungslose, eilige Minuskel von niedrigem Stilisierungsniveau. 
Worttrennung. Neigung zur Überschreitung des Schriftspiegels am linken Rand. 
Verlust der Grundzeile. Überschriften, Marginalien und Inhaltsverzeichnis in ver- 
suchter ulexandrinischer Auszeichnungsmajuskel. Wechselnder Duktus. Zahlreiche 
Majuskeln (Alpha, Eta, Theta, Kappa, Lambda, Ny). 
2 Alpha `~ 12. Z. vu. Alpha & Z.1 Zeta 73 1.2.vu. 
Kappa k% 2.12 Kappa Ze Z.4 Xi L Z. 11 
Phi G Z. 1 
3 Alpha—Chi Sr 21 


Gamma—Alpha y letzte Z. 


wy ypy 23 Delta—Epsilon dẹ Z.ı 

Epsilon—Xi & vorletzte Z. m Wr 28 
Doppel-Lambda IH 2.3 uv pw 2.3 

uev HIE 10. Z. v.u. Sigma—Epsilon aSs- letzte Z. 
Tau—Omikron 72 2.2 


4 Spiritus in allen drei Formen wechselnd. Spiritus asper gedreht und nach oben offen. 
Sehr kleine, kuppenförmige Zirkumflexe, oft nach rechts verschoben. 
327 
Xwpıxdpıog 
Par. 426, f. 5" (Taf. 306) 15. Jh. 2. H. 
1 Senkrechte, weitzeilige Gebrauchsschrift einer nicht ungeübten Hand ohne ästheti- 
schen Anspruch. Ausgeprägte Oberlängen (hochgezogenes Gamma und Tau), redu- 
zierte Unterlängen. Kräftige Akute und Graves. NW-SO-Diagonale durch Majuskel- 
Alpha unterstrichen. Worttrennung. Initialen in plumper epigraphischer Auszeich- 
nungsmajuskel. 
2 Alpha X Z4 Gamma [ 2.8 Epsilon « Z.1 
Theta A ZA Ny v Z1 gan T 28 Phi $ Zi 
8 aya aby letzte Z. Alpha—Rho % Z.3 
Epsilon—Iota a A Epsilon—Xi A 2.7 
Epsilon—Rho d vorletzte Z. xat A vorletzte Z. 
ueu pey ZA Stigma g 2.2 Tau—Rho Te 2.2 
Ypsilon—Iota y 2.3 
4 Akzente und Spiritus abgesetzt. Kleine Zirkumflexe. Suprapositionen von Tau. 


Trema über Iota und Ypsilon.